Donnerstag, 21. Mai 2015

Aus der Reihe die Verheißungen des Kapitalismus heute - EZB-Insider-Informationen: Finanzmafia unter sich

Mowitz
Die Europäische Zentralbank, (EZB), immer mächtiger werdendes Organ der EU, deren hauptsächliche Aufgabe darin besteht für einen stabilen Euro zu sorgen, und große Schwankungen des Euro zu vermeiden, nimmt sich immer größere Freiheiten, die so sicher nicht vom Vertrag über die Arbeitsweise der Europäischen Union, (AEUV oder AEU-Vertrag), gedeckt sind.

So berichtet RT DEUTSCH, dass Hedgefonds-Manager und Banker vorzeitig über EZB-Pläne informiert wurden, dass die EZB das Ankaufprogramm für Staatsanleihen noch vor dem Hochsommer intensivieren werde. Da werden Milliarden bewegt und gibt ausgezeichnete Möglichkeiten für diejenigen der Finanz-Oligarchie, die über dieses Wissen vor anderen Oligarchen erfuhren, sich richtig aufzustellen um schnell etliche Milliarden zu machen, die sie ohne Vorinformation nicht hätten machen können.

Benoît Cœuré, Mitglied des Direktoriums der Europäischen Zentralbank, übernahm die delikate Aufgabe, am Montagabend um 19:30 Uhr mitteleuropäischer Zeit im luxuriösen Londoner “Berkeley Hotel” Vertreter der Finanzoligarchie zu treffen, um sie über die Pläne der EZB in Kenntnis zu setzen. Erst am Dienstagmorgen um 9:00 Uhr wurde die breite Öffentlichkeit darüber informiert. Achteinhalb Stunden Kenntnis-Vorsprung sind im digitalen Zeitalter, fast wie ein Jahr während der Weltwirtschaftskrise die mit dem New Yorker Börsencrash im Oktober 1929 begann.

Unter den anwesenden Großspekulanten, durfte natürlich nicht der gerne als Philanthrop, (Menschenfreund), auftretende Wettkönig George Soros (85) fehlen, der im September 1992 auf die Abwertung des britischen Pfunds wettete, am Ende damit rund eine Milliarde US-Dollar verdiente und den Mythos der britischen Zentralbank zerstörte. Ich sehe in vor meinem inneren Auge, wie er sicher nach Ende der Sitzung im Londoner "Berkeley Hotel" auf altersschwachen Beinen zur nächsten Telefonzelle wetzte, um sich und seine Mithelfer richtig am Finanzmarkt aufzustellen; oder sich zum hotelinternen Lokus zu bewegen, um ein Handy zu bedienen.

Bild Wikimedia, Copyleft
Vampir des Nosferatu-Typs (Illustration)
Das nennt man auch Insiderhandel. Und der soll ja verboten sein. Aber allein schon die Anwesenheit des französischen Mitglieds des Direktoriums der Europäischen Zentralbank, Benoît Cœuré, der den erwartungsvoll angereisten "Menschenfreunden" die frohe Botschaft freudestrahlend überbrachte, sorgte sicher schon für eine Aufhebung des Verbotsprinzips.
"Verbot des Insiderhandels in Deutschland

Insiderhandel betreibt, wer eine Wertpapierorder erteilt oder auslöst und dabei Insiderinformationen ausnutzt. Nach § 14 Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) ist es verboten:
  • unter Verwendung einer Insiderinformation Insiderpapiere für eigene oder fremde Rechnung oder für einen anderen zu erwerben oder zu veräußern,
  • einem anderen eine Insiderinformation unbefugt mitzuteilen oder zugänglich zu machen,
  • einem anderen auf der Grundlage einer Insiderinformation den Erwerb oder die Veräußerung von Insiderpapieren zu empfehlen oder einen anderen auf sonstige Weise dazu zu verleiten.

Diese Handlungen sind gemäß § 38 Abs. 1 WpHG jeweils mit Freiheitsstrafen bis zu 5 Jahren oder Geldstrafen bedroht." Wikipedia

Die frühzeitig Informierten dürften ihre Einsätze vervielfacht haben. Experten bezifferten die “Wettgewinne” mit bis zu 2.000 Prozent. Das heißt, mit einer Milliarde Euro Einsatz könnten so circa zwanzig Milliarden Euro erzielt werden.

FH

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen