Donnerstag, 30. April 2015

Lügenpresse auf US-amerikanisch - US-Sender NBC fälschte Milizen-Entführung in Syrien

Karikatur:© Kostas Koufogiorgos, www.koufogiorgos.de


Mowitz
Kein Politiker ist von der zionistisch-westlichen Wertegemeinschaft in den letzten Jahren mehr dämonisiert worden als der syrische Präsident Baschar al-Assad. Syrien und vor allen Dingen seine Bevölkerung hat einen sehr, sehr hohen Preis durch die völkerrechtswidrigen Kriegshandlungen dieser Wertegemeinschaft gezahlt. Die Kriegslügen waren barbarisch-gigantisch und haben Hunderttausenden das Leben gekostet und Millionen zu Flüchtlingen gemacht. Giftgasattacken wurden Assad angehängt, obwohl es die mit der Wertegemeinschaft verbündeten Terrorgruppen waren, die sie durchführten.

IRIB meldete schon vor zwei Jahren, dass laut eines Geheimdokumentes des saudischen Innenministeriums, das saudische Regime auch schwerkriminelle Straftäter nach Syrien entsendete um zusammen mit den bereits entsandten islamistischen Terrorbanden, den syrischen Staat und seine legale Regierung zu bekämpfen. Diese Kriminellen wurden für den Terror in Syrien noch zusätzlich mit Geld und Straferlass von der saudischen Regierung geködert. Das waren die Kräfte, die von unseren Lei(d)medien als "freiheitsliebende Rebellen", schöngeschwurbelt wurden und im westlichen Wertekanon heimischer Journaillen immer als FSA, (Freie Syrische Armee), bezeichnet werden, falls sich noch einige hier daran erinnern können/wollen - in unserer schnelllebigen und vergesslichen Zeit. Es ist noch nicht lange her, als die schlimmsten Verbrechen gegen die syrische Bevölkerung begangen wurden. Von der westlichen Wertegemeinschaft nach Syrien entsandte Banden, die sich als Kannibalen entpuppten. Und sie halten auch noch an. Es ist nicht so, dass die Völkerrechtsverbrechen aufgehört haben begangen zu werden, nur weil unsere Lügenpresse kaum noch aus Syrien berichtet. Was ja an und für sich nichts bedeutet, da sie vorher schon voll mit Falschinformationen beschäftigt war, die Assad zum Dämon machten.



Und nun kommt langsam die Wahrheit des "entführten" Syrien-Reporters Richard Engel ans Tageslicht. Der hatte im Dezember 2012 angegeben von assadtreuen Milizen entführt und schließlich von FSA-Kämpfern befreit worden zu sein. Die schlimmsten Exzesse der zionistisch-westlichen W(ä)rtegemeinschaft standen zu der Zeit noch aus, und man darf wohl annehmen, dass Engels Geschichte ihres dazu tat, der Hetzerei gegen Assad den Verlauf zu geben, der zum gegenwärtigen Chaos im Nahen Osten und Afrika, sowie den Flüchtlingsströmen nach Europa, beitrug.

Jetzt hört sich Richard Engels Geschichte anders an. Nämlich so:
"dass er diese Geschichte zusammen mit seinem Arbeitgeber, dem US-Senders NBC, erfunden hatte. In Wirklichkeit war er von FSA-Kämpfern entführt wurden. Doch eine Entführung durch Assad-Milizen passte besser in das Narrativ [Erzählung], des Senders und der US-Regierung. NBC fällt nicht zum ersten Mal mit Falschmeldungen auf. Erst in den letzten Monaten kam ans Licht ,dass ein NBC-Starreporter seine Irak-Berichterstattung teilweise erlogen hatte." RT Deutsch

FH

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Dienstag, 28. April 2015

USA: Wir sind bereit den Dollar zu verteidigen, auch unter Einsatz unserer Atomwaffen

Mowitz
Die Welt steuert haargenau auf den Abgrund zu. Nach Jahren der Wortkriege will das Wall Street-Imperium nun zur Sache kommen und es richtig krachen lassen. Der japanischen Premierminister Shinzo Abe war zu einem zweitägigen Besuch in den USA und reiste mit dem Versprechen der USA wieder heim, Japans Interessen um jeden Preis [gegen China] zu verteidigen. und schloss dabei ausdrücklich auch den Einsatz von Atomwaffen nicht aus. Das meldete RT Deutsch heute. Außerdem wurde beschlossen, weitere US-Kriegsschiffe nach Japan zu entsenden.

Das Imperium wird nicht freiwillig seine Position als alleinige Weltführungsmacht friedlich an den Nagel hängen. Falls das je einer gedacht haben sollte. Die häufig beschworene US-Staats-Überschuldung als Ursache für eine mögliche US-Staatspleite anzuführen, war immer schon nur ein Wunschdenken vieler sogenannter "Experten" innerhalb und außerhalb des Netzes. Oder glaubt irgendjemand allen Ernstes, dass die Wall Street-Finanzmafia ihren militärischen Beschützer ins wirtschaftliche Chaos stürzt, um am Ende selbst schutzlos, nur mit dem Schuldgeld als Waffe, die Welt zu erobern versucht? Schuldgeld ist auf militärische Unterstützung als "vertrauensbildende" Maßnahme angewiesen.



In der Straße von Hormus soll es heute auch zu einem militärischen Geplänkel gekommen sein. Das ehNaMag berichtete, dass nach Angaben des Pentagon die iranische Revolutionsgarde Warnschüsse auf ein Frachtschiff abgefeuert haben soll und es anschließend aufgebracht hätte. Der Frachter habe die Straße von Hormus passiert, die den Persischen Golf mit dem Arabischen Meer verbindet. Das Containerschiff sei dann zum iranischen Hafen Bandar Abbas geleitet worden. Daraufhin habe der selbsternannte Weltpolizist einen Zerstörer, einen Seeaufklärer und ein Kampfflugzeug geschickt, um die Lage zu überwachen. Alles nach dem Motto: Klotzen nicht kleckern.

Die russische Nachrichtenagentur Sputnik, meldete unter Bezugnahme auf die iranische Nachrichtenagentur Fars, dass der Frachter im Persischen Golf wegen der Verletzung iranischer Hoheitsgewässer angehalten wurde.

Und Russlands Präsident Putin wirft den USA vor, im ersten Jahrzehnt dieses Jahrtausends Separatisten in der russischen Region Nordkaukasus direkt unterstützt zu haben.
"Russische Geheimdienste haben entsprechende Beweise für die Zusammenarbeit US-amerikanischer Geheimdienstorganisationen in der Republik Aserbaidschan mit einigen Anführern der im Kaukasus aktiven Terrorgruppen gehabt", erklärt Putin in einer am Sonntag vom TV-Sender Rossija-1 ausgestrahlten TV-Dokumentation mit dem Namen "Der Präsident". "Die USA haben den Terrorismus zu politischen Zwecken mißbraucht". IRIB
So beginnen fast alle Kriege des Imperiums. Destabilisierung, Desinformation, Scharmützel und schließlich der große Knall.

FH

Montag, 27. April 2015

Das Outernet: Informationskrieg auf ganz neuem Niveau

Der US-Milliardär George Soros finanziert das "Outernet", ein neues, weltweit empfangbares, satellitengestütztes Desinformations- und Indoktrinationsinstrument.

Von Ulson Gunnar
New Eastern Outlook. 14.04.15

Den Informationskrieg kann man ganz schnell verlieren, wenn es einem nicht gelingt, die eigenen Botschaften auf dem "Schlachtfeld der Meinungsmacher" zu positionieren. Die USA, Großbritannien oder die anderen europäischen Staaten, die ihre Propagandaflut mit ihrem eindrucksvollen Mediennetzwerk bisher ungehindert weltweit verbreiten konnten, haben in jüngster Zeit einige Rückschläge erlebt.

In Staaten wie Russland, China oder dem Iran haben die jeweiligen Regierungen und die einheimische Industrie begonnen, ein eigenes Internet und eigene Alternativen zu den von den USA kontrollierten sozialen Netzwerken und Suchmaschinen anzubieten und in einigen Fällen sogar ihre eigene Hardware dafür geschaffen. Sie haben von den USA gelernt, und ebenfalls "Kill Switches" (Abschaltevorrichtungen) eingebaut und Zensurinstanzen errichtet, um zu verhindern, dass ihre Bevölkerungen mit Informationen aus dem Ausland indoktriniert werden.

Statt "Informationen aus dem Ausland" sollte man besser von "Propaganda aus dem Ausland" sprechen.

Bild: Wikimedia, Fotograf: Staff Sgt. Samuel Bendet,
Als amtliches Werk der Bundesregierung der Vereinigten Staaten ist dieses Bild gemeinfrei
Ein US-amerikanischer Blackhawk wirft Flugblätter über den Irak ab
(Psychologische Kriegsführung)

Das US-Außenministerium strahlt über die Sender der Voice of America ganz offen und gezielt tendenziöse Berichte in bestimmte Länder aus, um dort die Interessen der USA durchzusetzen. Das US-Außenministerium hält diese Art der Beeinflussung für so wichtig, das es versucht, durch die Errichtung eigener Sendemasten und Relaisstationen unabhängige Kommunikationsnetze zu schaffen.

Das US-Außenministerium hat sogar Millionen Dollars für die Entwickelung eines "Internets im Koffer" ausgegeben, um die Kommunikation mit US-Sympathisanten auch dann aufrecht erhalten zu können, wenn die Regierung eines Staates, in dem ein Regimewechsel herbeigeführt werden soll, das (US-kontrollierte) Internet sperrt. Das ist keine Science Fiction, darüber hat sogar die New York Times in ihrem Artikel "U.S. Underwrites Internet Detour Around Censors" (Wie die USA die Internetzensur umgehen, s. hier) berichtet.

Das Problem dabei ist, dass diese Gegenmaßnahme des US-Außenministeriums von einigen Regierungen leicht zu verhindern ist, weil die häufig sogar von nichtstaatlichen Stellen bei der Verhinderung von US-Aufwiegelungsversuchen unterstützt werden.

Wer US-Propaganda über den ganzen Planeten verbreiten will, muss sie uneigennützig erscheinen lassen und tarnen, damit sie nicht sofort als Aufforderung zum Umsturz zu erkennen ist, obwohl genau dieses Ziel damit verfolgt wird; für die Verbreitung der Propaganda muss man ahnungslose, gutwillige Blogger finden, die sie weiterverbreiten, auch wenn sie deshalb Probleme bekommen.

Wie funktioniert das "Outernet"?

Auf den ersten Blick sieht das Outernet wie ein begrüßenswertes soziales Projekt glaubwürdiger Leute aus, die Interessierte mit einer riesengroßen Menge frei verfügbarer Informationen versorgen wollen. Das Informationssystem ist satellitengestützt und kann überall auf der Erde mit einem speziellen (für 169 $ erhältlichen) Receiver empfangen werden (s. hier). Es wird mit dem Slogan "Die Bibliothek in Ihrer Tasche!" beworben – und dem Versprechen, mit den darin enthalten Informationen ließe sich die Gesellschaft verändern; gleichzeitig wird darauf hingewiesen, dass keine Regierung diese Informationen zensieren könne, wobei zu fragen ist, wer eine Bibliothek zensieren möchte?

Schon beim zweiten flüchtigen Blick fällt auf, dass Syed Karim als "Gründer" des Outernet firmiert. Karim war früher "Direktor für Innovationen" des Media Development Investment Fund / MDIF, der "überraschenderweise" auch das Outernet finanziert (s. hier). Und der MDIF wird von ehemaligen Mitarbeitern der Open Society (Foundations, einer Gruppe von Stiftungen des US-Milliardärs George Soros,) geführt, die wiederum den MDIF finanzieren.

Bei genauerem Hinsehen offenbart schon der zweite Blick, dass die Open Society Foundations (und damit George Soros) hinter dem Outernet stecken – dass es also eigentlich nur ein sorgfältig getarntes, interessengesteuertes und keinesfalls uneigennütziges Informationssystem ist. Seine angebliche Unabhängigkeit soll nur darüber hinwegtäuschen, dass es ein weiteres konzerngesteuertes Regierungsinstrument zur Manipulation und Indoktrination der Massen ist; das belegen auch die Informationen, die über das Outernet verbreitet werden.

