Mittwoch, 2. Dezember 2015

NATO provoziert Russland

Mowitz
Nicht die Europäische Union soll die Europa-Idee von einem freien, von der Wall Street unabhängiges Europa, zu Ende führen, sondern das westliche Kriegsbündnis NATO soll diesen Part übernehmen. Dem norwegischen Generalsekretär des Kriegs-Bündnisses NATO, Jens Stoltenberg, klingeln wohl noch die Entscheidungen der norwegischen Wähler von 1972 und 1994 in den Ohren, als sie sich einem EU-Beitritt ihres Landes durch Volksabstimmungen widersetzten, und so ihre Regierung zwangen den bereits nach Brüssel gesandten Antrag zum Beitritt Norwegens zur EU zurückzuziehen. Die Bedingungen für den gedachten Beitritt waren bereits vollständig ausgehandelt.

Nun schauspielert Nato-Generalsekretär von Wall Streets Gnaden, Stoltenberg, im Stile eines Großwesirs, der gnädig die Tür des Kriegsbündnisses offen hält, "um die Vision von einem geeinten, freien und friedlichen Europa zu verwirklichen".

Montenegro soll nämlich 29. Mitglied der Nato werden. Die Außenminister des Kriegsbündnisses haben Montenegro offiziell eingeladen, der Terrorallianz beizutreten. Russland ist zutiefst empört und bezeichnete eine Aufnahme Montenegros ins Kriegsbündnis als schädlich für die europäische Sicherheit.

Karikatur:© Kostas Koufogiorgos, www.koufogiorgos.de
Die Norweger haben sich selbst bereits zweimal den Wünschen ihrer Herrscherklasse verweigert, Mitglied der EU zu werden. Trotzdem wäre es gelacht wenn nicht der Weg über das Kriegsbündnis der einfachste ist, die EU durch die NATO zu ersetzen um so den USA (Wall Street), am Ende ganz West-Europa unter ihrer Führung in den Schoß zu legen. Sozusagen als Einstiegs-Tribut um Europas Vasallentum in einem unkündbaren Vertrag festschreiben zu können.

Da nicht nur die Norweger bereits Mitglied im Terrorbündnis sind, sondern beispielsweise auch das Sultanat Türkei unter Führung ihres IS+Partners, Sultan Erdoğan, wird die bisher doch relativ friedliche EU von diesen Fesseln befreit und kann sich wieder den sehr viel heldenhafteren Kriegsspielen widmen, die sie schon Jahrhunderte zuvor mal mit größeren und mal mit mäßigeren Erfolgen spielte. Wobei das Volk auf allen Seiten immer alles verlor, die Herrschenden nicht.

So macht auch das Bild vom "bösen" Russen wieder einen Sinn, das der gesamte Westen, vom hohen Norden bis in den tiefen Süden pflegt. Die russische Onlinezeitung gazeta.ru zitierte am Mittwoch einen ranghohen Nato-Diplomaten mit den Worten:
„Viele Jahre lang betrachteten wir Russland als keine potentielle Bedrohung für die Nato. Es gab viele positive Veränderungen, deshalb war Russland keine vorrangige Region für eine strategische Analyse. Davor hatten wir uns jedoch viel mit Russland beschäftigt – deshalb konnten wir viel im Gedächtnis behalten und kehrten nun schnell auf diesen Weg zurück.
Das war die Jelzin-Zeit als Russlands Ressourcen im westlichen Kapitalismus Begierden weckte und man versuchte sich ungeheure Mengen anzueignen.

Der Kampf um die Weltherrschaft oder die Neue Weltordnung, wie sie auch abmildernd genannt wird, geht unvermindert weiter. Und was immer man von den Yankees glaubt, sie sind noch lange nicht am Ende angelangt. Weder wirtschaftlich noch militärisch. Sie werden keine Schwierigkeiten haben ein treudoofes Europa zur Kasse und an die Front zu bitten um die Schlacht für das Wall Street-Kapital zu schlagen. Darin haben sie Übung und sind überaus tüchtig wenn sie andere zur Schlachtbank führen. Man tut schließlich was man kann - der guten Sache wegen.


FH

1 Kommentar:

  1. https://www.facebook.com/juergentodenhoefer/posts/10153364608470838

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