Dienstag, 24. November 2015

US-Wasserstandsmeldung für den Terror: Er ist weltweit angekommen - Bleibt zu Hause

Mowitz
Woher die Globalisierung kam und wer sie steuerte, als sie den Kapitalismus noch mehr radikalisierte als er ohnehin schon war, ist bis auf den heutigen Tag unbeantwortet geblieben. Globalisierung ist so etwas wie eine selbstlaufende Struktur, hinter der keine Menschen stecken, sondern bestenfalls "Experten". Finanz- und Wirtschaftsexperten, die Hohenpriester des Kapitalismus. Die lassen sich nicht bekämpfen und sind nach jedem Finanzcrash stärker als zuvor. Globalisierung ist der "Große Geist" der Gegenwart. Unsere neue "Weltseele" in der keine herrschende Klasse für irgendetwas Verantwortung übernimmt. Gewinnmaximierung ist das Lebensmotto das sie treibt. Denn wie es bei den von Menschen erfundenen Göttern üblich ist, hat sie noch nie jemand gesehen, aber alle Hohenpriester wissen was ihnen wohlgefällig ist und was nicht.

Die Globalisierungs-Götter zürnen schon lange gegen die Ungleichverteilung globaler Ressourcen. Die versuchen sie durch die Erringung der globalen Oberhoheit über die internationalen Finanzmärkte und Welthandelsorganisationen, flankiert von militärischen Übergriffen gegen Ressourcenbesitzer, auszugleichen. Bislang lief es gut für sie. Mit brutaler Kolonial- und Eroberungspolitik wurde der Wohlstand gelegt, der noch heute in den Metropolen ehemaliger Kolonialmächte augenfällig in Erscheinung tritt. So wie die Armut bei den neo-kolonialisierten, ehemaligen Kolonien durch transnationale Konzerne geblieben ist.

Nun sollen sich dem Vernehmen nach die vom Westen, plus Israel, Saudi Arabien, Katar, und anderen Golfstaaten geformten, ausgebildeten und finanzierten "Kopfabschneider-Gerechten" selbstständig gemacht haben und ihr Terrorismus-Geschäft für das sie ausgebildet wurden, in eigener Regie weiterbetreiben. Die "einzige" Führungsmacht des Universums getrieben von einer Bande Krimineller? Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

Karikatur:© Kostas Koufogiorgos, www.koufogiorgos.de
Wie auf Kommando kamen heute in der Früh unsere gleichgeschalteten Medien mit der übergreifenden (dpa) Nachrichtenbüro- Horrorbotschaft, "USA warnen bei Reisen weltweit vor Terrorgefahr", IS, Al-Kaida und Boko Haram planen weitere Anschläge.

Gut das der Westen durch seinen militärisch-industriellen Komplex gut gerüstet ist, sich gewinnbringend in privaten Händen befindet und nur auf arbeitsplatzsichernden Auftragsnachschub für seine kostbaren Güter wartet, um den Kampf mit Leopard 2-Panzern, Systempreis zwischen drei bis sieben Millionen Euro, u.a. bewaffnet mit einer Glattrohrkanone Kaliber 120 Millimeter, gegen Toyota Pickups des IS, die mit einem Maschinengewehr bewaffnet sind und von IS-Verbrechern gefahren werden, aufzunehmen.

Das kriegen also die größten Militärmächte der Gegenwart nicht gebacken? Auch nicht mit Russlands Hilfe? Da läuft einiges schief in den Planungshochburgen des Pentagon und der Hardthöhe. Milliarden verpuffen im Nichts im Kampf gegen Toyota Pickups. Wenn da mal kein Sparpotenzial bei den "freiheitlichen" westlichen Streitkräften vorhanden ist. Das würde vielleicht Kriegs- und Waffenexportgewinne schmälern, aber dem Frieden dienen. Vorausgesetzt, man hört auf sich seine Feinde selbst zu schmieden um seines eigenen Arbeitsplatzes wegen. Der nächste Bundeswehreinsatz wird bereits psychologisch vorbereitet:
"Deutsche Militärs nutzen die blutige Geiselnahme in Mali zur Vorbereitung der Öffentlichkeit auf einen Bundeswehr-Kampfeinsatz im Norden des Landes. Die Geiselnahme zeige, dass sich mittlerweile ein "'Ring of Fire' von Afghanistan über Jemen, Syrien und den Irak bis nach Afrika erstreckt", erklärt der Vorsitzende des Deutschen Bundeswehr-Verbandes. Die deutschen Streitkräfte müssten daher jetzt "kampfkräftige Truppen" nach Mali entsenden. Der Vorsitzende des Reservistenverbandes, Roderich Kiesewetter (CDU), fordert ebenso einen Einsatz deutscher Kampftruppen im Norden des Landes, plädiert jedoch dafür, den Blick auch etwa nach Libyen zu richten: Es handle sich bei der für Anfang 2016 geplanten Intervention in Mali im Kern "um eine größere Operation, die sich nicht nur auf Mali beschränken kann". Während Berichte offen von einem kriegsähnlichen Einsatz sprechen, der Anfang 2016 beginnen werde, rät die Bundesakademie für Sicherheitspolitik (BAKS), Berlin solle seine Einflussbemühungen auf die gesamte, bislang von Frankreich dominierte Sahel-Region ausweiten. Dabei sollten nicht nur militärische, sondern auch polizeiliche und zivile bis hin zu entwicklungspolitisch-ökonomischen Mitteln eingesetzt werden." German-Foreign-Policy
Es darf wohl davon ausgegangen werden, dass dies zu einem Einsatz gegen die berühmte "Ungleichverteilung" von Bodenschätzen führen wird oder wie der ehemale Bundespräsident Köhler es bei einem Interview auf dem Rückflug aus Afghanistan formulierte: die Bundeswehr müsse im Notfall auch für „freie Handelswege“ sorgen.

FH

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