Zu meinen "Lieblingsseiten" gehört War Surgery (Kriegschirurgie, s. dazu auch hier)," eine nützliche Anleitung für die terroristischen Söldnerarmeen, die im Jemen, in Syrien, im Irak, im Libanon und in Libyen operieren. Ebenfalls dazu gehören die Seite der FEMA, die Ebola-Seite der Weltgesundheitsorganisation / WHO und die Seite der Albert Einstein Institution "Advancing Freedom Through Nonviolent Action" (Mehr Freiheit durch gewaltfreie Aktionen. Dabei sollte nicht vergessen werden, dass die Albert Einstein Institution eine Hauptrolle spielt, wenn das US-Außenministerium die Netzwerke für "bunte Revolutionen" aufbaut – zum Beisiel in der Ukraine, im Mittleren Osten und in Südost- und Ostasien.

Das Informationsangebot des Outernet wird angeblich durch "Abstimmungen" festgelegt. Dabei weiß doch jeder, wie leicht auch Abstimmungen zu manipulieren sind – durch die Manipulation der Wahrnehmungen der Abstimmenden oder des Abstimmungsvorgangs selbst. Manipulieren kann man auch, wenn man die abstimmenden Gruppierungen sponsert oder sie weit vorn auf der Liste der Links zu den abstimmenden Gruppierungen platziert, wie zum Beispiel die Zeugen Jehovas.

Obwohl Karim, der "große Gleichrichter", Anderes behauptet, ist das Outernet in Wirklichkeit nur eine weitere Möglichkeit zur Verbreitung der Propaganda westlicher Regierungen und westlicher Konzerne; es verschafft denen, die im Informationskrieg ohnehin schon sehr große Geländegewinne erzielt haben, nur eine zusätzliche Waffe zur Eroberung der Hirne gutgläubiger Menschen. Das Outernet unterscheidet sich vom Internet und vom Kabelfernsehen nur dadurch, dass es über Satelliten verbreitet wird, deshalb von einem ins Visier genommenen Staat nur schwer blockiert werden kann und von jedem zu empfangen ist, dem das US-Außenministerium einen mit zweckentfremdeten Steuerdollars beschafften Receiver zukommen lässt.

Gegenwärtig werden über das Outernet (zur Tarnung) auch noch eine Menge nützlicher Informationen verbreitet, weil wohlmeinende Nutzer das System so verwenden, wie es in der Theorie verwendet werden soll. Das Problem ist aber, dass die Verbreitung ihrer Informationen jederzeit "per Abstimmung" gestoppt werden kann, wenn diese die weltweite Propaganda stören.

Auch Google und Facebook, die beide den Informationskrieg der National Security Agency / NSA gegen die Menschheit
unterstützen, wollen ihre weltweite Nutzung sicherstellen; sie wollen das Internet nicht wie das Outernet über Satelliten, sondern über Drohnen oder Luftschiffe weltweit zugänglich machen. Auch dann bliebe das Internet unter der Kontrolle der US-Regierung und der US-Konzerne, wäre von angegriffenen Ländern aber schwerer zu blockieren.

Mit dem Outernet ist der sich ständig weiterentwickelnde Informationskrieg erstmals in den Weltraum vorgedrungen. Andere Staaten werden vermutlich bald dem Beispiel folgen, und eigene Informationen, deren Verbreitung nicht behindert werden soll, über eigene Satelliten in westliche Länder übertragen. Die Kritik am Outernet sollte diese anderen Staaten
nicht daran hindern. Sie sollten sich das Konzept (und die Hintermänner des Outernet) aber genau anschauen, und prüfen ob sie nicht ein wirklich unabhängiges Informationssystem installieren können, das nicht mit Tarnung und Täuschung arbeitet.

Ulson Gunnar ist ein in New York lebender geopolitischer Analyst und Autor, der hauptsächlich für das Online-Magazin "New Eastern Outlook" schreibt.

Übersetzung: Luftpost-kl.de

Sonntag, 26. April 2015

Bajuwarischer Entwicklungsminister lernt bei Gegenmeinung Ursachen der Flüchtlingsströme zu analysieren

Mowitz
Gerd Müller (CSU), nicht zu verwechseln mit dem legendarischen Bomber der Nation der 1960er/70er Jahre auf dem Fußballfeld, sondern seines Zeichens Entwicklungsminister der Berliner Merkel-Regierung "Frohsinn & Geselligkeit", hatte mit Sicherheit die gleichen Schwierigkeiten wie ich, etwas mit der hirnlosen Vorgabe seines Parteisekretärs Scheuer anzufangen, die Ursachen der Flüchtlingsströme zu bekämpfen, nicht nur die Symptome, aber in seiner Forderung eben nur das Symptom "Schlepperbanden" als Ursache anführte. Um dem Mann beim Einordnen der Begrifflichkeiten behilflich zu sein, schrieb ich auf meinem vorzüglichen Blog "Gegenmeinung" einen leichtverständlichen Beitrag mit dem Titel "CSU-Ursachenforschung: Kampf den Schlepperbanden".

In dem Artikel machte ich als Hauptursache für die Flüchtlingsströme, die vom Westen angezettelten Kriege und Destabilisierungen der Flüchtlings-Heimatländer, samt unser höchst ungerechtes kapitalistisches Wirtschaftssystem und die damit einhergehende Verelendung verantwortlich. Nicht besonders originell, aber es musste nur mal wieder gesagt werden. Das Ergebnis des EU-Sondergipfel ließ zudem Schlimmes befürchten, da er, wie schon CSU-Generalsekretär Scheuer zuvor, nur heiße Luft produziert hatte. [siehe hier].
„Die USA allein sind der ‚Auftraggeber‘ aller militärischen Konflikte“, sagte General Andrej Kartapolow, Chef der Operativen Verwaltung des Generalstabs, am Freitag in einer militärischen Konferenz in Moskau. Er verwies darauf, dass die USA und deren Verbündete im vergangenen Jahrzehnt mehr als 50 Mal militärische Gewalt angewendet haben. „Sechsmal wuchsen diese Operationen in lokale militärische Konflikte aus. Deren traurige Folgen sind allgemein bekannt.“ sputnik
Karikatur:© Kostas Koufogiorgos, www.koufogiorgos.de
Um so mehr freute ich mich, als ich heute morgen las, dass Entwicklungsminister Müller eine neue Afrika-Strategie ankündigte, die eine Veränderung der Marktverhältnisse beinhalten soll. Es werde Zeit, dass den afrikanischen Produzenten faire Preise gezahlt würden.

Bravo Herr Müller! Auch das musste mal wieder gesagt werden. Wenn Sie es ernst meinen und diese Einsicht nicht schon wieder vom Verhandlungstisch verschwindet, bevor sie überhaupt auf den Tisch kommt. Und Sie müssen sich ja auch noch die Genehmigung der Konzerne und Banken einholen. Und falls Sie an den Geldsäcken scheitern sollten, können Sie immer noch an die Öffentlichkeit gehen und lautstark und für jeden verständlich aus dem Nähkästchen der Hinterzimmerverhandlungen plaudern. Das könnte Wellen schlagen, denen sich auch nicht die Pegida-Flachhirnpfeifen und deren Stichwortgeber aus Politik und Wirtschaft entgegenstellen würden.

Fußball-Gerd, der Bomber der Nation, bombt schon lange nicht mehr. Sie könnten als Bomber für Gerechtigkeit und Menschlichkeit in die Annalen der Geschichte eingehen. Trauen Sie sich das zu? Faire Preise wären erst der Anfang. Es wäre ein kleiner Schritt in eine neue Richtung, aber ein großer Schritt für die Menschheit.

FH

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Gegenmeinung: EU-Sondergipfel Flüchtlingspolitik - Saß PEGIDA mit am Tisch?....
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Samstag, 25. April 2015

EU-Sondergipfel Flüchtlingspolitik - Saß PEGIDA mit am Tisch?

Karikatur:© Kostas Koufogiorgos, www.koufogiorgos.de

Mowitz
Der Sondergipfel gab sich bemüht. Bemüht so zu tun als wolle man eine Lösung finden. Eine Endlösung. Und die scheint man gefunden zu haben. Es bleibt alles wie gehabt. Schon Ursachenforscher, CSU-Generalsekretär Scheuer, gab im Vorgeplänkel die Richtung vor: Kampf den Schlepperbanden! Und das bedeutet: Endlösung in Sicht. Dann werden Flüchtlinge nämlich auch weiter auf See absaufen, und weiter in ihren Heimatländern von US/Nato/EU/Zionisten/Saudis/IS/al Qaida/Bomben und Granaten zerfetzt. Nur, um mal Koalitionen und Verbindungen aufzuzeigen die mal zusammen, mal gegeneinander arbeiten. So richtig hat da keiner den Durchblick mehr. Auch nicht die Gernegroß-Experten, die überall ihr Unwesen treiben. Nur das Ziel ist klar. Sonnenklar. Schürfrechte erobern! Menschen und ihre Rechte vernichten!

Die Flachhirnpfeifen von Pegida können zufrieden sein. Ihre Forderungen wurden auf dem EU-Sondergipfel zum Programm. Sieg auf der ganzen Front(ex).
  • Das alte Seenotrettungsprogramm gilt weiter
  • Deutschland schickt Marineschiffe
  • Verstärkter Kampf gegen Schlepper
  • Cameron: Kein Asyl in Großbritannien
  • Nächster Sondergipfel mit Afrikanischer Union
Fazit: Es wird weiter gebombt. Die Freiheit von Schürfrechten wird mit IS, Qaida und Kopf-ab-Saudi-Arabien schwungvoll auf Trab gehalten.

Für alle anderen politisch pseudointeressierte Mitmenschen gibt es immer noch die Untote (Wesen, die bereits gestorben sind, jedoch als Wiedergänger zu den Lebenden zurückkehren), Ursula Haverbeck, der man sehr viel Platz und Aufmerksamkeit für krude Thesen der Völkermordspolitik Hitlers bereitet.


Das nimmt viel Aufmerksamkeit von der heutigen Völkermordspolitik an Afrikanern, die dem kapitalistischen W(ä)rtesystem geschuldet ist. Oder besser gesagt, die wir dem Kapitalismus schulden um ein "besseres" Leben auf den Leichenbergen und des Elends Afrikas führen zu können.

FH

Donnerstag, 23. April 2015

US-angeordnete Sanktionen gegen Russland eine Neuaufteilung des Weltmarktes?

Mowitz
Trotz Sanktionen stieg der russisch-amerikanische Handel voriges Jahr mit durchaus beachtlichen 5,6 Prozent auf 29,2 Milliarden Dollar. Bei den Europäern nicht. Die deutschen Exporte nach Russland brechen wegen der westlichen Sanktionen immer stärker ein. Das geht aus Daten des Statistischen Bundesamtes hervor. Eine Kleinigkeit, meinen diejenigen, die das Geld nicht selbst verdienen müssen und keine Ahnung von Wirtschaft haben. Wie Deutschlands Tanzmariechen Merkel und ihre Regierung Frohsinn & Geselligkeit in Berlin.

Mariechen Merkel, die sich auf dem G20-Gipfel in Brisbane bereits dahingehend geäußert haben soll, dass ihre Geduld mit Präsident Putin zu Ende ginge, musste erstaunt feststellen, dass Wladimir Putin sich nicht nur davon unbeeindruckt zeigte, sondern im Wissen um Mariechen Merkels Unbedarftheit, nicht nur in ökonomischen Fragen, weiter fröhlich mit Merkels US-Stichwortgeber nicht nur einfach Handel weiter betrieb, sondern ihn auch noch ausweitete. Ohne Merkel um Erlaubnis zu bitten. Nun ja, jedes Land hat die Regierung die es verdient. Deutschland hat Mariechen Merkel.
Karikatur:© Kostas Koufogiorgos, www.koufogiorgos.de
„Eigentlich beobachten wir eine Neuaufteilung des Weltmarktes, wobei sich ein neues Modell der Beziehungen unter den Großmächten herausbildet. Bei genauer Betrachtung schaden die Sanktionen am meisten nicht den Amerikanern, sondern den Europäern. Die USA verhalten sich pragmatisch, alles ist durchkalkuliert. Wo sie sich wegen der Sanktionen unwohl fühlen (wie etwa in Sachen Titan und Raketentriebwerke), machen sie Ausnahmen. Zwar haben die russischen Gegensanktionen manchen US-amerikanischen Nahrungsmittel-Herstellern (vor allem Geflügel-Lieferanten) geschadet, doch Europa ist mehr zu Schaden gekommen.“ Sputnik
Merkels Unterstützung der ökonomischen Sanktionen gegen Russland liegen weder in Deutschlands noch Europas Interesse. Deutsche und europäische Industrie-Jobs sind gefährdet. Aller Beschwörungen von "Ausweichmärkten" zum Trotz. Importe von russischem Öl und Gas sind in Gefahr; große, langfristige deutsche Investitionen und lukrative Export-Märkte stehen auf dem Spiel. Diese Ängste und Ungewissheiten haben zum Niedergang von Investitionen und einem Wachstumsminus von 0.2 % im zweiten Quartal von 2014 geführt. Die Rezession in Deutschland rieselt durch ganz Europa.

