Mittwoch, 19. August 2015

Wirtschaftswachstum: Drohnen-Einsätze sollen mit 50 Prozent wachsen

Mowitz
Der US-militärisch-industrielle Komplex teilte mit, seine Drohnen-Einsätze die kommenden Jahre stark auszuweiten und zu intensivieren, und so in den nächsten vier Jahren ein Drohnen-Wachstum mit 50 Prozent zu erreichen. Ein "Muss" um die Welt, Donnerlittchen auch, zu "befrieden" und das Project for the New American Century (PNAC), zu deutsch: Projekt für das neue amerikanische Jahrhundert, anscheinend nicht nur für 100 Jahre zu installieren, sondern für ewig. Mindestens.

Im Wall Street Journal schrieb Gordon Lubold am 16.08.15 einen Artikel, "Pentagon to Sharply Expand U.S. Drone Flights Over Next Four Years" (deutsche Übersetzung des Artikels hier), der die Pläne des Pentagons offenlegt, was die Welt die kommenden Jahre an "friedensstiftenden" Maßnahmen des Noch-Hegemons, bei seinen Versuchen die globale Alleinherrschaft abzusichern, zu erwarten hat. Vor allen Dingen stellen China und Russland, als einzige potente Gegenspieler, die heutige, US-unilaterale Ordnung infrage und wollen sie durch eine mulitipolare ablösen. Also eine Ordnung ohne Vorherrschaft eines Staates oder Gesellschaftssystems über andere.

Mit 50 Prozent sollen die Einsätze der Drohnen gesteigert werden, weil, so die Friedensfürsten des Pentagons, "die Kaskade globaler Krisen deren stärkere militärische Eindämmung immer notwendiger macht." Damit ist die Frage aber noch lange nicht beantwortet ob die "globalen Krisen" schon da sind, oder wie üblich von Washington erst entfacht werden müssen um seinen militärischen Mordapparat in Bewegung setzen zu können.

Karikatur:© Kostas Koufogiorgos, www.koufogiorgos.de
Die wirklich "freie Welt," also der Teil der Welt, der den USA kritisch und unabhängiger gegenübersteht als die europäischen Protektoratslakaien es tun, stehen dem aggressiven Zugriff des Wall Street Kapitals auf die Rolle der globalen Wirtschaftsführungsmacht des Planeten, bedeutend kritischer gegenüber als Europa es tut. Was wohl mit der ungebremsten Ausbeutung zu tun hat, der sie ausgesetzt sind und welche die Europäische Union so nicht am eigenen Leib zu spüren bekommt. Ganz im Gegenteil. Die EU ist aktiver Teil transatlantischer, neokolonialer Politik.

Ohne jeden Zweifel hat Europa eine jahrhundertelange Erfahrung auf dem Gebiet des Kolonialismus und hat seinen Wohlstand auf den Leichenbergen eroberter Kontinente errichtet. In Afrika, Asien, Nord- und Südamerika und Australien. Besonders erfolgreich waren die Briten beim Bau ihres Leichenimperiums, von dem sie heute so tun als hätten sie für die Folgen ihrer Herrschaft, keinerlei Verantwortung. Die Aufnahme von Flüchtlingen, zu der sich die EU verpflichtet hat und die jetzt über das Mittelmeer nach Europa strömen, kommen auch aus ehemaligen britischen Kolonien. Cameron will Großbritannien gegen diese Flüchtlinge abschotten. Ein Flüchtlingsproblem, an dessen Zustandekommen kaum ein anderes europäische Land mehr gearbeitet hat, als Großbritannien. Gibt es eine Sauerei des Hegemons in den letzten Jahren an dem Großbritannien als "Williger" nicht teilgenommen hat?

Morden mit Drohnen ist klinisch sauber und billig. Die Tötungsteams sitzen vor ihren Tastaturen und Computermonitoren und steuern die Killer-Drohnen aus der Ferne.

Sie ermorden über die Fernbedienung gesichtslose Opfer. Sie töten rücksichtslos und werden nicht dafür zur Verantwortung gezogen. Drohnen sind Instrumente staatlichen Terrors. Studien zeigen, dass überwiegend unschuldige Zivilisten getötet werden, die zur falschen Zeit am falschen Ort waren.

FH

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