Samstag, 22. August 2015

Größenwahn: US-gestützte Terroristen zerstören syrisches Kloster

Mowitz
Welch eine Heuchelei. Das ehNaMag vergießt schon wieder mal Krokodilstränen, wenn es mit fetten Buchstaben den religiösen Wahn geißelt, mit dem der Islamische Staat (IS), ein 1600 Jahre altes Kloster im syrischen Karjatain zerstört. So wie es sich bei jeder Gelegenheit als "Rächer der Enterbten" aufspielt, wenn der IS Gräueltaten begeht. Ob es sich um die Köpfung des 82-jährigen, syrischen Chef-Archäologen Khaled Asaad handelt, oder wenn der IS Historie durch Zerstörung antiker Stätten ausmerzen will. Dann ist die Stunde von Konzern- und Staatsmedien angebrochen um die menschliche Zivilisation zu retten, aber tunlichst nicht die ganze Wahrheit zu berichten wer für den modernen Terrorismus verantwortlich zeichnet. Wer eigentlich hinter IS, Quaida, Nusra, Taliban etc. steckt, sie steuert und als Schreckensbeschleuniger zur Erreichung seiner geopolitischen Ziele einsetzt. Und warum man ihn militärisch so stark schreibt, wie er nach israelischen Angaben überhaupt nicht ist. Wenn man ihn nicht ließe.

Naher Osten vor Neuordnung

Der ehemalige israelische Premier-, Verteidigungs- und Außenminister Ehud Barak, der es während seiner militärischen Karriere schaffte, bis zum Generalstabschef der israelischen Armee, dem höchsten militärischen Rang in Israel aufzusteigen, sagte in einem Interview mit RT vor zwei Monaten: „Türkische Armee würde den IS in nur zwei Tagen vernichten.“
„Ich denke, der IS ist deshalb erfolgreich, weil er keiner kohärent (zusammenhängenden) koordinierten Anstrengung gegenübersteht, die ihn zerstören will. Technisch gesehen sind sie mit 30.000 bis 40.000 Kämpfern nicht stark. Sie kämpfen größtenteils nur mit Toyota-Pickups, auf die sie Maschinengewehre montieren“, erklärte der hochrangige israelische Politiker im Interview mit der RT-Moderatorin Oksana Boyko. „Ich denke, dass der IS mit einem etwas koordinierten Engagement niedergemacht werden könnte. Es ist nicht leicht, aber es ist nichts Undenkbares. Es sind keine Riesen“, gab Barak gegenüber RT an und fügte hinzu, dass die weithin angenommenen operativen Kapazitäten der Extremistenmiliz reine „Übertreibungen“ seien.
Das sollte zu denken geben, geht aber im allgemeinen Berichterstattungsinferno einfach unter. Schlagzeilen in westlichen Konzernmedien hat das Interview Ehud Baraks bei RT nicht ausgelöst und 99,99 Prozent der Menschen haben wohl kaum von ihm gehört, noch weniger haben über die Tragweite der Aussage Ehud Baraks nachgedacht. In zwei Tagen könnte der IS-Spuk vorbei sein, wenn die westliche W(ä)rtegemeinschaft es wirklich wollte. Sie will es aber nicht. Und betreibt ihre Kriegsverbrechen in und gegen Syrien weiter.

Und worum es schon seit Jahren eigentlich geht und ging wird allmählich auch für eine breitere Öffentlichkeit erkenntlich, falls sie sich die Mühe macht und sich dafür interessiert. Die Neuaufteilung des Nahen Osten nähert sich seiner definitiven Durchführung.

Der US-Kongress verabschiedete Ende April eine Entschließung, wonach der Irak jeweils in einen kurdischen, einen sunnitischen und einen schiitischen Teil aufgespaltet werden soll. Für Syrien gibt es ähnliche Pläne und für andere Länder des Neuen Nahen Ostens auch. Die Stiftung für Wissenschaft und Politik analysiert bereits mit Sondermitteln des deutschen Außenministeriums ein Projekt unter dem Titel „Die Fragmentierung Syriens“. Das neue Großdeutschland will bei der Verteilung der Pfründe nicht übergangen werden. Auch wenn es auf Kosten von Millionen Toten und Flüchtlingsopfern aus dem Nahen Osten geht, die jetz auf der Flucht sind und nicht begreifen können was eigentlich mit ihnen geschieht und warum. So wenig wie die deutsch-europäische oder US-amerikanische Zivilgesellschaft. Die werden alle mit dem IS in Atem gehalten, dem Ehud Barak als erfahrener Militarist zwei Tage Überlebenschancen einräumt, wenn die westliche W(ä)rtegemeinschaft ihn (den IS) wirklich eliminieren wolle.

Naher Osten nach Neuordnung

Aber noch braucht sie (die westliche W(ä)rtegemeinschaft), den IS um ihre Pläne für den Neuen Nahen Osten durchzuführen und um die Früchte ihrer Planspiele später, wenn sie Wirklichkeit geworden sind, in ihren Banktresoren einzulagern.

Die Geburt des Neuen Nahen Ostens wird noch einige Zeit dauern und etliche konventionelle oder einen finalen Nuklear-Krieg in Anspruch nehmen - man weiß es nicht so ganz genau. Man weiß aber, dass die Flüchtlingsströme nach Europa aufgrund der Kriege und des Gemetzels um Gas, Öl und andere Bodenschätze, nicht versiegen und sogar intensiviert werden, je knapper Ressourcen sind. Schwerer als so ist das Geheimnis "Geopolitik" nicht, um es zu verstehen. Ein Kampf um Ressourcen und Vorherrschaft. Mit dem Leben der Völker als Einsatz. Mit oder ohne IS ist für die Hintermänner und Erfinder der Terrororganisationen nur eine Frage der Zweckmäßigkeit zum Erfolg oder Misserfolg, ein angestrebtes Ziel zu erreichen oder auch nicht.

Und das augenblickliche Nahziel ist den "Großraum Mittlerer Osten" neu zu gestalten. Kriege sind weder heroisch noch edel. Sie dienen nur dazu um die Folgsamkeit von denen da "unten" hinter denen da "oben" beizubehalten. Gefragt, außer sich selbst, hat die Wall Street-Regierung niemanden. Und von der UNO ist dieser Plan weder genehmigt noch offiziell behandelt worden. Somit ist seine Durchführung und die damit verbundenen Kriege und Gemetzel, selbstverständlich völkerrechtswidrig. Aber damit hat sich die Welt bei den USA ja leider immer schon arrangiert. Bei den Herren des Geldes und der Waffen in unserem Universum ist das sowieso eher der Normalfall als die Ausnahme.

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FH

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