Nichtsdestotrotz sind auch in Russland viele Unternehmen im Energie- und Finanzsektor von den Sanktionen betroffen. In Deutschland klagte Siemens Vorstandschef Joe Kaeser neulich, dass das Russland-Geschäft für Siemens etwa um die Hälfte zurückgegangen sei. Ein herber Schlag für Siemens. Wenns ums Geschäft geht, müssen sich Vasallen hinten anstellen und zusehen wie über ihre Köpfe Politik gemacht wird. Wirtschaftspolitik. Ob es einem passt oder nicht. Und Funkenmariechen Merkel lässt es zu und tanzt im Takt von US-Interessen. Russland nicht. Das ist der entscheidende Unterschied zwischen einer Bundeskanzlerin Washingtons und einem Präsidenten Russlands.

Verdächtig oft zieht in letzter Zeit die G36-Heckler & Koch-Ministerin von der Leyen ihre Runden im deutschen Blätterwald, ohne das ein erkennbarer Grund für die häufige Präsenz auszumachen ist. Möglicherweise dreht sie bei ihrem momentanen Washingtonbesuch an einigen Stellschrauben, um sich den Segen der Wall Street-Regierung zu erflehen, die alte Tanzmarie durch ein neues Mariechen von der Leyen ersetzen zu dürfen. Das ehNaMag gibt sich zum Amtswechsel noch bedeckt und bezeichnet sie keck als Ministerin der Worthülsen. Was will uns das ehNaMag damit sagen? Das Merkel keine Liebhaberin von Worthülsen ist? Und man lieber Merkel als von der Leyen im Kanzleramt sieht? Gerade jetzt wo von der Leyen zu einem unter Vier-Augen-Vorstellungsgespräch in den USA weilt?

Wir werden sehen.

FH

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Mittwoch, 22. April 2015

CSU-Ursachenforschung: Kampf den Schlepperbanden

Mowitz
Ursachenforschung auf bajuwarisch. Das ehNaMag zitiert den CSU-Generalsekretär Scheuer mit den Worten "Wir müssen an die Ursachen heran". Dafür solle die EU gemeinsam mit Nordafrikas Machthabern gegen Schlepper vorgehen. Die CSU nennt das von einer Symptombekämpfung wegkommen. Donnerlittchen! Ein bajuwarischer Denker kreißte und gebar eine Maus!

Schlepper sind Symptome von Flüchtlingsströmen, nicht Ursache. Sie machen das Elend das der Westen in Afrika angerichtet hat und weiter anrichtet, nur für unsere heuchlerischen Weggucker ebenfalls in Europa sichtbar. Was die CSU damit eigentlich beabsichtigt, ist nicht sonderlich schwer zu erraten. Wenn sie mit dieser Methode, was mehr als zweifelhaft ist, überhaupt Flüchtlingsströme stoppen könnte, ist das Verelendungsproblem dieser Menschen weiterhin so ungelöst wie es heute ist. Es wird nur in Europa unsichtbar. Beruhigt könnten wir weiter schnarchen und uns vormachen, was man nicht sieht, gibt es auch nicht.

Diese Menschen sind Opfer, nicht Symptome! Und zwar seit Beginn des Kolonialismus in Afrika im vorvorigen Jahrhundert durch uns Europäer. Gewachsene politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Strukturen wurden mit missionarischem Eifer von Missionaren und anderen Marodeuren eliminiert. Einheimische wurden Sklaven im eigenen Land und mussten der weißen Herrenrasse durch Fronarbeit ein gutes Leben ermöglichen, dass ihnen selbst im eigenen Land verwehrt wurde. Diese vom weißen Mann eingeführten Sklavenstrukturen, gelten bis auf den heutigen Tag, nur unter geänderten Vorzeichen. Aber die Herrenmentalität der Neokolonialisten ist mit ihren Strukturen gekommen um zu bleiben. Heute wird der Kolonialismus elegant durch IWF, Weltbank, Nato und unsere neoliberalen Kapitalismusstrukturen als Ganzes gemanagt. Und die Menschen in Afrika sind vom System noch um ein Vielfaches härter betroffen, als unsere ärmsten Hartz-IV-Empfänger. Trotzdem sind beide Gruppen Opfer des gleichen Systems.

Karikatur:© Kostas Koufogiorgos, www.koufogiorgos.de
Hier, Herr CSU-Bajuware Andreas Franz Scheuer, fängt Ursachenforschung erst an. Nicht bei den Schlepperbanden. Schlepperbanden sind marktwirtschaftliche Innovateure, wie alle anderen Kriegsgewinnler, zum Beispiel G36-Heckler & Koch, auch. Das Geschäft mit dem Elend ist in Zeiten der Globalisierung auch bis Afrika vorgedrungen. Sie schließen die Marktlücke wie man einem unsäglichen Elend entkommen kann um vom Recht auf ein menschenwürdiges Leben, das Flüchtlingen verwehrt wird, Gebrauch zu machen. Das Flüchtlinge unter und nach Nato-Bombenabwürfen auf Libyen, Syrien, Irak, Mali, Jemen u.u.u. erst zu Flüchtlingen gemacht werden, sollte auch einem bajuwarischen CSU-Generalsekretär nicht allzu schwer fallen zu begreifen. Deutschland kämpft, 70 Jahre nach Ende des Dutzendjährigen Reiches, und Millionen Flüchtlingen als Folge des Zweiten Weltkrieges, wieder in Afrika. Welche Freiheit verteidigen wir denn jetzt? Die Freiheit der IS-Banden und Al Qaida, die mit Saudi-Arabien, einem kapitalkräftigen Waffenkäufer der Bundesrepublik, jetzt im Jemen gemeinsame Sache machen.

Inzwischen sind sie auch schon in Afghanistan angekommen, wo "wir" unsere Freiheit doch so erfolgreich am Hindukusch verteidigten, wie Ihr Koalitionspartner, der inzwischen verblichene S?PD-Verteidigungsminister Struck meinte, um "unseren" Verteidigungswillen anzuspornen.

Mit Schlepperbanden und ihren Hintermännern ist es wie mit dem Kampf unserer Polizei gegen mafiöse Drogenkartelle. Am Anfang steht eine Jagd, mit Hollywood-Thriller auf der Leinwand, wo die Drogen-Mafia von den Guten besiegt wird. Am Ende der Veranstaltung legen die Grünen im wirklichen Leben einen Gesetzentwurf zur Legalisierung von Cannabis dem Bundestag vor. Versteht Ihr was ich meine?

FH

Zum Thema:
Gegenmeinung: Der Staat wird von den Banken übernommen.....

Dienstag, 21. April 2015

Sind alle Menschen wirklich gleich viel wert?

Mowitz
Gestern kamen die EU-Außen- und Innenminister im Steuerplanungsparadies Luxemburg zusammen, um die Nichtaufnahme von Flüchtlingen aus Afrika zu diskutieren, die ihr Leben übers Mittelmeer vor Krieg und Terror in ihren Heimatländern retten wollen. Es sind keine Luxusboote mit denen sie, oft mit Start aus dem von der Nato 2011 zerstörten Libyen ihre Elendsreisen antreten und dabei erbärmlich absaufen. Tausend Menschen sollen es allein beim jüngsten Unglück gewesen sein.

Sie kommen aus Syrien und Eritrea, Gambia, Somalia, dem Senegal, Tunesien und vielen anderen destabilisierten, zerbrochenen Staaten. Eine Viertel Million Flüchtlinge sollen allein 2014 über das Mittelmeer nach Europa gekommen sein. 3500 sind laut Uno auf der Flucht ertrunken.

Man rapportiert kurz und trocken über Kriege und Terror als Ursache für die Flucht von Millionen Menschen. So als wären Kriege nicht zu beeinflussende Naturkatastrophen und nicht gigantische, von Eliten mutwillig angestiftete Völkerrechtsverbrechen, über deren wahren Hintergründe kaum diskutiert und noch weniger rapportiert wird. Obwohl wir wissen, dass es immer wirtschaftliche Hintergründe sind, die darüber entscheiden ob Krieg, Terror oder gerade mal Friede herrscht.

Karikatur:© Kostas Koufogiorgos, www.koufogiorgos.de
Terrorbanden werden kreiert und von Mächten unterstützt, denen Schürfrechte sehr viel mehr bedeuten, als Menschenrechte. Syrien wurde von den USA destabilisiert und von IS-Banden als Stellvertreter für Imperiums-Interessen angegriffen, die ein Kalifat auf den besetzten Gebieten Syriens ausriefen. Wie im Irak, stecken das Imperium und seine Lakaien hinter der Förderung von Terror, um durch Angst und Chaos seiner Vormachtsstellung Geltung zu verschaffen. Das neueste Abenteuer spielt sich gerade im Jemen ab, in dessen innere Angelegenheiten sich Saudi-Arabien und einige andere arabischen Länder, mit Unterstützung der USA, einmischen. Nun setzen die Vereinigten Staaten auf Kanonenbootdiplomatie und schickten zusätzlich zwei Kriegsschiffe ins Krisengebiet, den Flugzeugträger „Theodore Roosevelt“, mitsamt seinem Begleitkreuzer, die „USS Normandy“, um nach eigenen Angaben iranische Waffenlieferungen für den Jemen zu verhindern. Die US-Armada soll jetzt neun Kriegsschiffe umfassen. Wir können davon ausgehen, dass auch aus diesem Konflikt neue Flüchtlingsbewegungen auf dem Mist westlicher Wirtschaftsinteressen und Desinformationen wachsen werden.

Mit reellen Lösungsansätzen für die aus Krieg und Not hervorgegangenen Flüchtlingsströme konnte der EU-Außenrat nicht dienen, obwohl die Problematik nicht erst seit gestern bekannt ist. Beispielsweise hätte man zumindest die Kriege, an denen man zusammen durch die Nato und seiner Kumpanei mit den Herren des Planeten verbunden ist, eindämmen und die Arbeit für ein gerechtes Wirtschaftssystem schon längst aufnehmen können. Nicht nur darüber intelligenzbefreit, "müsst Eure Hausaufgaben machen", quatschen, mit IWF und Weltbank die Welt plündern und zu desinformieren. Der EU-Außenrat manifestierte gestern mit einer Schweigeminute seine Hilflosigkeit um der Opfer zu gedenken. Als nächstes Zeichen des guten Willens zur Hilfsbereitschaft, wird wohl der EU-Außenrat kommende Schweigeminuten auf zwei Minuten verdoppeln und hätte somit in der Tat auch auch gleich seinen Hilfseinsatz mitverdoppelt.

Das bei solchen Eliten auch die Flachhirnpfeifen deutschtümelnder PEGIDA-Demonstranten aus der Mitte der Gesellschaft zunehmen, sollte nicht wirklich erstaunen. Das könnte auch gewollt sein. Entbindet es unsere s.g. Eliten doch von der Notwendigkeit zu handeln und die Wurzel des Übels, (Krieg und Armut), auszurotten. Der entscheidende erste Schritt wäre auf eine Systemveränderung hinzuarbeiten. Eine umgehende Abkehr vom Neoliberalismus mit seinem Privatisierungswahn und seiner Globalisierungsidee als Neue Weltordnung. Danach kämen die nächsten Schritte wie von selbst.

Tut man es nicht, wird man sich damit begnügen Europa mit der Begründung abzuschotten, dass wir doch nicht die ganze Welt bei uns aufnehmen können. Für diesen Spruch wird man aus der "Mitte der Gesellschaft" Zustimmung und sinnentleertes Kopfnicken ernten. Damit hat man zwar das Problem nicht gelöst, aber sogenannte Handlungskraft bewiesen. Sollte Flucht durch Ertrinken nicht ausreichen um die Flüchtlingsströme zu stoppen, oder mindestens zu reduzieren, werden unsere Eliten wohl zusätzlich noch marktwirtschaftliche Abschussprämien einführen, wie es bereits in der Ukraine geschehen sein soll.

