Freitag, 27. Februar 2015

Späte 9/11 Folgeopfer?

Mowitz
Sie geben keine Ruhe. Die sparsam gewordenen investigativen Journalisten. Irgendwie treibt sie das ungeklärte Attentat des 11. September 2001 in New York noch immer um, als 19 mit Teppichmessern bewaffnete Männer in den am besten überwachten und verteidigten Luftraum der Welt eindrangen. Passagiere und Piloten von vier Passagierflugzeugen überwältigten und mit diesen vier Maschinen, über eine Stunde lang wild durch die Gegend flogen. Und das auf neuem Kurs. Ohne von einem einzigen Abfangjäger belästigt zu werden.

In New York brachten sie mit zwei Flugzeugen drei Gebäude zum Einsturz, während in Washington ein Pilot, der noch nicht einmal eine einmotorige Cessna fliegen konnte, im Stande war, eine Boeing 757 aus 8.000 Fuß Höhe in einer 270-Grad-Spirale ganz knapp über dem Boden genau in das Rechnungsprüfungsamt des Pentagons zu steuern; darin versuchten Angestellte des Verteidigungsministeriums gerade das Mysterium zu klären, wohin die 2,3 Billionen Dollar verschwunden waren, die Verteidigungsminister Rumsfeld am Vortag, dem 10. September 2001, in einer Pressekonferenz als Fehlbestand in der Kasse des Pentagons ausgewiesen hatte.

Wie Pravda TV meldet, sind drei bekannte US-Journalisten von CBS, NBC und der New York Times innerhalb von 24 Stunden, zwischen dem 12. Februar 2015 und dem 13. Februar 2015, unter bisher nicht geklärten Umständen gestorben.

Sie sollen gemeinsam an einem Dokumentarfilm zu möglichen Verwicklungen der US- Regierung bei den Anschlägen von 9/11 gearbeitet haben. Der New York Times Journalist starb direkt nach einem Interview mit NSA-Whistleblower Edward Snowden.

Das wahrscheinlichste ist, so RT DEUTSCH, dass die drei Todesfälle nicht in einem direkten Zusammenhang stehen und einer zufälligen zeitlichen Verkettung geschuldet sind. Okay, wir haben verstanden.

Trotzdem recherchierte RT auf eigene Faust ein wenig weiter und bekam heraus, dass alle drei betroffenen Journalisten einen gemeinsamen Dokumentarfilm über die Anschläge von 9/11 und mögliche Verwicklungen von US-Regierungsstellen planten. Nach bisher unbestätigten Berichten, sollen sie auch einen Antrag auf Einsicht in russische Archive im Zuge ihrer Recherchen zum Film beantragt haben.

Zufall? Oder was?

Bedrohlich ist das Volk für die Herrschenden, wenn es ohne Furcht ist. (Tacitus)

FH

Mit Material von: 9/11: Eine Verschwörungstheorie

Dienstag, 24. Februar 2015

Die Auflösung der Ukraine

Karikatur:© Kostas Koufogiorgos, www.koufogiorgos.de
Der US-Wirtschaftswissenschaftler Michael Hudson ist der Meinung, dass die US-Regierung mit ihrer Ukraine-Politik ihren Einfluss auf Europa und die Existenz der NATO aufs Spiel setzt.

Von Michael Hudson
Michael-Hudson.com, 16.02.15

Die Schulden bei Russland und der Doppelschlag des IWF

Das Schicksal der Ukraine wird nicht militärisch, sondern auf dem wichtigsten Schlachtfeld entschieden: auf dem der internationalen Finanzen. Kiew ist pleite; es hat seine Devisen für einen Krieg verschwendet, der seine für den Export wichtige Industrie und seinen Kohlenbergbau im Donbass zerstört und seinen Haupthandelspartner Russland vergrault hat, der bisher 38 Prozent der ukrainischen Exporte abnahm. Tief verschuldet – am 20. Dezember werden allein für die Schulden bei Russland 3 Milliarden Euro fällig – steht die Ukraine vor der Zahlungsunfähigkeit, wenn der IWF und die EU ihr im nächsten Monat keine neuen Kredite gewähren, damit sie ihre Importe bezahlen und die alten russischen und andere ausländische Kredite bedienen kann.

Finanzministerin Natalia Jaresko gab am Freitag bekannt, sie hoffe, dass Anfang März neues Geld zu fließen beginne [s. hier]. Die Ukraine muss allerdings Bedingungen akzeptieren, die eigentlich unzumutbar sind: Sie muss einen ehrlichen Haushaltsplan vorlegen und ihre korrupten Oligarchen, die nicht nur die Rada (das ukrainische Parlament), sondern auch die Bürokratie kontrollieren, zur Kasse bitten; sie muss noch mehr sparen, ihre Umweltschutzbestimmungen lockern, ihre Industrie "attraktiv" für ausländische Investoren machen und ihnen auch ukrainisches Land, Bodenschätze und andere Vermögenswerte zugänglich machen und das – wegen der katastrophalen Wirtschaftslage – auch noch zu Dumpingpreisen.

Das IWF-Darlehen ist durch die militärische Situation gefährdet. Am 28. Januar sagte Christine Lagarde, der IWF werde kein weiteres Geld freigeben, so lange in der Ukraine Krieg herrsche. Die Kämpfe sollten eigentlich am Sonntagmorgen enden. Dmytro Jarosch, der Anführer des Rechten Sektors, hat aber schon angekündigt, dass seine Privatarmee und das Azow-Bataillon die Vereinbarung von Minsk ignorieren und den Kampf gegen russisch sprechende Ukrainer fortsetzen werden. Er verfügt über eine starke Fraktion in der Rada.

Wie viel Geld aus dem Haushalt der Ukraine wird für Waffen ausgegeben werden? Deutschland und Frankreich haben sich nicht nur gegen weitere militärische Abenteuer der USA in der Ukraine, sondern auch gegen eine NATO-Mitgliedschaft der Ukraine ausgesprochen. Aber wird Deutschland nötigenfalls auch Sanktionen gegen Kiew verhängen, um eine Wiederaufnahme der Kämpfe zu verhindern? (s. dazu hier) Wenn es den USA gelänge, die Ukraine in die NATO aufnehmen zu lassen, wäre das der Todesstoß für die Schaffung einer eurasischen Wirtschaftszone – bestehend aus Deutschland und anderen europäischen Ländern, einschließlich Russlands.

Die Obama-Regierung pokert hoch und riskiert viel, in der Hoffnung Europa habe keine Alternative und werde sich schließlich wieder fügen. Aber diese Strategie droht fehlzuschlagen. Mit dem Versuch, Russland aus Europa herauszudrängen, könnten die USA zu hoch gepokert haben und das Gegenteil erreichen. Mit ihrem Abenteuer Ukraine könnten die USA den ersten Schritt auf einem Weg gemacht haben, der zum Verlust Europas führt. Dieses Abenteuer könnte sogar damit enden, dass sich die Europäer aus wirtschaftlichem Eigeninteresse aus der NATO zurückziehen, wenn Moskau die Welt davon überzeugen kann, dass die Ära der bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen Industriestaaten vorbei ist und Russland niemand militärisch bedroht. Warum sollte sich Europa dann noch in einen zweiten Kalten Krieg hineinziehen lassen?

Damit die geopolitische Strategie der USA Erfolg hat, müssten die Ukraine, Russland und das übrige Europa gegen ihre eigenen wirtschaftlichen Interessen handeln. Wie lange wären sie wohl bereit, dieses Opfer zu bringen? An welchem Punkt werden die wirtschaftlichen Interessen eine Entscheidung zwischen alten geopolitischen Militärbündnissen und politischer Loyalität gegenüber dem eigenen Staat erzwingen?

Dazu wird es bald kommen, weil Europa – wenn wir Jugoslawien einmal beiseite lassen – (nach 70 Jahren ) zum ersten Mal wieder mit einem großen Krieg auf diesem Kontinent rechnen müsste. Welchen Vorteil hätte Europa davon, wenn es für eine der korruptesten Oligarchien nördlich des Äquators Krieg führen würde?

Das ukrainische Abenteuer der USA, das unter Hillary Clinton von Victoria Nuland begonnen wurde und unter John Kerry von ihr fortgesetzt und von der NATO unterstützt wird, zwingt die EU dazu, gemeinsame Sache mit den USA zu machen oder eine unabhängige eigene Linie zu verfolgen. Der die Demokraten unterstützende George Soros, dessen Aggressivität sich durchaus mit der Sheldon Adelsons, der den Republikanern nahesteht, messen kann, hat kürzlich in der neokonservativen Publikation New York Review of Books den Westen aufgefordert, der Ukraine für 50 Milliarden Dollar Waffen zu liefern und das als Investition zur militärischen Eindämmung Russlands zu betrachten. Das ist die alte Brzezinski-Strategie, mit der die wirtschaftliche Integration Russlands in Europa verhindert werden soll. Sie geht davon aus, dass Wirtschaftsbündnisse leicht zu Militärbündnissen werden können und die Konzentration wirtschaftlicher Macht zum Streben nach politischer Unabhängigkeit führt.

Die Financial Times schloss sich schnell der Soros-Forderung nach 50 Milliarden Dollar Militärhilfe für die Ukraine an. Als Präsident Obama ankündigte, dass er die Lieferung von "Verteidigungswaffen" erwäge, erklärte Kiew, man denke bei der Verteidigung der Ukraine an eine "Pufferzone", die bis nach Sibirien reiche.

Erste Konfrontation: Wird der IWF bei seiner Kreditgewährung Rückzahlungen an Russland ausschließen?

Der IWF ist insofern in die Konfrontation der USA mit Russland einbezogen, weil er die Auslandsverschuldung Kiews refinanzieren soll. Er hat bereits festgestellt, dass private Kreditgeber einen Schuldenschnitt hinnehmen müssen, weil sich die ukrainischen Oligarchen deren Kredite angeeignet oder für den Krieg ausgegeben haben und Kiew das Geld nicht zurückzahlen kann. Aber was ist mit den 3 Milliarden Euro, die Russland der Ukraine aus seinem Staatshaushalt geliehen hat und die nach den Londoner Regeln (für den Finanzmarkt) nicht durch eine Schuldenschnitt angetastet werden dürfen? Russland hat sich beklagt, dass im Haushaltsplan der Ukraine keine Mittel für die Bedienung der russischen Kredite vorgesehen sind. Wird der IWF den von der Ukraine vorgelegten Haushaltsplan akzeptieren und damit zulassen, dass Russland um die ihm zustehenden Rückzahlungen betrogen wird? Schafft er, wenn er das zulässt, einen Präzedenzfall für alle kommenden Verhandlungen über die Rückzahlung staatlicher Kredite?

Die allgemein anerkannten internationalen Regeln für die Rückzahlung von Schulden wurden im letzten Jahr in Frage gestellt, als der US-Richter Griesa die Pari-passu-Klausel in Bezug auf die Rückzahlung der Staatsschulden Argentiniens sehr eigenwillig interpretierte. Diese Klausel legt fest, dass alle Gläubiger gleich zu behandeln sind. Griesa hat diese Regel als bisher einziger sehr eigenwillig wie folgt interpretiert: Wenn sich irgendein Gläubiger – z.B. ein Hedgefonds – weigert, einen Schuldenschnitt zu akzeptieren, kann keine solche Vereinbarung getroffen werden; eine souveräne Regierung (kann nach Meinung des Richters Griesa bei einem einzigen Einspruch) also keine Zahlungen an irgendeinen Gläubiger irgendwo auf der Welt leisten, unabhängig davon unter welchen Bedingungen der jeweilige Kredit gewährt wurde.

Diese bizarre Interpretation des Gleichbehandlungsgrundsatzes war vorher nicht üblich. Schulden beim IWF, bei der EZB oder anderen staatlichen Einrichtungen waren bisher vorrangig vor den Schulden bei privaten Kreditgebern zu tilgen. Auch für von Russland gewährte Kredite galten uneingeschränkt die Londoner Regeln. US-Diplomaten reden jetzt aber laut und öffentlich darüber, wie Russland betrogen werden könnte. Sie haben sogar angedacht, das Darlehen, das Russland der Ukraine für das zum Heizen der Wohnungen und zum Betreiben von Fabriken gelieferte Gas gewährt hat, als nicht zu bezahlende Hilfeleistung anzusehen oder die Rückzahlung wegen der gegen Russland verhängten Sanktionen zu verweigern. Ziel ist es, Russland die Behandlung nach der Pari-passu-Klausel zu versagen, die natürlich auch für die Rückzahlung staatlicher Kredite zu gelten hat.

Wie bei Argentinien, wo Hedgefonds von der Entschuldung profitieren wollen, versuchen Spekulanten nach dem gleichen Muster jetzt auch noch bei der bankrotten Ukraine abzukassieren. Die Financial Times hat berichtet, dass der US-Investor Michael Hasenstab (s. hier) mit seinem Templeton Global Bond Fund für 7 Milliarden Dollar ukrainische Staatsanleihen aufgekauft hat. Auch andere Spekulanten könnten ukrainische Schuldverschreibungen für die Hälfte ihres Nennwerts aufkaufen, weil sie hoffen, deren vollen Wert erstattet zu bekommen, wenn die Ukraine ihre Schulden bei Russland voll zurückbezahlen muss – oder wenigsten von einer Wertsteigerung profitieren zu können.

