Montag, 31. August 2015

Merkels Staatsräson: Auserwählte verbreiten jüdisch-christliche Werte im Westjordanland

Mowitz
Ein maskierter, mit einem Sturmgewehr bewaffneter Soldat der IDF, bei einem brutalen Vorfall im Westjordanland als er einen kleinen Buben, dessen linker Arm in Gips lag, mit hemmungsloser Brutalität zu Leibe rückte. Der kleine palästinensische Junge schrie und weinte vor Angst und Schmerzen, während das Gewehr des jüdischen "Helden" dicht an der Wange des Jungen war, als er den brutalen Übergriff über sich ergehen lassen musste. Zum Schluss überwältigten palästinensische Frauen und eine 13-jährige Schwester des Jungen, den zionistischen Terroristen in Uniform, rissen ihm die Maske vom Gesicht und kämpften wie Löwinnen, um ihren gemeinsamen Jungen aus der Gewalt des jüdischen Terroristen zu befreien. Inzwischen hatte der Hilfe von anderen zionistischen Soldaten herbeigerufen, die anscheinend in der Nähe waren und mit denen er dann gemeinsam den Tatort verließ. Aber nicht, ohne dass er noch schnell eine Blendgranate in die zurückgebliebene Gruppe der Frauen und des kleinen Buben warf; um sich dann im Laufschritt davonzumachen.

Ein Stinkstiefel der übelsten Sorte. Sein Gesicht war nach der Demaskierung deutlich erkennbar. Einer Strafverfolgung stünde aus erkennungsrechtlichen Gründen nichts im Wege. Das wird aber kaum in einem Unrechtsstaat möglich sein. Wenn die Erfinderin der deutschen Staatsräson, Merkel, nicht zumindest bereit wäre, die Waffenhilfe auf Kosten des deutschen Steuerzahlers an Israel einzustellen. Leider hat Deutschland nicht einmal ein Parlament, das so viel Arsch in der Hose hat, um Merkel einfach dazu zu zwingen. "Kerle und Weiber wie Netanyahu oder Merkel leben nicht so sehr von ihrer eignen Stärke, wie von der Unterstützung gleichgesinnter Ärsche."

Deutsche Staatsräson ist in der Tat ein effektives Hilfswerkzeug für Schreibtischtäter, in deren Auftrag der noch, dem Aussehen nach, relativ junge IDF-Terrorist handelte.

FH



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Samstag, 29. August 2015

Rückgaberecht statt Menschenrecht: Widerruf bei Nichtgefallen

Karikatur:© Kostas Koufogiorgos, www.koufogiorgos.de

Mowitz
Rechte Biedermänner stehen für das Zündeln mit Deutschtümelei als Brandbeschleuniger. Rechte Brandstifter löschen durch Abschaffung der Menschenrechte. AfD-Gauland fordert auf Elsässers Blog eine “Aussetzung” des Asylrechts. Das Handelsblatt titelt "De Maiziere bindet Entwicklungshilfe an Rücknahme".

Eine Querfront wo sie keiner erwartet hat? Ich schon.

"Der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem dies kroch!" (Bertolt Brecht). Diese Worte sind eine Warnung vor einer drohenden Gefahr aus Brechts Stück "Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui". Das Stück schildert verfremdet das Emporkommen und die Karriere Hitlers und seiner Gefolgsleute in der Weimarer Republik bis hin zur Annexion Österreichs.

Die Innenminister Deutschlands und Frankreichs, de Maizière und Cazeneuve, haben schon die Endlösung für das Flüchtlingsproblem zu Papier gebracht: Die Bereitschaft zur "Rückübernahme" von Migranten in afrikanischen Ländern solle "mit anderen Politikfeldern, etwa mit Entwicklungshilfe" verknüpft werden: "Hilfe nur bei Rückübernahme." Menschen als Ware begreifen. Im Namen des Neoliberalismus, der Menschenverachtung und des Rechtsextremismus. Ein Rechtsextremismus, der lange schon wieder in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist. Nun wird er nur von Tag zu Tag sichtbarer.

Nutzt Euer Politiker-Rückgaberecht aus, so lange es noch geht!

Ihr werdet es erleben!

FH


Karikatur:© Kostas Koufogiorgos, www.koufogiorgos.de

Freitag, 28. August 2015

Gott rief aus Washington an: Dankt Angela Dorothea Merkel für Aufnahme von Flüchtlingen

Mowitz
Das ehNaMag war ganz aus dem Häuschen. Nach der schnöden Kritik aus den eigenen Reihen an Merkel wegen ihrer fantasievollen Euro-Politik, "scheitert der Euro, scheitert Europa", und ihres schöpferischen Schweigens zur Flüchtlingspolitik ihrer Regierung, "de Maizière setzt auf Abschreckung", "Sachleistungen statt Taschengeld", "Sigmar Gabriel, Rüstungsexporte in arabische Staaten mehr als verdoppelt", kam jetzt noch, für uns alle sehr überraschend, der Direktanruf über eine abhörsichere Telefonverbindung aus Washington ins Bundeskanzleramt. Von höchster Stelle, wie das ehNaMag schleimte. Und was sollte schon noch höher angesiedelt sein als Gott? Vielleicht sein Prophet Obama, den Vorboten des nächstkommenden, konzerngesteuerten Allmächtigen?

Donald Trump, will Gottes eigenes Land wieder so stark machen, dass keiner es wagen wird sich seinen Heilsbotschaften entgegenzustellen. Halleluja! Ob Wladimir Putin und Xi Jinping jetzt ganz furchtbar erschrocken sind?

Das Gespräch zwischen dem amtierenden Gott in Washington und seinem eingesetzten Erzengel in Deutschland, der hl. Angela für Agitation und Propaganda, könnte folgendermaßen abgelaufen sein:

Eine heisere Stimme am anderen Ende der Leitung: "Hi mein Engel Angela, hier spricht Gott. Ich möchte Dir aus der Tiefe meines Herzens, (auch Götter haben ein Herz, Anmerkung d. Abhörers), dafür danken, dass Du die Führung in Europa übernommen hast und alle meine Fehler korrigierst, die mir im Eifer der Gefechte schon mal häufiger unterlaufen. Besonders für die Aufnahme von syrischen Flüchtlingen will ich Dir ein extra Dankeschön zurufen, weil ich mit Syrien noch lange nicht fertig bin, und ich weitere Heerscharen von IS-Geißeln aus Saudi-Arabien, Katar, Türkei und Israel und unserer gemeinsam geliebten Friedensorganisation NATO einsetzen werde, um den hartnäckigen Burschen Assad sturmreif zu schießen. Niemand, liebe Angela, stellt sich mir, (Gott, Anmerkung des Abhörers), ungestraft in den Weg. Und wenn die ganz Welt dabei drauf geht. (Dann baue ich mir eben ganz gschwind eine neue Welt, so wie sie mir gefällt. Anmerkung von Pippi Langstrumpf).

Karikatur:© Kostas Koufogiorgos, www.koufogiorgos.de
Am Mittwoch besuchte die hl. Angela dann zum ersten Mal ein Vertriebenenheim im sächsischen Heidenau, und wurde von Hunderten pösen Demonstranten mit Buhrufen und Pfiffen empfangen. Kein Hosianna war aus den Reihen des Wahlvolkes zu hören, das bis vor kurzem noch CDU, S?PD, FDP und AfD wählte und jetzt von argumentationsfernen Schaumschlägern mit "Pack" oder Schweigen, mit "Dunkeldeutschland" als neue Wortschöpfung beschimpft wurden, was wohl sagen will, dass "IM Larve" und "IM Erika" die Vorreiter "Helldeutschlands" sind. Reichssonntagsschullehrer Gauck, machte vor nicht allzu langer Zeit in Norwegen auf sich aufmerksam, als er gewohnt pathetisch für eine größere Bereitschaft Deutschlands für Militäreinsätze eintrat. Eine dumpfbackige Forderung des deutschen Bundespräsidenten gerade die Norweger, die im Zweiten Weltkrieg unter deutschen Besatzungstruppen und Vidkun Abraham Lauritz Jonssøn Quisling litten, für deutschen Militarismus begeistern zu wollen. Da muss schon die Frage erlaubt sein, welche politische Schulung Gauck genossen hat, falls er überhaupt eine erhielt, bevor ihn der S?PD-Seeheimer Gabriel, an Merkel vorbei, ins höchste Staatsamt lotste.

Damit kein falsches Feindbild aufkommt. Ich persönlich verachte Menschen zutiefst, die anderen Mitmenschen, die unverschuldet in höchster Lebensnot geraten sind, Hilfe verweigern und sie obendrein noch schmähen und erniedrigen. Ebenso wie ich Schleimer und "IM:s" die sich wegen persönlicher Vorteilnahme einem System anpassen, verachte, welches sie nach eigenen Worten im Nachhinein als Unrechtsstaat bezeichnen, ohne ihm entgegengetreten zu sein. Und sich später noch nicht einmal in aller Öffentlichkeit für ihre Angepasstheit entschuldigen, sondern dank fehlenden geschichtlichen Gespürs, die DDR mit Hitlerdeutschland gleichstellen. Auch das ist Angepasstsein an eine neoliberale, militaristische Geldw(ä)rte-Ideologie, die kein anderes System zulässt als ihr eigenes. Oder wie "Gottes eigenes Land" in seiner Pax Americana es zum Ausdruck bringt: Wer nicht für uns ist, ist gegen uns. Und dem "gnade Gott".

Unliebsame Systeme, vor allen Dingen solche die das soziale Prinzip vor dem des Gewinnmaximierungsprinzips setzen, werden schnell durch bunte und weniger bunte Revolutionen mit militärischen Mitteln brutal ausgemerzt. Oder auch Staaten die der hegemonialen Vorherrschaftdoktrin der USA Paroli bieten. Wie Syrien zum Beispiel.