Nachtrag: 22.04.2015, 07:06 Uhr Eine italienische Parlamentsabgeordnete von Forza Italia, Daniela Santanchè, forderte unverblümt: "man muss die Schiffe versenken". Ein Aufruf, der hoffentlich strafrechtlich verfolgt wird. Der Faschismus ist bereits mitten in europäischen Parlamenten angekommen während Deutschland immer noch schweißgebadet auf seine deutschtümelnden Flachhirnpfeifen der PEGIDA starrt und dabei den hausgemachten Terrorismus geflissentlich übersieht.

FH

Montag, 20. April 2015

Der Rubel rollt auch bergauf wieder nach oben

Mowitz
Der Schuss ging nach hinten los. Während ehemalige Meinungsführer gekaufter Lei(d)medien bereits die Sektkorken auftragsgemäß knallen ließen, und den Sinkflug des Rubels vorigen Jahres, schon etwas zu voreilig als Sieg cleverer Sanktionspolitik gegen Russland feierten, verpasste man es, dem Wiedererwachen des Rubels und dem Schulterschluss China/Russland die ihm gebührende Aufmerksamkeit zu widmen.

Sogenannte "Experten" der Schuldgeldwirtschaft verstanden die Spekulations-Welt nicht mehr. Ölpreisrückgang und Zinssenkungen, die anfangs noch für einen schwächeren Rubel sorgten - füllen diese Funktion zur Zeit nicht mehr. Seit Anfang Februar hat der Rubel zu Dollar und Euro etwa 30 Prozent an Wert gewonnen. Es geht wieder aufwärts. Der große Verlierer am Ende der Veranstaltung wird die merkelsche Sanktionspolitik sein, die auch der deutschen Wirtschaft bereits großen Schaden zugefügt hat. Das Vertrauen Russlands in Verträge die mit westlichen Firmen geschlossen werden, ist stark beschädigt und auf ein Minimum gesunken. Die westliche Wirtschaft ist kein verlässlicher Partner. Siemens, größter deutscher Technologiekonzern gehört zu den Verlierern der nach hinten losgegangenen merkelschen Sanktionspolitik. Vorstandschef Joe Kaeser, beklagte neulich, dass das Russland-Geschäft für Siemens etwa um die Hälfte zurückgegangen sei. Russland verkraftet die Sanktionen besser, als die US-Vasallen in Europa, die sie verhängt haben. Das ist das Fazit das sich immer deutlicher abzeichnet. Ein Pyrrhussieg, à la Merkel eben.

Karikatur:© Kostas Koufogiorgos, www.koufogiorgos.de
Peking und Moskau rücken immer enger zusammen. Der beiderseitige Handel hat bereits die 100 Milliarden US-Dollar erreicht und soll sich in fünf Jahren verdoppeln. Russland trat der von China gegründeten Asiatischen Infrastrukturinvestmentbank (AIIB) bei. Wie viele europäische Staaten, darunter Deutschland, auch. Die neue, multipolare Weltordnung nimmt langsam Gestalt an. Die Europäer werden eine Menge leisten müssen um verloren gegangenes Vertrauen wiederzugewinnen. Die in deutschen Konzern- und Staatsmedien hochgelobte Merkel, hat mit ihrer Konfrontationspolitik gegen Russland ihr Unvermögen unter Beweis gestellt, eine Politik im Interesse Deutschlands, wozu sie per Amtseid verpflichtet gewesen wäre, aber auch Europas, zu betreiben. Übrig geblieben ist ein Scherbenhaufen merkelscher US-Vasallenpolitik, den zu entsorgen, Merkel nicht schaffen wird. Merkel ist eine Belastung für nachhaltige Friedens- und Wirtschaftspolitik in Deutschland und Europa, die nicht länger zu kaschieren ist. Trotz aller Lügen mit denen unsere gekauften Konzernmedien, es einer immer kleiner werdenden Käuferschar weismachen will.

Der ehemalige polnische Außenminister Andrzej Olechowski charakterisierte das Dilemma der Europäer mit den Worten: „Wir sind intellektuell nicht in der Lage, eine gute Strategie zu entwickeln, weil wir keine herausragenden Top-Politiker haben. Momentan wirkt die Strategie des Westens idiotisch, weil sie die gleichen Bewegungen wiederholt und dabei unterschiedliche Resultate erwartet. Dies riecht nach Wahnsinn.“

FH

Sonntag, 19. April 2015

Zwergenaufstand hinter dem Rücken des Imperiums? - Russisches Militär spricht von geheimen Moskau-Besuchen einiger NATO-Minister

Mowitz
Das russische Nachrichtenportal Sputnik meldet heute, dass der russische Vizeverteidigungsminister Anatoli Antonow in einem Interview des TV-Senders Rossija 24 erklärt hat, einige NATO-Länder wollen die Beziehungen zu Russland entwickeln.

Anatoli Antonow gab sich versöhnlich und wird mit den Worten zitiert, er sei der Ansicht, dass die Allianz kein Feind für Russland ist. Diplomatisch, wie Politiker nun mal sind, wollte er keine Namen nennen, aber doch die kleine Bombe platzen lassen, dass einige stellvertretende Minister von Nato-Staaten, Russland inkognito besucht hätten. Es soll um die Wiederherstellung der Beziehungen und um Möglichkeit für einen Ausweg aus der gegenwärtigen Situation gegangen sein, so Antonow in einem am späten Freitagabend ausgestrahlten Gespräch.

Karikatur:© Kostas Koufogiorgos, www.koufogiorgos.de
Der Minister war optimistisch und teilte ferner mit, dass er bei der jüngsten Moskauer Sicherheitskonferenz „ziemlich viele Signale zur Wiederherstellung des Dialogs“ erhalten habe. „Das Problem besteht darin, wer den ersten Schritt tun, wer die Hand als erster reichen sollte. Ich habe mehrmals erklärt, dass wir unsere – man möchte gerne sagen Partner in der NATO – auf der Moskauer Konferenz herzlich willkommen sind, obwohl die Allianz die Beziehungen zu Russland und seinem Verteidigungsamt eingefroren hatte“.

Wenn es keine größeren Probleme gibt, als sich den Kopf darüber zu zerbrechen wer den "ersten Schritt tun soll", sollte es eigentlich gar kein Problem sein, das Spiel mit dem Feuer umgehend einzustellen und nicht das Leben von Millionen Europäern zu riskieren, da sich aus einem "diplomatischen Spiel", ein verheerender Krieg in Europa entwickeln könnte.

Man darf gespannt sein, was die Herren des Universums in Washington zu diesem Geheimbesuch sagen und ob er mit oder ohne ihrem Wissen stattgefunden hat. Ein erster mutiger Schritt wäre das Ende der Nato zu proklamieren und sie endgültig einzumotten.

Vielleicht ist es die Fortsetzung einer europäischen Emanzipation, nachdem schon der Beitritt vieler europäischer Staaten in die chinesische Asian Infrastructure Investment Bank, (AIIB), der viel Ärger in Wall Street-Kreisen hervorgerufen hat, und gegen den Willen der Herren des Universums beschlossen wurde, vollzogen wird.

Wir wissen es noch nicht.

FH

Samstag, 18. April 2015

Die ganze Tragweite des unheilvollen US/EU Bündnisses mit den Maidan-Putschisten wühlt sich langsam auch in Deutschland ans Tageslicht

Mowitz
Am Anfang stand der vom Westen initiierte und finanzierte Putsch faschistischer Kräfte auf dem Maidan in Kiew. Auslöser war die völlig legale Weigerung des damaligen, demokratisch gewählten Präsidenten der Ukraine, Wiktor Janukowytsch, ein Assoziierungsabkommen mit der Europäischen Union abzuschließen. Das Ziel des US/EU-Plans war die Ukraine in die EU zu führen, um im weiteren Verlauf durch die Hintertür die Nato ganz nah vor Russlands Haustüre zu positionieren. Wohlwissend, dass Russland dieses schändliche Spiel durchschaute und sich dagegen verteidigen würde, da die Ausweitung des westlichen Kriegsbündnisses Nato, schon lange die nationale Sicherheit Russlands bedrohte.

Janukowytsch begründete seine Weigerung damit, dass die Ukraine wirtschaftlich noch nicht "reif" für ein Assoziierungsabkommen sei, da sie selbst nicht stark genug sei. Die weitere Entwicklung in der Ukraine hat ihm völlig Recht gegeben.

Karikatur:© Kostas Koufogiorgos, www.koufogiorgos.de
Heute ist die Ukraine ein gebrochener Staat, dessen Wirtschaft am Boden liegt und nur mit Milliardenkrediten privater und öffentlicher Finanzgeber wie IWF, EU/Deutschland/USA, die alle mit Zinsen zurückgezahlt werden müssen, mit der Nase knapp über Wasser gehalten wird. Der kleine Ukrainer selbst wird bis aufs letzte Hemd ausgeplündert. Alles im Namen nichteinlösbarer Verheißungen "freier" Finanzspekulanten, wie George Soros (84) einer ist, der nicht müde wird weitere Milliarden-Kredite aus westlichen Steuersäckeln für die Ukraine zu fordern. Der Mann steht am Ende eines langen Lebens, meint aber das Geld wäre noch gut in einen Krieg gegen Russland angelegt. Das hört sich dann so an:
"Der Geldsegen für die Ukraine werde beim russischen Präsidenten Wladimir Putin ein Umdenken erzeugen, um seine Aggressionen gegen Kiew einzudämmen".
In Wirklichkeit steckt dahinter die Angst des Spekulanten sich verzockt zu haben und der jetzt schon weiß, dass die Ukraine die Milliarden-Kredite nicht zurückzahlen kann. Dann käme ein Schuldenschnitt von dem auch private Gläubiger der Ukraine, wie er einer ist, betroffen wären. Und was den Horrorgedanken eines Spekulanten wirklich ausmacht, wäre auch am Lebensende noch Geld zu verlieren. Obwohl er eigentlich wissen müsste, dass Leichentücher keine Taschen haben, in denen man was ins Jenseits mitnehmen könnte.

Vor der Li­ai­son des Westens mit einer Koalition in der Ukraine in der Nazis führende Positionen einnehmen, was Merkel & Steinmeier immer leugneten, und auch von unserer Lügenpresse standhaft verschwiegen wurde, ist von demokratischen Kritikern vehement verurteilt worden. Sputnik, ein vorzügliches russisches Nachrichtenportal, meldete am 06.04.2015 dass:
"Der ukrainische Parlamentsabgeordnete Dmitri Jarosch, Gründer und Chef der rechtsextremen Gruppe Rechter Sektor (Prawy Sektor), wird Berater des Oberbefehlshabers der ukrainischen Streitkräfte, gab das Verteidigungsministerium der Ukraine bekannt.

Eine entsprechende Vereinbarung zwischen Jarosch und dem ukrainischen Generalstabschef Viktor Muschenko sei bereits getroffen worden.

Zuvor hatte Jarosch nicht ausgeschlossen, dass das ukrainische Freiwilligenkorps DUK des ultranationalistischen Rechten Sektors nach der Annahme eines entsprechenden Gesetzes in die ukrainische Armee eingegliedert wird." Sputnik >>>
Gefolgt gestern, 17.04.2015, von der Horrormeldung:
"Moskau ist zutiefst besorgt über die Ankunft von 290 Militärausbildern aus der in Italien stationierten 173. Luftlandebrigade der USA in der Ukraine. Das teilte das russische Außenministerium am Freitag mit.

Der Einsatz von Militärausbildern sei ein krasser Verstoß gegen die von Kiew übernommenen Verpflichtungen. „Die Administration von Präsident Barack Obama, die sich verbal für die Beilegung der Ukraine-Krise bekennt, will in Wirklichkeit die Minsker Vereinbarungen torpedieren“, hieß es der Mitteilung.

„Die Schulung ukrainischer Militärs im Umgang mit Waffen und Technik westlicher Produktion kann als ein erster Schritt zur Lieferung moderner US-amerikanischer Rüstungen an die Ukraine gewertet werden… Verstehen denn Washington, London und Ottawa, wen sie ausbilden wollen? Das sind doch dieselben ukrainischen Ultranationalisten aus Freiwilligenbataillonen, die Nazi-Embleme tragen und sich bei Strafoperationen im Donbass mit dem Blut von Frauen und Kindern besudelt haben. Werden sie denn weiter geschult, wie Menschen, die Russisch sprechen, getötet werden?“ Die Begünstigung revanchistischer Pläne der „Kriegspartei“ in Kiew berge die Gefahr eines neuen Blutbades in der Ukraine in sich, betonte das russische Außenamt.". Sputnik >>>
Alle Befürchtungen, bis hin zu einem atomaren Krieg in Europa scheinen möglich geworden zu sein. Die volle Verantwortung dafür trägt der auch von Deutschlands Merkel-Regierung mitinitiierte Staatsstreich in der Ukraine. Einer völlig überforderten Merkel scheint ihr Bundeskanzleramt schon lange zu Kopf gestiegen zu sein. Das wurde spätestens bei ihrem oberlehrerhaften Auftritt während des G20-Gipfel in Brisbane sichtbar, als sie die "Geduld mit Putin" verlor. Merkel, die nicht einmal die Entscheidungsfreiheit besitzt, gegen den Willen der USA, dafür zu sorgen, dass dem politisch Verfolgten Edward Snowden doch politisches Asyl in Deutschland gewährt wird, spielt sich auf der internationalen Bühne auf, als wäre sie tatsächlich eine bedeutende Machtpolitikerin. Das dieser Schein gewahrt bleibt, hat sie allein einer Presse in Deutschland zu verdanken, die auch Zwergpinscher zu Respekt einflößenden Krampfadernbeißern hochschreibt.