Die von dem US-Richter verursachte Konfusion könnte dazu führen, dass Russland seine finanziellen Ansprüche an die Ukraine in einem jahrelangen Gerichtsverfahren, wie Argentinien eines bevorsteht, einklagen muss. Auf dem Spiel steht die Rolle des IWF als Schuldenkoordinator: Wird er darauf bestehen, dass Russland den gleichen Schuldenschnitt wie die privaten Hedgefonds hinnehmen muss?

Finanzkonflikte haben sich zu einer besonderen Art der Kriegsführung entwickelt. Die Manipulation von Rückzahlungsbedingungen wird als Waffe im neuen Kalten Krieg eingesetzt. Dieses Schlachtfeld konnte nur eröffnet werden, weil sich die USA in den letzten Jahrzehnten hartnäckig gegen die Schaffung einer internationalen Institution gesträubt haben, die dazu ermächtigt ist, die Zahlungsfähigkeit von Staaten zu beurteilen. Das gibt dem US-Finanzministerium die Möglichkeit, sich nach Belieben in Staaten einzumischen, die in eine Schuldenkrise geraten sind. So können unter dem Einfluss der USA stehende Staaten "gerettet, aber gleichzeitig auch an die kurze Leine genommen werden"; bei Argentinien oder den BRICS-Staaten die nach Unabhängigkeit streben, funktioniert das nicht.

Perspektivisch könnte diese Entwicklung die globale Finanzwelt in einen vom US-Dollar beherrschten Bereich und einen eigenständigen Währungsbereich der BRICS-Staaten aufspalten. (s. hier und hier). Die USA haben sich der Gründung einer internationalen Instanz zur Beurteilung der Zahlungsfähigkeit von Schuldnerländern immer widersetzt, obwohl andere Staaten sie dringend fordern, um ihre Wirtschaften vor der gegenwärtig herrschenden Anarchie zu retten. Die US-Diplomatie betrachtet die Anarchie hingegen als willkommene Gelegenheit, Freunde belohnen und Gegner und "Unabhängige" bestrafen zu können. Die herrschende Finanzanarchie ist für Argentinien, Griechenland, Irland, Spanien, Portugal, Italien und anderer Schuldnerländer unerträglich geworden, weil ihre finanziellen Verpflichtungen viel zu hoch sind.

Der Doppelschlag des IWF zwingt zu Privatisierungsausverkäufen, damit Privatanleger noch mehr Profit machen können

Die Kredite des IWF werden Regierungen hauptsächlich deshalb gewährt, damit die ihre Schulden bei ausländischen Investoren und Banken bezahlen können, und nicht etwa für soziale Programme oder zur Ankurbelung ihrer Wirtschaft. Staaten, die IWF-Kredite haben wollen, müssen harte "Bedingungen" akzeptieren, damit ihre ausländischen Geldgeber keine Verluste durch Schuldenschnitte erleiden müssen und ihr Geld wieder vollständig abziehen können; die eigenen Steuerzahler müssen dann die Kosten für die Kapitalflucht und die Korruption bezahlen.

Ein grundlegendes Prinzip der neoliberalen Wirtschaft ist die Annahme, Schulden im Ausland könnten durch interne Sparmaßnahmen getilgt werden. Dieser Mythos besagt, durch Sparprogramme und Kürzungen bei den öffentlichen Ausgaben könnten Regierungen ihre Schulden in fremden Währungen zurückzahlen, als gäbe es kein "Transferproblem".

In Wirklichkeit lassen Sparprogramme die Wirtschaft noch weiter schrumpfen und erhöhen damit auch das Haushaltsdefizit. Gleichgültig, wie viel Geld eine Regierung aus ihrer Volkswirtschaft herauspresst, ihre Auslandsschulden kann sie nur auf zweierlei Art bezahlen: durch höhere Exporte oder durch den Verkauf öffentlichen Eigentums an ausländische Kapitalanleger. Die zweite Option führt zur Privatisierung der öffentlichen Infrastruktur; dabei werden subventionierte öffentliche Dienstleistungen durch meist kostspieligere private Dienstleistungen ersetzt, die bei künftiger Kapitalflucht ganz verlorengehen. Die vom IWF angebotene "Lösung" macht das Schuldenproblem also nur größer und zwingt zu immer neuen Privatisierungsverkäufen.

Deshalb haben sich die Wirtschaftsprognosen des IWF für die Ukraine Jahr für Jahr als falsch erwiesen – wie vorher schon bei Irland, Griechenland und bei Ländern der Dritten Welt seit den 1970er Jahren. Und die destruktive Finanzpolitik des IWF beruht keinesfalls auf Prognosefehlern, sie wird vorsätzlich betrieben. Die fatalen Folgen dieser IWF-Politik müssen allein die durch sie noch höher verschuldeten Opfer tragen.

Auf die erzwungene Sparpolitik folgt der zweite Schlag des IWF. Die verschuldete Regierung muss alles verkaufen, woran Investoren interessiert sind. In der Ukraine wollen sich Kapitalanleger vor allem die guten Ackerflächen aneignen. Monsanto hat schon viel Land gepachtet und würde es gern kaufen. In der Ukraine gibt es aber noch ein Gesetz, das den Verkauf landwirtschaftlich nutzbaren Landes an Ausländer verbietet. Der IWF wird zweifellos die Aufhebung dieses Gesetzes und sämtlicher Bestimmungen fordern, die ausländische Investitionen behindern könnten.

Internationaler Finanzkrieg

Die Verhandlungen des IWF mit der Ukraine über deren Verschuldung macht deutlich, warum Finanzprobleme zu bevorzugten Angriffspunkten im geopolitischen Krieg geworden sind. Dabei geht es um die Aneignung von Land, um Rohstoffe – z.B. um Gasvorkommen im Schwarzen Meer, um den Erwerb von Infrastruktur, aus der sich Einnahmen erzielen lassen, und um die Übernahme von Banken.

Der IWF agiert, als unterstehe er dem Pentagon und unterhalte Büros an der Wall Street und im Hauptquartier der Demokratischen Partei, deren Miete von Soros bezahlt wird. Soros hat eine Liste von Vermögenswerten erstellt, die er und seine Kumpane gern der ukrainischen Regierung und den ukrainischen Oligarchen, die diese kontrollieren, abkaufen möchten. Die Verkaufserlöse der Oligarchen (und die Gewinne der Investoren) werden aber nicht in der Ukraine bleiben, sondern schnell wieder zurück nach London, nach New York oder in die Schweiz wandern. Die Ukraine wird das Staatseigentum verlieren, das ihr 1991 mit der Trennung von der Sowjetunion zugefallen ist, und trotzdem hoch verschuldet bleiben – auch bei ukrainischen Oligarchen, die von ausländischen Steueroasen aus operieren.

Wie wird sich das auf die Beziehungen Europas zu den USA und zur NATO auswirken?

Zwei Zukunftsperspektiven

Noch vor einer Generation wurde erwartet, dass sich die Ukraine und andere ehemalige Sowjetrepubliken in die deutsche und westeuropäische Wirtschaft integrieren würden. Bei dieser zu vermutenden Entwicklung hätten Russland und die anderen postsowjetischen Staaten unter westlichem Einfluss ihre Industrie, ihr Bauwesen und ihre Landwirtschaft modernisiert und wären mit Westeuropa zu einem unabhängigen und prosperierenden eurasischen Wirtschaftsraum zusammengewachsen. Erst kürzlich hat der russische Außenminister Lawrow auf der Münchener Sicherheitskonferenz wieder über die russische Hoffnung auf eine Vereinigung der Eurasischen Union mit der Europäischen Union zu einem einheitlichen Wirtschaftsraum gesprochen, der sich von Lissabon bis nach Wladiwostok erstrecken könnte. (Diese Rede ist hier nachzulesen). Deutschland und andere westeuropäische Staaten haben begonnen, in ehemaligen Sowjetrepubliken (und in Russland selbst) zu investieren.

Für die US-Neokonservativen ist diese Hoffnung ein Albtraum; in ihren aus dem viktorianischen Zeitalter stammenden geopolitischen Vorstellungen ist kein Platz für ein wirtschaftliches Machtzentrum Eurasien. Dieser Albtraum quälte Großbritannien auch schon vor dem Ersten Weltkrieg und hat es eine Politik verfolgen lassen, die darauf abzielte, Kontinentaleuropa zu spalten, um die Herausbildung einer das Festland dominierenden Macht oder Achse zu verhindern.

Heute wollen die USA mit ihrer in der Ukraine verfolgten Strategie Russland von Europa und vor allem von Deutschland fernhalten. Das US-Drehbuch ist dabei ganz einfach: Jede Wirtschaftsmacht kann zur Militärmacht werden, und jede Militärmacht kann andere Staaten dazu ermuntern, ihre eigenen Interessen zu verfolgen, anstatt ihre Politik den politischen, wirtschaftlichen und finanziellen Zielen der USA unterzuordnen. Deshalb sehen US-Geostrategen jede aufkommende Wirtschaftsmacht als potenzielle militärische Bedrohung an, die gestoppt werden muss, bevor sie in Fahrt kommt.

Wir können jetzt erkennen, warum die USA, als Janukowytsch das Sparprogramm der EU und des IWF ablehnte, im Februar 2014 den Staatsstreich in Kiew inszenieren mussten. Der mit den geplanten Sparmaßnahmen verbundene Abbau von Subventionen für Verbrauchsgüter und von öffentlichen Dienstleistungen hätte die Ukrainer gegen den Westen aufgebracht und zurück zu Russland getrieben. Mit dem auf dem Maidan angezettelten Staatsstreich wurde das verhindert, und der Krieg der Westukraine gegen die Ostukraine soll den größeren Teil der Ukraine endgültig in die Arme des Westens treiben, damit sich die Privatisierer und neokonservativen Nutznießer seiner Infrastruktur bemächtigen können.

Der US-Plan könnte die EU aber dazu bringen, ihre Wirtschaftsbeziehungen zu Russland und den BRICS-Staaten auszubauen und sich aus dem Einflussbereich der USA zu entfernen. Diese politische Gefahr besteht immer, wenn eine große Macht andere Staaten zwingen will, sich für ihre Seite zu entscheiden.

Und Hillary schweigt

Nachdem Außenministerin Hillary Clinton die Kriegstreiberin Viktoria Nuland, die schon Cheney gedient hatte, übernommen und Putin mit Hitler verglichen hat, war klar, dass sie zu den Falken gehört. Soros großzügige 10-Millionen-Dollar-Spende für die Demokraten hat diese Partei wohl dazu bewogen, der EU im Streit um die künftige Geopolitik den Fehdehandschuh hinzuwerfen und einen neuen Kalten Krieg zu provozieren.

Hillarys jetziges Schweigen ist damit zu erklären, dass sie nicht nur weiß, wie unpopulär ihre neokonservative Politik bei den Wählern ist, sondern auch, wie sehr ihr Hauptsponsor diese Politik schätzt. Die Frage ist, ob die Republikaner ihr das nicht vor der Präsidentschaftswahl im Jahr 2016 vorhalten werden? Welche Alternative wird den Wählern dann
bleiben?

Diese Aussicht sollte die Europäer erschaudern lassen. Es gibt Berichte, dass Putin Frau Merkel und Hollande letzte Woche in Minsk vor folgende Wahl gestellt hat: Sie könnten gemeinsam mit Russland einen prosperierenden einheitlichen Wirtschaftsraum bilden und dabei Moskaus Rohstoffe mit ihrer Technologie verbinden. Falls sie es aber vorzögen, die weitere Ausdehnung der von den USA dominierten NATO nach Osten zu unterstützen, würden sie Russland in einen Krieg zwingen, der Westeuropa auslöschen werde.

Deutsche Offizielle sollen bereits über Sanktionen gegen die Ukraine und nicht gegen Russland gesprochen haben, wenn Kiew seinen Krieg gegen die ethnischen Russen in der Ostukraine nicht einstellt und damit auch den Versuch aufgibt, Russland in diesen Krieg hineinzuziehen. Könnte Obamas neokonservative Strategie zum Verlust Europas führen? Wird für zukünftige US-Historiker der Verlust Europas wichtiger als der Konflikt mit Russland sein?

Übersetzung Luftpost-kl.de

Zum Thema:
Die Geburt einer nicht mehr von den USA dominierten Welt – Peking will den US-Dollar durch eine neue Reservewährung ersetzen.....
Russland kündigt die Entkopplung seines Handels vom US-Dollar an.....

