Samstag, 6. Juni 2015

Geliebter Selbstbetrug - G7 eine Bühne die nicht die Welt bedeutet

Mowitz
Während Merkel ihr Lügengebäude von einer völkerrechtswidrigen Annexion der Krim durch Russland, als Grund für den neu ausgebrochenen Kalten Krieg seit ihrer Teilnahme am Maidan Staatsstreich, wie im Rausch vor sich herträgt, hat Kanadas Premierminister Stephen Harper wohl grünes Licht von den Regisseuren der G7-Konzerne bekommen, die Hintergründe des Neuen Kalten Krieges öffentlich etwas realistischer darzustellen, als Merkel es vermag. Das Publikum läuft ihnen davon und wenn es kommt, dann um zu protestieren.

In der Sache informiert Harper zwar noch merkelähnlich, nur eben schärfer. In der Begründung klarer und der Wahrheit näher. Gestern in der Früh zitierte Tagesschau24 kurz und knapp Harper mit den Worten: "So lange Putin Präsident Russlands ist kann es keine Rückkehr in die G7, (Befehlsempfängerrunde), geben". Denn, und endlich wurde der Allgemeinheit ein klarerer Wein eingeschenkt, "Russland führe sich unter Putin wie ein strategischer Rivale auf!" Tja, dem kann man nicht widersprechen, da es nur das bestätigt, woraus weder Russland noch China einen Hehl machen; nämlich auf die aggressive, militärische Einkreisungspolitik der Washingtoner Wall Street Regierung, nebst Marionetten und Nato, mit einer engeren, wirtschaftlichen und militärischen Zusammenarbeit zu reagieren. Auch hier bitteschön darauf achten was Ursache (aggressive, militärische Einkreisungspolitik), und Wirkung (engere wirtschaftliche und militärische Zusammenarbeit), ist. Und nicht vergessen. Auch dann nicht, wenn es zum großen Knall kommen sollte. Das hilft zwar dann auch nichts mehr, aber man stirbt wenigstens nicht so doof wie man gelebt hat.

Merkel ist mit Sicherheit, "ich lasse den Gesprächsfaden zu Putin nicht abreißen", kein Garant für Frieden. Sie könnte auf beiden Arschbacken, breit genug sind sie ja, in einen Krieg schlittern ohne es zu merken und glauben sie rodele auf der Fuschler Sommerrodelbahn.

Karikatur:© Kostas Koufogiorgos, www.koufogiorgos.de
Die Ukraine als offizielle Konfliktursache im Propagandakrieg gegen Präsident Putin wird wohl langsam eingemottet werden, darf man vermuten. Wie ich schon mehrmals betont habe: vergesst die Ukraine/Krim-Krise wenn sie als Ursache des Neuen Kalten Krieges vom Westen angeführt wird. Sie ist nicht Ursache, sondern Vorwand um potente Rivalen, wie Russland und China, vom Aufbau neuer globaler Wirtschafts- und Finanzstrukturen, unter Androhung militärischer Gewalt, abzuhalten. Sie sollen keine eigenständige Politik betreiben, sondern sich der Wall Street-Herrschaft, wie die Politikdarsteller der G7 auch, bedingungslos unterordnen. "Rivalität", ist doch nichts unanständiges, so wenig wie "Konkurrenz". Zwei Begriffe, die das gleiche meinen nur in der Nuance unterschiedlich klingen. Genau genommen sind Konkurrenz und Rivalität die Eckpfeiler in der kapitalistischen Heilslehre. In einer funktionierenden Marktwirtschaft sollten sie selbstverständlich sein. In unserem heute weit fortgeschrittenen Monopolsystem eher nicht. Heute ist der Anspruch der alten Monopolisten auch die neuen zu sein und es auf ewig zu bleiben, nicht verhandelbar. Neu aufstrebende Kräfte hin, alte Monopolisten her.

Kanadas Premierminister Stephen Harper will Russland dauerhaft vom G-7-Gipfel ausschließen, solange Putin im Amt ist. Kanada sei strikt dagegen, dass Putin je wieder mit am Tisch sitze. Putin lehne die Ziele des Westens aus Prinzip ab.

Es ist immer wieder interessant zu hören und zu lesen, dass diese "Ziele" nie näher und wenn, nur verlogen für die Öffentlichkeit beschrieben werden. "Wir sind dem Völkerrecht (siehe Jugoslawien- und Irakkriege), und den demokratischen Werten (siehe Finanz- und Kapitaldiktatur), verpflichtet. Alle Macht geht vom Volke aus. Und ich bin Volker.

Der Banker Mayer Anselm Rothschild war klüger und hatte klare Vorstellungen von seiner Demokratie: „Erlaubt mir, das Geld eines Staates auszustellen und zu kontrollieren, und es ist mir egal, wer seine Gesetze macht.“ Das ist Gewaltenteilung à la Bankendemokratie auf den Punkt gebracht. Auf Merkels "d(ä)monkratischen" W(ä)rtepunkt. Ob sie es schon jemals zwischen ihrem albernen Gelabere mit spitzen Mund bemerkt hat? Ich glaube nicht.

Kanada, das mit einem nominalen BIP von $ 1.736 Milliarden, nicht gerade zu den Schwergewichten der globalen Wirtschaft zählt, reißt sein Maul auf als wäre es eins. Von der Größe seiner Wirtschaftsleistung aus betrachtet, dürfte Kanada weder in der G7 noch G8 einen Platz einnehmen. Vielleicht, mit einigem Wohlwollen, in der G20. Russland hat zum Vergleich ein nominales Bruttoinlandprodukt von $ 2.118 Milliarden. Aber wie die Angelsachsen nunmal sind, ob ehemalige Kolonialmacht oder Kolonie, sie merken nicht wann ihre beste Zeit vorbei ist und proben immer wieder mit Unterstützung des großen Bruders USA an ihrer Seite, den Zwergenaufstand. Thatcher nahm sich Reagan zur Hilfe - oder umgekehrt - als sie gemeinsam mit der Wall Street die Globalisierung und den Casino-Kapitalismus einführten der in Deutschland von den Konservativen (CDU/CSU) und Neokonservativen (FDP) als notwendige geistig moralischen Wende propagiert wurde. Und das Publikum stand mit weit aufgerissenen Mäulern da, hörte sich das Gequirle an und verstand immer nur Bahnhof. So werden Völker verarscht und wachen nur langsam auf. Dann ist es meist zu spät. Daran hat sich bis heute nichts geändert.

FH

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