Und zum Schluss ganz langsam, damit es auch in den Köpfen der Merkel-Regierung ankommt, eine Meldung des ehNaMag vom 17.04.2015:
"Zwei Tage nach den Morden an prorussischen Oppositionellen bekennt sich eine ukrainische Gruppe zu den Taten - und kündigt weitere an. Sie widerlegt damit die Theorie, Russland könnte hinter den Attentaten stehen," schrieb gestern Spon >>>
Die jüngste Mordserie in der Ukraine ist mit einer Kampagne politischen Terrors zu vergleichen. Das erklärte Konstantin Dolgow, Menschenrechtsbeauftragter des russischen Außenministeriums, am Freitag in Moskau.

FH

Mehr zum Thema:
In der Westukraine ist ein Polizist auf grausame Weise umgebracht worden, nachdem er versucht hatte, ein Handgemenge zu stoppen. Der Ordnungshüter wurde an einen Pferdewagen gefesselt und 13 Kilometer weit geschleift......

Freitag, 17. April 2015

Bayern Münchens Legionärstruppe in der Krise

Mowitz
Bayerns Ex-Präsident Hoeneß im Knast. Natürlich mit großzügiger Hafterleichterung. Genau genommen ist er nur noch sporadisch im Knast zu finden. Freigänger tagsüber, wenn er, laut Presseberichten, intensiv in der Jugendabteilung seines Legionärvereins FC Bayern arbeitet, damit Talente Profis werden können. Nur abends und zum Wochenende muss er zurück in den Knast. Der Ex-Präsident verschluckte sich, als er meinte, mehr vom Kuchen haben zu müssen als ihm zustand und dabei erwischt wurde. Sein Legionärsverein machte im vorigen Jahr 528,7 Millionen Euro Umsatz und 16,5 Millionen Euro Gewinn - nach Abzug der Steuern. Ein Geschäft so wahnhaft wie die Geschäfte der Finanzindustrie, die allen Ernstes auch glaubt man könne Geld mit Geld verdienen und so einen Mehrwert für die Gesellschaft erwirtschaften.

Der inzwischen zum reichster Spaßverein der Welt, im Fußballgewerbe, aufgestiegene FC Bayern, ist aber noch lange nicht zum "besten" Fußballverein der Welt aufgestiegen. Die 1:3 Niederlage im Viertelfinal-Hinspiel der Champions League beim FC Porto hat neben dem schnell vergessenen Prestigeverlust gezeigt, dass bei der anschließenden Suche nach Sündenböcken, denen man die Schuld in die Fußballschuhe hätte schieben können, weder Trainer Pep Guardiola, noch Spieler, Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge, "Ich bin nicht bereit, die Mannschaft zu kritisieren", geeignet waren.

Karikatur:© Kostas Koufogiorgos, www.koufogiorgos.de
Da bot sich wohl dem Wundertrainer Pep Guardiola, der wahrscheinlich im Nebenberuf auch noch Wunderheiler ist, die medizinische Abteilung des FC Bayern, Müller-Wohlfahrt und sein Stab ganz von selbst an. Die schmissen nämlich, aus leicht verständlichen Gründen die Brocken beim FC Legionär- und Geldverein München, mit sofortiger Wirkung hin. In einer Mitteilung heißt es laut übereinstimmender Presseberichten: "Nach dem Champions League-Spiel des FC Bayern München gegen den FC Porto wurde aus unerklärlichen Gründen die medizinische Abteilung für die Niederlage hauptverantwortlich gemacht". Müller-Wohlfahrt (72), ein Mann mit vielen Eisen im Feuer, war seit fast 40 Jahren beim FC Bayern als Mannschaftsarzt tätig, und wirkt seit 1995 auch als medizinischer Betreuer der deutschen Fußballnationalmannschaft beim DFB.

Fußball-Deutschland in einem Tsunami aufgewühlter Gefühle. Und dazu noch der angekündigte Klopp-Abgang bei den Borussen. Der Erfolg wollte sich auch in Dortmund nicht mehr so richtig einstellen. Trotz aller Millionen die fließen. BVB Umsatz letzte Saison: 260,7 Millionen Euro.

Muss ich mir jetzt Sorgen um Deutschlands Ansehen in der Welt machen????

FH

Mittwoch, 15. April 2015

Verkehrte Welt: Terrorstaat USA streicht Nichtterrorstaat Kuba von seiner Terrorliste

Mowitz
Die Vereinigten Staaten von Nordamerika, werden nach einer internationalen Umfrage mit großem Abstand als "größte Bedrohung für den Weltfrieden" angesehen.
"Am 14. Oktober (2014) wurde in der Titelgeschichte der New York Times über eine Studie der CIA berichtet, in der die wichtigsten, vom Weißen Haus veranlassten terroristischen Operationen rund um die Welt auf Faktoren überprüft wurden, die zu deren Erfolg oder Misserfolg geführt hatten; dabei kam heraus, dass die wenigen Erfolge, die damit erzielt werden konnten, ein Überdenken dieser Politik (der verdeckten Operationen) notwendig machen. Eine deutsche Übersetzung dieses Artikels ist hier nachzulesen. In dem Artikel wird auch der Auftrag zitiert, den Obama der CIA erteilt hat: Die Untersuchung sollte Fälle aufzeigen, in denen "die Finanzierung und Bewaffnung von Aufständischen in einem anderen Land den erhofften Erfolg gebracht hat". Weil die CIA kaum Erfolge vorweisen konnte, zögere der US-Präsident jetzt, derartige CIA-Operationen fortzusetzen."
Die USA hatten Kuba 1982 auf die Liste gesetzt, weil es Mitgliedern der baskischen Unabhängigkeitsbewegung ETA und der kolumbianischen FARC-Guerilla Asyl gewährt haben soll. Es darf davon ausgegangen werden, dass das nur die gewöhnlichen Scheinargumente sind um kapitalismuskritische, linksgerichtete Bewegungen und deren Kampf zu diskreditieren. Beweise für ihre Behauptungen, um Kuba auf eine US-eigene "Terrorliste" setzen zu können, waren kaum zwingend notwendig. Nun haben die USA Kuba nach 33 Jahren von ihrer Terrorliste gestrichen. Der Welt größter Terrorstaat musste am Ende klein beigeben und eine seiner größten Niederlagen eingestehen. Keine CIA-Mordanschläge auf Fidel Castro, keine Schweinebucht-Invasion, kein Embargo gegen das kubanische Volk hat die kubanische Revolution wieder rückgängig machen können. Eine heroische Leistung des kubanischen Volkes und seiner Führung.

Der Sieg eines kleinen 11 Mio. Volkes, getragen von einer revolutionären marxistischen Idee, gegen den mächtigsten, von Konzernen und Finanzkapital gekauften Staat der Welt, für den Solidarität bis heute ein Fremdwort geblieben ist, und dem außer eines faschistischen und zu Ende gehenden "amerikanischen" Jahrhunderts, the Project for the New American Century (PNAC), nichts anderes übrig blieb, als verzweifelt ein neues amerikanisches Jahrhundert auszurufen, was er bereits getan hat, um zu versuchen die Welt weiter am Nasenring durch die Manege zu führen. Nun hofft er, dass zumindest das zweite "amerikanische" Jahrhundert erfolgreicher verlaufen möge. Ob die Welt es zulässt? Wer dann noch lebt, wirds erleben. Ich hoffe nicht.

Karikatur:© Kostas Koufogiorgos, www.koufogiorgos.de
Die ETA beispielsweise wurde 1959 als Widerstandsbewegung gegen die Franco-Diktatur in Spanien gegründet, ein Regime das sich zahlreicher Verbrechen unter seiner faschistischen Herrschaft hat zuschulden kommen lassen und eine Opposition in Spanien nicht zuließ. Auch die FARC war eine linksgerichtete Freiheitsbewegung die in Kolumbien gegen rechtsgerichtete paramilitärische Gruppen und Drogenkartelle kämpfte. Auch das nach kapitalistisch-bürgerlichem Selbstverständnis, Grund genug um FARC als "terroristisch" einzustufen. Rechtsgerichtete paramilitärische Gruppen und Drogenkartelle nicht. Nun ist es ja nicht so, dass die ganze Welt beispielsweise die FARC als Terroristen bezeichnet, sondern es ist eine kleine, aber bedeutende Minderheit, die glaubt die Weltgeschicke zu lenken. Und wenn man etwas genauer hinschaut, bleiben am Ende nur die Vereinigten Staaten übrig. Der Rest sind von den USA abhängige Vasallen die keine eigenständige Politik, die nicht im Sinne des Imperiums ist, machen dürfen.

Die FARC-Guerillas werden nämlich nur von Kolumbien, Peru, den Vereinigten Staaten, Kanada und den 28 EU-Mitgliedsstaaten als terroristische Organisation eingestuft. Bei weltweit über 200 Staaten bedeutet das, dass 170 Staaten diese "Terrorliste" überhaupt nicht als Terrorliste anerkennen. Diese kleine Minderheit wird im Bewusstsein der Bevölkerung in dem sogenannten "aufgeklärten" Teil der Welt als "Weltgemeinschaft" in Erinnerung gerufen. Auch bei allen anderen internationalen Entscheidungen. Und davon gibt es eine ganze Menge.

Das erklärt wohl auch das internationale Umfrageergebnis, das die USA, ungerührt, Weltgemeinschaft hin, Weltgemeinschaft her, mit großem Abstand auf Platz 1 der Liste terroristischer Staaten setzt.

FH

Mehr zum Thema:
Nachtwandler: Nach einer internationalen Umfrage führen die USA die Liste der terroristischen Staaten an.....

Sonntag, 12. April 2015

US-Präsident: Sorry Kuba - für alles Elend das wir zu verantworten haben!

Mowitz
Die Kräfte die 1960 hinter den ersten feindlichen Repressalien gegen Kuba standen, war das gleiche Pack, das auch heute noch die Welt unter dem Deckmantel der "Demokratie" gängelt und alles für Unrecht erklärt, was nicht, wie auch immer, zusammengestohlenes Vermögen bis zum letzten Blutstropfen schützt.

Vorausgegangen war nach dem Sieg der kubanischen Revolution, eine Enteignung US-amerikanischer Bürger und Unternehmen, was natürlich einer Gọtteslästerung gegen das heilige Kapital von Spielhöllen, Puffbetreibern und Drogenhändlern, kurzum eine Schändung des Mafia-Paradies, mit Systemstützen wie Cosa Nostra und Kosher Nostra, das Kuba vor der Revolution war, und das den damaligen korrupten Präsidenten Fulgencio Batista, mit vielen Dollars schmierte, und so die eigentliche Macht auf Kuba ausübte.

Ein Geschäftsmodell, das sich über die Jahrzehnte immer mehr über die ganze Welt ausbreitete. Die Vertreter des Modells mussten im Laufe der Zeit nur ihr Auftreten und Äußeres verändern, damit der Zuhältermakel sich nicht allzu auffällig in ihrem Habitus niederschlug. Zylinder statt Strohhut. Glatze statt Geel in den Haaren. Diskrete Perle im Ohrläppchen statt dicker Goldkette am Handgelenk. 3-Tage-Bart statt Kaiser-Wilhelm-Bart.