Sonntag, 22. Februar 2015

Gauck zum Gedenken an geglückten Putsch nach Kiew

Mowitz
Im Reisegepäck des obersten deutschen Sonntags- und Gedenktagsredners, Pastor Gauck, fehlten aller Wahrscheinlichkeit nach nicht die Orwellschen Neusprechregeln des deutschen Wahrheitsministeriums für auswärtige Angelegenheiten. Die sollen aus dem US/EU-Staatsstreich in der Ukraine, in den Washington laut Viktoria Nuland, Staatssekretärin im US-Außenministerium, schon in den vergangenen zwei Jahrzehnten für die "Demokratisierung," (US-Bezeichnung für Regime change), der Ukraine über 5 Milliarden US-Dollar "investiert" hatten, (s. hier etwa von min. 7:26), einen demokratischen Akt des Machtwechsels mit US und EU genehmen Machthabern, zurechtlügen.

Deutschland hatte als führendes EU-Land seinen Putschfavoriten für ein hervorgehobenes Staatsamt, nach einem erfolgreich durchgeführten Staatsstreich, den Preisboxer Vitali Klitschko in den Ring geschickt, und fiel mit ihm platt auf die Nase. Das politische Geschick Klitschkos hinterließ auf die US-Führung, die schnelle Resultate sehen wollten, keinen bleibenden Eindruck und lässt sich treffend mit den Worten "Fuck the EU" Viktoria Nulands beschreiben, die sie in einem Telefonat mit dem amerikanischen Botschafter in Kiew, Geoffrey Pyatt äußerte.

Karikatur:© Kostas Koufogiorgos, www.koufogiorgos.de
Die USA favorisierten anstatt Boxer Klitschko, den gelernten Bänkster Jazenjuk und er wurde auch Ministerpräsident der Ukraine. Sein Bänksterhintergrund machte ihn zum unangefochtenen Favoriten der Wall Street. Und das zählt. Frau Merkel, so darf man hoffen, lernte aus ihrem dilettantischen Regime change-Versuch, dass so etwas gelernt sein will. Besonders dann, wenn sie gegen so potente Mächte wie Russland gerichtet sind. Da lässt man nicht nur des politischen Reinheitsgebotes wegen die Finger von, sondern es ist geradezu ein Akt des physischen Überlebens für Deutschland und Europa mit Russland nachbarlich-freundschaftliche Beziehungen in beiderseitigem Einvernehmen zu pflegen. Die deutsche Führungsriege ist dem deutschen Wohl verpflichtet, nicht dem us-amerikanischen. Daran zu erinnern, ist heute erste Bürgerpflicht.

Der russische Politikwissenschaftler Sergei Markow erläuterte im April vorigen Jahres die Situation auf der Krim und in der Ukraine aus russischer Sicht:
"Der Coup, den der Westen am 22. Februar (2014) in Kiew gelandet hat, war nur die Vorspeise. Die Hauptmahlzeit soll ein von den USA und Europa unterstützter Versuch der russischen Opposition sein, Putin zu stürzen und auch in Moskau eine Regierung im Maidan-Stil zu installieren.

In einem Gespräch mit dem US-Präsidenten Barack Obama sagte die deutsche Kanzlerin Angela Merkel vor einigen Wochen, sie habe den Eindruck, Präsident Wladimir Putin lebe in einer anderen Welt.

Diese Äußerung wurde schnell von den westlichen Medien aufgegriffen und beherrschte mehrere Tage lang die Schlagzeilen.

Frau Merkel scheint das wirklich so empfunden zu haben, weil (sie und andere) westliche Beobachter Russlands realistische Sicht der Dinge nicht verstehen.

Wie sieht Russland die Realität? Was den Charakter der Konflikte um Krim und Ukraine angeht, unterscheidet sich Russlands Sicht erheblich von der des Westens.

Aus russischer Sicht haben die Proteste auf dem Maidan und der damit vorbereitete Staatsstreich der Ukraine nicht mehr Demokratie und Rechtsstaatlichkeit gebracht, sondern in die entgegengesetzte Richtung geführt: zu Gesetzlosigkeit und Gewalt gegen Journalisten, politische Gegner und normale Bürger. Das an die Macht geputschte Regime in Kiew wird von einer bewaffneten, extremistischen Minderheit beherrscht, die eine groß angelegte Repressionskampagne gegen ethnische Russen und andere Unerwünschte plant.

Aus der Sicht Russlands hat die Ukraine keine legitime Regierung, weil die Demonstranten einen demokratisch gewählten Präsidenten gestürzt haben.

Aus unserer Sicht ist die Ukraine nicht mehr souverän, weil die Vereinigten Staaten hinter den Kulissen eine ihnen genehme Clique an die Macht gehievt haben. Wäre der wenig bekannte Oleksandr Turtschynow amtierender Präsident geworden, wenn Victoria Nuland, die Staatssekretärin aus dem US-Außenministerium, Vitali Klitscho, der diesen Posten auch haben wollte, nicht ausgetrickst hätte? Und warum wurde Arsenij Jazenjuk, der in der Ukraine kaum bekannt aber Frau Nulands Favorit war, Ministerpräsident? [.......]

Wer sind diese Junta-Führer? Vom Westen werden sie als Nationalisten bezeichnet, obwohl sie an ihren Emblemen leicht als Neonazis zu erkennen sind. Sie berufen sich auf die Faschisten des Zweiten Weltkriegs und bekennen sich offen zu Stepan Bandera, Roman Schuchewytsch und dem faschistischen Theoretiker Dmitry Dontsov.

Bandera und Schuchewytsch haben Hitler den Treueeid geleistet. 1941 kamen sie mit der Wehrmacht als Kollaborateure des SD, des SS-Sicherheitsdienstes, in die Ukraine. Der SD stattete seine ukrainischen Kollaborateure mit Waffen und Munition aus und beschäftigte sie in der Verwaltung der besetzten Gebiete. In deutschem Auftrag kämpften sie auch gegen sowjetische Partisanen.

Während der drei Jahre, die Bandera später in dem deutschen Konzentrationslager (Sachsenhausen) verbrachte, wurde er gut versorgt; er hatte sogar ein Radio und Zugang zu einer Bibliothek. 1944 wurde Bandera auf Veranlassung des SS-Führers Heinrich Himmler aus der Haft entlassen und – mit Waffen und Geld ausgestattet – wieder als Kollaborateur aktiv.

Auch während des Kalten Krieges setzten die USA und ihre Verbündeten Anhänger Banderas im verdeckten Kampf gegen die Sowjetunion ein, obwohl sie über deren Kollaboration mit den Nazis Bescheid wussten. In Russland werden diese "Bandera-Leute" immer noch als Komplizen Hitlers und als Faschisten angesehen. Schuchewytsch führte zeitweise das berüchtigte Strafbataillon Nachtigall und war für den Massenmord an Juden und anderen Zivilisten (im damals noch polnischen Lemberg und in Weißrussland) verantwortlich.

Auch heute noch hängen der Rechte Sektor und die Organisationen der Svoboda der Ideologie der Nazis an und bedienen sich auch ihrer Praktiken. Sie tragen stilisierte Nazi-Symbole und Nazi-Fahnen und benutzen den Nazi-Gruß "Ruhm der Ukraine – Ruhm ihren Helden!", der ihre Nähe zu der Bandera-Bewegung belegt. Die beiden führenden Extremistengruppen der Ukraine predigen Antisemitismus, Hass auf die Nachbarvölker – vor allem auf die Russen – und den gewaltsamen Kampf gegen ihre Gegner; sie glorifizieren ihre Nazi-Veteranen und leugnen die Nazi-Verbrechen.

Die Svoboda-Anhänger und der Rechte Sektor sind nicht nur radikale Nationalisten, sondern überzeugte Neonazis, die sich (mit Unterstützung aus den USA und aus der Bundesrepublik Deutschland) an die Macht geputscht haben und jetzt vor allem die Strafverfolgungsbehörden der Ukraine kontrollieren. [........]

Glauben die führenden westlichen Politiker wirklich, dass Putin ihre verdrehte Sicht der Realität akzeptieren könnte? Sollte der Westen darauf bestehen, dass Putin kapituliert, lässt er ihm keine andere Wahl, als sich mit Gewalt zur Wehr zu setzen.

Auch unter Bedrängnis hat Russland nie kapituliert, sondern immer gekämpft. "
Dass Ex-Präsident Viktor Janukowitsch legal zum Präsidenten der Ukraine gewählt wurde, und dass er das verfassungsmäßige Recht hatte, einen zweifelhaften Deal mit der EU abzulehnen, schert US-deutsch/europäische Demokratieversteher bis heute nicht.

FH

Samstag, 21. Februar 2015

Der fehlende deutsche "Friedensvertrag"

Karikatur:© Kostas Koufogiorgos, www.koufogiorgos.de


Mowitz
Es gibt sie noch hin und wieder. Die Zeiten journalistischer Qualitätsarbeit beim Spiegel. So ist heute dort zu lesen, dass das Nachdenken der griechischen Regierung, deutsche Schulden aus dem Jahr 1942 zurückzufordern, mehr als nur ein Warnschuss vor dem deutschen SCHÄUBLENULL-Bug war, um die Quälerei des griechischen Volkes durch die europäische Troika zu beenden. Es ist eine höchst berechtigte Forderung von Griechenland, (und anderen Staaten), welche die Regierung Kohl 1989/1990, bei den Zwei-plus-Vier-Verhandlungen, mit fiesen Tricksereien verstand auszuhebeln und berechtigte Reprationsforderungen aus dem Zweiten Weltkrieg gegen Deutschland erst gar nicht als Tagesordnungspunkt zuzulassen, obwohl eigentlich über Reparationsansprüche verschiedener Staaten gesprochen werden sollte.

Der Spiegel schreibt, dass er historische Unterlagen ausgewertet habe, die zeigen, wie trickreich die Bundesregierung vorging. Der Trick, das böse Wort Reparationsanspruch nicht auf die Tagesordnung zu setzen, bestand darin, dass die deutschen Unterhändler dafür sorgten, dass der Begriff "Friedensvertrag" nicht verwendet wurde.
"An einem "Friedensvertrag" könne man "aus finanziellen Erwägungen kein Interesse haben", erklärte Staatssekretär Friedrich Voss",
der von 1982 bis 1991 Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister der Finanzen war.

Für Geld verabschieden sich besonders deutsche Regierungen sehr schnell von Verantwortung und Verpflichtungen die sie haben. Ein schäbiges Krämerseelenspiel, das schon damals ganz im Geiste der immer schneller aufsteigenden, internationalen Finanzmafia-Elite, gespielt wurde. Teil dieser Elite zu sein, war ein Herzensanliegen deutscher Regierungen. Bis Bundeskanzlerin Merkel das Kunststück schaffte, es zur deutschen Staatsräson, (eine „Rangordnungsregel für Interessens- und Rechtskollisionen....“), zu erheben, die zum Glück nicht juristisch bindend ist, sondern nur eine Erklärung, die jederzeit wieder aufgehoben werden kann.

Und so schließt sich der Kreis der schlauen Krämer, die vor 25 Jahren glaubten ein Geschäft auf Kosten eines fehlenden Friedensvertrages machen zu können. Jetzt aber vermutlich ein Vielfaches zahlen müssen - deutsche Banken sind in Griechenland mit 70 Milliarden Euro dabei - wenn es aufgrund der "Konstruktion" unseres Schuldengeldes schief läuft. Und das Risiko, dass es schief läuft, ist sehr, sehr hoch. Schließlich müssen die Warren Buffets und George Soros' dieser Welt erst schadlos gehalten werden.

Spätestens dann darf auch der deutsche Michel die Erfahrung der Griechen machen, wenn er für das zahlen muss, was die Bankenmafia angerichtet hat, und als Belohnung zusätzlich noch mit seinen Steuern, weniger Rente und niedrigeren Lohn haftet. Gerettet werden nicht die Renten, sondern die Verursacher des Bankenchaos. In Griechenland, Deutschland den USA und überall dort wo die Finanzmafia bestimmt wo es langzugehen hat. Aus systemischen Gründen. Eben! Darum wird die Systemfrage auch nicht gestellt.

FH

Freitag, 20. Februar 2015

Steinmeier mit einem Orwellschen Neusprech Rundumschlag

Bild: Wikimedia, Creative-Commons
Urheber Jordan L'Hôte
Mowitz
"„Neusprech“ bezeichnet die vom herrschenden Regime vorgeschriebene, künstlich veränderte Sprache. Das Ziel dieser Sprachpolitik ist es, die Anzahl und das Bedeutungsspektrum der Wörter zu verringern, um die Kommunikation des Volkes in enge, kontrollierte Bahnen zu lenken. Damit sollen sogenannte Gedankenverbrechen unmöglich werden. Durch die neue Sprache bzw. Sprachregelung soll die Bevölkerung so manipuliert werden, dass sie nicht einmal an Aufstand denken kann, weil ihr die Wörter dazu fehlen. Wiki"
Steinmeier hat George Orwells 1984 noch sehr präsent im Gedächtnis, und führt seine beamteten Diplomaten in eine Neusprech-Attacke gegen das eigene Volk, wie sie Deutschland seit Ende des Dutzendjährigen Reiches nicht mehr erlebt hat.

