Montag, 20. April 2015

Der Rubel rollt auch bergauf wieder nach oben

Mowitz
Der Schuss ging nach hinten los. Während ehemalige Meinungsführer gekaufter Lei(d)medien bereits die Sektkorken auftragsgemäß knallen ließen, und den Sinkflug des Rubels vorigen Jahres, schon etwas zu voreilig als Sieg cleverer Sanktionspolitik gegen Russland feierten, verpasste man es, dem Wiedererwachen des Rubels und dem Schulterschluss China/Russland die ihm gebührende Aufmerksamkeit zu widmen.

Sogenannte "Experten" der Schuldgeldwirtschaft verstanden die Spekulations-Welt nicht mehr. Ölpreisrückgang und Zinssenkungen, die anfangs noch für einen schwächeren Rubel sorgten - füllen diese Funktion zur Zeit nicht mehr. Seit Anfang Februar hat der Rubel zu Dollar und Euro etwa 30 Prozent an Wert gewonnen. Es geht wieder aufwärts. Der große Verlierer am Ende der Veranstaltung wird die merkelsche Sanktionspolitik sein, die auch der deutschen Wirtschaft bereits großen Schaden zugefügt hat. Das Vertrauen Russlands in Verträge die mit westlichen Firmen geschlossen werden, ist stark beschädigt und auf ein Minimum gesunken. Die westliche Wirtschaft ist kein verlässlicher Partner. Siemens, größter deutscher Technologiekonzern gehört zu den Verlierern der nach hinten losgegangenen merkelschen Sanktionspolitik. Vorstandschef Joe Kaeser, beklagte neulich, dass das Russland-Geschäft für Siemens etwa um die Hälfte zurückgegangen sei. Russland verkraftet die Sanktionen besser, als die US-Vasallen in Europa, die sie verhängt haben. Das ist das Fazit das sich immer deutlicher abzeichnet. Ein Pyrrhussieg, à la Merkel eben.

Karikatur:© Kostas Koufogiorgos, www.koufogiorgos.de
Peking und Moskau rücken immer enger zusammen. Der beiderseitige Handel hat bereits die 100 Milliarden US-Dollar erreicht und soll sich in fünf Jahren verdoppeln. Russland trat der von China gegründeten Asiatischen Infrastrukturinvestmentbank (AIIB) bei. Wie viele europäische Staaten, darunter Deutschland, auch. Die neue, multipolare Weltordnung nimmt langsam Gestalt an. Die Europäer werden eine Menge leisten müssen um verloren gegangenes Vertrauen wiederzugewinnen. Die in deutschen Konzern- und Staatsmedien hochgelobte Merkel, hat mit ihrer Konfrontationspolitik gegen Russland ihr Unvermögen unter Beweis gestellt, eine Politik im Interesse Deutschlands, wozu sie per Amtseid verpflichtet gewesen wäre, aber auch Europas, zu betreiben. Übrig geblieben ist ein Scherbenhaufen merkelscher US-Vasallenpolitik, den zu entsorgen, Merkel nicht schaffen wird. Merkel ist eine Belastung für nachhaltige Friedens- und Wirtschaftspolitik in Deutschland und Europa, die nicht länger zu kaschieren ist. Trotz aller Lügen mit denen unsere gekauften Konzernmedien, es einer immer kleiner werdenden Käuferschar weismachen will.

Der ehemalige polnische Außenminister Andrzej Olechowski charakterisierte das Dilemma der Europäer mit den Worten: „Wir sind intellektuell nicht in der Lage, eine gute Strategie zu entwickeln, weil wir keine herausragenden Top-Politiker haben. Momentan wirkt die Strategie des Westens idiotisch, weil sie die gleichen Bewegungen wiederholt und dabei unterschiedliche Resultate erwartet. Dies riecht nach Wahnsinn.“

FH

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