FH

Mittwoch, 26. August 2015

Moralische Implosion der westlichen W(ä)rtegemeinschaft

Mowitz
Vier Millionen Syrer auf der Flucht vor den Schergen der westlichen W(ä)rtegemeinschaft. Hunderttausende Tote die Opfer der US-Einmischung in die inneren Angelegenheiten Syriens wurden; nicht ohne eine fadenscheinige Begründung abzugeben, wie wir sie von allen Kriegsverbrechen von Seiten der USA her kennen; legale Regierungen durch verordnete Berichte der Lei(d)medien zu dämonisieren. Der Haupträdelsführer dieser und anderer Verbrechen gegen die Menschlichkeit, die Wall Street-Regierung der USA, zeigt sich nun "großzügig" unter dem Eindruck des erbärmlich zur Schau gestellten Unwillens seiner Vasallen, Verantwortung für das angerichtete Unheil, für das sie als aktive Lakaien und Helfershelfer des Imperiums der Schande mitverantwortlich sind, gerecht zu werden. Nun wollen die US-Faschisten 10.000 syrische Flüchtlinge in "Gottes eigenes Land" aufnehmen. Das sind schändliche, höchst ungöttliche 0,25 Prozent der aktuellen syrischen Flüchtlingsopfer oder um es deutlicher zu sagen, ein Furz im Universum, mehr nicht. Das soll wohl die Buße sein, die "Gottes eigenes Volk" willig ist selbst zu leisten. Ein riesiger Reibach für das Wall Street Kapital mit seinen Banken, Finanzinstitutionen und Energiekonzernen. "God bless America, My home sweet home". Von Syrien blieb nach der US-Berserker-Heimsuchung mit ihrer IS-Geißel, die von NATO-Staaten, und in geheimer Absprache mit Saudi-Arabien, Katar, Israel und anderen finanziert, trainiert und unterstützt wurde, nicht viel mehr übrig als eine Wüste von zerbombten Städten, Landschaften, Infrastruktur und zerstörten antiken Stätten. Es ist das wievielte völkerrechtswidrige Gemetzel des Imperiums der Schande im 21. Jahrhundert? Ein Jahrhundert, das erst vor 15 Jahren begonnen hat. Afghanistan, Irak, Libyen, Uganda, im Jemen lässt man dem Kopf-ab-Freund Saudi Arabien noch den Vortritt. Die "Kosten" müssen auf viele Schultern verteilt werden, damit der Reibach für die Wall Street größer wird. Hinzu kommen noch mehrere, nicht aufgezählte kleinere Massaker, bei denen ich mir nicht Mühe gemacht habe, sie auch noch zu nennen.

Generalleutnant Michael T. Flynn, der frühere Chef des US-Geheimdienstes Defense Intelligence Agency, bestätigt, dass die US-Regierung den Aufstieg des ISIS bewusst gefördert hat.

Unterdessen verkündet bereits der nächste Präsidenten-Heiland der USA, Donald Trump, wie er Flüchtlinge aus Mexiko stoppen will. Mit einem Ausbau von mehr als tausend Kilometer Mauer und Stacheldrahtzaun an der mexikanischen Grenze, der Milliarden kostet. Die Kosten will er Mexiko aufzwingen. Ein Unterfangen, das bisher nichts gebracht hat und auch mit weiteren Milliarden nichts bringen wird. "God bless US-stupidity and barbarism!"

Die große Schweigerin der deutschen Politik, Angela Merkel, stand nicht in der ersten Reihe, wo man sie sonst immer bei PR-Veranstaltungen findet, als der Moloch, (biblische Bezeichnung für Opferriten, die nach der biblischen Überlieferung die Opferung von Kindern durch Feuer vorsahen), in Leipzig, Nauen, im baden-württembergischen Weissach, in Heidenau und anderen Städten wütete. Sie hätte sich zumindest verbal gegen den Moloch stellen können. Dazu bedarf es allerdings persönlichen Mut, nicht die abgeschottete Sicherheit wie sie beim Geisterauftritt im Elmauer G7-Hochsicherheitstrakt angelegt war. Aber ihr ist es sowieso keine Herzensangelegenheit was mit Flüchtlingen geschieht. Ist sie doch im höchsten Grade mitverantwortlich für eine transatlantische "Mordspolitik" deren Opfer langsam unzählbar werden und nur geschätzt werden. Und es handelt sich hierbei nicht um eine nicht zu verhindernde Naturkatastrophe, sondern um menschengemachte Kapitalistenpolitik. Hauptsache Merkel bekommt am Ende ihr Konterfei fröhlich und schön in der transatlantischen Presse präsentiert; was in ihrem Fall gar nicht mal so einfach ist. Auch nicht für tüchtige Fotografen.

Der Berserker, 1976-79, von Waldemar Grzimek, auf dem Marktplatz in Darmstadt
Wikimedia, Creative-Commons
Der S?PD-Vorsitzende Gabriel war auch im sächsischen Heidenau und reduzierte den Moloch auf "Pack", was der S?PD-Zentrale im Willy-Brandt-Haus in Berlin prompt eine Bombendrohung einbrachte, die sich aber schnell als falsch herausstellte und so konnte der politische Betrieb der Rest-S?PD schon bald wieder aufgenommen werden.

Es muss sich schon eigentümlich in den Ohren der Doofen anhören, wenn groß über die kleinen Nazis und Faschisten geschrieben und berichtet wird, während die wirklich großen und gefährlichen neofaschistischen Strukturen, wie sie von den USA/IS/NATO/SAUDI-ARABIEN/KATAR/ISRAEL-Kräften, repräsentiert werden und von den Konzern- und Staatsmedien, im Volksmund populär als LÜGENPRESSE bekannt, totgeschwiegen werden. Merke: Auch das Verschweigen der Wahrheit ist LÜGE! Und Qualitätsmedien verschweigen unisono die Wahrheit. Mehr Gleichschaltung als so ist schwerlich machbar.

Da bleibt es nicht aus, wenn Fremdenhass und Fremdenfeindlichkeit durch offizielle Amtsträger der Republik wieder geschürt werden. Auf eine penetrante Art und Weise. Beispielsweise wenn Erfurts Oberbürgermeister Andreas Bausewein (S?PD), laut ehNaMag, Asylbewerber-Kinder nicht einschulen will. Nun, "Genosse" Gabriel, gehört Bausewein jetzt zum Pack, oder ist er neuer S?PD-Held, ein Neofaschist oder Fremdenhasser oder gar ein Fremdenversteher? Die Wahl sollte für ein Mitglied des rechtsgerichteten S?PD-Seeheimer Kreises, der Gabriel ja ist, keine Unmöglichkeit sein.

Schon unter der Aufarbeitung der Verbrechen des dutzendjährigen Reiches hängte man die Kleinen und ließ die Großen mit Wiedereinstellungsgarantie nach dem sogenanntem 131er Gesetz von 1951 laufen. Von wenigen Ausnahmen abgesehen. Aus dieser "Globke"-Zeit stammt auch der Satz Adenauers der den Deutschen beibringen sollte, dass "man kein dreckiges Wasser ausschüttet, wenn man kein reines hat."

Und auf dem Weg sind wir heute immer noch. Diesmal unter Führung des Imperiums der Schande. Der Dreck hört nicht auf. Von kleinen Verschnaufpausen abgesehen.
"Erkennt ihr jetzt langsam, welche Welt wir schaffen werden?" schrieb Orwell. "Sie ist das genaue Gegenteil der dummen, auf Genuss ausgerichteten Utopien, die sich die alten Reformer vorgestellt haben. Wir schaffen eine Welt der Angst, der Heimtücke und der Qualen, eine Welt, in der jeder auf jedem herumtrampelt, die umso gnadenloser wird, je weiter sie sich entwickelt."
FH

Montag, 24. August 2015

Auf gemeinsamen Stimmenfang: Merkel sprachlos - S?PD ohne Worte

Mowitz
Die Gewalt gegen Flüchtlinge nimmt zu. Die westliche W(ä)rtegemeinschaft entpuppt sich als die Propagandafloskel die sie von Beginn an war. Die Verdammten des Planeten auf der Flucht vor den Folgen westlicher W(ä)rtepolitik. Sie suchen Zuflucht in der Höhle des Löwen. Genial. Wo auch sonst? Es ist für sie der einzige Weg am Wohlstand teilzuhaben der ihnen von der W(ä)rtegemeinschaft gestohlen wurde. Eine Möglichkeit der Armut, Unterdrückung und Hoffnungslosigkeit zu entrinnen die ihr Leben ausmachen.

Unser gemeinsamer Feind ist der globale Kapitalismus. Der zwingt uns sich seinen Diktaten zu unterwerfen. Der Kinder verhungern lässt, während die herrschende Klasse den Reichtum des Planeten und seine Ressourcen unter sich für Nonsens aufteilt. Dessen Lebensstil Klimakatastrophen auslöst und das reichste Prozent der Weltbevölkerung schon mehr sein Eigen nennt, als die restlichen 99 Prozent zusammen zur Verfügung haben. Im Kapital-Imperium der Schande, das von einer organisierten Knappheit regiert wird, ist der Krieg nicht mehr vorübergehend, sondern permanent. Alle 3 Sekunden stirbt ein Kind unter fünf Jahren an Hunger. (Jean Ziegler).

Karikatur:© Kostas Koufogiorgos, www.koufogiorgos.de
Wenn Menschen sich nicht länger ernähren können, setzen sie sich in Bewegung um Nahrung dort zu suchen wo die Wahrscheinlichkeit am größten ist, fündig zu werden. Das haben Menschen schon immer getan als sie zu neuen Ufern, in der Hoffnung auf ein besseren Leben, aufbrachen.

Verhindern kann man Völkerwanderungen nur, wenn die heimischen Lebensbedingungen verbessert werden. Und genau das vermag der globale Kapitalismus eben nicht. Über Alternativen nachzudenken und sie durchzusetzen, ist durch ein "alternativloses" Denkverbot - zumindest in Deutschland - durch Merkel außer Kraft gesetzt worden. "Alternativlos" wurde zum Unwort des Jahres 2010 gewählt. Ursache war damals schon Angela Merkels Begründung zur Griechenlandhilfe. Eine "Hilfe," die Griechenland immer tiefer im Schuldensumpf versinken lässt. Ein Eckpfeiler der Verheißungen im Kapitalismus. "Alternativlos" bestimmt die Denke Merkels und die sie immer wieder aufs neue wählenden Deutschen.

Die alternativlose Merkel hat Erstaunliches geleistet. Unter ihrer Ägide wuchs sich der Rechtsextremismus in Deutschland stark. Sehr stark. Wie auch im Merkel-beputschten Maidanland Ukraine. Im April dieses Jahres teilte die Regierung in Kiew mit, dass die Schläger des "Rechten Sektors" bei der ukrainischen Armee als Vertragssoldaten beschäftigt würden. Nationalistenchef Dmitri Jarosch wurde Berater des ukrainischen Generalstabschefs. Wusste Merkel und ihre Regierung eigentlich was sie taten, als sie den Maidan-Putsch zusammen mit den "Fuck the EU"-USA und dem "Rechten Sektor" durch eine "bunte Revolution" inszenierten?