Die junge Welt berichtet heute von einem Papier, das sie auch in voller Länge veröffentlicht, welches das Auswärtige Amt, den gewählten Volksvertretern aushändigte, damit sie sprachkonform und ganz im Sinne der Vereinigten Staaten- und ihrer deutschen Vasallenregierung, die Geschichte des Staatsstreichs in der Ukraine umschreiben, die westliche Teilnahme leugnen und somit mündigen Bürgern Lügen als Wahrheit aufoktroyieren will. Das darf man Steinmeier nicht durchgehen lassen.

Hier geht es weiter zum Lügen- und Propagandapamphlet des Wahrheitsministeriums für Auswärtige Angelegenheiten >>>

Bedrohlich ist das Volk für die Herrschenden, wenn es ohne Furcht ist. (Tacitus)

FH

Mehr zum Thema:
Die Ukraine: Ein Staat im Osten, den die NATO gern vereinnahmen möchte.....
Ukraine, Russland und die Welt: Fünf Fragen an drei Autoren.....
Moskaus Problem: Es muss mit Schwachköpfen und Vasallen verhandeln!.....
junge Welt: Globaler Lauschangriff.....
Die Rede des russischen Außenministers Sergej Lawrow bei der 51. Münchner Sicherheitskonferenz am 7. Februar 2015.....



Steinmeiers Wutrede



Ukrainischer Nazi schlägt nach geglückten Putsch ukrainischen Staatsanwalt.
Der Mann soll laut Berichten später von der CIA tot aus dem Verkehr gezogen worden sein.

Arsenij Jazenjuk, Ministerpräsident der Ukraine, Mit heilen Grüßen

Donnerstag, 19. Februar 2015

Moskaus Problem: Es muss mit Schwachköpfen und Vasallen verhandeln!

Für den britischen Wissenschaftler und Autor Finian Cunningham hat Russland das Problem, mit US-Schwachköpfen und deren europäischen Vasallen verhandeln zu müssen.

Von Finian Cunningham
Strategic Culture Foundation, 10.02.15
Russland ist in einem Dilemma. Wie soll es eine friedliche Lösung des Ukraine-Konfliktes aushandeln und einen schrecklichen größeren Krieg vermeiden, wenn es sich mit Schwachköpfen und deren Vasallen auseinandersetzen muss? Wir meinen damit die führenden Politiker der USA und Europas in der angegebenen Reihenfolge.

Wer versucht, ein Gespräch mit Schwachköpfen zu führen, hat das Problem, dass sie einfach unfähig sind, irgendetwas außerhalb ihrer Borniertheit wahrzunehmen. Sie leiden unter kognitiver Dissonanz (wahnhaften Wahrnehmungsstörungen,) und sind auch noch stolz darauf. Diejenigen, bei denen diese Dissonanz sehr ausgeprägt ist, werden sogar noch als besonders stark gefeiert. Dummköpfe sind uneinsichtig; in ihrer ignoranten und herrischen Weltsicht lehnen sie jede vernünftige und realistische Perspektive ab. Eine innere Sperre hindert sie daran, ihre Ansichten zu korrigieren; sie beharren stur auf ihrem eigenen idiotischen Standpunkt.

Das Problem im Umgang mit Vasallen besteht darin, dass sie nicht von dem ihnen diktierten Kurs abweichen dürfen, selbst wenn sie noch über Reste eigenständigen Denkvermögens verfügen und erkennen können, dass eine alternative Perspektive richtiger oder wenigstens vernünftiger wäre.

Das ist das Dilemma, in dem sich Russland befindet, wenn es mit Washington und dessen europäischen Verbündeten über den Ukraine-Konflikt verhandelt.

Der russische Außenminister Sergej Lawrow hat in der Rede, die er auf der Sicherheitskonferenz in München gehalten hat, die systematische Störung der internationalen Ordnung durch Washington und die mangelnde Unabhängigkeit der Europäer beklagt (s. hier). Lawrow wurde dafür ausgelacht, dass er die historische Wahrheit gesagt und sie mit zutreffenden Argumenten belegt hat.

Die idiotischen US-Vertreter schlugen mit (unhaltbaren) Behauptungen und falschen Anschuldigungen jeden vernünftigen Dialog aus. Sie trugen nur ihre eigenen Propagandathesen vor, entlarvten sich mit jedem Wort als Lügner und waren auch noch stolz darauf! Gott schütze die USA!

Auch Präsident Barack Obama, der noch als einer der klügsten US-Politiker gilt, ist offensichtlich nicht in der Lage, die zwanghaft anmutenden Versicherungen seiner Militärs zu durchschauen, die ohne jeden Beweis behaupten, Russland sei schuld an dem Ukraine-Konflikt.

Als ihn die deutsche Kanzlerin in dieser Woche im Weißen Haus besuchte, erklärte Obama, er denke darüber nach, dem Kiewer Regime todbringende Waffen zu liefern, "damit sich die Ukraine gegen die separatistische Aggression verteidigen" könne. Auch Obama beschuldigte Russland, den Konflikt immer wieder anzuheizen und die territoriale Integrität der Ukraine "mit Waffengewalt" zu verletzen.

Und wie sieht die Wirklichkeit aus? Ukrainer russischer Herkunft werden in ihren Häusern, Kellern, Schulen und Straßen von Soldaten des vom Westen unterstützten Kiewer Regimes umgebracht; ukrainische Truppen (und faschistische Milizen) sind vor 10 Monaten in die Ostukraine eingefallen, haben über 5.500 Russen umgebracht und mehr als eine Million vertrieben. Obama verurteilt aber nicht die eigentlichen Angreifer, denen er sogar noch zusätzliche Waffen liefern will, sondern die so genannten "separatistischen Aggressoren".

US-Politiker, die auf der politischen Leiter unter Obama stehen, treiben es sogar noch schlimmer. Vizepräsident Joe Biden sagte am letzten Wochenende auf der Sicherheitskonferenz in München, weil die Ukrainer das Recht hätten, sich zu verteidigen, müssten die USA sie militärisch unterstützen, damit sie die "russische Aggression" abwehren könnten.

Nun, Herr Biden, haben Ukrainer russischer Herkunft kein Recht auf Selbstverteidigung? Wollen Sie ihnen das absprechen? Sind das keine Ukrainer? Oder sind sie als Ukrainer russischer Herkunft in Ihren Augen weniger wert?

John Kerry, der höchste Diplomat der USA, angeblich ein weltmännischer, mehrsprachiger Kosmopolit, erhebt ebenfalls immer wieder die gleichen grund- und hirnlosen Beschuldigungen gegen Russland, und unterstellt ihm, "die größte Bedrohung für die Ukraine" zu sein. Auch Kerry will Waffen an Kiew liefern, um Russland eine Lehre zu erteilen.

Waffen an Kiew liefern wollen auch Ashton Carter, der neue US-Verteidigungsminister, Frau Michel Flournoy, die Verteidigungsministerin werden will, wenn Hillary Clinton 2016 zur Präsidentin gewählt werden sollte, Bobby Jindal, ein aussichtsreicher Bewerber für die Position des republikanische Präsidentschaftskandidaten, Bob Corker, der außenpolitische Sprecher der Republikaner, General Martin Dempsey, der Chef des US-Generalstabes und einige führende Mitarbeiter der außenpolitischen Think Tanks Brookings Institution und Atlantic Council. Für Waffenlieferungen an die Ukraine sind auch die Herausgeber großer Zeitungen wie der New York Times und der Washington Post. Sie alle wiederholen unermüdlich das Mantra, die Ukraine werde von Russland bedroht, und der Frieden könne nur durch Waffenlieferungen an das Kiewer Regime wieder hergestellt werden. Von dem russischen Präsidenten Wladimir Putin zeichnen sie das abgegriffene Zerrbild "eines Diktators aus der Mitte des 20. Jahrhunderts" – mit dem gleichen "Expansionsdrang wie Adolf Hitler oder Benito Mussolini". Dabei wird geflissentlich übersehen, dass der Faschismus in der Mitte des 20. Jahrhunderts von westlichen Kapitalisten verdeckt unterstützt (s. hier) und dazu angestachelt wurde, die Sowjetunion anzugreifen, was 30 Millionen Russen den Tod brachte. Diese Politik wiederholt sich heute mit der US-Unterstützung für das neonazistische Regime in Kiew, weil man hofft, damit Russland destabilisieren zu können.

Am schlimmsten ist dabei, dass diese US-Idioten noch nicht einmal merken, dass sie gehirngewaschene Orwellsche Klone sind, die glauben, Krieg sei Frieden, Sklaverei sei Freiheit und die Wahrheit sei das, was man ihnen erzählt.

Die US-Politiker, die an der Münchener Sicherheitskonferenz teilnahmen, taten die Bemühungen der deutschen Bundeskanzlerin Merkel und des französischen Präsidenten Francois Hollande, die mit Putin einen politischen Dialog über die Krise in der Ukraine führen wollen, als "Bullshit" ab.

Die drei führenden Politiker wollen ihr langes Gespräch, das am letzten Wochenende in Moskau stattgefunden hat, in dieser Woche in der weißrussischen Hauptstadt Minsk fortsetzen. Es ist alles andere als sicher, dass Putin, Merkel und Hollande einen Durchbruch erzielen und das Kiewer Regime dazu bringen können, direkt mit den prorussischen Separatisten in der Ostukraine zu sprechen. Die selbstherrlichen US-Politiker werden sicher mit allen Mitteln versuchen, den direkten Dialog wieder zu kappen, bevor er richtig begonnen hat. (Der in Minsk ausgehandelte Waffenstillstand, wurde in den westlichen Medien sofort als wenig aussichtsreich niedergemacht, weil ihn die USA nicht wollen.)

Im Gegensatz zu den kriegstreiberischen US-Amerikanern ist die Mehrheit der Europäer der Meinung, dass Waffenlieferungen an die Ukraine keine Lösung sind und deshalb unterlassen werden sollten; außerdem billigen sie den Separatisten zu, gute Gründe für eine politische Autonomie zu haben, die zumindest angehört werden sollten.

Führende europäische Politiker erwecken zumindest öffentlich den Eindruck, als glaubten sie die haarsträubenden Berichte, Russland wolle die Ukraine mit eigenen Truppen und verdeckter militärischer Unterstützung für die Separatisten destabilisieren, obwohl Moskau das bestreitet. Die Europäer scheinen aber wenigstens noch genug Verstand zu haben, um zu begreifen, dass unbewiesene Anklagen gegen Putin kontraproduktiv sind, und dass der Konflikt nicht so einseitig gesehen werden darf.

Angela Merkel ist zugute zu halten, dass sie wenigstens bei der Ablehnung eines stärkeren militärischen Engagements in der Ukraine (bisher) standhaft geblieben ist. Auch bei ihrem Besuch in Washington in dieser Woche hat sie kategorisch neue Waffenlieferungen an die Ukraine ausgeschlossen. Führende republikanische Senatoren haben Frau Merkels Opposition gegen US-Waffenlieferungen als Einknicken vor Putin kritisiert und mit Chamberlains "Appeasement-Politik" gegenüber Hitler auf der Münchner Konferenz 1938 verglichen.

Mit den US-Schwachköpfen ist eben keine vernünftige Auseinandersetzung möglich. Sie leben geistig in einer geschichtslosen anderen Welt, die durch Propaganda und Rücksichtlosigkeit geprägt ist; sie lassen sich nicht auf einen Dialog ein, dulden keinen Widerspruch und keine Abwägung des Für und Wider. Ihre Arroganz und ihre ignorante Eitelkeit lassen einfach keine um Verständnis bemühte Kommunikation zu. Ihrer Meinung nach sind "Putin und seine russischen Horden" an allem schuld, weil sie angeblich ein Comeback des bösen Sowjetimperiums wollen. "Die USA haben doch in Kiew keinen Putsch gegen eine gewählte Regierung inszeniert! Das US-Marionettenregime in Kiew führt doch keinen Krieg gegen Menschen russischer Herkunft in der Ostukraine! Das ist doch alles Unsinn, Sie Putin-Versteher!" (wird mir sicher vorgehalten.)

Karikatur:© Kostas Koufogiorgos, www.koufogiorgos.de
Kann man sich mit solchen Leuten verständigen? Das kann man nicht.

Ein zusätzliches Problem besteht darin, dass die Europäer nicht frei sind und keine unabhängige Politik machen können. Frau Merkel, Herr Hollande und viele andere führende Politiker Europas wissen sehr wohl, dass US-Waffenlieferungen an die Ukraine keine gute Idee sind, weil sie den Dritten Weltkrieg auslösen könnten. Viele Europäer wissen auch, dass die von den USA durchgesetzten Sanktionen gegen Russland nicht nur kontraproduktiv, sondern auch unvernünftig sind, weil sie den Arbeitern, Bauern und der Wirtschaft Europas mindestens genau so schaden wie den Menschen und der Wirtschaft Russlands.

