Dienstag, 22. Dezember 2015

COP 21 in Paris: Der unmenschliche Klima-Deal


Kontext TV hat eine neue Sendung veröffentlicht: „COP 21 in Paris: Der unmenschliche Klima-Deal“

mit:

Juliette Rousseau, Sprecherin "Coalition Climat 21"; Bill McKibben, Gründer 350.org; Nnimmo Bassey, Klimaaktivist aus Nigeria; Themba Austin Chauke, "La Via Campesina"; Pablo Solón, Ex-Klimaunterhändler von Bolivien; Nicola Bullard, Autorin und Aktivistin; Alice Bows-Larkin, Klimawissenschaftlerin "Tyndall Centre"; Miriama Williams, "The South Centre"; Tim Gore, Leiter Politik, "Oxfam International"

Kevin Anderson, Klimawissenschaftler u. Co-Direktor "Tyndall Centre"; Tadzio Müller, Klimareferent, "Rosa Luxemburg Stiftung"; Janet Redman, "Institute for Policy Studies"; Lyda Fernanda Forero, "Transnational Institute"

Der Beitrag ist online zu finden unter: http://www.kontext-tv.de/node/503. Die englische Orginalversion findet sich unter: http://www.kontext-tv.de/node/507.

„Jeder, der den Klimagipfel als einen Erfolg bezeichnet, lebt in einer Phantasiewelt“, sagt Nicola Bullard, Aktivistin und Beobachterin der Verhandlungen in Paris. Die freiwilligen Emissionsreduzierungen werden selbst im besten Fall zu einer durchschnittlichen Erwärmung von drei bis vier Grad in diesem Jahrhundert führen - mit katastrophalen Folgen für große Teile der Menschheit. „Sie verbrennen den Planten“, mahnt der ehemalige bolivianische Chefunterhändler Pablo Solón auf Kontext TV. Trotz Demonstrationsverbots gingen tausende Menschen aus der ganzen Welt während des UN-Klimagipfels in Paris auf die Straße. Sie protestierten gegen das Klimaabkommen und fordern eine klimagerechten Wende in den nächsten Jahren. „Mit dem, was hier entschieden wird, ist die Diskussion noch nicht beendet. Die Menschen haben das letzte Wort“ sagte eine Protestierende aus Schottland auf der Abschlussdemo vor dem Arc de Triomphe.

Renommierte Klimawissenschaftler wie Kevin Anderson vom „Tyndall Centre“ weisen darauf hin, dass die Industrienationen zur Einhaltung des 2-Grad-Celsius-Ziels doppelt so schnell wie angekündigt dekarbonisieren müssten und ab 2035 keine Treibhausgase mehr emittieren dürften. Zugleich fordern Organisationen aus dem Globalen Süden weit mehr Klimafinanzierung für die Entwicklungsländer. Um die Kehrtwende in den nächsten Jahren noch zu schaffen, brauche es einen gravierenden gesellschaftlichen Umbau in Produktion und Konsum. Statt immer mehr ineffektive Kohlenstoffmärkte ins Leben zu rufen, müsse Klimaschutz endlich ernsthaft angegangen werden, so die Forderung der Klimagerechtigkeitsbewegung und vieler Wissenschaftler. Effektive Maßnahmen dazu gäbe es reichlich, wie z.B. eine progressive Kohlenstoffsteuer, einen schnellen Kohleausstieg, eine Agrarwende und die Verhinderung von klima-destruktiven Handelsabkommen wie TTIP.

Die Sendung gliedert sich in drei Teile:

1. Trotz Verboten: Tausende protestierten in Paris gegen schwaches Klima-Abkommen: http://www.kontext-tv.de/node/504

2. "Sie verbrennen den Planeten": Eine Bilanz des Klimagipfels in Paris: http://www.kontext-tv.de/node/505

3. Der große Umbau: Wie ein katastrophaler Kimawandel noch verhindert werden kann: http://www.kontext-tv.de/node/506

Die Sendung kann über "embedded code" auf anderen Seiten integriert werden (Creative Commons NC-BY).

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Kommentare:

  1. wie kann es møglich sein dass das englische meterologische institut vor ca, zwei jahren bekannt gab: es gæbe bis 2018 keine globale erderwærmung.

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  2. Wer keine Tragödie erleben, keine ertragen kann, kann auch kein Gestalter der Zukunft sein. Wer Evolution nicht erlebt und akzeptiert, wie sie wirklich ist, nämlich emotions- und erbarmungslos, nichts bedauernd, vor dem Auge der Werteanbeter also ohne Sinn, Ziel und Moral, der ist auch nicht imstande, seinen Abdruck im Sand der Zeit zu hinterlassen. Hier scheidet sich das überlegene und das unterlegene Ethos des menschlichen Seins. Das Leben des einzelnen ist niemand wichtig als ihm selbst: ob er sich der Evolution entziehen (aussterben) oder sich für sie opfernd weiterleben will, darauf kommt es an. Die Evolution hat mit menschlicher Logik nichts zu tun. Ein Tornado, ein Erdbeben, ein Lavastrom, ein Vulkanausbruch, der aus dem Sommer einen Winter macht, die wahllos Leben vernichten, sind den planlos elementaren Ereignissen der Weltgeschichte verwandt. Denn wenn auch Spezies zugrunde gehen, antike Städte vergangener Kulturen brennen oder in Trümmer sinken, kreist doch die Erde ruhig weiter um die Sonne und die Sterne ziehen ihre Bahn. Das ist Schicksal. Man kann es verneinen, aber damit verneint man sich selbst.



    Frei nach Oswald Spengler

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