FH

Samstag, 22. August 2015

Größenwahn: US-gestützte Terroristen zerstören syrisches Kloster

Mowitz
Welch eine Heuchelei. Das ehNaMag vergießt schon wieder mal Krokodilstränen, wenn es mit fetten Buchstaben den religiösen Wahn geißelt, mit dem der Islamische Staat (IS), ein 1600 Jahre altes Kloster im syrischen Karjatain zerstört. So wie es sich bei jeder Gelegenheit als "Rächer der Enterbten" aufspielt, wenn der IS Gräueltaten begeht. Ob es sich um die Köpfung des 82-jährigen, syrischen Chef-Archäologen Khaled Asaad handelt, oder wenn der IS Historie durch Zerstörung antiker Stätten ausmerzen will. Dann ist die Stunde von Konzern- und Staatsmedien angebrochen um die menschliche Zivilisation zu retten, aber tunlichst nicht die ganze Wahrheit zu berichten wer für den modernen Terrorismus verantwortlich zeichnet. Wer eigentlich hinter IS, Quaida, Nusra, Taliban etc. steckt, sie steuert und als Schreckensbeschleuniger zur Erreichung seiner geopolitischen Ziele einsetzt. Und warum man ihn militärisch so stark schreibt, wie er nach israelischen Angaben überhaupt nicht ist. Wenn man ihn nicht ließe.

Naher Osten vor Neuordnung

Der ehemalige israelische Premier-, Verteidigungs- und Außenminister Ehud Barak, der es während seiner militärischen Karriere schaffte, bis zum Generalstabschef der israelischen Armee, dem höchsten militärischen Rang in Israel aufzusteigen, sagte in einem Interview mit RT vor zwei Monaten: „Türkische Armee würde den IS in nur zwei Tagen vernichten.“
„Ich denke, der IS ist deshalb erfolgreich, weil er keiner kohärent (zusammenhängenden) koordinierten Anstrengung gegenübersteht, die ihn zerstören will. Technisch gesehen sind sie mit 30.000 bis 40.000 Kämpfern nicht stark. Sie kämpfen größtenteils nur mit Toyota-Pickups, auf die sie Maschinengewehre montieren“, erklärte der hochrangige israelische Politiker im Interview mit der RT-Moderatorin Oksana Boyko. „Ich denke, dass der IS mit einem etwas koordinierten Engagement niedergemacht werden könnte. Es ist nicht leicht, aber es ist nichts Undenkbares. Es sind keine Riesen“, gab Barak gegenüber RT an und fügte hinzu, dass die weithin angenommenen operativen Kapazitäten der Extremistenmiliz reine „Übertreibungen“ seien.
Das sollte zu denken geben, geht aber im allgemeinen Berichterstattungsinferno einfach unter. Schlagzeilen in westlichen Konzernmedien hat das Interview Ehud Baraks bei RT nicht ausgelöst und 99,99 Prozent der Menschen haben wohl kaum von ihm gehört, noch weniger haben über die Tragweite der Aussage Ehud Baraks nachgedacht. In zwei Tagen könnte der IS-Spuk vorbei sein, wenn die westliche W(ä)rtegemeinschaft es wirklich wollte. Sie will es aber nicht. Und betreibt ihre Kriegsverbrechen in und gegen Syrien weiter.

Und worum es schon seit Jahren eigentlich geht und ging wird allmählich auch für eine breitere Öffentlichkeit erkenntlich, falls sie sich die Mühe macht und sich dafür interessiert. Die Neuaufteilung des Nahen Osten nähert sich seiner definitiven Durchführung.

Der US-Kongress verabschiedete Ende April eine Entschließung, wonach der Irak jeweils in einen kurdischen, einen sunnitischen und einen schiitischen Teil aufgespaltet werden soll. Für Syrien gibt es ähnliche Pläne und für andere Länder des Neuen Nahen Ostens auch. Die Stiftung für Wissenschaft und Politik analysiert bereits mit Sondermitteln des deutschen Außenministeriums ein Projekt unter dem Titel „Die Fragmentierung Syriens“. Das neue Großdeutschland will bei der Verteilung der Pfründe nicht übergangen werden. Auch wenn es auf Kosten von Millionen Toten und Flüchtlingsopfern aus dem Nahen Osten geht, die jetz auf der Flucht sind und nicht begreifen können was eigentlich mit ihnen geschieht und warum. So wenig wie die deutsch-europäische oder US-amerikanische Zivilgesellschaft. Die werden alle mit dem IS in Atem gehalten, dem Ehud Barak als erfahrener Militarist zwei Tage Überlebenschancen einräumt, wenn die westliche W(ä)rtegemeinschaft ihn (den IS) wirklich eliminieren wolle.

Naher Osten nach Neuordnung

Aber noch braucht sie (die westliche W(ä)rtegemeinschaft), den IS um ihre Pläne für den Neuen Nahen Osten durchzuführen und um die Früchte ihrer Planspiele später, wenn sie Wirklichkeit geworden sind, in ihren Banktresoren einzulagern.

Die Geburt des Neuen Nahen Ostens wird noch einige Zeit dauern und etliche konventionelle oder einen finalen Nuklear-Krieg in Anspruch nehmen - man weiß es nicht so ganz genau. Man weiß aber, dass die Flüchtlingsströme nach Europa aufgrund der Kriege und des Gemetzels um Gas, Öl und andere Bodenschätze, nicht versiegen und sogar intensiviert werden, je knapper Ressourcen sind. Schwerer als so ist das Geheimnis "Geopolitik" nicht, um es zu verstehen. Ein Kampf um Ressourcen und Vorherrschaft. Mit dem Leben der Völker als Einsatz. Mit oder ohne IS ist für die Hintermänner und Erfinder der Terrororganisationen nur eine Frage der Zweckmäßigkeit zum Erfolg oder Misserfolg, ein angestrebtes Ziel zu erreichen oder auch nicht.

Und das augenblickliche Nahziel ist den "Großraum Mittlerer Osten" neu zu gestalten. Kriege sind weder heroisch noch edel. Sie dienen nur dazu um die Folgsamkeit von denen da "unten" hinter denen da "oben" beizubehalten. Gefragt, außer sich selbst, hat die Wall Street-Regierung niemanden. Und von der UNO ist dieser Plan weder genehmigt noch offiziell behandelt worden. Somit ist seine Durchführung und die damit verbundenen Kriege und Gemetzel, selbstverständlich völkerrechtswidrig. Aber damit hat sich die Welt bei den USA ja leider immer schon arrangiert. Bei den Herren des Geldes und der Waffen in unserem Universum ist das sowieso eher der Normalfall als die Ausnahme.

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FH

Mittwoch, 19. August 2015

Wirtschaftswachstum: Drohnen-Einsätze sollen mit 50 Prozent wachsen

Mowitz
Der US-militärisch-industrielle Komplex teilte mit, seine Drohnen-Einsätze die kommenden Jahre stark auszuweiten und zu intensivieren, und so in den nächsten vier Jahren ein Drohnen-Wachstum mit 50 Prozent zu erreichen. Ein "Muss" um die Welt, Donnerlittchen auch, zu "befrieden" und das Project for the New American Century (PNAC), zu deutsch: Projekt für das neue amerikanische Jahrhundert, anscheinend nicht nur für 100 Jahre zu installieren, sondern für ewig. Mindestens.

Im Wall Street Journal schrieb Gordon Lubold am 16.08.15 einen Artikel, "Pentagon to Sharply Expand U.S. Drone Flights Over Next Four Years" (deutsche Übersetzung des Artikels hier), der die Pläne des Pentagons offenlegt, was die Welt die kommenden Jahre an "friedensstiftenden" Maßnahmen des Noch-Hegemons, bei seinen Versuchen die globale Alleinherrschaft abzusichern, zu erwarten hat. Vor allen Dingen stellen China und Russland, als einzige potente Gegenspieler, die heutige, US-unilaterale Ordnung infrage und wollen sie durch eine mulitipolare ablösen. Also eine Ordnung ohne Vorherrschaft eines Staates oder Gesellschaftssystems über andere.

Mit 50 Prozent sollen die Einsätze der Drohnen gesteigert werden, weil, so die Friedensfürsten des Pentagons, "die Kaskade globaler Krisen deren stärkere militärische Eindämmung immer notwendiger macht." Damit ist die Frage aber noch lange nicht beantwortet ob die "globalen Krisen" schon da sind, oder wie üblich von Washington erst entfacht werden müssen um seinen militärischen Mordapparat in Bewegung setzen zu können.

Karikatur:© Kostas Koufogiorgos, www.koufogiorgos.de
Die wirklich "freie Welt," also der Teil der Welt, der den USA kritisch und unabhängiger gegenübersteht als die europäischen Protektoratslakaien es tun, stehen dem aggressiven Zugriff des Wall Street Kapitals auf die Rolle der globalen Wirtschaftsführungsmacht des Planeten, bedeutend kritischer gegenüber als Europa es tut. Was wohl mit der ungebremsten Ausbeutung zu tun hat, der sie ausgesetzt sind und welche die Europäische Union so nicht am eigenen Leib zu spüren bekommt. Ganz im Gegenteil. Die EU ist aktiver Teil transatlantischer, neokolonialer Politik.

Ohne jeden Zweifel hat Europa eine jahrhundertelange Erfahrung auf dem Gebiet des Kolonialismus und hat seinen Wohlstand auf den Leichenbergen eroberter Kontinente errichtet. In Afrika, Asien, Nord- und Südamerika und Australien. Besonders erfolgreich waren die Briten beim Bau ihres Leichenimperiums, von dem sie heute so tun als hätten sie für die Folgen ihrer Herrschaft, keinerlei Verantwortung. Die Aufnahme von Flüchtlingen, zu der sich die EU verpflichtet hat und die jetzt über das Mittelmeer nach Europa strömen, kommen auch aus ehemaligen britischen Kolonien. Cameron will Großbritannien gegen diese Flüchtlinge abschotten. Ein Flüchtlingsproblem, an dessen Zustandekommen kaum ein anderes europäische Land mehr gearbeitet hat, als Großbritannien. Gibt es eine Sauerei des Hegemons in den letzten Jahren an dem Großbritannien als "Williger" nicht teilgenommen hat?