In Wirklichkeit sind die europäischen Staaten Vasallen der USA. Sie können sich dem Diktat Washingtons nicht entziehen, wie absurd und schändlich es auch sei. Deutschland hat die viertgrößte Wirtschaft der Welt und wird als das Kraftwerk Europas betrachtet. Nach Ansicht des aus Deutschland stammenden politischen Analysten Christof Lehmann (s. hier) sind die Deutschen aber seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs nicht mehr politisch unabhängig. Ihnen fehle eine richtige Verfassung, wie sie ein moderner Staat brauche, und Deutschland sei immer noch von seinen "siegreichen" Verbündeten USA und Großbritannien besetzt. "Deutschland ist defacto eine Kolonie der USA (s. hier)," behauptet Lehmann. "Nach den Bestimmungen des Grundgesetzes könnten die US-Truppen auch heute noch die Regierung Deutschlands übernehmen, weil es praktisch und juristisch immer noch ein besetzter Staat, ein Vasallenstaat ist". (Die Auffassung, dass die Bundesrepublik Deutschland auch völkerrechtlich noch ein besetztes Land ist, teilen wir nicht und liefern dafür nach der Übersetzung dieses Artikels auch eine kurze Begründung.)

Das 2013 von Edward Snowden enthüllte Abhören des Mobiltelefons der Kanzlerin Merkel durch den US-Geheimdienst NSA belegt diese Aussage. Bezeichnend ist auch, dass Frau Merkel auf diese grobe Verletzung der deutschen "Souveränität" den USA nicht die deutliche politische Antwort gegeben hat, die notwendig gewesen wäre. Sie nahm den Übergriff einfach als unabänderliches US-Privileg aus der Nachkriegszeit hin.

Lehmann sagt auch, alle Bemühungen um eine unabhängige deutsche Außenpolitik, besonders wenn es um eine Annäherung an Russland ging, seien immer von den USA und Großbritannien unterbunden worden. "Alle Versuche der Kanzler Willy Brandt und Gerhard Schröder, die Beziehungen zu Russland zu verbessern, wurden von Washington und London sabotiert."

Deshalb verdient Frau Merkel Anerkennung für die Standhaftigkeit, die sie in dieser Woche gegen eine militärische Einmischung der USA in der Ukraine gezeigt hat. Ihre abweichende Meinung könnte den Beginn einer wichtigen Veränderung in den Beziehungen zwischen den USA und Europa signalisieren. Damit hat sie eigentlich eine wichtige rote Linie Washingtons überschritten: Bisher durften es europäische Staaten und besonders Deutschland nicht wagen, die US-Hegemonie und die erwartete feindliche Distanz zu Russland in Frage zu stellen. (Wenn der Waffenstillstand nicht hält, wird sich schnell erweisen, ob Frau Merkels Einsatz wirklich ernst gemeint war.)

Merkel und Hollande können Zuspruch von Millionen normaler EU-Bürger erwarten, die der Kriegstreiberei der USA gegen Russland auf Kosten Europas sehr kritisch gegenüberstehen. Aber in Anbetracht der traditionellen Unterordnung der europäischen Vasallen unter die US-Schwachköpfe stehen die Chancen für eine friedliche Kooperation mit Russland nicht sehr gut. Die führenden europäischen Politiker sind immer noch in den Krallen Washingtons (und des US-Großkapitals) gefangen. Die angewiderten europäischen Massen könnten sie aber zu einem Ausbruch aus dieser idiotischen Allianz zwingen.

Anmerkung:
Art. 7 des "Vertrages über die abschließende Regelung in bezug auf Deutschland" (des 2+4-Vertrages, s.
http://www.bpb.de/geschichte/deutsche-einheit/deutsche-teilung-deutsche-einheit/43784/2-plus-4-vertrag) vom 12.09.1990 lautet:
  • (1) Die Französische Republik, die Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken, das Vereinigte Königreich Großbritannien und Nordirland und die Vereinigten Staaten von Amerika beenden hiermit ihre Rechte und Verantwortlichkeiten in bezug auf Berlin und Deutschland als Ganzes. Als Ergebnis werden die entsprechenden, damit zusammenhängenden vierseitigen Vereinbarungen, Beschlüsse und Praktiken beendet und alle entsprechenden Einrichtungen der Vier Mächte aufgelöst.
  • (2) Das vereinte Deutschland hat demgemäß volle Souveränität über seine inneren und äußeren Angelegenheiten.
Die vier Siegermächte UdSSR, USA, Großbritannien und Frankreich haben dem vereinten Deutschland also die volle Souveränität über seine inneren und äußeren Angelegenheiten zurückgegeben. Es wird höchste Zeit, dass wir Deutschen und unsere Regierungen auch endlich vollen Gebrach davon machen.

Übersetzung: Luftpost-kl.de

Dienstag, 17. Februar 2015

Der Kampf um die Deutungshoheit wird an vielen Fronten geführt - Auch an der Karikaturenfront

Mowitz
Das transatlantische ehNaMag, getreuer Eckart des Wall Street-Kapitals im Kampf um die Beibehaltung des Petrodollarsystems als Mittel zur globalen Wall Street-Finanz-Vorherrschaft, ist erbost über eine Karikatur in einer Syriza-Zeitung, die den deutschen Finanzverweser Wolfgang Schäuble in Wehrmachts/Nazi-Uniform zeigt, der von der Vernichtung der Griechen träumt und wutverzerrt und auf griechisch, in deutscher Übersetzung des ehNaMag sagt: "Wir bestehen darauf, Seife aus Eurem Fett zu machen", und weiter, "wir diskutieren nur über Düngemittel aus Eurer Asche." Nicht gerade die feine Art, die eine, meiner Ansicht nach, erst ein gute Karikatur ausmacht, eher eine die mit dem Holzhammer in Papier gemeißelt wurde, vorausgesetzt die Übersetzung ist korrekt und nicht kräftig tendenziös, was beim ehNaMag nie richtig auszuschließen ist.

Nichtsdestotrotz gibt es Gründe, gute Gründe, warum das Bild vom hässlichen Deutschen nicht von ungefähr wieder anfängt im Ausland um sich zu greifen. Es ist das Resultat eines unverblümt zur Schau gestellten Machtanspruchs den großdeutsche Kotzbrocken bei gegebenen Anlässen auf ihre Umgebung loslassen, und wie der CDU/CSU-Fraktionsvorsitzender Volker Kauder zum Beispiel, intelligenzbefreite Provokationen, wie "In Europa wird wieder Deutsch gesprochen," um sich streuen, die dann sehr schnell Nachahmer anderer Stützen der Gesellschaft finden. Nachahmer, die noch nie durch eigenen politischen Durchblick aufgefallen sind, sondern eher dadurch, dass sie bei Sandkastenspielen von S?PD und Grünen in ihr Amt gespült wurden, um dann, wie der nur sehr bedingt politischen Durchblick besitzende Pastor Gauck, meinen, dass Deutschland wieder eine stärkere Führungsrolle in der Welt einnehmen müsse und so das Bild vom hässlichen Deutschen erst richtig legitimieren, ohne es verstanden zu haben. Pastor, bleib bei Deinen Leisten ist alles was einem dazu einfällt.

Karikatur:© Kostas Koufogiorgos, www.koufogiorgos.de
Mit Dummschwätzern ist Deutschland im vorigen Jahrhundert schon zweimal in bodenlose Abgründe gestürzt, von denen weder Deutschland, noch Europa sich bislang richtig erholt haben. Und Deutschland ist bei seiner aktiven Mitwirkung am Ukraine-Putsch vor knapp einem Jahr, höchstselbst mitverantwortlich für den hohen Gefährdungsgrad des Friedens in Europa. Da hilft es wenig, dass das politische Leichtgewicht Norbert Röttgen in bundesrepublikanische TV-Schwatzbuden geschickt wird, um Ursache, Wirkung und Auslösung der Ukraine-Krise durcheinanderzubringen, bis auch der letzte Zuschauer entnervt aufgibt und das Gerät abschaltet. Am Anfang der Krise stand der Putsch, der wiederum nur mit aktiver USEU-Unterstützung zustande kam. Die Wall Street-Regierung hatte sogar im voraus 5 Milliarden Petrodollar in diesen Putsch investiert, ließ uns die Dame fürs Grobe im US-Außenministerium, Victoria Nuland, wissen. Das macht man nicht aus Jux und Dollerei. Für 5 Milliarden Dollar muss auch geliefert werden. In diesem Fall ein Staatsstreich, initiiert von fremden Mächten, die sich wieder einmal in die inneren Angelegenheiten fremder Staaten umstürzlerisch einmischten, und so gegen die Statuten der Vereinten Nationen verstießen. Das ist relevant. Und daraus folgte auch die Krise und die Schuld der Friedensgefährdung, weit über die Grenzen der Ukraine hinaus. Von den wirtschaftlichen Folgen für die Ukrainer und den Toten ganz zu schweigen.

Und auch Deutschland darf sich auf eine neue Flüchtlingswelle gefasst machen für die die deutsche Regierung selbst verantwortlich ist. Die USA haben das Problem nicht. Sie sind das Problem. Zwischen ihnen und den Orten wo sie ihr Unheil unaufhörlich anrichten liegt der Atlantik auf der einen Seite, und der Pazifik auf der anderen Seite, die es Flüchtlingen fast unmöglich macht in das Land ihrer Vertreiber zu fliehen.

Und mit den Nazis des "Rechten Sektor" als nicht ganz unbedeutender Partner an der Seite Deutschlands und den USA, drängt sich das Bild vom hässlichen Deutschen ganz von alleine wieder auf und gibt so doch eine Rechtfertigung für die geschmähte Karikatur in der Syriza-Zeitung. Die USA stört das nicht.

Diese Karikatur legt trotz ihrer Grobschlächtigkeit, den Finger in eine Wunde, für die nicht nur die Deutschen verantwortlich sind, sondern ein wirtschaftliches Klassensystem über alle nationalen Grenzen hinweg. Kein Verantwortlicher bringt die Verschrottungsüberfälligkeit des Systems zur Sprache. Denkverbote sind effektive Herrschaftsinstrumente. Leistet Deutschland bald Griechenland Gesellschaft? „Für Deutschland stehen 70 Milliarden Euro im griechischen Feuer“, sagte der Präsident des Steuerzahlerbunds, Reiner Holznagel, dem Handelsblatt (Online-Ausgabe). In einem System das nur funktioniert wenn es wächst und wächst und wächst, bis es sich zum Schluss selber frisst, werden auch die Deutschen bald vor ihrem eigenen, sparwütigen Scherbenhaufen stehen und vielleicht verstehen, dass der Krieg nicht zwischen Staaten geführt wird, sondern als globaler Klassenkrieg von oben nach unten tobt. Für Wachstum in unserem Schuldgeldsystem sind Schulden eine Grundvoraussetzung. Nicht nur, wie der deutsche Finanzverweser Schäuble irrtümlicherweise anzunehmen scheint, die Schulden anderer Staaten, sondern auch die Schuldenmacherei Deutschlands, die er ja völlig sinnentfremdet glaubt mit seiner Schäublenull beendet zu haben.

Bis zum nächsten Kollaps versuchen wir weiter rumzuwurschteln und die Mär vom Freiheits- und W(ä)rtesystem, das wir unbedingt glauben schützen und verviefältigen zu müssen, in der Welt zu verbreiten, um bei der Plünderung des Planeten im Kriegsdauerzustand gegen den Rest der Welt noch voll mit dabei sein zu können. Mit welchen Begründungen?

Angeblich weil die westliche Zivilisation durch den Islamischen Staat "bedroht" ist.

Der "Globale Krieg gegen den Terrorismus" ein humanitärer Akt ist, und

weil wir die "Verpflichtung zum Schützen" haben und nur "im Namen der Humanität" Krieg führen.

Donnerwetter!!

FH

Mehr zum Thema:
Nachtwandler: Was ist Verschwörungstheorie, was ist Wahrheit?.....