Heute spielen in dem globalen ökonomischen Schmierenstück der Gegenwart diplomierte Blutsauger wie die Weltbank und der IWF führende Rollen. Aktuelles Opfer zur Zeit: Griechenland. Der Henker im Rollstuhl: "Müssen zuerst ihre Hausaufgaben machen," Wolfgang Schäuble. In der Zwischenzeit sterben Kranke, Kinder und Alte wegen angeblich fehlenden Geldes für das Gesundheitssystem. Zur Rettung von Banken ist Geld keine Mangelware, sondern flutet in Billionenhöhe und frisch "gedruckt" den Markt - zum Kauf toxischer Schrottpapiere die in europäischen Banken lagern, und für deren Erwerb die heilige EZB zwischen März 2015 bis Ende September 2016 monatlich 60 Milliarden Euro - also insgesamt 1,14 Billionen Euro "drucken" muss, um im Grunde nichts anderes zu tun als Banken zu sanieren. Das ist mehr als der Wert sämtlicher DAX-Unternehmen. Für die Rückzahlung haftet der europäische Steuerzahler in Form von niedrigeren Löhnen und zukünftigen Renten unterhalb der Hungergrenze. Toll, einfach toll wie Deutschland und Europa ihre "Hausaufgaben" meistern, ohne es zu merken. Dagegen waren die Puffbetreiber der Mafia im vorrevolutionären Kuba noch richtige Waisenknaben.

Bild: Hermann Vogel (1856 Flensburg – 1918 Paris) Gefällt sie Ihnen?
Wikimedia, gemeinfrei
Das Embargo der Vereinigten Staaten gegen das kubanische Volk war nach den Worten des heutigen Präsidenten von Kuba, Raúl Castro (83), ein Bruder Fidel Castros, für die Kubaner "grauenhafter, als sich jeder vorstellen kann". Die kubanische Regierung beziffert die Blockadeschäden seit Beginn dieser US-Politik nach der Kubanischen Revolution 1959 auf mehr als 80 Milliarden Euro.

Raúl Castro hält Obama für einen ehrlichen Mann. Das muss er wohl sagen. Sozusagen von Präsident zu Präsident und in der Hoffnung die Verbrecher in Washington werden das rechtswidrige Embargo gegen Kuba aufheben. Dafür sollen dann die Kubaner auch noch dankbar sein. Denn, so Obama, seine politische Linie bestehe darin, "abzusichern, dass das kubanische Volk in Wohlstand lebt und Beziehungen mit dem Rest der Welt unterhält".

Der Vorsitzende der US-Handelskammer, Tom J. Donohue, war wohl auch im Gefolge Obamas. Und mit ihm durfte Raúl Castro anscheinend auch ein längeres Gespräch führen. Nicht dass ich was gegen die Aufhebung des Embargos einzuwenden hätte, oder nicht wüsste, dass rege Handelsbeziehungen gut für den Weltfrieden sind, allein mir fehlt der Glaube, dass das Wall Street-Pack diese Karte aus Sorge um den Frieden ausspielt, gegen Russland aber weiter den Sanktionenwalzer tanzt, eine Weltkriegsstimmung aufheizt und Venezuela im März 2015 als Bedrohung für die nationale Sicherheit der USA erklärte.
"Obama erließ eine neue "Executive Order" und belegte sieben hochrangige Funktionäre des südamerikanischen Landes mit Sanktionen. Executive Orders sind Präsidialdekrete, die ohne parlamentarische Zustimmung Gesetzeskraft haben. amerika21.de"
Und jetzt, nur wenige Wochen nach Erlass der Präsidialdekrete, sagte eine Sprecherin des US-Sicherheitsrates, dass Venezuela nicht bedroht werden solle. Sondern, es ginge dem Dollar-Imperiun vielmehr darum, "Demokratie, Stabilität und Wohlstand in Venezuela und der Region zu unterstützen". Das Gesülze aus Wall Street-Kreisen hörten wir schon als es sein Embargo gegen Kuba vor über 50 Jahren verhängte.

Während der Rede von Venezuelas Präsident Maduro auf dem offiziellen Gipfel hatte Obama den Saal zuvor verlassen. Maduro hatte dabei die Haltung seines Landes verteidigt. Seine Regierung sei nicht "antiamerikanisch, sondern antiimperialistisch".

Und das ist die Mehrheit der Menschenheit. Nicht die Mehrheit der Kapitaleigner. Darum schließen Kapitalismus und Demokratie einander auch aus. Kapitalisten wollen die Herrschaft des Kapitals - nicht des Volkes. Erst wenn die Herrschaft der Banken und Konzerne gebrochen ist, kann es eine bessere Zunkunft für alle Menschen geben. Nicht nur für das oberste ein Prozent.

Wird sich das Wall Street-Imperium dazu aufraffen können, Kuba eine finanzielle Wiedergutmachung von 80 Milliarden Euro, plus Zinsen, für das Unheil zu leisten, das es angerichtet hat? Oder bleibt wie immer das Opfer, neben anhaltenden Leid auch auf den Kosten sitzen? Und wo wir gerade dabei sind die Frage der Wiedergutmachung für Völkerrechtsverbrechen des Dollar-Imperiums zu diskutieren, so warten die Opfer des Agent Orange-Gift-Krieges gegen Vietnam, die Irak- und Afghanistan-Opfer die mit Uran abgereicherter Munition abgeschlachtet wurden und wo als Spätfolgen die Häufigkeit der Missbildung an Neugeborenen in Afghanistan und im Irak um 400-600 % zunahmen. Hier wüten Krebs und Leukämie, auch unter US-Veteranen, was aber verheimlicht wird. Und wo vielen missgebildeten Neugeborenen nur wenige Jahre zum Leben in einer Hölle bleibt. Auch allen anderen Opfern aggressiver US-amerikanischer Wall Street-Politik stehen angemessene Schadenersatzleistungen zu! Oder nicht? Also doch nur kostenfreie Worthülsen die Obama auf dem Amerika-Gipfel in Panama machte.

Es kann nicht sein, dass kapitalstarke Verbrecher die goldene Nasen an den eingesetzten Giften und an Depleted Uranium – DU-Waffen verdienen, sich ungestraft einen schlanken Fuß machen.

FH

Donnerstag, 9. April 2015

Bemerkenswerte Allianzen

Mowitz
"Die USA und Saudi-Arabien verfolgen das gleiche Ziel wie die Terrororganisation al-Qaida auf der Arabischen Halbinsel (AQAP)", wird heute erschrocken im ehNaMag gemeldet. Was "bemerkenswert" für Konsumenten deutscher Lei(d)medien ist, gilt nicht für treue Konsumenten alternativer Medien. Die erfuhren bereits vor Jahren schon auf Gegenmeinung und Nachtwandler was alles auf uns zukommt.

Hier unten eine kleine Auswahl von Artikeln zum Thema Terror, Jemen, USA und Gesellschaft; für den informationshungrigen, von Lei(d)medien auf Schmalkost gesetzten, und auch sonst vernachlässigten Bildungsbürger. Zur Aktualisierung seines veralterten Weltbildes, das ihm unter dem Begriff "Informationsfreiheit" so ganz nebenbei schon seit Jahren durch Verschweigen relevanter Informationen unserer Lei(d)medien beigebracht wurde.

Nachtwandler: Die Geopolitik hinter dem Krieg im Jemen (I+II).....
Gegenmeinung: Jemen: Das Pentagon führt auch auf der arabischen Halbinsel Krieg....
Gegenmeinung: Jemen und die Militarisierung strategischer Seewege....
Nachtwandler: Einen Tag, nachdem Russland Snowden Asyl gewährt hat, will Obama die Angst vor neuen Terroranschlägen schüren.....
Nachtwandler: DIE WUT DES KAISERS: LASST DIE WELT INS CHAOS FALLEN!.....
Nachtwandler: George Orwell zur Bedrohung durch den "bösen Iran".....
Nachtwandler: Leute, stellt euch auf einen netten Weltkrieg ein!.....
Nachtwandler: Die 45 größten Lügen in Obamas Rede vor den Vereinten Nationen....
Nachtwandler: Brainwashed: Der indoktrinierte Westen....
Gegenmeinung: Totenstille in der Lügenpresse - Ukraine: “Massenselbstmorde” von prominenten Oppositionspolitikern und Journalisten finden keine Beachtung.....
Gegenmeinung: “Die Russische Revolution war der klare Beweis, den die Verdammten dieser Erde als Bestätigung brauchten, dass der Traum von Marx nicht irreal war”.....
Gegenmeinung: Rassenhygiene im Internetzeitalter: Schützt die Kreativen vor den Dummies.....
Nachtwandler: Hüte dich EUROPA! - Der 3. Weltkrieg kann Europa ein drittes Mal in einem Jahrhundert zerstören.....
Gegenmeinung: Der ISIS und der Plan, den Mittleren Osten zu balkanisieren.....
Gegenmeinung: US-geschützte Banden in Syrien mit Chemiewaffen ausgerüstet......
Gegenmeinung: Wenn Teufel verteufeln.....
Gegenmeinung: Bloß keine Panikmache: Atomstrom ist sicher, billig und sauber. GAUs in Fukushima und Tschernobyl nur Hirngespinste von Verschwörungstheoretikern!.....
Nachtwandler: Die USA gehören zu den drei Staaten, die sich offiziell weigern, Faschisten und Holocaust-Leugner zu verurteilen.....
Nachtwandler: Israelische Bomber über Syrien: Die Luftwaffe der Al-Qaida.....
Gegenmeinung: Wessen Sarin?.....

Wer mehr stöbert, findet noch sehr viel mehr. Jeder "Klick" ein Informationsgewinn. Die Artikel sind heute noch genauso aktuell wie sie waren als sie geschrieben wurden.  Kriege, Terror und andere Schweinereien laufen nämlich immer nach dem gleichen Muster ab. Die Wahrheit stirbt zuerst und Manipulationen und Lügen übernehmen die Meinungsführerschaft. So manipuliert das ehNaMag munter im US/ISRAEL/SAUDI/AL-QAIDA Krieg gegen Syrien weiter und macht die barbarischen Aggressoren zu Verteidigern des Humanismus. Wie während des gesamten Konfliktes mit Kerry-Lügen über Assads Giftgas, das von US/ISRAEL/SAUDI-hörigen-QAIDA-Horden eingesetzt wurde. Nun beginnt die gleiche Propaganda-Schlacht wieder von vorne.

FH

Mit deutschen Waffen in den Jemen

Karikatur:© Kostas Koufogiorgos, www.koufogiorgos.de

Mittwoch, 8. April 2015

Der Saker interviewt Paul Craig Roberts

Paul Craig Roberts
Die von Luftpost Friedenspolitische Mitteilungen aus der US-Militärregion Kaiserslautern/Ramstein überarbeitete deutsche Übersetzung eines Interviews, das der Herausgeber der Website "The Vineyard Of The Saker" mit dem US-Wirtschaftswissenschaftler Paul Craig Roberts geführt hat.

Übersetzung Ilja Schmelzer, 25. März 2015

Ich wollte Paul Craig Roberts schon lange interviewen. Seit vielen Jahren verfolge ich, was er schreibt, und die Interviews, die er gibt, und jedes Mal wenn ich las, was er zu sagen hatte, hoffte ich, eines Tages das Privileg zu bekommen, ihn über die Mächtigen im Hintergrund, den "Deep State", der das US-Imperium in Wirklichkeit beherrscht, befragen zu können. Vor kurzem haben ich ihm eine E-Mail mit der Bitte um ein Interview geschickt; er hat bereitwillig zugestimmt, und bin ihm dankbar für sein Entgegenkommen.

Der Saker

Der Saker: Es ist für viele, wenn nicht für die meisten, ziemlich offensichtlich geworden, dass die USA keine Demokratie oder Republik mehr sind, sondern eine Plutokratie, die von einer kleinen Elite beherrscht wird, die manche “das 1%" nennen. Andere sprechen vom "Deep State". Daher meine erste Frage: Würden Sie sich bitte die Zeit nehmen, den Einfluss und die Macht der von mir genannten Gruppierungen einzeln zu beschreiben? Können Sie insbesondere die nachfolgend in zufälliger Reihenfolge genannten Institutionen in das Machtgefüge der USA einordnen und sagen, welche Entscheidungen treffende "Spitzenpositionen" und welche Entscheidungen umsetzende "mittlere Positionen" innehaben?
Die Federal Reserve,
die Großbanken,
die Bilderberger,
der Council on Foreign Relations,
die (Verbindung) Skull & Bones,
die CIA,
Goldman Sachs und andere Spitzenbanken,
die 100 führenden Familien”, z. B. die Rothschilds, Rockefellers, die niederländische Königsfamilie, die britische Königsfamilie und andere,
die Israel-Lobby,
die Freimaurer und ihre Logen,
das Big Business, z. B. die Ölkonzerne, der Militärisch-industrielle Komplex und andere oder von mir nicht genannte Personen oder Organisationen?
Wen, welche Gruppierung, welche Institution würden Sie als das die Politik der USA tatsächlich bestimmende Machtzentrum ansehen?