Morden mit Drohnen ist klinisch sauber und billig. Die Tötungsteams sitzen vor ihren Tastaturen und Computermonitoren und steuern die Killer-Drohnen aus der Ferne.

Sie ermorden über die Fernbedienung gesichtslose Opfer. Sie töten rücksichtslos und werden nicht dafür zur Verantwortung gezogen. Drohnen sind Instrumente staatlichen Terrors. Studien zeigen, dass überwiegend unschuldige Zivilisten getötet werden, die zur falschen Zeit am falschen Ort waren.

FH

Montag, 17. August 2015

Sachleistung statt Geldleistung - Bayerns neue Wunderwaffe

Mowitz
Das gewünschte Chaos tritt ein. Bilder von Flüchtlingen die sich durch Zugfenster in bereits überfüllte Züge quetschen um vielleicht doch noch dem Chaos entfliehen zu können, erinnern an den großen Treck, als deutsche Flüchtlinge aus Ostpreußen flohen. Millionen Flüchtende starben an Kälte und Hunger.

Auf dem ehemaligen Kreuzfahrtschiff "Wilhelm Gustloff" waren über 10000 Flüchtlinge an Bord als es von dem sowjetischen U-Boot S-13 versenkt wurde. Über 9000 starben. Sechsmal so viele wie beim Untergang der "Titanic". Es war der verlustreichste Untergang eines einzelnen Schiffes in der Geschichte der Seefahrt. Trotzden war die Versenkung der "Gustloff" kein Kriegsverbrechen. Sie hatte 900 Soldaten an Bord, war mit Flak ausgestattet und fuhr abgeblendet unter Geleitschutz. Damit galt die "Gustloff" als Kriegsschiff. Das deutsche Torpedoboot "T-36" eilte sofort zur Hilfe und rettete so viele Menschen wie möglich. Am Ende waren es mehr als 500.
"2000 Bootsflüchtlinge sind nach UNO-Angaben bereits in diesem Jahr auf dem Weg über das Mittelmeer nach Europa ums Leben gekommen. Im ganzen Jahr 2014 waren es 3279"
Das sind dreieinhalb mal so viele Tote wie bei dem Untergang der "Titanic". Als die "Titanic" 1912 auf ihrer Jungfernfahrt mit einem Eisberg kollidierte und sank, starben 1514 Menschen von über 2200 die sich an Bord befanden. Die totale Anzahl der Ertrunkenen die bei ihrer Flucht vor den von der "westlichen W(ä)rtegemeinschaft ausgelösten Vernichtungskriegen ums Leben kamen sind noch um ein Vielfaches höher. Es kommt ganz darauf an von welchem Jahr man anfängt zu zählen.

Den CSU-Innenminister Bayerns, Herrmann, scheint es nicht sonderlich zu interessieren. Ihn stört das Taschengeld für Flüchtlinge vom Balkan, dass er für eine "Zumutung" für deutsche Steuerzahler hält. Für was hält Herrmann denn die Zerstörung Jugoslawiens die mit Hilfe der deutschen Luftwaffe geschah, was für die Flüchtlingsströme aus dem Balkan nicht ohne Bedeutung ist.

Karikatur:© Kostas Koufogiorgos, www.koufogiorgos.de
Merkel will die Flüchtlingsproblematik nicht im Normalmodus weiterführen
Trotz aller Bemühungen der deutschen Konzern- und Staatsmedien samt deutscher Regierungsmitglieder, mit Merkel an der Spitze, den verbrecherischen Angriffskrieg der USA, Saudi Arabiens, Israels, Großbritanniens etc., mit ihrer Schöpfung Islamischer Staat gegen Syrien als "Bürgerkrieg" schönzulügen und so die Verantwortung für den Syrien-Krieg und seinen (Flüchtlings)-Folgen auf den Angegriffenen zu wälzen, ist wie bei anderen Kriegen auch, die Wahrheit zum ersten Opfer eines Krieges zu machen. In diesem Beispiel mit einer besonders perfiden Lüge.
"Am 14. Oktober (2014) wurde in der Titelgeschichte der New York Times über eine Studie der CIA berichtet, in der die wichtigsten, vom Weißen Haus veranlassten terroristischen Operationen rund um die Welt auf Faktoren überprüft wurden, die zu deren Erfolg oder Misserfolg geführt hatten; dabei kam heraus, dass die wenigen Erfolge, die damit erzielt werden konnten, ein Überdenken dieser Politik (der verdeckten Operationen) notwendig machen. (Eine deutsche Übersetzung dieses Artikels ist hier nachzulesen. In dem Artikel wird auch der Auftrag zitiert, den Obama der CIA erteilt hat: Die Untersuchung sollte Fälle aufzeigen, in denen "die Finanzierung und Bewaffnung von Aufständischen in einem anderen Land den erhofften Erfolg gebracht hat". Weil die CIA kaum Erfolge vorweisen konnte, zögere der US-Präsident jetzt, derartige CIA-Operationen fortzusetzen.

Dieser (tatsächlich erschienene) Artikel rief keine "Schreie des Entsetzens und der Empörung" hervor, es geschah überhaupt nichts.

Der daraus zu ziehende Schluss ist eindeutig: In der politischen Kultur des Westens scheint es niemanden zu stören, dass der führende Staat der Freien Welt ein von Terroristen beherrschter Schurkenstaat ist, der seine schweren Verbrechen folgenlos öffentlich bekennen darf. Und es scheint auch niemanden zu stören, dass der Friedensnobelpreisträger, der einmal als liberaler Verfassungsrechtler eingeschätzt wurde, jetzt die uneingeschränkte Macht in Händen hält und sich nur dafür interessiert, wie die (völkerrechts- und verfassungswidrigen) Operationen seiner Geheimdienste noch effektiver gestaltet werden könnten."
Islamischer Fundamentalismus ist stark mit dem US-Geheimdienstapparat verknüpft. Al Qaida ist eine Schöpfung der CIA, die Mudschaheddin wurden von der CIA finanziert, die Wahabi-Sekte, die diese Organisationen fütterte, hat ebenfalls Verbindungen zum US-Geheimdienst. Der IS ist eine US-Schöpfung und die Saudis füttern sie. Egal ob westliche Geheimdienste in Terroranschläge direkt verwickelt sind oder "nur" strukturell.

FH

Mehr zum Thema:
Report: Bei den von den USA angeführten Luftangriffen im Irak und in Syrien, (die angeblich gegen den IS gerichtet sind), wurden schon 459 Zivilisten getötet.....

Samstag, 15. August 2015

Schuldenfrondienst: Drittes Schuldenpaket - Griechenland darf auf weitere Schulden von bis zu 86 Milliarden Euro hoffen

Karikatur:© Kostas Koufogiorgos, www.koufogiorgos.de


Mowitz
Die Rettung des internationalen Finanzkapitals nimmt unverdrossen ihren Lauf. Kranke 86 Milliarden Euro, winken nach einer langen Unterwerfungsdebatte in Athen den Griechen um die internationale Zockerbande schadlos zu halten, die bei ihren jahrzehntelangen Kreditgewährungen an Griechenland versäumte, die Kreditwürdigkeit des Landes näher zu untersuchen. Im neoliberalen Turbokapitalismus ist das nichts Schlimmes für Geldverleiher, da sie selbst kein Risiko eingehen, sondern das wird bis auf den letzten Cent auf die Steuerzahler, in diesem Fall, Griechenlands und Europas verlagert. Auf wen auch sonst? Die tonangebenden Zocker genießen heute endlich totale, globale Narrenfreiheit im Zockerkapitalismus und werden ihre Position mit dem neuen TTIP-Freihandelsabkommen noch um ein Vielfaches stärken. Dieses Abkommen handelt nämlich um die Freiheit der Konzerne zu schalten und walten wie sie wollen. Nicht der Menschen. Und die Verhandlungen scheuen das Licht der Öffentlichkeit, wie die Mafia eine bestechungsresistente Polizei.

Für die griechische Bevölkerung bedeutet das dritte Schuldenpaket, wie schon bei den vorhergegangenen, dass nichts bei ihnen ankommt, sondern dass auch das dritte Schuldenpaket fast ausnahmslos für die Begleichung alter Schulden verwendet wird. Ein krankes Wirtschaftssystem im Dienst von Zockerbanden. Den Rentenkürzungen stehen in Griechenland im Zuge der Umverteilung von arm nach reich, die Privatisierung gewinnabwerfender Staatsunternehmen gegenüber. Auch Flughäfen, Inseln in der Ägäis, der Hafen von Piräus und vieles mehr wird bald in privaten Besitz übergehen. Ein totaler Sieg der privaten Kapitalvermehrer über das arbeitende Volk. Und wir können sicher sein, dass der weniger gewinnbringende Staatsbesitz auch weiterhin im Staatsbesitz verbleibt. Allein schon um einer staunenden Allgemeinheit vorzuführen, dass nur die Privaten "wirtschaften" können. Obwohl die Wirklichkeit eine andere ist. Die Liste missglückter Privatisierungen ist lang und teuer für die Allgemeinheit. Berichtet wird nach dem Prinzip "was man nicht weiß, gibt es auch nicht," was soviel wie spärlich bedeutet, über die Privatisierungsflops unserer Zeit.

Der Widerstand des Volkes ist zaghaft, da muss man Wahlen und Petitionen nicht ernst nehmen. Der große Aufstand bleibt aus und alles bleibt wie gehabt. Das Wort "Systemveränderung" ist während des ganzen Tamtams um die neuen Schuldenpakete, nicht ein einziges Mal bemüht worden. Wie soll sich auch dann etwas ändern?

FH

Freitag, 14. August 2015

"Wir erzeugen künstlich einen gescheiterten Staat": Harald Schumann über Griechenland und die Zukunft Europas - Neue Sendung von Kontext TV


Kontext TV hat eine neue Sendung veröffentlicht:

"Wir erzeugen künstlich einen gescheiterten Staat": Harald Schumann über Griechenland und die Zukunft Europas

mit Harald Schumann,
investigativer Journalist (Der Tagesspiegel), Buchautor ("Die Globalisierungsfalle", "Der globale Countdown") und Protagonist der Filme "Staatsgeheimnis Bankenrettung" und "Macht ohne Kontrolle"

Der Beitrag ist online zu finden unter: http://www.kontext-tv.de/node/482

Griechenland habe mit den jüngsten Kreditprogrammen zwar den Euro behalten aber die Demokratie verloren. Das Land sei zu einem Protektorat der anderen Eurostaaten degradiert worden. Die Troika-Institutionen agierten im rechtsfreien Raum, sie seien für keine ihrer Handlungen rechenschaftspflichtig, so Schumann. Die EZB verweigere bis heute Aufklärung über Korruptionsfälle.