Bedrohlich ist das Volk für die Herrschenden, wenn es ohne Furcht ist. (Tacitus)

Montag, 16. Februar 2015

Ukraine-Zerfall: Poroschenkos Familie vor Rechten Sektor geflohen? - Ukrainische Delegation legt US-Senat gefälschte Beweise über „russische Militärpräsenz“ vor

Karikatur:© Kostas Koufogiorgos, www.koufogiorgos.de

Poroschenkos Familie aus Kiew geflohen – Hintergrund: Ultimatum des Rechten Sektors wegen Kessel von Debaltsevo

Nach Berichten mehrerer ukrainischer und russischer Zeitungen, hat die gesamte Familie des ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko die Ukraine verlassen. Hintergrund soll ein Ultimatum des Rechten Sektors an Poroschenko sein, dass ihn das “gleiche Schicksal ereilen wird wie Gaddafi”, wenn sich nicht bis zum 23. Februar die Lage im Kessel von Debaltsevo für die ukrainischen Kämpfer verbessert hat. Derzeit befinden sich über 6.000 ukrainische Soldaten und Freiwilligenverbände in dem Kessel. Quelle >>> RT DEUTSCH

Ukraine legt US-Senat gefälschte Beweise über „russische Militärpräsenz“ vor

Eine hochrangige ukrainische Delegation hat dem US-Senat gefälschte Fotobeweise vorgelegt. Die vorgelegten Fotos nannten sie „exklusives Material aus erster Hand“, dass die Präsenz von russischen Truppen in der Ukraine belegt. Tatsächlich handelte es sich bei den Fotos um Material von AP und AFP über den Konflikt in Südossetien 2008. Die „Beweise“ sollten dabei helfen „tödliche Waffenlieferungen“ aus den USA zu bekommen. Doch der Fälschungsversuch flog auf. Quelle >>> RT DEUTSCH

Hamburg bestätigt Bundestrend - Wahl ohne Wähler

Mowitz
Gestern Abend waren die Bildschirme zugemüllt von lauter Siegern. Wahlsiegern. Das tat der gekauften Demokratie gut. Fast alle Parteien die sich der Wahl stellten, flogen nicht raus, sondern rein. Und mit welchen Traumergebnissen. Die S?PD, im Bund schon zur Schrumpfpartei verkommen, blähte sich nach Auszählung kaum abgegebener Stimmen auf satte 45,7 Prozent auf. Donnerlittchen! Bei einer Wahlbeteiligung von 56,6 Prozent entspricht das nicht mehr als 25,8 Prozent der Wahlberechtigten und sie schrammte mit diesem "Traumergebnis" nur mit 2-3 Sitzen an einer absoluten Mehrheit in der Bürgerschaft vorbei.

Wenn sich das Nichtwählen der deutschen Wählerschaft weiter so entwickelt wie in den letzten Jahren, ist die deutsche Demokratie schon sehr schnell an dem Punkt angelangt, wo sogar die gebündelten Wählerstimmen aller in den Parlamenten vertretenen Parteien nur noch eine von den Wahlberechtigten verschmähte Minderheit ausmachen. Eine delegitimierte Demokratie, die sich ihre Legitimation nicht mehr beim Wähler holt, sondern allein beim Wahlrecht. Zu guter Letzt wird das Wahlrecht in seiner unsäglichen Weisheit auch einer Partei 100 Prozent aller zu vergebenen Sitze im Parlament bescheren, wenn nur noch ein Wähler zur Wahl geht und eine gültige Stimme für sich und seine Partei abgibt. Was zumindest das Auszählen der abgegebenen Stimme erleichtern und beschleunigen würde, was besonders dem komplizierten Hamburger Wahlrecht nur guttun würde.

Man sollte sich allerdings jetzt schon Gedanken darüber machen, welcher Sitzverteilungsmodus angewandt wird, wenn gar kein Wähler mehr seine Stimme abgibt. Dann haben wir ein Problem.

Ich glaube nicht, dass es die Laberfiguren der Politik wirklich stört wie sie ins Parlament kommen, dessen Rechte sie ja schon lange an die Konzerne abgetreten haben. Hauptsache sie mogeln sich irgendwie rein und spielen Volksvertreter.

Die Stunde der Magenblähungssprüche nahmen gestern wieder volle Fahrt auf, kaum das man sich im Wahlstudio räkelte und die "Beingate"-FDP keck erklärte, dass sie auf einen Scholz-Anruf warte, der sie mit ihren 4,1 Prozent der Wahlberechtigten zum Regierungspartner mache. Ausgeschlossen ist das nicht. Denn in einer Wahl mit lauter Verlierern muss man sich die Sieger selbst, mit Hilfe unserer Lügenpresse, zurechtlügen. Sonst bricht heilloses Chaos aus. Ein Parlament, bestehend aus lauter Verlierern sieht überhaupt nicht gut aus und kommt in der Vorstellungswelt des Establishments auch nicht vor.

Was sollen sie also sonst auch machen?

Bedrohlich ist das Volk für die Herrschenden, wenn es ohne Furcht ist. (Tacitus)

FH

Sonntag, 15. Februar 2015

Wichtiges und weniger Wichtiges am frühen Morgen

Mowitz
Riesenpolitiker Hans-Olaf Henkel schämt sich nicht länger für seine "Arschlöcher für Deutschland", (AfD), sondern versucht, sie zur Selbstversorgung in die Hamburger Bürgerschaft unterzubringen.

Ein anderer Riesenpolitiker, der konservative, rechte Premierminister des ehemaligen Sklavenhalter-Imperiums Großbritannien, David Cameron, hat seine soziale Ader entdeckt und macht sich Sorgen um seine ihm anvertrauten dicken und drogenabhängigen Mitbürger, denen er nun die Hilfsgelder kürzen will. Ein Weltreich, wenn es am Ende seiner "Gestaltungskunst" angekommen ist und nicht länger weiß was es eigentlich noch gestalten könnte. Kleiner Tipp: Vielleicht den eigenen Abgang von der Weltbühne organisieren, so lange noch die Möglichkeit dazu besteht. Fraglich ist, ob es überhaupt jemand bemerkt.

Der DAX knackt die 11.000er Marke
Karikatur:© Kostas Koufogiorgos, www.koufogiorgos.de
In Kopenhagen, dänische Hauptstadt, sollen Terroristen Jagd auf den schwedischen Mohammed-Karikaturisten Lars Vilks gemacht haben, der mindestens drei Menschen zum Opfer gefallen sein sollen. Etwa gestern gegen 15.30 Uhr, soll eine Person, das Feuer am Kulturhaus Krudttønden in Østerbro mit 40 Schüssen eröffnet haben. Drei Polizisten sollen verwundet worden sein und ein vorbeipassierender 55-jähriger Mann soll dabei erschossen worden sein. Nachts um 01-Uhr, soll ein Mann das Feuer auf Polizisten an der Synagoge Krystalgade vid Nørrebro eröffnet haben. Ein Zivilist soll im Kopf getroffen worden sein, und zwei Polizisten verwundet. Später soll die Polizei mitgeteilt haben, dass der Zivilist an seinen Verwundungen gestorben sei. Etwa um 05 Uhr soll die Polizei einen Mann erschossen haben, den sie in Nørrebro am Samstag überwachten. En Mann soll dort angekommen sein und das Feuer auf die Polizei eröffnet haben, als sich die Polizei zu erkennen gegeben hatte. Die Polizei soll das Feuer erwidert haben und den Angreifer dabei erschossen haben. Die Polizei untersucht noch ob der Getötete hinter den zwei vorhergegangenen Schießereien liegen kann. Schwierig. Er wird wohl selbst keine Aussagen, nachdem er getötet wurde, mehr machen können. Um 08 Uhr will die Polizei dann eine Pressekonferenz abhalten.

Viel "soll," "hätte," "könnte," "haben," was den Text verunstaltet und schwer verständlich macht. Aber man kann ja nie vorsichtig genug sein um "wahrheitsgemäß" zu berichten.

Bis zur endgültigen Klärung des Sachverhaltes, wann immer sie geschieht, gilt Tacitus Erkenntnis, von vor schon 2000 Jahren unvermindert weiter:

Bedrohlich ist das Volk für die Herrschenden, wenn es ohne Furcht ist.

Freitag, 13. Februar 2015

Mittelfristige Putschfolgen für die Ukraine: 40 Milliarden US-Dollar künstlicher Beatmung in Mme Lagarde's IWF-Respirator

"Wenn eine IWF-Delegation in ein Land kommt und den Abbau sozialer und wirtschaftlicher Einrichtungen als Voraussetzung für die Gewährung von Krediten verlangt, unterscheidet sich das nicht besonders von der physischen Zerstörung durch NATO-Bombenangriffe. Der IWF verlangt die Schließung von Krankenhäusern, Schulen und Fabriken. Von den Kosten her ist das natürlich viel effizienter als die Bombardierung dieser Krankenhäuser, Schulen und Fabriken, wie sie es in Jugoslawien betrieben haben, aber das Ergebnis ist ziemlich gleich: die Zerstörung des Landes." Professor Michel Chossudovsky
Mowitz
Als Anfang vorigen Jahres, als Antwort auf Präsident Wiktor Janukowytsch rechtmäßiger Entscheidung ein Assoziierungsabkommen mit der EU nicht zu unterzeichnen, und damit auch nicht in Kraft zu setzen, beschlossen Obama, Merkel & Co. in der Ukraine eine neu erfundene "Demokratie" einzuführen, die mit Nazis des "Rechten Sektors" mittels eines blutigen Putschs durchgeführt wurde.

Um die völkerrechtswidrige und gewalttätige Einmischung in die inneren Angelegenheiten der Ukraine mit einem "demokratischen" Hauch zu übertünchen, ließ man im Mai 2014 eine Wahl durchführen, die entgegen den Bestimmungen der ukrainischen Verfassung nicht in der gesamten Ukraine durchgeführt wurde, sondern nur im nordwestlichen Teil. Gleichzeitig bombardierte man den südöstlichen Teil in dem Janukowytsch bei der letzten demokratischen Wahl in der gesamten Ukraine, die Präsidentschaftswahl am 17. Januar 2010, mit überwältigender Mehrheit gewonnen hatte. Das war der sicherste Weg den Faschismus in der Ukraine zu stärken und auf Sicht auch den Faschismus in ganz Europa und Nordamerika hoffähig zu machen. Aller gespielten Empörung gegen Pegida und Wutreden des deutschen Establishments zum Trotz. Der Faschismus kommt in vielerlei Gestalt einhergeschlichen.

Karikatur:© Kostas Koufogiorgos, www.koufogiorgos.de
In der Ukraine trägt der "Rechte Sektor" den Kampf auf die Straße, um dort den Versuch zu unternehmen, den Traum von Stepan Bandera, eine Ukraine frei von Russen, Juden und anderen "Unerwünschten" zu realisieren.

Ukrainische Rechtsradikale nehmen zunehmend immer mehr Einfluss auf die Politik und wollen sogar ihre eigene Armee bilden, die trotz schneller Beschwichtigungesversuche des Innenministers Arsen Awakow bereits auf Bataillonsstärke von mehr als 500 Kämpfern angewachsen ist. Tendenz steigend. Da drängt sich doch glatt der Vergleich mit den IS-Banditen im arabischen Raum auf, die auch nicht ohne potente Unterstützung kapitalstarker Öl-Interessen dort tätig werden konnten und sehr schnell aus dem Ruder liefen, falls sie nicht immer noch fremden Anweisungen Folge leisten.

Wer Augen hat zu sehen, der sieht auch wohin uns die Sackgasse des wirtschaftlichen Chaos, der Sparwut und der Bereicherung der Wenigen, auf Kosten der Vielen, führt. Geradewegs in den militärischen Abgrund, an dem wir seit Minsk glauben, gerade noch, hoffentlich vorbeigeschrammt zu sein. Obwohl berechtigte Zweifel so lange angebracht sind, wie die Männer im Hintergrund und Nadelstreif, die Macht ausüben, die sie ausüben.

Mme Lagarde und Kiew haben eine vorläufige Einigung über eine höhere Verschuldung der Ukraine erreicht. Eine Verschuldung die mit Sprachverwirrungsbegriffen wie "finanzieller Hilfe" und "die Situation durch ausländische Anleihen verbessern" gespickt sind. Wohin ausländische Anleihen letztendlich führen, kann man aktuell am Beispiel Griechenland ablesen und vor denen auch die Deutschen nicht geschützt sind. Griechenland steht nach allen Regeln des Kasinokapitalismus faktisch am Rande einer Insolvenz. Und die ukrainische Regierung mit ihrem Bänkstermarodeur Jazenjuk an der Spitze, will die Situation durch ausländische Anleihen verbessern. Seit wann sind Bänkster einer arbeitenden Bevölkerung verpflichtet und nicht dem Gewinnmaximierungsprinzip ihrer internationalen Auftraggeber? Soros hat ihn bestimmt nicht auf das Wohl der ukrainischen Bevölkerung eingeschworen.

Bewaffnete Fußtruppen des internationalen Großkapitals, die wohl selber an den Schwachsinn glauben, den ihre Bewegung ihnen in ihre Glatzen von "Volk, Führer, Vaterland" hämmert, müssen jetzt schon, unter anderem in Kroatien, das seit dem 1. Juli 2013 Mitglied der Europäischen Union ist, rekrutiert werden, um ausländischen Kapitalinteressen auf ihrem Weg der Brandschatzung und Plünderung der Ukraine, behilflich zu sein und Gehör zu verschaffen. Jetzt wo die ukrainische Jugend das Schmierenstück anfängt zu durschauen und sich zu Tausenden Musterungen und Einberufungen entziehen, und in vielen Teilen der Ukraine die Männer ganzer Dörfer nach Russland fliehen.