Paul Craig Roberts: Die USA werden von privaten Interessengruppen beherrscht, die der neokonservativen Ideologie anhängen, dass die USA "der von der Geschichte auserwählte einzigartige Staat" seien, der das Recht und die Verpflichtung habe, in der ganzen Welt seinen Willen durchzusetzen.

Meiner Meinung nach sind die mächtigsten privaten Interessensgruppen
der Militärisch-industrielle Komplex,
die 4 oder 5 Riesenbanken, die "zu groß sind, um sie bankrott gehen zu lassen", und
die Wall Street,
die Israel-Lobby,
die Agrarindustrie und
die Grundstoffindustrien in den Bereichen Ölförderung, Bergbau und Holzverarbeitung.
Die Interessen dieser Gruppierungen stimmen mit denen der Neokonservativen überein. Die neokonservative Ideologie prägt den finanziellen und militärpolitischen US-Imperialismus und sein Streben nach Vorherrschaft.

Es gibt keine unabhängigen amerikanischen TV- oder Printmedien mehr. In den letzten Jahren des Clinton-Regimes wurden 90 Prozent der TV- und Printmedien von sechs Medienkonzernen geschluckt. Während des Bush-Regimes hat auch noch das National Public Radio seine Unabhängigkeit verloren. Deshalb nehmen die US-Medien heute nur noch die Aufgaben eines Propagandaministeriums (der tatsächlich Herrschenden) wahr.

Beide politischen Parteien, die Republikaner und die Demokraten, sind von Wahlspenden der gleichen privaten Interessengruppen abhängig, beide Parteien tanzen also nach der gleichen Pfeife. Die Verlagerung von Arbeitsplätzen ins Ausland hat die Industriegewerkschaften zerstört und damit auch den Demokraten deren finanzielle Unterstützung entzogen. Früher haben die Demokraten einmal die arbeitende Bevölkerung und die Republikaner die Geschäftswelt unterstützt.

Die Federal Reserve dient nur den Banken, vor allem den großen. Sie wurde als letzter Kreditgeber der Banken geschaffen, um sie zu retten, wenn sehr viele Kunden auf einmal ihr Geld abheben oder Anleger ihre Einlagen zurückfordern würden. Der Vorstand der Fed in New York, die für finanzielle Interventionen zuständig ist, setzt sich aus Vertretern der Großbanken zusammen. Die letzten drei Chefs der Federal Reserve waren Juden, und ihr augenblicklicher Vizechef war früher Chef der Israelischen Zentralbank. Juden spielen eine große Rolle im Finanzsektor, zum Beispiel bei Goldman Sachs. Die in den letzten Jahren amtierenden US-Finanzminister und Chefs der Regulierungsbehörden des Finanzsektors waren vorher in den Banken tätig, die für die Betrügereien und die übermäßige Verschuldung verantwortlich waren, die zur letzten Finanzkrise geführt haben.

Seit Beginn des 21. Jahrhunderts haben die Federal Reserve und das Finanzministerium nur den Interessen der Großbanken gedient. Das geschah auf Kosten der Wirtschaft und der Bevölkerung. So bekommen zum Beispiel Menschen im Ruhestand seit acht Jahren keine Zinsen mehr auf ihre Rücklagen, damit die Finanzinstitute kostenlose Kredite aufnehmen und damit viel Geld machen können.

Unabhängig davon, wie reich einige Familien sind, sie können mit finanzstarken Interessengruppen wie dem militärisch- sicherheitstechnischen Komplex, der Wall Street und den Großbanken nicht mithalten. Natürlich versuchen auch die traditionell reichen Familien ihre Interessen durchzusetzen, und einige, wie die Rockefellers, haben deshalb Stiftungen, die meist Hand in Hand mit der National Endowment for Democracy arbeiten, und gemeinsam mit ihr pro-amerikanische Nichtregierungsorganisationen / NGOs in Ländern finanzieren, in denen die USA ihren Einfluss vergrößern oder sogar die Regierung stürzen wollen, wie das gerade in der Ukraine passiert ist. Diese NGOs sind faktisch die 5. Kolonne der USA, setzen sich aber angeblich für die "Menschenrechte" oder die "Demokratie" ein. Ein chinesischer Professor hat mit erzählt, die Rockefeller Foundation habe sogar eine US-amerikanische Universität in China gegründet, an der oppositionelle Chinesen studieren können. Noch vor einiger Zeit und möglicherweise sogar heute noch gab es in Russland hunderte, vielleicht sogar fast tausend von den USA und Deutschland finanzierte NGOs.

Ich weiß nicht ob die Bilderberger etwas Ähnliches tun. Möglicherweise handelt es sich einfach nur um sehr reiche Leute, die Regierungsvertreter beeinflussen wollen, um ihre Interessen durchzusetzen. Ich habe noch niemals erlebt, dass Bilderberger, Freimaurer oder die Rothschilds Entscheidungen des Kongresses oder der Exekutive direkt zu beeinflussen versuchten.

Der Council on Foreign Relations ist hingegen sehr einflussreich. Er besteht aus früher aktiven Politikern und Akademikern, die sich mit Außenpolitik und internationalen Beziehungen beschäftigen. Seine Publikation Foreign Affairs ist das führende Forum für Außenpolitik. Dem Council gehören auch einige Journalisten an. In den 1980ern wurde ich einmal als Mitglied vorgeschlagen, aber nicht gewählt.

Skull & Bones ist eine geheime Studentenverbindung und Ehemaligenorganisation der Yale University. Einige Universitäten haben solche geheimen Bruderschaften. Die University of Virginia hat eine und die University of Georgia. Diese Bruderschaften haben keine geheimen Herrschaftspläne oder Entscheidungsmacht. Ihr Einfluss ist beschränkt auf die Pflege persönlicher Beziehungen der Mitglieder untereinander, die meist aus Elitefamilien stammen. Meiner Meinung nach existieren diese Bruderschaften um den Elitestatus ihrer Mitglieder zu fördern.

Der Saker: Was können Sie über Einzelpersonen sagen? Wer gehört Ihrer Meinung nach heute zu den Mächtigsten? Wer hat das letzte Wort bei wichtigen strategischen Entscheidungen?

Paul Craig Roberts: Die NATO ist ein US-Geschöpf, das Europa angeblich vor einer sowjetischen Invasion schützen sollte. Dieser Zweck ist 1991 (mit der Auflösung der Sowjetunion) entfallen. Heute dient die NATO nur noch zur Tarnung von US-Aggressionen und liefert Söldner für das US-Imperium. Großbritannien, Kanada, Australien (und Neuseeland) sind auch nur noch US-Vasallen, genau wie Deutschland, Frankreich, Italien, Japan und die übrigen von den USA kontrollierten Staaten. Sie alle sind keine Partner, sondern einfach nur Vasallen. Washington regiert sein Imperium ganz allein und duldet keinen Einspruch.

Die USA schätzen die EU, weil sie einfacher als einzelne Staaten zu kontrollieren ist.

Der Saker: Es wird oft gesagt, Israel kontrolliere die USA. Chomsky und andere behaupten, die USA kontrollierten Israel. Wie würden Sie die Beziehung zwischen Israel und den USA charakterisieren – wackelt der Hund mit dem Schwanz oder der Schwanz mit dem Hund? Würden Sie sagen, dass die Israel-Lobby die USA völlig unter Kontrolle hat, oder gibt es noch andere Kräfte, die stärker als die Israel-Lobby sind und ihre eigene Agenda durchsetzen können?

Paul Craig Roberts: Ich habe niemals irgendwelche Beweise dafür gesehen dass die USA Israel kontrollieren. Alles weist darauf hin, dass Israel die USA kontrolliert, besonders die US-Politik im Mittleren Osten. In den letzten Jahren ist es Israel oder der Israel-Lobby sogar gelungen, die Vergabe akademischer Positionen wie die Festanstellung von Professoren in den gesamten USA zu kontrollieren oder zu blockieren, wenn die Bewerber als israelkritisch angesehen wurden. Israel hat es erreicht, auch in katholischen und staatlichen Universitäten Festanstellungen und Nominierungen blockieren zu können. Israel kann auch die Nominierung von Präsidentschaftskandidaten verhindern und hat großen Einfluss auf die TV- und Printmedien. Die Israel-Lobby gibt viel Geld für Wahlkampfspenden aus und hat es noch immer geschafft, israelkritische Personen aus dem Repräsentantenhaus und dem Senat zu entfernen. Der Israel-Lobby ist es sogar gelungen, den "schwarzen" Kongressdistrikt der Afroamerikanerin Cynthia McKinney (s. hier) zu beeinflussen und ihre Wiederwahl zu verhindern. Admiral Tom Moorer, der frühere Chef der Navy und des US-Generalstabes, hat einmal gesagt: “Kein US-Präsident kann sich gegen Israel stellen”. Admiral Moorer konnte nicht einmal eine offizielle Untersuchung der tödlichen israelischen Angriffe auf die "USS Liberty" im Jahr 1967 (s. hier) durchsetzen.

Jeder der – sogar in wohlmeinender Absicht – die Politik der israelischen Regierung kritisiert, wird sofort zum “Antisemiten” gestempelt. In der US-Politik und in den Medien oder Universitäten der USA ist dieser Stempel der Todesstoß für jeden. Israel-Kritiker könnten auch gleich von einer Hellfire-Rakete getroffen werden.

In der US-Politik und in den Medien oder Universitäten der USA ist dieser Stempel der Todesstoß für jeden. Israel-Kritiker könnten auch gleich von einer Hellfire-Rakete getroffen werden.

The Saker: Welche der 12 Gruppierungen aus meiner Aufzählung haben Ihrer Meinung nach eine Schlüsselrolle bei der Planung und Durchführung der "Operation unter falscher Flagge" am 11. September 2001 gespielt? Es ist ja schwer vorstellbar, dass die Anschläge in der relativ kurzen Zeit zwischen der Amtseinführung G.W. Bushs und dem 11. September geplant und vorbereitet werden konnten – die Vorbereitungen müssen schon unter Clinton begonnen haben. Könnte es sein, dass der Bombenabschlag in Oklahoma City (s. hier) ein Vorversuch für die Anschläge am 11. September war?

Paul Craig Roberts: Meiner Meinung nach wurden die Anschläge am 11. September 2001 von den Neokonservativen inszeniert; viele von ihnen sind Juden, die Israel und Dick Cheney nahestehen. Die Neokonservativen wollten "ein neues Pearl Harbor" schaffen, um ihre Eroberungskriege im Mittleren Osten beginnen zu können (s. dazu unbedingt auch hier). Ich weiß nicht, wann die konkreten Planungen begonnen haben, aber Larry Silverstein war offenbar einbezogen, denn er hat das WTC nicht lange vor dem 11.09. gepachtet.

Zum Anschlag auf das Murrah Federal Building in Oklahoma City hat General Partin, ein pensionierter Munitionsexperte der U.S. Air Force, eine Expertise vorgelegt (s. hier), die jeden Zweifel daran ausschließt, dass dieses Gebäude von innen gesprengt wurde und die Autobombe nur der Tarnung diente. Der Kongress und die Medien haben seine Untersuchung aber ignoriert. Der Sündenbock McVeigh stand als Alleinschuldiger schon im Voraus fest, und das blieb die offizielle Story.

Der Saker: Denken Sie, dass die Leute, die heute die USA beherrschen, überhaupt realisieren, dass sie sich auf einem Kollisionskurs mit Russland befinden, der zu einem Atomkrieg führen kann? Wenn ja, warum gehen sie dieses Risiko ein? Glauben sie wirklich, dass Russland im letzten Moment nachgibt, und wenn nicht, dass sie einen Atomkrieg gewinnen können? Fürchten sie nicht, dass sie in einer nuklearen Konfrontation mit Russland alles verlieren könnten, was sie haben – nicht nur ihre Macht, sondern auch ihr Leben?

Paul Craig Roberts: Ich bin darüber genauso verwundert wie Sie. Ich nehme an, dass führende Leute in Washington nicht nur unbeschreiblich überheblich und arrogant, sondern auch mehr oder weniger verrückt sind. Sie glauben wirklich, die USA könnten einen Atomkrieg gegen Russland gewinnen. 2005 oder 2006 ist in Foreign Affairs ein Artikel erschienen, dessen Autoren zu diesem Schluss kamen. (Dieser Artikel ist hier nachzulesen.) Sie halten einen Atomkrieg beim Aufbau eines ABM-Raketenabwehrschildes in Europa (der gerade stattfindet, s. dazu auch hier) durchaus für gewinnbar. Sie gehen davon aus, dass man – im Schutz eines Raketenabwehrschildes – Russland mit einem umfassenden präemptiven Erstschlag so schwer treffen kann, dass es zu einem Vergeltungsschlag, der die USA treffen könnte, nicht mehr in der Lage wäre.