Der Bundesregierung gehe es mit dem dogmatischen Festhalten an einer ökonomisch widersinnigen Kürzungspolitik darum, an Syriza ein Exempel zu statuieren: Eine Alternative zum von Deutschland dominierten Krisenregime solle scheitern, um potentielle Nachahmer etwa in Italien, Frankreich oder Spanien abzuschrecken. Schützenhilfe erhalte die Bundesregierung von deutschen Medien, die in der Krise auf breiter Front versagt hätten: von Falschberichterstattung bis zur Verbreitung rassistischer Ressentiments.

Währenddessen nutzen die marktradikalen Kräfte in der EZB die Krise, um den europäischen Wohlfahrtsstaat zu schleifen. Statt ihrem Auftrag nachzugehen, Banken liquide zu halten, habe die EZB den Bank Run in Griechenland vorsätzlich erzeugt.

Ökonomisch destruktiv sei auch der Zwangsverkauf griechisches Flughäfen an die deutsche Fraport AG. Das sei, so Schumann, Privatisierung als Kolonisierung.

Die Eurozone sei zutiefst undemokratisch und neoliberal geprägt und habe in dieser Form keine Zukunft. Doch eine Auflösung des Euro sei mit enormen Kosten verbunden und würde in eine schwere europaweite Rezession führen. Zu befürchten sei außerdem, dass nationalistische Kräfte weiter Auftrieb erhalten und Europa eine Neuauflage von Konflikten erlebt, die nach dem 2. Weltkrieg überwunden schienen. Daher sei ein Kampf für die Demokratisierung Europas sowie die Einrichtung eines Eurozonenparlaments dringend notwendig.



Die Sendung gliedert sich in sechs Teile:

1. Griechenland als Protektorat / Troika agiert im rechtsfreien Raum / EZB verweigert Aufarbeitung von Korruptionsfällen: http://www.kontext-tv.de/node/483

2. An Syriza soll ein Exempel statuiert werden / Unterwerfung der Sozialdemokratie unter das Diktat der Märkte: http://www.kontext-tv.de/node/484

3. EZB: Schleifung des Europäischen Wohlfahrtsstaats, Verantwortung für Bank Run in Griechenland: http://www.kontext-tv.de/node/485

4. Privatisierung als Kolonisierung: Der Zwangsverkauf griechischer Flughäfen an die Fraport AG: http://www.kontext-tv.de/node/486

5. Eurozone zutiefst undemokratisch / Euro-Ausstieg würde schwere Rezession auslösen / Kampf für Demokratisierung: http://www.kontext-tv.de/node/487

6. Deutsche Medien in der Griechenlandkrise: "Versagen auf breiter Front" / Falschberichterstattung und Rassismus: http://www.kontext-tv.de/node/488

Die Sendung kann über "embedded code" auf anderen Seiten integriert werden (Creative Commons NC-BY).

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Mittwoch, 12. August 2015

Warum ich die Bewegung für Boykott, Kapitalentzug und Sanktionen gegen Israel unterstütze

Von Chris Hedges
thruthdig, 26.07.15
Die Palästinenser sind arm. Sie sind machtlos. Sie haben weder Stimme noch Einfluss in Entscheidungsgremien. Sie werden verteufelt. Sie haben keine betuchten Lobbyisten, die mit großen Wahlkampfspenden dafür sorgen, dass Gesetze gemacht werden, die ihnen nützen. Von denen, die sich um eine Präsidentschaftskandidatur bewerben, hat Hillary Clinton bereits einen Bettelbrief an den Medienmogul Haim Saban geschrieben und ihm versprochen, gegen Kritiker Israels vorzugehen, die sich für die Palästinenser einsetzen. [s. hier]. Palästinenser sind entbehrlich – wie die armen Farbigen in den USA.

Weder Regierungen noch mächtige politische Parteien werden sich für die Rechte der Palästinenser einsetzen. Solche Institutionen vertreten nur die Interessen des großen Geldes. Zu Gerechtigkeit kann den Palästinensern nur verholfen werden, wenn wir Bürger uns für sie einsetzen. Und das können wir, wenn wir die "Boycott, Divestment and Sanctions Movement" oder BDS-Movement (die Bewegung Boykott, Kapitalentzug und Sanktionen) gegen Israel, s. hier) unterstützen. Sanktionen haben schon das Apartheid-Regime in Südafrika zu Fall gebracht, und sie werden auch das Apartheid-Regime in Israel stürzen. Die BDS-Bewegung ist gewaltlos. Sie appelliert an das Gewissen. Und sie funktioniert.

Alle israelischen Produkte wie Jaffa-Zitrusfrüchte, Ahava-Kosmetik, SodaStream-Wassersprudler, Eden Springs-Mineralwasser und Wein müssen boykottiert werden. Wir müssen uns weigern, Geschäfte mit israelischen Dienstleistungsbetrieben zu machen. Und wir müssen Firmen boykottieren, die Geschäftsbeziehungen zu Israel unterhalten – wie Caterpillar (Baumaschinen), HP (Computer und Zubehör) und Hyundai (Autos). Wir müssen Institutionen – von Kirchen bis Universitäten – unter Druck setzen, damit sie aus Verträgen mit Firmen aussteigen, die auch Verträge mit Israel haben. Der Kampf gegen die Apartheid in Südafrika war lang und schwer. Der Kampf gegen die Apartheidspolitik der israelischen Regierung wird das auch sein.

Ein Jahr nach den verheerenden israelischen Bombenangriffen, die fast zwei Monate dauerten, liegt Gaza immer noch in Trümmern. Der größte Teil des Wasserleitungsnetzes ist zerstört oder verunreinigt. Der Strom fällt bis zu zwölf Stunden am Tag aus. Vierzig Prozent der 1,8 Millionen Einwohner und 67 Prozent der Jugendlichen sind arbeitslos – das ist der höchste Prozentsatz an arbeitslosen Jugendlichen auf der ganzen Welt. Von den 17.000 Häusern, die von der israelischen Luftwaffe zerstört wurden, konnte noch kein einziges wieder aufgebaut werden. 60.000 Menschen sind obdachlos. Nur ein Viertel der von internationalen Spendern zugesagten 3,5 Milliarden Dollar ist bisher eingegangen, und einen großen Teil dieses Geldes hat die Palästinensische Autonomiebehörde – das israelische Marionettenregime, das auf der West Bank residiert, für sich behalten. Und kein Republikaner oder Demokrat in Washington will sich mit der Israel-Lobby anlegen. Keiner wird Gerechtigkeit für die Palästinenser und einen Stopp der israelischen Tötungsmaschinerie fordern. Alle US-Senatoren, auch Bernie Sanders, haben im Sommer 2014 die israelischen Luftangriffe und das Abschlachten von Menschen, die weder ein Heer, noch Panzer und Artillerie, Marine oder Luftwaffe haben und ohne Schutz- und Kommandoeinrichtungen sind, mit einer einstimmig verabschiedeten Resolution unterstützt. Solche einstimmigen Beschlüsse waren früher in der Sowjetunion üblich. Alle Senatoren hofften auf Unterstützung durch die Israel-Lobby und stellten Eigennutz über Gerechtigkeit.

Israel leidet wegen der andauernden Kriege wie die USA an den Folgen einer Massenpsychose. Auch Israel wird von einer korrupten Oligarchen-Elite regiert, für die Krieg zum lukrativen Geschäft geworden ist. Auch Israel begeht selbst Kriegsverbrechen und spielt dann die Rolle des Opfers. Das Erziehungssystem und die Presse haben in Israel wie in den USA die Bevölkerung indoktriniert und den Eindruck erweckt, jeder, den der Staat zum Terroristen stempelt, dürfe umgebracht werden. Auch in Israel werden mutige Menschenrechtsaktivisten, Intellektuelle und Journalisten verleumdet und geschmäht – wie Norman Finkelstein, Max Blumenthal und Noam Chomsky in den USA.

Wer den Krieg aus Überheblichkeit und Machtstreben zum Werkzeug macht, muss im Krieg auch eigene Opfer bringen. Auch das gilt für Israel und für die USA gleichermaßen.

Die israelische Regierung macht den Palästinensern das Leben zur Hölle, um so viele wie möglich von ihrem Land zu vertreiben und die ausharrenden zu unterwerfen. Der "Friedensprozess" ist eine Farce. Israel hat sich inzwischen mehr als die Hälfte des Landes auf der West Bank und alle Wasservorkommen angeeignet, die Palästinenser in armselige Gettos oder Bantustans eingesperrt und ihr Land und ihre Häuser jüdischen Kolonisten übereignet. Besonders in Ostjerusalem legt Israel immer noch neue Siedlungen an. Rassengesetze, wie sie schon der rechtsstehende Demagoge Meir Kahane gefordert hat, rechtfertigen die Benachteiligung israelischer Araber und Palästinenser. Ilan Pappe spricht von einem jahrzehntelangen "schleichenden Genozid".

Bild: Carlos Latuff, Wikimedia, gemeinfrei.
Dieses Bild kam auf den zweiten Platz beim
Holocaust-Karikaturen-Wettbewerb 2006
In Gaza geht Israel sogar noch grausamer vor. Nach einer mathematischen Formel wird die Kalorienzahl der in den Gazastreifen gelieferten Nahrungsmittel auf ein bestimmtes Niveau begrenzt, um das Verhungern der 1,8 Millionen Palästinenser gerade noch zu verhindern. Dabei sind 80 Prozent der Palästinenser in Gaza von Hilfslieferungen islamischer Länder abhängig, um überleben zu können. Die alle paar Jahre wiederkehrenden militärischen Überfälle der israelischen Streitkräfte auf Gaza werden höhnisch als "Rasenmähen" bezeichnet und sollen sicherstellen, dass die Palästinenser wehrlos, eingeschüchtert und bettelarm bleiben. Seit 2008 hat es drei israelische Angriffe auf Gaza gegeben. Jeder war zerstörerischer und rücksichtsloser als der vorhergehende. Der israelischer Außenminister Avigdor Lieberman hat bereits angekündigt, ein vierter Angriff auf Gaza sei "unvermeidlich".

