Dienstag, 27. Oktober 2015

Stirbt Europa aus? - Nein, wir holen Nachschub, entvölkern den Nahen und Mittleren Osten und "integrieren" Flüchtlinge

Mowitz
Merkel reist jetzt viel durch die Lande, beruhigt Unruhige und floskelt irgendetwas von unveräußerlichen Werten an die sich Flüchtlinge zu halten hätten, falls sie Wert auf eine gelungene Integration legen. Denn ihre große Zukunftsaufgabe in Deutschland und Europa soll darin bestehen, der Überalterung Deutschlands und Europas Einhalt zu gebieten. Und zwar zu Löhnen, die den heute noch gesetzlichen Mindestlohn in Deutschland von 8,50 Euro unterschreiten werden. Daimler-Zetsche freut sich schon lange auf "hoch motivierte Arbeitskräfte". Seine Autos werden ja auch gar nicht erst Mindestlöhnern zum Kauf angeboten. Sie gehören nicht zum Segment das Mercedes bedient sondern sollen mit Hungerlöhnen die Gewinnmargen der Aktionäre nach oben bedienen.

Die von "FAZ"-Herausgeber Frank Schirrmacher † 2014, in seinem 2004 veröffentlichten Buch "Das Methusalem-Komplott" beschriebene Horrorvorstellung, dass in einigen Jahrzehnten mehrere Millionen Menschen weniger in Deutschland leben werden und dies tiefgreifende Folgen für die Wirtschaft hätte, lässt jedem rechtgläubigen Kapitalisten, und Schirrmacher war einer, dem die Vorstellung, dass eine notwendige Wachstumsbremse dem "ewigen" Wachstumsbedarf im Kapitalismus den Rang ablaufen könnte, einen Schauder nach dem anderen den Rücken hinunterlaufen ließ.

Der "demografische Wandel" ist der Popanz, [(abwertend) etwas, was aufgrund vermeintlicher Bedeutung, Wichtigkeit Furcht, Einschüchterung o. Ä. hervorruft oder hervorrufen soll], unserer wachstumsfixierten Kapitalismus-Fundamentalisten und gut als Totschlagargument zu gebrauchen, der jede Leistungssteigerung der Wirtschaft durch Effektivisierungsgewinne unberücksichtigt lässt.

Karikatur:© Kostas Koufogiorgos, www.koufogiorgos.de
Zusammen mit der nicht zu leugnenden Fremdenfeindlichkeit eifriger Pegida-Demonstranten, die sich mehr und mehr als handfeste Nazis outen und so auch bereits von den Massenmedien beschrieben werden und deren politische Vorstellungskraft knapp das Niveau politischer Analphabeten erreicht, kann vom medialen und politischen Establishment jede noch so gerechtfertigte Kritik gegen eine unhändelbare Massenflucht nach Deutschland und Europa mit dem Totschlagargument "nazistisch" leicht abgewehrt werden. Das die "westliche Wertegemeinschaft" ihre Kriege im Nahen und Mittleren Osten die immer schon von ihr selbst bei ihren Raubzügen (Kolonialisierung, Neokolonialisierung) ausgelöst wurden, aber mit Hilfe gekaufter Medienmacht effektiv schöngeredet werden konnten und als "gerechte" Kämpfe der Guten gegen die Bösen in aufnahmebereiten aber leider auch leicht manipulierbaren Hirnen Zugang finden. So als hätten Irak, Libyen, Jemen, Syrien u.v.a. die "westliche Wertegemeinschaft" angegriffen und nicht umgekehrt. Eine kontrollierbare Zuwanderung wäre auf friedlichem Wege möglich gewesen und hätte den s.g. "demografischen Wandel" leicht abfedern können, falls er übehaupt notwendig und wünschenswert ist.

Die deutsche Bundesregierung rüstet heute die arabischen Golfdiktaturen auf wie nie zuvor. Die Kopf-ab-islamistische-Fundamentalisten-Diktatur Saudi-Arabien ist zum drittgrößten Käufer deutschen Kriegsgeräts aufgestiegen. Ein "Wachstum" das eigentlich nicht wünschenswert ist wenn man dem Frieden dienen will; das unseren Wohlstand auch nicht vermehrt sondern vermindert, aber vom Kapitalismus als systemerhaltend dringend benötigt wird. Egal wieviel Millionen Tote und Vertriebene die Erhaltung des imperialen, kapitalistischen westlichen Wertesystems kostet. "Wir" werden nicht auf ewig zu den "Gewinnern" zählen falls das irgendeine Flachhirnpfeife glaubt. Sogar das Imperium wackelt bereits bedenklich in seinen wirtschaftlichen und ethischen Fundamenten. Und mit ihm auch der militärische Teil des gesamten Wall Street-Kapitalismus.
"Von den sechs Staaten des Golf-Kooperationsrats, in dem sich die Länder der Arabischen Halbinsel organisiert haben, gehören vier zu den Top 20-Empfängern deutscher Rüstungslieferungen. Dadurch wird nicht nur eine Konfliktpartei im mittelöstlichen Machtkampf gegen Iran mit Waffen ausgestattet. Die Ausfuhren beinhalten auch Mordwerkzeuge, wie sie Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate in ihrem Krieg im Jemen einsetzen oder zumindest einsetzen können: von Ersatzteilen für Kampfflugzeuge bis zu Maschinenpistolen. Mit Saudi-Arabien wird zudem ein Staat aufgerüstet, der, wie der Träger des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels Navid Kermani bekräftigt, "Hauptsponsor des Dschihadismus" ist und religiös eine große Nähe zum "Islamischen Staat" (IS) aufweist. Sollte die Bundeswehr, wie Militärs es jetzt erneut in Aussicht stellen, im Anschluss an einen Machtabgleich in Mittelost in Syrien zum Einsatz kommen, dann stünden deutsche Soldaten wohl auch von Saudi-Arabien aufgerüsteten Milizen gegenüber." German Foreign Policy
Und mit dem speziellen Hinweis auf Saudi-Arabien sollen nicht die anderen Kriegsinitiatoren USA, Israel, Kanada, Nato, Australien und Europa vergessen gemacht werden. Sie alle sind "wir" und gehören dem gleichen Werte-Mordskartell an.

FH

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Gegenmeinung: „Geld ist dafür da, bestimmte Systeme zu stabilisieren, die mit der Lebenswirklichkeit gar nichts mehr zu tun haben”.....

1 Kommentar:

  1. Die Saudis haben ein Krankenhaus der Ärtze ohne Grenzen und eine Mädchenschule den Erdboden gleichgemacht. Zufall?

    http://www.zerohedge.com/news/2015-10-27/saudi-arabia-bombs-hospital-yemen-doctors-without-borders-says

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