Die junge Welt schrieb:
"Wer genug Geld hatte, konnte sich eine Untauglichkeitsbescheinigung kaufen. Ukrainische Medien veröffentlichten letzten Sommer sogar Angaben über die Höhe der gezahlten Schmiergelder. Sie reichten nach dem örtlichen Lohnniveau gestaffelt von 800 US-Dollar im Bezirk Ternopil bis zu gut 3.000 Dollar im reicheren Kiew. Die Reaktion der neuen Machthaber auf diese Zustände ist bezeichnend. Sie wollen die Möglichkeit, sich freizukaufen, gesetzlich regeln und auf diese Weise das bisher als Schmiergeld in private Taschen wandernde Geld der ukrainischen Mittelklasse in die Staatskasse lenken. Ein dem ukrainischen Parlament vorgelegter Gesetzentwurf sieht vor, die Freikaufsumme mindestens auf den Jahressold eines Berufssoldaten anzuheben. Damit wäre die Befreiung vom Wehrdienst endgültig ein Angebot für die Reichen, während die Armen für diese und ihr Regime den Kopf hinhalten dürfen."
Das sind die neuen Partner Deutschlands und der EU in einer neu erfundenen Demokratie, die sie der Ukraine um den Hals legten und die bei nächstmöglicher Gelegenheit auch im übrigen Europa Eingang findet. Für eine solche Gesellschaft halten die Kämpfer des Bataillons „Aidar“ ihre Glatzen hin, um am Ende leer dazustehen. Denn die Reichen haben noch nie etwas von ihrem Reichtum freiwillig abgegeben. Ihr werdet es erleben. Verstehen nicht.

FH

Bedrohlich ist das Volk für die Herrschenden, wenn es ohne Furcht ist. (Tacitus)

Zum Thema:

Nachtwandler: Die Ukraine und die Wiedergeburt des Faschismus in Europa.....

Donnerstag, 12. Februar 2015

† Staatsakt für Seine Heiligkeit König Richard I., genannt der Unvergleichliche, von Weizsäcker

Bild: Wikimedia,
Richard I. Löwenherz, gemeinfrei
Das gemeine Volk war rund um den Berliner Dom großräumig ausgesperrt. Die Berliner, sogenannte Staats(ä)lite wollte mal wieder ganz in sich gekehrt, unter sich sein. Vor der aufdringlichen Nähe des Volkes unbelästigt. Wie es in einer Demokratie so Usus ist. Ohne Beisein des Volkes kann man sich und die Seinen sehr viel besser inszenieren, als ständig durch despektierliche Pfeifkonzerte an die eigene Sterblichkeit schon zu Lebzeiten erinnert zu werden. Da hört es sich doch sehr viel schöner an, einem Verblichenen seine Unsterblichkeit zu attestieren und ihm ein "Du bleibst unvergessen und lebst in unseren Herzen weiter, " nachzurufen, während der Leichnam unter Polizeischutz und getragenem Trompetenspiel, "Ich hatte einen Kameraden," zur letzten, nasskalten Ruhestätte gefahren wird. Das Laufen fällt einem im Tod ja auch nicht mehr so leicht wie zu Lebzeiten.




Hinweis 14.02.2015 Mehrere Leser meiner Seite weisen darauf hin, dass alle, oder einige Zitate, die hier und an anderen Stellen im Netz, Carl Friedrich von Weizsäcker zugeschrieben werden und aus seinem Buch "Der bedrohte Frieden – heute" von 1983 entnommen sein sollen, weder von ihm noch aus seinem Buch stammen. Es soll sich dabei um einen Schabernack handeln, den vor Jahren irgendein Spaßvogel im Netz plazierte und seitdem zu einer fast zur Wahrheit gewordenen, unausrottbaren Legende wurde. Wenn das stimmt, bin ich auch dem unbekannten Spaßvogel auf den Leim gegangen. Da ich das Buch nicht besitze und es mir auch nicht zulegen werde, ändere ich im nachfolgenden Text ein wenig und hebe die geänderten Stellen in fettem Stil hervor. Es ändert nichts am Lesegenuss und lässt dem eigenen Nachdenken einen freieren Lauf, das nicht notgedrungen durch die Analyse eines großen Denkers, der Carl Friedrich von Weizsäcker ohne jeden Zweifel war, behindert wird, falls man sich dafür entscheidet die Analyse stamme von einem Spaßvogel und nicht von Carl Friedrich von Weizsäcker.

Sein älterer Bruder, der nicht heiliggesprochene, Physiker, Philosoph und Friedensforscher Carl Friedrich von Weizsäcker soll in seinem letzten Werk, "Der bedrohte Frieden – heute" von 1983, seine imponierende Weit- und Klarsicht unter Beweis gestellt haben:

Carl Friedrich von Weizsäcker soll in “Der bedrohte Frieden” den Niedergang des Sowjet-Kommunismus innerhalb weniger Jahre vorausgesagt haben und soll deswegen damals ausgelacht worden sein.

Seine Prognose, auf welches Niveau die Einkommen von Lohn-, und Gehaltsabhängigen zurückfallen würden, wenn der Kommunismus nicht mehr existiert, soll schockierend gewesen sein, wenn er sie denn überhaupt gemacht hat.

Weizsäcker soll die Auswirkungen einer dann einsetzenden”Globalisierung”, (wiewohl es damals dieses Wort noch nicht gab), so wie er sie erwartete, wie folgt beschrieben haben:
Eventuelle Zitate aus “Der bedrohte Frieden – heute”.

  • 1. Die Arbeitslosenzahlen werden weltweit ungeahnte Dimensionen erreichen.
  • 2. Die Löhne werden auf ein noch nie da gewesenes Minimum sinken.
  • 3. Alle Sozialsysteme werden mit dem Bankrott des Staates zusammenbrechen. Rentenzahlungen zuerst. Auslöser ist eine globale Wirtschaftskrise ungeheuren Ausmaßes, die von Spekulanten ausgelöst wird.
  • 4. Etwa 20 Jahre nach dem Untergang des Kommunismus, werden in Deutschland wieder Menschen verhungern.
  • 5. Die Gefahr von Bürgerkriegen steigt weltweit dramatisch.
  • 6. Die herrschende Elite wird gezwungen, zu ihrem eigenen Schutz Privatarmeen zu unterhalten.
  • 7. Um ihre Herrschaft zu sichern werden diese Eliten frühzeitig den totalen Überwachungsstaat schaffen, eine weltweite Diktatur einführen.
  • 8. Die ergebenen Handlanger dieses Geldadels sind korrupte Politiker.
  • 9. Die Kapitalwelt fördert wie eh und je, einen noch nie dagewesen Nationalismus (Faschismus), als Garant gegen einen eventuell wieder erstarkenden Kommunismus.
  • 10. Zum Zweck der Machterhaltung wird man die Weltbevölkerung auf ein Minimum reduzieren. Dies geschieht mittels künstlich erzeugter Krankheiten. Hierbei werden Bio-Waffen als Seuchen deklariert, aber auch mittels gezielten Hungersnöten und Kriegen. Als Grund dient die Erkenntnis, dass die meisten Menschen ihre eigene Ernährung nicht mehr finanzieren können, jetzt wären die Reichen zu Hilfsmaßnahmen gezwungen, andernfalls entsteht für sie ein riesiges, gefährliches Konfliktpotential.
  • 11. Um Rohstoffbesitz und dem eigenen Machterhalt zu dienen, werden Großmächte Kriege mit Atomwaffen und anderen Massenvernichtungswaffen führen.
  • 12. Die Menschheit wird nach dem Niedergang des Kommunismus, dass skrupelloseste und menschenverachtendste System erleben wie es die Menschheit noch niemals zuvor erlebt hat.
  • 13. Das System, welches für diese Verbrechen verantwortliche ist, heißt “unkontrollierter Kapitalismus”.

Carl Friedrich von Weizsäcker soll damals gesagt haben, dass sein Buch, dass er als sein letztes „großes Werk“ bezeichnete, mit Sicherheit von der Bevölkerung nicht verstanden würde und die Dinge somit ihren Lauf nehmen.

Die einzige Lösung die Weizsäcker angeboten haben soll, ist die Hoffnung

dass nach diesen unvermeidlichen Turbulenzen dieser Planet noch bewohnbar bleibt.

Das deutsche Volk soll er weniger schmeichelhaft bewertet haben: „Absolut Obrigkeitshörig, des Denkens entwöhnt, typischer Befehlsempfänger, ein Held vor dem Feind aber ein totaler Mangel an Zivilcourage.“ Der typische Deutsche verteidigt sich erst dann, wenn er nichts mehr hat, was sich zu verteidigen lohnt. Wenn er aber aus seinem Schlaf erwacht ist, dann schlägt er in blindem Zorn alles kurz und klein, auch das was ihm noch helfen könnte.

Dienstag, 10. Februar 2015

Der wirkliche Grund dafür, dass sich Washington von Moskau bedroht sieht. Wird die Ostukraine das neue Falludscha?

“Ich möchte an die ukrainische Bevölkerung, an die Mütter, Väter, Schwestern und Großeltern appellieren. Schickt eure Söhne und Brüder nicht länger in dieses sinn- und gnadenlose Gemetzel. Die Interessen der ukrainischen Regierung sind nicht eure Interessen. Ich bitte euch darum: Nehmt Vernunft an! Lasst die Erde des Donezbeckens nicht länger mit ukrainischem Blut tränken. Es lohnt sich nicht.” – Alexander Sachartschenko, Premierminister der Volksrepublik Donezk
Von Mike Whitney, counterpunch
Washington braucht den Krieg in der Ukraine, um seine strategischen Ziele durchsetzen zu können. Dieser Aspekt muss unbedingt beachtet werden.

Die USA wollen die NATO bis zur Westgrenze Russlands ausdehnen. Sie wollen sich damit eine Landbrücke nach Asien verschaffen, um US-Militärbasen auch über diesen Kontinent ausbreiten zu können. Sie wollen die Pipelines von Russland nach Europa und damit die Einnahmen Moskaus kontrollieren, um sicherzustellen, dass Gas (und Öl) auch weiterhin in Dollars gehandelt werden. Sie wollen vor allem ein schwächeres, weniger stabiles Russland, das durch einen Regimewechsel und eine fortschreitende Aufsplitterung leichter aus dem Ausland zu kontrollieren ist. Diese Ziele sind nicht mit friedlichen Mitteln zu erreichen. Wenn es gelänge, die Kämpfe in der Ukraine schnell zu stoppen, würden vermutlich bald danach auch die (von der EU) gegen Russland verhängten Sanktionen aufgehoben, und die russische Wirtschaft könnte sich in absehbarer Zeit wieder erholen. Könnte Washington das wollen?

Natürlich will es das nicht. Damit würde der Plan Washingtons untergraben, Russland und China in das von Washington beherrschte globale Wirtschaftssystem zu integrieren und den Dollar als Weltreservewährung zu erhalten. Die Strippenzieher in den USA wissen, dass sie ihr System erhalten müssen, um nicht unterzugehen. Wenn es Washington nicht gelingt, China und Russland in untergeordneten Rollen in eine von den USA beherrschte Weltordnung einzugliedern, wird es seine führende Stellung einbüßen.

Deshalb darf der Konflikt in der Ostukraine keinesfalls beigelegt werden, er muss unbedingt weiter eskalieren. Deshalb hat der US-Kongress härtere Sanktionen gegen Russland – vor allem auf dem Energiesektor – beschlossen und die Lieferung zum Töten geeigneter militärischer Ausrüstung an die Ukraine genehmigt. Deshalb wird Washington Militärberater und Ausbilder in die Ukraine schicken und ihr für insgesamt 3 Milliarden Dollar “Panzerabwehrraketen, Aufklärungsdrohnen, gepanzerte Humvees und Radarsysteme liefern, mit denen sich die Position feindlicher Raketen und Geschütze orten lässt” (s. hier). Alle Aktivitäten Washingtons dienen nur dem Zweck, die Kämpfe zu intensivieren und den Konflikt zu eskalieren. Die schweren Verluste der unerfahrenen ukrainischen Armee und die schrecklichen Leiden der Zivilbevölkerung in Lugansk und Donezk sind den US-Kriegsplanern völlig gleichgültig. Sie wollen nur sicherstellen, dass keinesfalls Frieden geschlossen wird; dadurch würden der Drang der USA nach Asien und ihr Wusch, die einzige Supermacht zu bleiben, gestört.
"Die USA und ihre Verbündeten versuchen letztlich, Russland auf einen verarmten, halbkolonialen Status herunterzudrücken. Diese Strategie wurde in der Vergangenheit von Zbigniew Brzezinski, dem Nationalen Sicherheitsberater der Carter-Regierung, entwickelt und wird jetzt wieder offen propagiert.