Während der 51-tägigen Belagerung Gazas im Sommer 2014 ließ Israel Bomben, Raketen und Granaten für 370 Millionen Dollar auf armselige Behausungen und Flüchtlingslager fallen, in denen so viele Menschen zusammengepfercht sind, wie sonst nirgendwo auf unserem Planeten. 2.104 Palästinenser wurden getötet. 1.462 davon, das sind 69 Prozent, waren Zivilisten, 495 waren Kinder. 10.000 Personen wurden verletzt. Im gleichen Zeitraum kamen 66 Soldaten und 6 Zivilisten aus Israel um. 400 palästinensische Läden und 70 Moscheen wurden zerstört, 130 Moscheen wurden beschädigt. 24 medizinische Einrichtungen wurden bombardiert, und 16 Krankenwagen getroffen; auch das einzige Elektrizitätswerk in Gaza wurde vernichtet. Die israelische Armee hat außer 390.000 Panzer- und 34.000 Artillerie-Granaten auch 4,8 Millionen sonstige Geschosse abgefeuert. Die meisten Zivilisten starben in ihren Häusern; viele wurden von Stahlnadelgeschossen zerfetzt. Kinder verbrannten durch weißen Phosphor oder wurden mit ihren Eltern von 2.000-Pound-Splitterbomben unter Trümmern begraben. Andere starben durch neuartige DIME-Bomben die äußerst kleine, karzinogene Partikeln freisetzen, die sowohl in weiches Gewebe als auch in Knochen eindringen. Die israelische Journalistin Amira Hass hat berichtet, dass die Israel Defense Forces / IDF jeden Palästinenser, der älter als 12 Jahre ist, als legitimes militärisches Ziel betrachten. Max Blumenthals neues Buch "The 51 Day War" (Der 51-Tage-Krieg, zu beziehen über amazon) ist eine erschütternde Chronik schrecklicher Gräueltaten, die von der IDF im Sommer 2014 begangen wurden. So schlimm das Apartheid-Regime in Südafrika auch war, es hat aber niemals seine Luftwaffe oder schwere Artillerie gegen die schwarze Bevölkerung in den Townships eingesetzt.

Aus einem Bericht von Action on Armed Violence / AOAV [Gegen bewaffnete Gewalt] geht hervor, dass Israel 2014 mehr Zivilisten mit Explosiv-Waffen getötet hat, als jeder andere Staat der Welt [weitere Infos dazu s. hier]. Dass die Hamas wenig treffsichere Raketen, die Finkelstein zu Recht als "etwas weiterreichende Feuerwerkskörper" bezeichnet hat, auf Israel abfeuert, wurde kürzlich in einem Bericht der Vereinten Nationen als "Kriegsverbrechen" angeprangert, wobei man "vergessen" hat, dass nach dem Völkerrecht auch die Hamas Gewalt anwenden darf, um sich zu verteidigen.

Der Unterschied bei der Feuerkraft war auch 2014 gewaltig: Israel setzte 20.000 Tonnen Explosivkörper gegen Gaza ein, während die Hamas nur 20 bis 40 Tonnen Explosivkörper zur Verfügung hatte, um zurückzuschlagen. Der Massenmord der IDF an Zivilisten ist vergleichbar mit den vom Islamischen Staat (im Irak und in Syrien) und von Boko Haram begangenen Massenmorden. In unserer Welt der doppelten Standards wird Israel aber nicht von Washington verurteilt, sondern sogar noch mit Waffen und US-Finanzhilfen in Milliardenhöhe versorgt, damit es das Töten fortsetzen kann. Das ist nicht überraschend. Die USA selbst wenden im Irak, in Syrien, in Afghanistan, in Pakistan, im Jemen und in Somalia ja auch Gewalt an und hinterlassen noch mehr zivile Opfer, Flüchtlinge und zerstörte Städte und Dörfer als Israel.

Der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu, der 90 Prozent des Geldes, das er für seinen letzten Wahlkampf ausgegeben hat, von US-Oligarchen wie Sheldon Adelson bekam, hat inzwischen eine Kampagne gegen Menschenrechtsaktivisten, Journalisten und Dissidenten gestartet. Er schürt offenen Rassismus gegen Palästinenser, Araber und afrikanische Wanderarbeiter, die in den Armenvierteln von Tel Aviv leben. "Tod den Arabern!" ist ein populärer Schlachtruf auf israelischen Fußballplätzen. Kriminelle aus rechten Jugendgruppen wie Im Tirtzu schlagen in den Straßen Tel Avivs regelmäßig Dissidenten, Palästinenser, israelische Araber und afrikanische Einwanderer zusammen. Das ist schon eine Art jüdischer Faschismus.

Israel ist keine Ausnahme. Es erlaubt einen Blick auf eine repressive militarisierte Welt, die uns allen droht – eine Welt mit riesigen Einkommensunterschieden und drakonischen Systemen zur Aufrechterhaltung der inneren Sicherheit. Es wird weder Freiheit für Palästina, noch für diejenigen geben, die in unseren eigenen Gettos eingesperrt sind und von brutalen Polizisten terrorisiert werden, bis wir uns vom Kapitalismus der Konzerne und von der neoliberalen Ideologie befreien, die ihn stützt. Es wird erst Gerechtigkeit für Michael Brown geben wenn es Gerechtigkeit für Mohammed Abu Khdeir gibt. Der Kampf für die Palästinenser ist unser Kampf. Wenn die Palästinenser nicht befreit werden, wird auch keiner von uns befreit. Wir können uns nicht aussuchen, welche Unterdrückten befreit werden und welche nicht. Alle Unterdrückten müssen befreit werden. Wenn wir die bereits Unterdrückten nicht befreien, werden wir bald alle unterdrückt sein.


Übersetzung: Wolfgang Jung, luftpost-kl.de

Dienstag, 11. August 2015

MH17-Ermittlung: Moskau wirft Westen „Hetze“ vor und fordert Fakten

Buk-Flugabwehrsystem, Wikimedia, public domain
Vor dem Hintergrund der Ermittlungen zum mutmaßlichen Abschuss des malaysischen Passagierflugzeugs über der Ukraine betreibt der Westen nach der Einschätzung des Moskauer Außenamtes eine aggressive Medienkampagne gegen Russland – mit dem Ziel, die öffentliche Meinung für das Untersuchungsergebnis im Voraus einzustimmen.

„Schon gleich nach der Katastrophe hatte in den Medien eine kategorische und beweislose Hetzkampagne gegen Russland wegen seiner angeblichen Verwicklung begonnen“, sagte Maria Sacharowa, die neue Leiterin des Informations- und Presseamtes des russischen Außenministeriums, am Montag.

In diese Hetze seien nicht nur westliche Massenmedien, sondern auch Offizielle verwickelt, „die sich nicht daran stören“, dass es keine Beweise für ihre Behauptungen gebe. Durch beweislose Schuldzuweisungen würde „seit einem Jahr ein Feindbild kreiert, ein Informationsmodell, an das dann das bereits vorher bekannte Untersuchungsergebnis angepasst werden soll“, sagte die Sprecherin. Russland könne sich mit dieser „politisierten aggressiven Medienoffensive mit dem Ziel der Verleumdung und Tatsachenverdrehung“ nicht abfinden.

Auf die Frage, ob Russland das Ermittlungsergebnis unter Umständen nicht anerkennen könnte, sagte Sacharowa, Russland wolle keine Kaffeesatzleserei betreiben, sondern mit Fakten arbeiten. Die Ermittlungen müssten sich auf Beweise und Zeugenaussagen stützen. „Sonst wäre das eine Kaffeesatzleserei oder ein politisches Spiel. Weder das eine noch das andere ist unser Weg.“

Die Boeing 777 der Malaysia Airlines mit der Flugnummer MH17 war am 17. Juli 2014 im umkämpften ostukrainischen Gebiet Donezk abgestürzt. Alle 298 Insassen kamen ums Leben. Die ukrainische Regierung in Kiew und die bewaffneten Milizen im Donbass, die sich in der Region heftige Gefechte lieferten, warfen sich gegenseitig vor, den Jet abgeschossen zu haben.

Ein internationales Ermittlerteam unter der Führung der Niederlande will im Oktober 2015 die genaue Absturzursache nennen. Parallel versuchen Staatsanwälte aus der Ukraine, den Niederlanden, Belgien, Australien und Malaysia zu klären, wer an der Katastrophe schuld ist.

Unterdessen bringen westliche Medien, aber auch Offizielle, immer wieder Vermutungen in Umlauf, dass die Schuld bei den Aufständischen liegen könnte. Beweise wurden aber nie vorgelegt.

Vor diesem Hintergrund forderten die fünf Staaten, die sich mit den strafrechtlichen Untersuchungen befassen, die Etablierung eines UN-Tribunals. Nach Angaben der ukrainischen Regierung sollen die Schuldigen im Geheimen ermittelt und vor ein internationales Tribunal gestellt werden.

Russland lehnt ein UN-Tribunal ab. Moskau befürchtet, dass ein neues Tribunal ebenso wie einst der Gerichtshof für Ex-Jugoslawien „politisiert und ineffizient“ vorgehen und Washington nach dem Munde reden würde. Zudem verweist Russland darauf, dass die MH17-Katastrophe das Ergebnis einer Kriminaltat und keine Bedrohung für den Weltfrieden sei.

Quelle: Sputnik Deutschland

Montag, 10. August 2015

Revolution im Großen-Koalitions-Schuhkarton

Karikatur:© Kostas Koufogiorgos, www.koufogiorgos.de

Mowitz
Unionsdudelwackar Volker Kauder will 60 CDU/CSU Bundestagsabgeordnete, die gegen das neue Griechenland-Verschuldungspaket im Bundestag gestimmt hatten, mit Würgehalsband an die kurze Leine legen. "Diejenigen, die mit Nein gestimmt haben, können nicht in Ausschüssen bleiben, in denen es darauf ankommt, die Mehrheit zu behalten: etwa im Haushalts- oder Europaausschuss", hatte Kauder Springers "Welt am Sonntag" gesagt. Merkel soll ja gar nicht glücklich über das Abstimmungsverhalten ihrer Parteiuntertanen gewesen sein, wo doch ihr S?PD Partner mit einer vorbildlichen Einheitsmeinung eine Vorlage lieferte, die auf gehorsamen Korpsgeist schließen lässt und die Kauder bei seinen Getreuen vermisst. Nun zittern viele der mit jeder Menge Nebeneinkünften beschäftigten CDU/CSU Abgeordneten, bei dem Gedanken, nicht länger an den Segnungen der Fleischknochen die mit ihrem Amt verbunden sind, teilhaben zu dürfen.