Der Saker: Wie bewerten Sie den aktuellen (wirtschaftlichen) Gesundheitszustand des US-Imperiums? Seit vielen Jahren gibt es klare Zeichen des Niedergangs, aber ein Kollaps zeichnet sich immer noch nicht ab. Glauben Sie, dass ein Kollaps unausweichlich ist, und wie könnte er verhindert werden? Werden wir den Tag erleben, an dem der US-Dollar plötzlich wertlos wird, oder wird ein anderer Mechanismus den Kollaps des US-Imperiums herbeiführen?

Paul Craig Roberts: Die US-Wirtschaft stagniert. Seit Jahrzehnten sind die mittleren Familieneinkommen nicht mehr real angestiegen. Alan Greenspan hat als Fed-Vorsitzender die Ausweitung der Konsumentenkredite benutzt, um das fehlende Wachstum der Konsumenteneinkommen zu kaschieren; die US-Bevölkerung hat sich so hoch verschuldet, dass sie jetzt keine weiteren Kredite mehr aufnehmen kann. Die US-Wirtschaft kann deshalb auch nicht wieder angekurbelt werden. Weil zu viele industrielle und nicht ortsgebundene Dienstleitungsjobs – wie z. B. die Software-Entwicklung – ins Ausland verlegt wurden, ist die Mittelklasse stark geschrumpft. Selbst viele junge Menschen mit einem abgeschlossenen Hochschulstudium können keine Jobs mehr finden, die ihnen eine unabhängige Existenz sichern. Daher können sie auch keine Familien gründen, Häuser kaufen und sie mit Möbeln und Geräten einrichten. Die Regierung gaukelt geringe Inflationsraten und geringe Arbeitslosenquoten vor, weil sie nicht mehr richtig misst. Die Finanzmärkte sind manipuliert, und der Goldpreis wird trotz steigender Nachfrage bewusst gedrückt – durch den Verkauf ungedeckter Shorts auf dem Futures-Markt (weitere Infos dazu hier). Es ist ein Kartenhaus, das schon länger steht, als ich es für möglich gehalten habe. Wie es aussieht, wird das Kartenhaus so lange stehenbleiben, bis die übrige Welt aufhört, mit US-Dollars zu bezahlen.

Möglicherweise hat das US-Imperium durch die Inszenierung des Konfliktes mit Russland überzogen und die Europäer gegen sich aufgebracht. Wenn beispielsweise Deutschland aus der NATO austräte, würde das Imperium kollabieren, oder wenn Russland auf die Idee käme, Griechenland, Italien und Spanien im Tausch gegen einen Austritt aus der EU und die Abschaffung des Euros finanziell zu unterstützen, wäre das ein tödlicher Schlag für das US-Imperium.

Alternativ könnte Russland Europa auch darauf hinweisen, dass es auch europäische Hauptstädte mit Atomwaffen angreifen würde, falls sich Europa von den USA in einen Krieg gegen Russland hineinziehen ließe.

Der Saker: Russland und China haben etwas historisch Einmaliges getan; sie sind weit über das traditionelle Modell einer Allianz hinausgegangen: Sie haben sich darauf geeinigt, voneinander abhängig zu werden – man könnte sagen, sie haben sich auf eine symbiotische Beziehung geeinigt. Glauben Sie, dass die das US-Imperium Beherrschenden diese tektonische Veränderung verstanden haben, die gerade vor sich geht, oder kümmert sie die Realität so wenig, dass sie das gar nicht mitbekommen haben?

Paul Craig Roberts: Stephen Cohen beklagt, dass es in den USA überhaupt keine außenpolitische Diskussion gibt, das überhaupt nicht mehr kontrovers debattiert wird. Ich denke, die das Imperium Beherrschenden glauben, sie könnten auch Russland und China destabilisieren, wenn sie in Armenien, Kirgistan und Usbekistan bunte Revolutionen anzetteln. Washington ist fest entschlossen, den Aufstieg anderer Mächte zu verhindern. In seiner arroganten Überheblichkeit glaubt es, von der Geschichte auserwählt zu sein und nur Erfolge verbuchen zu können.

Der Saker: Spielen Ihrer Meinung nach Präsidentenwahlen überhaupt noch eine Rolle, und, wenn ja, was erhoffen Sie für 2016? Ich selbst habe große Angst vor Hillary Clinton, weil ich sie für eine außerordentlich gefährliche und völlig rücksichtslose Person halte; können wir bei dem großen Einfluss der Neokonservativen bei den Republikanern überhaupt darauf hoffen, dass sie keinen neokonservativen Kandidaten nominieren?

Paul Craig Roberts: Der neu gewählte Präsident könnte nur etwas ändern, wenn er eine starke Bewegung hinter sich hätte. Ohne Bewegung hat ein Präsident keine unabhängige Macht, und er fände auch keine Mitstreiter, die etwas mit ihm ändern wollten. Präsidenten sind Gefangene. Reagan hatte so etwas wie eine Bewegung hinter sich, die gerade so stark war, dass wir die Stagflation gegen den Widerstand der Wall Street und den Kalten Krieg gegen den Widerstand der CIA und des militärisch-sicherheitstechnischen Komplexes beenden konnten. Außerdem war Reagan schon relativ alt und kam aus einer Zeit, in der die Präsidenten noch Macht hatten, und er machte sogar Gebrauch davon.

Der Saker: Was ist mit den Streitkräften? Können Sie sich vorstellen, dass der Chef des Generalstabs sagt “Nein, Mr. Präsident, das ist verrückt, das werden wir werden nicht tun”, oder glauben Sie, dass die Generäle jeden Befehl ausführen werden, auch den zum Auslösen eines Atomkrieges gegen Russland? Haben Sie irgendeine Hoffnung, dass das US-Militär die "Verrückten", die augenblicklich die Macht im Weißen Haus und im Kongress haben, noch stoppen könnte?

Paul Craig Roberts: Das US-Militär ist ein Geschöpf der Rüstungsindustrie. Wer General wird, qualifiziert sich damit automatisch als Berater für die Rüstungsindustrie oder für die Führungsetage eines Rüstungskonzerns. Das Militär ist nur das Sprungbrett für die eigentliche Karriere, die erst nach der Pensionierung beginnt, aber das große Geld einbringt. Das US-Militär ist völlig korrupt. Lesen Sie dazu Andrew Cockburns Buch "Kill Chain".

Der Saker: Wenn die USA wirklich einen Krieg mit Russland provozieren wollen. was sollte Russland dann tun? Solle Russland zurückstecken und eine untergeordnete Rolle akzeptieren, um einen Atomkrieg zu verhindern, oder sollte sich Russland widersetzen und damit einen Atomkrieg riskieren? Glauben Sie, dass Russland mit einer klaren Demonstration seiner Stärke, die USA von einem Angriff abschrecken könnten?

Paul Craig Roberts: Darüber habe ich auch schon oft nachgedacht. Ich weiß nicht, wie sich Russland entscheiden wird. Ich halte Putin für so human, dass er vermutlich lieber nachgeben, als sich an der Vernichtung der Erde beteiligen würde. Aber Putin muss auch auf Strömungen in Russland Rücksicht nehmen, und ich bezweifle, dass die Nationalisten für eine Unterwerfung wären.

Meiner Meinung nach sollte sich Putin auf Europa konzentrieren und die Europäer darauf aufmerksam machen, dass er im Falle eines US-Angriffs keine Wahl hat und die NATO-und US-Basen in Europa (und vor allem die in der Bundesrepublik Deutschland) in einem Gegenschlag vernichten müsste. Putin muss Europa ermutigen, aus der NATO auszusteigen, um den Dritten (und letzten) Weltkrieg zu verhindern.

Putin muss China begreiflich machen, dass die USA auch die Chinesen als Bedrohung ansehen und dass beide Staaten deshalb zusammenstehen müssen. Wenn Russland und China ihre Atomstreitkräfte in ständige Bereitschaft versetzen und der Welt erklären, dass sie das tun, weil sie mit einem präemptiven Atomangriff der USA rechnen müssen, könnte es gelingen, die USA vor der Weltöffentlichkeit an den Pranger zu stellen.

Wenn die indische, japanische, französische, deutsche, britische, chinesische und russische Presse gleichzeitig berichten würden, dass Russland und China einen präemptiven Atomschlag Washingtons befürchten, könnte die Katastrophe vielleicht noch aufgehalten werden.

Aufgrund meiner vielen Interviews mit russischen Medien weiß ich, dass die Russen die Wolfowitz-Doktrin entweder überhaupt nicht kennen oder, die Gefahr, die davon ausgeht, total unterschätzen. Die Russen denken, es gäbe eine Art Missverständnis über die russischen Absichten. Die russischen Medien verstehen nicht, dass Russland zerschlagen werden soll, weil es kein US-Vasall ist. Russen glauben das westliche Gequatsche von “Freiheit und Demokratie” und wollen beides auch in ihrem Land durchsetzen. Mit anderen Worten, die Russen haben überhaupt noch nicht kapiert, dass sie vernichtet werden sollen.

Der Saker: Warum ist Ihrer Meinung nach der Hass auf Russland in den US-Eliten so verbreitet? Ist das ein Überbleibsel aus dem Kalten Krieg, oder gibt es einen anderen Grund für den fast durchgängigen Russenhass in den US-Eliten? Sogar während des Kalten Kriegs war es unklar, ob die USA nur antikommunistisch oder antirussisch waren. Gibt es in der russischen Kultur, im russischen Volk oder in seiner Lebensweise etwas, dass diese Feindseligkeit auslöst, und wenn ja was?

Paul Craig Roberts: Die Feindseligkeit gegenüber Russland geht auf die Wolfowitz-Doktrin zurück: "Unser erstes Ziel ist es, den Wiederaufstieg eines neuen Rivalen auf dem Territorium der ehemaligen Sowjetunion oder anderswo zu verhindern, wenn er eine Gefahr in der Größenordnung darstellt, die früher von der Sowjetunion ausging. Das ist der grundlegende Gedanke für die neue regionale Verteidigungsstrategie; wir müssen also verhindern, dass irgendeine Region von einer feindlichen Macht dominiert wird, deren Ressourcen ihr ermöglichen würden, sich zu einer Weltmacht aufzuschwingen."

Während sich die USA auf ihre Kriege im Mittleren Osten konzentriert haben, hat Putin Russland wieder stabilisiert und die von Washington geplante Invasion Syriens ebenso wie die Bombardierung des Irans verhindert. Weil die Neokonservativen "das erste Ziel" ihrer Doktrin nicht aufgeben wollen, muss Russland auf Linie gebracht werden. Das ist der Hauptgrund für den geplanten Angriff Washingtons auf Russland. Deshalb schwadronieren die abhängigen oder gekauften Medien der USA und Europas auch ständig von der "russischen Bedrohung", um die voreingenommene oder uninformierte westliche Öffentlichkeit (auf einen Krieg gegen Russland) einzustimmen.

Die westlichen Imperialisten stört auch die wiederbelebte russische Kultur – die Moral russischer Christen, ihr Respekt vor dem Recht und ihre Menschlichkeit, die Bevorzugung der Diplomatie anstelle von Nötigung und die Achtung traditioneller sozialer Sitten und Gebräuche – aber das wird nicht offen gesagt. Russland wird gehasst, weil es zusammen mit China das Streben der USA nach Weltherrschaft behindert. Und dieses Hindernis soll durch einen Krieg beseitigt werden. Wenn sich die Russen und Chinesen nicht auf einen von Washingtons angeordneten präemptiven Atomschlag einstellen, werden sie vernichtet.

(Luftpost hat die deutsche Übersetzung unter Beiziehung des nachfolgend abgedruckten englischen Originaltextes überarbeitet und mit Ergänzungen und Links in Klammern versehen. Eindringlicher als Paul Craig Roberts hat noch niemand vor der wachsenden Kriegsgefahr gewarnt. Aber die wird ja noch nicht einmal von der zerstrittenen "Friedensbewegung" wahrgenommen, die bewusst von den US-Kriegstreibern abgelenkt wird.)

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Gegenmeinung: Israels Fenster für einen Bombenangriff auf den Iran.....