Donnerstag, 19. November 2015

Also sprach Obama im Fernsehsender Vox: Der Wall Street-Kapitalismus ist die einzige göttliche Macht unseres Universums und duldet keine andere neben sich

Mowitz
Barack Obama, Friedensnobelpreisträger, sprach neulich via "Vox" zu seiner planetarischen Gemeinde und ließ sie wissen, dass er wegen der vielen "Bösen" in der Welt, sich nicht an die Regeln des Völkerrechts halten könne, da er seine Außenpolitik auftragsgemäß zum Nutzen der kleinen Finanzelite betreiben muss. Es bleibe nicht aus, so der US-Halbgott süffisant weiter, wenn die USA Druck und Gewalt ausüben müssen, "wenn Länder nicht das tun, was wir von ihnen wollen." Denn das würde doch sonst in der Tat, God’s Own Country (Gottes eigenes Land), erheblichen Schaden im Kampf gegen das Böse in der Welt zufügen.

Und so etwas könne er nun wirklich nicht der stärksten Militärmacht zumuten, wenn sie ihren gottgegebenen Auftrag den Kampf gegen das Böse anzuführen, gewissenhaft betreibe und zum Sieg verhelfe. "Wir müssen gelegentlich den Arm von Ländern umdrehen, die nicht das tun, was wir von ihnen wollen. Wenn es nicht die verschiedenen wirtschaftlichen oder diplomatischen oder, in einigen Fällen, militärische Druckmittel die wir haben, gäbe, wenn wir diese Dosis Realismus nicht hätten, würden wir auch nichts erledigt bekommen."

Wir sind die einsamen Mahner des Guten in der Wüste, nach der die Weltgemeinschaft ruft wenn es Probleme gibt die zu lösen sind, und die wir immer wieder selbst verursachen damit uns überhaupt noch jemand ruft. Und man ruft uns. Nicht China oder Russland. Und wir tragen die Verantwortung bereitwillig die uns aufgebürdet wird. Wir können das. Wir haben Übung und lassen uns die Übung nicht nehmen. Und wir werden sogar mit der Finanzierung des IS gestützt. Man mag es gar nicht glauben.

Die westliche Wertegemeinschaft führt zwar offiziell Krieg gegen den selbsternannten "Islamischen Staat", hohe politische Führungspersönlichkeiten räumten jedoch ein, dass genau die gleichen Akteure, die vorgeben, den IS zu bekämpfen, ihn auch finanzieren. Vor allem laufe die zumindest indirekte Unterstützung des IS über bekannte US-amerikanische und britische Energiekonzerne, die im Rahmen von komplexen Dreiecksbeziehungen im großen Stil auf dem vom IS kontrollierten Ölschwarzmarkt in Irak und Syrien investieren.

Karikatur:© Kostas Koufogiorgos, www.koufogiorgos.de

Von nichts kommt nichts. Wir packen an. Auch dort wo die meisten Menschen Kreativität vermissen lassen, wenn sie versuchen unsere Genialität zu begreifen. Wir waren die Schöpfer der Taliban, von al Quaida, der Al-Nusra-Front, vom Islamischen Staat usw. und bei Günther Jauche bringt es "Röschen" von der Leyen beim Themenkomplex "Terror in Paris" nicht weiter, als beiläufig auf Saudi Arabien mit der Bemerkung hinzuweisen: "Saudi Arabien hat zu lange den Islamischen Staat wachsen lassen" 0049:54 Min. Ein schöner Satz. Ein milder Satz von Röschen, der keine bösen Gedanken an die Hintermänner der Kopfabschneider aufkommen lässt.

Saudi Arabien als Schmutzschild hinter dem die westliche Wertegemeinschaft seine Verantwortung verstecken will? Das macht die Ermordeten in Paris auch nicht wieder lebendig und ist in seiner Durchsichtigkeit so platt wie Saudi Arabien schmierig ist.

Nur der Terror geht weiter der am 11. September 2001 begann und den Nahen und Mittleren Osten in Schutt und Asche legte. Aber schon weit vorher agierten die USA um die Vorherrschaft gegenüber der damaligen Sowjetunion zu erreichen. Zbigniew Brzezinski war zwischen 1977 - 1981 Sicherheitsberater von US-Präsident Jimmy Carter und mitverantwortlich für die Talibanisierung Afghanistans, um der Sowjetunion "ihr Vietnam" zu bereiten. Schon damals "übten" sich die USA an verdeckten Kriegen und ließen andere die Schmutzarbeit für die eigenen Interessen machen. Und diese Interessen bestanden darin, die unangefochtene globale Vorherrschaft zu erlangen. Heute hat man sie, wenn da nicht die "bösen" Chinesen und Russen wären, die das so nicht länger hinnehmen wollen und die alleinige globale Machtstellung des Imperiums ernsthaft in Frage stellen. Aber wer hat, will immer mehr. Und weniger schon gar nicht. So ist es in der kleinen, wie der großen Welt.

Die offizielle Version der 911-Terrorangriffe auf die Zwillingstürme in New York und dem Pentagon in Washington, wird von vielen amerikanischen und ausländischen Experten in Zweifel gezogen und als eine Verschwörungstheorie par excellence bezeichnet, um eine Verquickung der Bush-Regierung in diese Attentate zu vertuschen. Aber unzweifelhaft haben dieses Attentate den USA geholfen ihre Kriege am laufenden Band gegen die Teile der Welt zu führen, die der liebe Gott mit enormen Bodenschätzen bedacht hat. Und ohne billigen Zugang zu diesen Schätzen würde auch die Wall Street nicht gedeihen, sondern eher maßvoll vor sich hindämmern. Das genügt nicht für ein Volk von dem Obama meint, ein "zupackendes" zu sein und sich über einen ethnisch "gereinigten" Neuen Nahen und Mittleren Osten bereits Gedanken machte, als die Öffentlichkeit davon noch nie gehört hatte. Und so ist es bis heute auch geblieben. Die ersten Opfer dieses Gedankenspiels sind bereits der Irak, Afghanistan, Libyen und jetzt Syrien. Weitere werden folgen.

Jetzt, nach den tödlichen Attacken in Paris fallen die Ähnlichkeiten zu 911 auf. Nun sind wir alle Franzosen, nicht Amerikaner, singen die Marseillaise und glauben es würde Krieg gegen unsere "Werte" vom Islam geführt. Sie akzeptieren nicht unseren Lebensstil, sagte schon Bush am 11. September 2001, und ebenso Frankreichs Außenminister Fabius vor wenigen Tagen. Mich interessieren nicht die ausführenden Kriminellen, die jederzeit austauschbar sind, sondern ihre Hintermänner und -frauen. Diejenigen die die Terrorbanden führen, ausbilden und sie mit Geld, Know how, Infrastruktur und Waffen versorgen und finanzieren, um dann das ganz große Geld am Ende selbst zu machen.

FH

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