Leicht abgewandelt möchte ich den Abweichlern in der CDU/CSU Fraktion, mit Anlehnung an Kurt Tucholsky, Mut machen, der in seiner Glosse "Reise ins Dritte Reich" darauf verwies: "Nur nicht isoliert bleiben! Ein guter Bankier geht jeden Tag zur Börse, das ist das halbe Leben," um dann die damals Mächtigen, Mussolini und Hitler, auf ihre eigentliche Nicht-Größe zurechtzustutzen.

Übersetzt auf heutige Verhältnisse in Deutschland könnte man es so formulieren:

"Kerle wie Kauder oder die ehemalige FDJ-Sekretärin für Agitation und Propaganda, Angela Merkel, leben nicht so sehr von ihrer eignen Stärke wie von der Charakterlosigkeit ihrer Gegner."

Nun wollen wir mal schaun, ob die 60 Abweichler der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Charakter haben oder wie die Reichstagsabgeordneten bei der Abstimmung zum sogenannten "Ermächtigungsgesetz," als Hitler erst stark gemacht wurde, keinen. Womit ich weder Kauder noch Merkel mit Hitler vergleichen will. Das liegt mir fern.

Mir kommt es, wie immer, aufs Prinzip an. Prinzipienlosigkeit überlasse ich den Mächtigen. Die ohne ihre Prinzipienlosigkeit nicht mächtig wären.

FH

Samstag, 8. August 2015

Bundesregierung heizt Flüchtlingselend an

Mowitz
Im Vertrauen auf das Unvermögen seiner Wähler, Zusammenhänge nicht zu erkennen, brachte sich Micheline-Männchen Sigmar Gabriel im Januar 2014 in Position und kündigte strengere Regeln für deutsche Waffenexporte an.

Das könne zwar Arbeitsplätze kosten, "aber wenn man die Waffen in die falschen Regionen gibt, kann es zu einem Geschäft mit dem Tod werden" wurde er auf spon zitiert. Donnerlittchen, ob soviel Weisheit wirklich auf seinem eigenen Mist wachsen kann dachte ich damals schon zweifelnd, und wartete erst mal ab um das Resultat dieser vollmundig angekündigten, friedensschaffenden Maßnahme zu erfahren. Und es kam wie es kommen musste.

Alles nur eine Verarsche. Spaß muss sein. Selten so gelacht; auch wenn mir bei einem so ernsten Thema heute das Lachen im Halse stecken blieb. Spon wartete nämlich jetzt mit der Schlagzeile auf: Genehmigungen des Wirtschaftsministeriums: Rüstungsexporte in arabische Staaten mehr als verdoppelt.
"Das gehe aus der parlamentarischen Anfrage des Linken-Abgeordneten Jan van Aken hervor. Demnach ist der Wert der sogenannten Einzelgenehmigungen um rund 50 Prozent auf nun 3,31 Milliarden Euro gestiegen. Rechnet man die Sammelausfuhrgenehmigungen hinzu, zumeist Kooperationen mit Nato-Partnern, ergibt sich ein Gesamtwert von insgesamt 6,35 Milliarden Euro."
Gleichzeitig fliehen Millionen Menschen aus Kriegsgebieten, die deutsche Rüstungskonzerne und ihre Bundesregierung heiß halten und sorgen mit dafür, dass der diesjährige deutsche Leistungsbilanzüberschuss auf rekordverdächtige 8,1 Prozent des Bruttoinlandsprodukts geschätzt wird.

Karikatur:© Kostas Koufogiorgos, www.koufogiorgos.de
Und das arg von Deutschland und der EU/Troika gebeutelte kleine Griechenland mit seinen 11 Millionen Einwohnern, hat im Juli 50.000 Flüchtlinge aufnehmen müssen, so viele wie im ganzen vorigen Jahr. Laut Uno-Flüchtlingshilfswerk ist die Lage dramatisch - und beschämend für Europa. Noch mehr beschämend sind die Ursachen der Flüchtlingsströme für die niemand verantwortlich sein will. In Deutschland und Europa werden die Opfer einer transatlantischen Volksausrottungspolitik vielerorts mit Hass und Gewalt empfangen. Eine entmenschlichte "Willkommenskultur" macht sich wieder in Europa breit. Und viele kochen ihre schmutzigen Süppchen auf dem Höllenfeuer der von ihnen in Brand gesteckten Asylantenheime. Europas gefährlichster Mann, David Cameron, über den Georg Diez in seiner zu empfehlenden Kolumne "Europäische Flüchtlingspolitik: Der Rassismus war nie fort" schreibt, würde am liebsten den Kanal zwischen sich und Europa mit Schwefelsäure füllen.

Die 94.000 Asylbewerber aus dem Balkan, denen jetzt eine Wiedereinreisesperre nach Deutschland droht, sind ein Resultat der Zerstörung Jugoslawiens, an dem sich Deutschland aktiv, aber völkerrechtswidrig beteiligte, und hatte die Gewinnung "neuer Märkte" und den Kampf um "Einflußsphären" auf dem Balkan zum Ziel.
"Grenzen wurden willkürlich neu gezogen, das gesamte Justizsystem wurde auf den Kopf gestellt, vergesellschaftete Unternehmen wurden in den Ruin getrieben, das Finanz- und das Bankensystem wurde zerstört, Sozialprogramme und soziale Institutionen wurden dem Erdboden gleich gemacht (...). Im Rückblick ist es nützlich, sich die sozialen und ökonomischen Errungenschaften Jugoslawiens vor dem Krieg (bis zum Jahr 1980) zu vergegenwärtigen: Das durchschnittliche Wachstum des Bruttoinlandsprodukts betrug 6,1 % pro Jahr, und zwar über eine Dauer von zwanzig Jahren (1960 - 1980), es gab freie medizinische Versorgung bei einer Rate von einem Arzt auf 550 Jugoslawen, die Alphabetisierungsrate lag bei 91 %, die durchschnittliche Lebenserwartung bei 72 Jahren". Wie Jugoslawien zerstört wurde >>>
Die volkswirtschaftlichen Diktate des IWF zerstörten die Lebensperspektiven von Millionen Jugoslawen, nahmen ihnen das Recht auf Arbeit, Ernährung und Wohnung. Und auf dem Weg sind der IWF und seine Komplizen in den USA und Europa immer noch. Siehe Griechenland. Auch in Deutschland sind "umwerfende" Veränderungen angesagt.

FH

Freitag, 7. August 2015

70 Jahre Hiroshima und Nagasaki: "Wir hatten keine Bombe zu verschwenden" (US-amerikanischer Kriegsminister Henry L. Stimson)

Der Einsatzbefehl vom 25. Juli 1945
Wikipedia, gemeinfrei
Mowitz
Als der zweite Weltkrieg schon längst vorbei war, warfen die aufsteigenden Faschisten des Planeten noch schnell zwei Atombomben auf die untergehenden Faschisten unserer Erde. Weit über 200.000 Zivilisten starben in Sekundenschnelle. Hundertausende starben einen qualvollen Tod an den Spätfolgen des größten Kriegsverbrechen des Zweiten Weltkrieges. Nicht um den Krieg schneller zu beenden, wurden die Bomben geworfen, die Japaner hatten schon längst ihre Bereitschaft zur Kapitulation zu erkennen gegeben - sondern aus einer ganz banalen Denkweise heraus, die typisch für die gesamte Wall Street-Gemeinde ist und die der damalige US-amerikanische Kriegsverbrecherminister Henry L. Stimson wie folgt formulierte:

"Wir hatten keine Bombe zu verschwenden!"

So zielgenau, so zynisch und präzise hat es keiner, weder vor noch nach ihm, besser ausgedrückt. Ein Beispiel, wie aus dem Lehrbuch der Cost-Benefit-Analyse, (Nutzen-Kosten-Analyse), entnommen.

FH

Zupfgeigenhansel - Mein Michel

Mittwoch, 5. August 2015

Völkerrechtsvorstellungen à la USA

Mowitz
Während die VSA wegen des Referendums der Krim-Bevölkerung vom 16. März 2014 das mit einer überwältigenden Mehrheit von 96,77 % der abgegebenen Stimmen, bei einer Wahlbeteiligung von 83,1 %, für einen Anschluss an Russland endete, die Welt an den Rand eines Kernwaffenkrieges treibt, offiziell weil Russland nach Meinung der VSA und seiner Vasallen, das Völkerrecht verletzt habe, führen die VSA immer dreister der Welt vor, was sie vom Völkerrecht und dem damit verbundenen Nichteinmischungsprinzip in die inneren Angelegenheiten fremder Staaten halten. Die VSA scheren sich nämlich einen feuchten Kehricht um das Völkerrecht.

Was jeder der es wissen will, schon lange weiß, nämlich wer hinter dem sogenannten "Bürgerkrieg" in Syrien steht, und mit seinen selbst erschaffenen IS-Kopfabschneidern und Terroristen die syrische Zivilbevölkerung terrorisiert, so dass diese in Massen aus Syrien flieht und Zuflucht in ihren Nachbarländern und Europa sucht.

Präsident Putin traf neulich den türkischen Botschafter Umit Yardim in Russland hinter verschlossnen Türen, meldete die Moscow Times am 3.8.15 (Nachtrag: 18.08.15 Moscow Times ist als Quelle nicht belegbar, s. unter Kommentare) und es soll dabei ganz undiplomatisch hoch hergegangen sein.
„... dann sagen sie ihrem Diktator-Präsidenten, er kann zur Hölle fahren mit seinen ISIS-Terroristen und ich werde Syrien zu einem 'Großen Stalingrad' für ihn machen, denn Erdogan und seine saudischen Alliierten sind nicht weniger boshaft als Adolf Hitler.
Sahra Wagenknecht warb schon am 29.07.2015 in einer Pressemitteilung darum, dass die deutsche Bundesregierung ihre Bündnistreue mit Erdogan aufkündigen soll. Wer wie Erdogan und sein Regime mit Unterstützung der USA die Terrormiliz Islamischer Staat bewaffnet, versorgt und gewähren ließ und weiterhin islamistische Terrormilizen ausbildet, ist völlig unglaubwürdig im Kampf gegen den Terror, sagte Sahra Wagenknecht weiter.

