Montag, 4. Mai 2015

Jüdische Antisemitismus-Krawalle im Gottesstaat Israel

Mowitz
Die Antisemitismuskeule kam bisher nicht bei den Rassenkrawallen im gottesfürchtigen Judenstaat zur Anwendung. Zumindest ist in Agenturmeldungen noch nichts darüber zu lesen. In Tel Aviv, "ehemalige Hauptstadt" des säkularen Israel und zusammen mit dem Ballungsraum Gusch Dan mit etwa 3,8 Millionen Einwohnern, weitaus größer als die auf "ewig ockupierte Hauptstadt" Jerusalem, des sich nunmehr so nennenden Judenstaates, hat es gestern Abend heftige Rassenkrawalle mit aus Äthiopien eingewanderten Juden gegeben, die nach jüdischem Selbstverständnis so "gute" oder "schlechte" Juden sind wie alle anderen Juden auch.

Die sonst immer mit dem Totschlagargument 'Antisemitismus' schnell jede, auch höchst berechtigte Kritik gegen den Judenstaat abwürgende Verunglimpfungs-Methode, wird in diesem Fall schwerlich greifen. Auch wenn ethnisch äthiopische Juden sich äußerlich deutlich von jüdisch-semitischen Rassenvorstellungen unterscheiden.

Karikatur:© Kostas Koufogiorgos, www.koufogiorgos.de
Polizeizustände im jüdischen Gottesstaat wie im US-Bibelgürtel-Imperium. 10.000 Juden, die Agenturen schreiben verschämt "Menschen", protestierten gegen ungleiche Rechte und gegen eine gewalttätige jüdische Polizei. Im jüdischen "Gottesstaat" sollen mehr als 135.000 Juden mit äthiopischen Hintergrund leben, die in zwei Einwanderungswellen 1984 und 1991 ins Land kamen und diskriminiert werden. So Juden sie sind. Viele von ihnen sind so wenig in der israelisch-jüdischen Gesellschaft integriert, wie Einwanderer und Flüchtlinge in Europa und bleiben Fremde und Ausgegrenzte im eigenen Judenstaat.

Da drängt sich mir zum wiederholten Mal die Frage auf: Ist jüdischsein Rasse oder Glaube der nur einer bestimmten Gruppe von Semiten vorbehalten ist?

Die Proteste der äthiopischstämmigen Juden lassen eher den Rückschluss zu, das "Juden" weniger "Rasse", als ein Religionsverein sind. Wie Christen, Muslime und andere "Gottesängstliche" eben auch. Von daher sollte sich Israel nicht als alleiniger Vertreter von Europäern aufspielen die mehr oder weniger jüdischen Glaubens waren, oder nur Vorfahren hatten die jüdischen Glaubens waren, und Opfer nationalsozialistischer Massenmorde wurden.

Eine fein säuberliche Trennung zwischen "Rasse" und "Glaube" hätte in Israels Fall dazu geführt, dass weniger bis gar keine Gelder im sogenannten Wiedergutmachungsprozess nach Israel hätte fließen dürfen noch jetzt mit weiteren Gratis-U-Booten weiterfließen würden.

Kein Opfer hitlerischen Rassen- und Ideologienwahns verdient es, für faschistisch-imperiale Großmannssucht missbraucht zu werden. Auch nicht, wenn man sich bemüht quasi-religiöse Argumente ins Spiel zu bringen, die nur dazu verführen, dass man glaubt, internationales Recht brechen zu können, nach eigenem Ermessen Land rauben und ockupieren zu dürfen, samt völkerrechtswidrige Angriffskriege führen kann und dieses Handeln mit seiner 'Einzigartigkeit' vom auserwählten Volk aus irgendeiner religiösen Schrift, in diesem Fall der Tora, rechtfertigt.

Wenn man genauer hinschaut und sich nicht von der Antisemitismuskeule erschrecken lässt, bleibt vom 'Opferstaat' Israel, den es erst seit 1948 gibt, drei Jahre nach dem Ende Hitlerdeutschlands, kein Nazi-Opfer übrig, das man Israel zuordnen könnte. Im Übrigen ist Israel ein x-beliebiger Staat wie alle anderen Staaten auch. Der Rest ist Mythos.

Alle Staaten haben irgendeinen erfundenen Mythos aus grauer Vorzeit. Die Germanen glaubten an quälende Nachtgespenster, "Mahre", kleine schwarze Wesen, die schlafende Menschen anfielen und denen man einfach einen deutlich erotischen Charakter andichtete. Es wurde sogar von Geschlechtsverkehr zwischen Mensch und Mahr berichtet. Das sollte wohl die Angst vor dem nächsten Mahrbesuch vertreiben.

Es ist an der Zeit Israel wie jeden anderen Staat zu behandeln; und ihn für seine Völkerrechtsverbrechen zur Rechenschaft zu ziehen. Internationales Recht hat Vorrang vor religiösem Größenwahn.

FH

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