In einer Rede im vergangenen Jahr am Wilson Center forderte Brzezinski Washington auf, Kiew „Waffen zu liefern, die genau auf seine Bedürfnisse zugeschnitten sind und ihm ermöglichen, effektiv einen städtischen Guerillakampf zu führen." In Übereinstimmung mit den Vorschlägen der Brookings Institution und anderer Think Tanks zur Bewaffnung Kiews forderte Brzezinski die Lieferung von "Anti-Panzerwaffen ... und Waffen, die für den städtischen Nahkampf geeignet sind.“

Brzezinskis Strategie, die er seit Jahrzehnten gegen Russland empfiehlt, ist politisch kriminell. Er will Russland in einen ethnisch aufgeladenen Häuserkampf in der Ukraine verwickeln, der Millionen Tote kosten könnte. WSWS"
Die Lieferung nicht zum Töten geeigneter militärischer Ausrüstung wird unweigerlich die Lieferung moderner Waffen, Flugverbotszonen, verdeckte militärische Unterstützung, ausländische Söldner, Soldaten der Special Forces und schließlich auch reguläre Truppen (der USA und der NATO) nach sich ziehen. Das alles kennen wir doch schon. In den USA gibt es leider keine breite Opposition gegen eine Beteiligung an dem Krieg in der Ukraine und keine starke Friedensbewegung, die Städte lahmlegen, einen Generalstreik ausrufen oder die bestehenden Absichten durchkreuzen könnte. Deshalb gibt es auch keine Möglichkeit, die Kriegstreiber zu stoppen. Die Medien und die politische Klasse haben Obama freie Hand gelassen, in dem Konflikt in der Ukraine so vorzugehen, wie er es für richtig hält. Das vergrößert die Wahrscheinlichkeit eines größeren Krieges, wenn im Frühjahr das Tauwetter einsetzt.

Wikimedia, gemeinfrei
Obwohl nicht auszuschließen ist, dass sich daraus ein atomarer Flächenbrand entwickelt, lassen sich die USA nicht von ihren bestehenden Plänen abbringen. Weil man nicht glaubt, dass Putin zur Verteidigung des Donezbeckens einen Atomkrieg riskieren würde, haben die (russischen) Atomwaffen ihre abschreckende Wirkung verloren.

Washington scheint sich um die verheerenden Folgen überhaupt nicht zu scheren.Trotz der militärischen Fehlschläge in Afghanistan, im Irak, in Libyen und in einem halben Dutzend anderer Länder rund um die Welt steigen die US-Aktien, US-Staatsanleihen sind gefragter als jemals zuvor, die US-Wirtschaft wächst (auf dem Papier) schneller als die aller globalen Konkurrenten, und der Wert des Dollars gegenüber einem ganzen Korb voll anderer Währungen ist seit Juni 2014 um satte 13 Prozent so stark gestiegen, dass er (dem US-Finanzminister) Freudentränen in die Augen treibt. Die USA wurden nicht dafür zur Kasse gebeten, dass sie große Gebiete unseres Planeten verwüstet und mehr als eine Million Menschen umgebracht haben. Warum sollten sie jetzt damit aufhören?

Das werden sie natürlich nicht tun, sondern die Kämpfe in der Ukraine weiter eskalieren. Die WSWS schreibt dazu:
"Am Montag war in der New York Times zu lesen, weil die ukrainische Armee und ihre faschistischen Milizen in der jüngsten Offensive gegen prorussische separatistische Kräfte in der Ostukraine Rückschläge hinnehmen mussten, erwäge die Obama-Regierung direkte Waffenlieferungen an das von der NATO gestützte Regime in Kiew.

In dem Artikel wird ein Report zitiert, der gemeinsam von der Brookings Institution, dem Atlantic Council und dem Chicago Council on Global Affairs erarbeitet und am Montag dem Präsidenten Obama übergeben wurde (s. hier); darin wird dem Weißen Haus und der NATO empfohlen, den Krieg in der Ukraine zu eskalieren. (Übersetzung dieses Artikels s. hier).

Nach Informationen der New York Times nähern sich führende US-Offizielle den in dem Report erhobenen Forderungen immer mehr an. Der NATO-Oberkommandierende General Philip M. Breedlove, Verteidigungsminister Chuck Hagel, US-Außenminister John Kerry und US-Generalstabschef Martin Dempsey treten inzwischen für direkte Waffenlieferungen an Kiew ein. Die Nationale Sicherheitsberaterin Susan Rice überdenkt ihre bisherige ablehnende Haltung und wird Obama vermutlich auch direkte Waffenlieferungen an Kiew empfehlen."
Wie wird es wohl weitergehen? Die Würfel sind doch bereits gefallen. Es wird einen Krieg mit Russland geben, weil das politische Establishment der USA das will. So einfach ist das. Nachdem es mit früheren Provokationen nicht gelungen ist, Putin in die ukrainische Falle zu locken, hofft man es mit einer neuen Frühjahrsoffensive (und aus den USA gelieferten Waffen) doch noch zu schaffen. Putin wird nicht die Hände in den Schoß legen, während ukrainische Handlanger mit US-Waffen und logistischer US-Unterstützung das Donezbecken wie Falludscha in ein Trümmerfeld verwandeln. Er wird tun, was jeder verantwortungsvolle führende Politiker auch tun würde. Er wird versuchen, die Russen in der Ukraine zu schützen. Das bedeutet Krieg. [Informationen über die großen Schäden, die bereits bisher in der Ostukraine angerichtet wurden, sind hier nachzulesen.]

Asymmetrischer Krieg: Fallende Ölpreise

Es ist auch zu bedenken, dass die russische Wirtschaft durch Wirtschaftssanktionen, die Ölpreis-Manipulation und den Angriff auf den Rubel bereits sehr geschwächt wurde. Bis zu dieser Woche haben die Mainstream-Medien hartnäckig geleugnet, dass die Saudis den Ölpreis absichtlich gesenkt haben, um die Einnahmen Russlands abzusenken. Sie verbreiteten die Mär, die Saudis hätten nur versucht, ihren "Marktanteil" zu halten, indem das gegenwärtige Produktionsniveau aufrechterhielten und die Preise senkten. Am Dienstag hat die New York Times den Schwindel aufgeklärt und unter der Überschrift "Saudi Oil Is Seen as Lever to Pry Russian Support From Syria’s Assad" [Das saudische Öl ist der Hebel, mit dem die russische Unterstützung für Syriens Assad zu stoppen ist, s. hier]:
"Saudi-Arabien versucht, den Präsidenten Wladimir V. Putin unter Druck zu setzen, damit Russland seine Unterstützung für den syrischen Präsidenten Baschar al-Assad aufgibt; dank ihrer Überlegenheit auf den globalen Ölmärkten könnten die Saudis Russland durch Absenkung des Ölpreises ins Taumeln bringen.

Saudische Offizielle haben die USA wissen lassen, dass sie Putin durch die Anhebung oder Senkung der Ölproduktion und des Ölpreises unter Druck setzen könnten. Jedes Nachlassen der russischen Unterstützung für Herrn Assad könnte ein erstes Zeichen dafür sein, dass mit der Manipulation des Ölmarktes Einfluss auf die globale Politik genommen werden kann.

Der Einfluss, den Saudi-Arabien nehmen wird, hängt davon ab, wie Moskau auf seine sinkenden Öleinnahmen reagiert. "Wenn ihm die Absenkung des Ölpreises sehr weh tut, könnten die Saudis dafür sorgen, dass Russland einen hohen geopolitischen Preis zahlen muss," erklärte F. Gregory Gause III, ein Experte der Bush School of Government and Public Service der Texas A&M University für den Mittleren Osten."
Sind die Saudis selbst auf die Idee gekommen, durch die Manipulation des Ölpreises Druck auf Putin auszuüben?

Damit ist doch alles gesagt!

An diesem Artikel der New York Times fällt auf, dass er mit früheren Artikeln in der gleichen Zeitung kollidiert. In dem erst vor zwei Wochen veröffentlichten Artikel "Who Will Rule the Oil Market?"(Wer wird den Ölmarkt beherrschen?) hat der Autor noch kein politisches Motiv hinter dem Verhalten der Saudis gesehen. Er vermutete, die Saudis hätten keine Marktanteile verlieren wollen und deshalb ihren Ölpreis gesenkt. Jetzt hat die New York Times eine Kehrtwende um 180 Grad vollzogen und sich den "Verschwörungstheoretikern" angeschlossen, die von Anfang an behauptet haben, der Ölpreis sei aus politischen Gründen manipuliert worden. Tatsächlich hatte die plötzliche Preissenkung nichts mit deflationistischem Druck, Nachfrageschwankungen oder irgendwelchen anderen dubiosen "Marktkräften" zu tun. Es war zu 100 Prozent ein politischer Preiskampf.

Auch der Angriff auf den Rubel ist politisch motiviert, obwohl der Nachweis dafür schwieriger zu führen ist. Es gibt ein interessantes Interview mit Alistair Crooke, das alle interessieren sollte, die wissen wollen, wie Washingtons "umfassender Finanzkrieg" funktioniert. Crooke sagte dazu Folgendes:
"... mit dem Ukraine-Konflikt hat ein neues Zeitalter begonnen: Er tritt als rein geopolitischer Konflikt in Erscheinung, ist in Wirklichkeit aber ein geopolitisch eingefärbter Finanzkrieg zwischen den USA und Russland. Er wird ausgetragen durch die Absenkung des Ölpreises und als Währungskrieg – durch Überflutung des Marktes mit Rubel. Das erste Ergebnis dieses geopolitischen Finanzkrieges ist ein engeres Zusammenrücken zwischen Russland und China.

China weiß, dass Russland der erste Dominostein ist; wenn Russland fallen würde, wäre China der nächste. Deshalb streben beide Staaten ein paralleles, vom Dollar befreites Finanzsystem an. ...

Für einige Zeit wurde die internationale Ordnung durch die Vereinten Nationen und das Völkerrecht bestimmt; der Westen ist nun dazu übergegangen, die Vereinten Nationen und das Völkerrecht zu umgehen und mit Wirtschaftssanktionen Druck auf einzelne Staaten auszuüben. Weil wir ein dollarbasiertes Finanzsystem haben, das die USA durch Dollartransaktionen instrumentalisieren können, muss sich die US-Regierung nicht mehr der Diplomatie und der Vereinten Nation bedienen, um ihre Ziele durchzusetzen.

Das Monopol auf die Weltreservewährung ermöglicht es den USA, den Vereinten Nationen immer mehr Kompetenzen zu entziehen. Die USA haben die Aufsicht über alle Transaktionen, die weltweit in Dollars vollzogen werden. Und weil der größte Teil der Geschäfte und Handelstransaktionen in Dollars abgewickelt wird, bestimmt die Finanzpolitik zunehmend die Weltordnung: Die internationale Ordnung hängt heutzutage mehr von der Kontrolle durch das US-Finanzministerium und die Fed ab als von den Vereinten Nationen."
Finanzkrieg, asymmetrischer Krieg, Krieg der vierten Generation (s. hier), Weltraumkrieg, Cyberkrieg, Atomkrieg, Krieg mit Lasern, Chemikalien und Bakterien – die USA haben ihr Arsenal weit über die traditionellen Waffen hinaus ausgeweitet. Ihr Ziel ist natürlich die Aufrechterhaltung der 1991 nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion entstandenen US-dominierten unipolaren Weltordnung. Die von Moskau angestrebte multipolare Weltordnung stellt die größte Bedrohung für Washingtons Weltherrschaftspläne dar. Der erste bedeutende Zusammenstoß zwischen diesen beiden konkurrierenden Weltsichten wird wahrscheinlich irgendwann im kommenden Sommer in der Ostukraine stattfinden. Dann stehe Gott uns bei!

Anmerkung: Die Novorussia Armed Forces / NAF (die Armee der ostukrainischen Separatisten) haben bei Debalzewo 8.000 ukrainische Soldaten eingekesselt (s. hier). Das ist ein sehr großer Erfolg, auch wenn ihn die Medien aus den Schlagzeilen herausgehalten haben.

Die ebenfalls eingeschlossenen Zivilisten können den Kessel auf Evakuierungskorridoren verlassen. Die Kämpfe können jederzeit wieder ausbrechen. Zurzeit sieht es so aus, als könne ein großer Teil der Nazi-Armee Kiews auf einen Schlag ausgeschaltet werden. Nur deshalb sind Frau Merkel und Herr Hollande überraschend zu einem Gespräch mit Putin nach Moskau geflogen. Sie sind nicht am Frieden interessiert – sie wollen nur die Stellvertreterarmee der USA und der NATO vor der Vernichtung retten.

Ich rechne damit, dass Putin den eingeschlossenen ukrainischen Soldaten den Rückzug gestatten möchte, glaube aber, dass Sachartschenko, der Kommandeur der NAF, das nicht zulassen wird. Kann er denn sicher sein, dass die Eingeschlossenen nicht in einem Monat mit modernen Waffen wieder zurückkommen, die ihnen die Kriegstreiber im US-Kongress und im Weißen Haus zur Verfügung stellen?

Hat Sachartschenko überhaupt eine Wahl? Wenn seine Kameraden bei einem erneuten Angriff des Kiewer Regimes sterben, weil er dessen Armee ziehen ließ, kann er dann irgendjemand außer sich selbst dafür verantwortlich machen?

Er hat kaum eine Wahl.

Mike Whitney lebt im Staat Washington. Er ist Mitautor des bei AK Press erschienenen Buches "Hopeless: Barack Obama an the Politics of Illusion" (Hoffnungslos: Barack Obama und seine illusionäre Politik), das auch als Kindle-Edition erhältlich ist. Er ist zu erreichen über fergiewhitney@msn.com

Übersetzung: Luftpost-kl.de

Bedrohlich ist das Volk für die Herrschenden, wenn es ohne Furcht ist. (Tacitus)