Professor Michel Chossudovsky in seinem Artikel "26 Tatsachen über den Islamischen Staat, die Obama gern verheimlichen möchte:"
"Der von den USA angeführte Krieg gegen den Islamischen Staat ist eine große Lüge.

Mit der Behauptung, der präemptive weltweite Krieg gegen "islamische Terroristen" sei notwendig, um "das Territorium der USA" selbst zu schützen, soll nur ein umfassender militärischer Plan gerechtfertigt werden.

Der Islamische Staat im Irak und in der Levante / ISIL ist ein Geschöpf der US-Geheimdienste. Die "Terrorbekämpfung" Washingtons im Irak und in Syrien dient eigentlich nur der Unterstützung der Terroristen.

Der Einfall der Brigaden des Islamischen Staates / IS in den Irak, der im Juni 2014 begann, war Teil einer sorgfältig geplanten Operation der Militärgeheimdienste der USA, der NATO und Israels.

Die Behauptung der USA, den Terror bekämpfen zu wollen, ist eine Fiktion, denn sie sind selbst "der größte staatliche Sponsor des Terrorismus".

Der Islamische Staat wird von den USA und ihren Verbündeten geschützt. Wenn sie die Brigaden des Islamischen Staates hätten ausschalten wollen, hätten sie deren Toyota-Pickup-Konvois mit Bombenteppichen stoppen können, als die im Juni durch die Wüste von Syrien aus in den Irak eindrangen.

Die syrisch-arabische Wüste ist ein offenes Gelände. Mit modernsten Kampfjets vom Typ F-15, F-22 Raptor und CF-18 Hornet wäre – aus militärischer Sicht – eine schnelle und erfolgreiche chirurgische Operation (gegen die IS-Konvois) möglich gewesen." Prof. Michel Chossudovsky
Nun verlangen die VSA von der legal gewählten syrischen Regierung Assad, dass die neuen, von den VSA ausgebildeten Terroristen, die den Auftrag Wahingtons ausführen sollen die Regierung Assad zu stürzen, dass die Regierung Assad es nicht wagen soll, sich gegen diese illegalen Verbrecher zur Wehr zu setzen.
„Wir werden handeln, um die Gruppe Neues Syrien, die wir ausgebildet und ausgerüstet haben, zu verteidigen“, erklärte Pentagon-Sprecher Bill Urban. RT Deutsch
Karikatur:© Kostas Koufogiorgos, www.koufogiorgos.de
Mit einer beispiellosen Unverfrorenheit vor den Augen der ganzen Welt, brechen die US-Amerikaner internationales Recht zum wiederholten mal und die Welt sieht zu und schweigt ebenso unverfroren. Die US-Bemühungen die Karte des Nahen- und Mittleren Osten umzumodulieren, haben die aktuellen Kriege in der Region bereits entfacht. Darüber kein Wort in den internationalen Bank- und Konzernmedien. Ich gehe wohl nicht fehl in der Annahme, dass nicht einmal 5 Prozent der Menschen im sich "gebildet" gebenden Westen etwas über den "Greater Middle East" wissen und sie jede noch so blöde und naive Propagandalüge mit Begeisterung schlucken, um eigenes Nachdenken zu vermeiden. So konnten die VSA und ihre Nato-Verbündeten mit erlogenen serbischen "Todeslager" in Bosnien die sozialistische Republik Jugoslawien widerrechtlich eliminieren. Ein Völkerrechtsverbrechen, das bis heute ungesühnt und offiziell unaufgeklärt ist.
Der angewandte Terror zur Schaffung einer geopolitischen Großregion von Marokko bis Pakistan, der "Greater Middle East", globales Nahziel des Wall Street-Kapitals, das auf internationaler Bühne als US-Regierung agiert, hat bereits Millionen Opfer mittels seines kriegerischen Terrors gefordert. Hauptverantwortlich für diese Untaten sind das Kapital-Imperum und seine Vasallen. Kurz nach dem 11. September 2001, wie auf Bestellung, fiel der Startschuss zur Umsetzung des Projekts "Greater Middle East". An einem anderen 11. September, elf Jahre zuvor, 1990, sprach Präsident George H. W. Bush, in einer Rede vor beiden Kammern des Kongress von einer „Neuen Weltordnung“. Weiterlesen >>>
Das die VSA, nebst Vasallen, nicht ernsthaft daran interessiert sind ihr Terrorprojekt IS wirksam zu bekämpfen, kann man am ehemaligen israelischen Premier- und Verteidigungsminister Ehud Barak festmachen, der in einem Interview mit RT Deutsch erklärte:
Die Organisation „Islamischer Staat“, die den Nahen Osten nach der Eroberung der zweitgrößten Stadt Iraks, Mossul, seit mehr als einem Jahr terrorisiert, sei überhaupt „nicht stark.“[.....]Bei einem ernsten Gegenschlag dürfte der IS schnell bezwungen sein. [......]„Ich denke, der IS ist deshalb erfolgreich, weil er keiner kohärent koordinierten Anstrengung gegenübersteht, die ihn zerstören will. Technisch gesehen sind sie mit 30 000 bis 40 000 Kämpfern nicht stark. Sie kämpfen größtenteils nur mit Toyota-Pickups, auf die sie Maschinengewehre montieren“ RT Deutsch
FH

Sonntag, 2. August 2015

Erfundene "Todeslager" in Bosnien dienten als Vorwand für die 1992 erfolgte "Humanitäre Intervention" in Jugoslawien, die mit der Verpflichtung zum Schutz gerechtfertigt wurde

Global Research, 21.07.15

Serbische Auffanglager für bosnische Flüchtlinge wurden der westlichen Öffentlichkeit als "Konzentrationslager" verkauft, um deren Unterstützung für die geplante Intervention in Jugoslawien zu gewinnen.

Im August 1992 waren Millionen von Menschen entsetzt über Fotos, die angeblich aus einem serbischen Todeslager in Bosnien stammten. Die Story über die Todeslager war aber erlogen. Das Kamerateam des britischen TV-Senders Independent Television News / ITN hatte aus einem umzäunten Gehege heraus gefilmt und den Eindruck erweckt, die bosnischen Männer (die sich vor dem Zaun befanden) seien in einem mit Stacheldraht umzäunten Lager eingesperrt. Mit manipulierten Screenshots aus dem Videofilm, die viele westliche Medien verbreiteten, wurde die Lügenstory von den serbischen Konzentrationslagern bebildert.

In Wirklichkeit war das "Todescamp" ein Auffanglager für Flüchtlinge.

Die "Fotos" stammten aus einem Videofilm eines ITN-Kamerateams, das sich einen Tag in Bosnien aufgehalten hat. Der Film wurde in einem Flüchtlingslager in der Stadt Trnopolje gedreht, die Tern-op-ol-yay ausgesprochen wird.

Das am häufigsten verbreitete Foto zeigt einen großen, stark abgemagerten Mann mit nacktem Oberkörper und einem eingefallenen Brustkorb hinter Stacheldraht. Erinnern Sie sich an dieses Bild?

Es war eine Fälschung.

Das wird in einem serbischen TV-Dokumentarfilm nachgewiesen, dessen englisch kommentierte Version den Titel "Judgment!" (Urteil, s. https://www.youtube.com/watch?v=xox7TR11evI&feature=related) trägt und von Jared Israel und Peter Makara produziert wurde, die auch die Website "The Emperor's New Clothes" (Des Kaisers neue Kleider, s. hier) betreiben.

Schon der Stacheldrahtzaun war eine Inszenierung. In dem Dokumentarfilm wird gezeigt dass sich das ITN-Kamerateam innerhalb eines mit Hasen- und Stacheldraht abgezäunten Lagerplatzes befand und durch den Zaun nach draußen filmte; dadurch erzeugte es den falschen Eindruck, die gefilmten Menschen seien eingesperrt. Wenn es sich tatsächlich um ein Todeslager gehandelt hätte, in dem Menschen ermordet wurden, wäre es sicher nicht nur mit einem 2 Meter hohen Zaun aus Hasendraht gesichert worden, der leicht mit bloßen Händen einzureißen ist.

Das war aber nur der erste schmutzige Trick. Der Film "Judgment!" zeigt Schritt für Schritt, wie die gefälschten Bilder kreiert wurden. Die Beweise sind so erdrückend, dass die Rechtsanwälte des TV-Senders ITN der Internetfirma, die den Server betreibt, über die unter www.tenc.net für den Film geworben wird, mit einer Klage drohten.

Die gefälschten Fotos wurden ab dem 6. August 1992 weltweit verbreitet; in Bildunterschriften und Kommentaren wurde Trnopolje mit den Todeslagern der Nazis verglichen.

Die ganze Story war eine faustdicke Lüge.

Seit 1992 haben die Mainstream-Medien immer wieder gefälschte Videos und Bilder benutzt, um Interventionen der USA und der NATO auch im Irak, in Syrien, in Libyen und in der Ukraine zu rechtfertigen.

Auch in dem unter https://www.youtube.com/watch?v=4xss0Ep1MJM aufzurufenden Video wird nachgewiesen, dass Bilder aus dem ITN-Film den Mainstream-Medien dazu dienten, den Überfall auf einen souveränen Staat als "humanitäre Aktion" zu beschönigen.



(Luftpost hat den Artikel komplett übersetzt und mit Ergänzungen und Links in Klammern versehen. Die eingefügten Fotos, auf Luftpost, sind Screenshots und wurden dem Film "Judgment!" entnommen. Wir möchten daran erinnern, dass auch der damalige deutsche Außenminister Joschka Fischer mit seiner Äußerung – "Ich habe nicht nur gelernt: Nie wieder Krieg. Ich habe auch gelernt: Nie wieder Auschwitz." (weitere Infos dazu s. unter http://www.spiegel.de/politik/deutschland/wortlaut-auszuege-aus-der-fischer-rede-a-22143.html) – dazu beigetragen hat, den völkerrechtswidrigen Überfall der USA und der NATO auf Jugoslawien und den ersten verfassungswidrigen Kriegseinsatz der Bundeswehr "salonfähig" zu machen.)

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