Mittwoch, 30. September 2015

Putins rote Linie: Kein Regimewechsel in Syrien!

"Vertreter der Obama-Regierung, die monatelang mit der Türkei verhandelt haben, teilten am Donnerstag mit, sie hätten vereinbart, dass bemannte und unbemannte US-Kampfflugzeuge von türkischen Flugplätzen in Incirlik und Diyarbakir aus Stellungen des Islamischen Staates angreifen dürfen. Ein höherer Offizieller hat die Vereinbarung als "Game Changer" (Wendepunkt) beschrieben. [s. hier]"
Von Mike Whitney
counterpunch, 17.09.15
Der Krieg in Syrien kann damit in zwei Phasen aufgeteilt werden: die Vor-Incirlik-Phase und die Nach-Incirlik Phase. Die Vor-Incirlik-Phase umfasst in etwa die vier Jahre, in denen die von den USA unterstützten, mit Al-Qaida verbündeten islamistischen Milizen gegen die syrische Armee gekämpft haben, um den Präsidenten Baschar al-Assad zu stürzen. Diese erste Phase des Krieges endete mit einem Patt.

Die Nach-Incirlik-Phase könnte ganz anders ausgehen, weil die Drohnen und Kampfjets der USA vom türkischen Flugplatz Incirlik aus in nur 15 Minuten Syrien erreichen können. Dadurch kann die U.S. Air Force die Anzahl ihrer Angriffe erhöhen, die dschihadistischen Bodentruppen der USA noch besser schützen und unterstützen. Das wird ihre Chancen auf einen Sieg außerordentlich verbessern.

Die New York Times hat den Incirlik-Deal als "Wendepunkt" bezeichnet, was eine Untertreibung ist. Die F-16 der U.S. Air Force können jetzt ständig am Himmel über Syrien patrouillieren und eine De-Facto-Flugverbotszone errichten; das wird die Möglichkeiten Assads, die US-unterstützten Milizen, die bereits große Teile Syriens erobert haben und jetzt nach Damaskus greifen, (auch aus der Luft) zu bekämpfen, stark einschränken. Der Krieg kann zwar nicht nur aus der Luft gewonnen werden, aber die taktische Wende hat die Chancen der Dschihadisten stark verbessert. Mit anderen Worten, die Incirlik-Vereinbarung hat die Lage total verändert.

Die Obama-Regierung glaubt, der Regimewechsel sei jetzt in greifbare Nähe gerückt. Sie geht davon aus, dass U.S. Special Operations Forces und türkische Kampftruppen nur noch ein bisschen nachhelfen müssen und halten das für machbar. Deshalb hat Obama über den Plan Russlands, eine Übergangsregierung oder eine Koalition gegen den ISIS zu bilden, auch nur die Schultern gezuckt. Die USA meinen, keine Kompromisse eingehen zu müssen, weil sie jetzt über strategisch günstig gelegene Flugplätze verfügen, von denen aus sie ihre islamistische Marionetten-Armee schützen, noch mehr Ziele jenseits der Grenze bombardieren und den Himmel über Syrien kontrollieren können. Obama denkt, nur seinen Luftkrieg intensivieren, noch etwas mehr Druck auf Assad ausüben und warten zu müssen, bis dessen Regime zusammenbricht. Deshalb sollten wir zu Beginn der zweiten Phase mit einer deutlichen Eskalation rechnen.

Weil der russische Präsident Wladimir Putin das weiß, wird er mehr Waffen, Nachschub und Berater nach Syrien schicken. Er wird den Herrschaften in Washington signalisieren, dass er sie durchschaut hat und reagieren wird, wenn sie es zu weit treiben. In einem Interview mit dem staatlichen Channel 1 sagte Putin: "Wir wissen, was und wie wir es tun, wenn sich die Situation in Syrien durch noch mehr Gewalt noch weiter verschlechtert. Wir haben unsere Pläne."

Putins Pläne machen die US-Regierung sehr nervös, und sie versucht natürlich, herauszufinden, welche Asse er im Ärmel hat. Erst vor wenigen Tagen hat US-Außenminister John Kerry mit seinem russischen Kollegen Sergei Lawrow telefoniert, um seine "Besorgnis über die russische Militärhilfe für Syrien" auszudrücken. Der Anruf war ein plumper Versuch, Lawrow Informationen darüber zu entlocken, wie Moskau reagieren wird, wenn Washington weiterhin Assad zu stürzen versucht. Der russische Außenminister hat den Köder aber nicht geschluckt. Er hat seinen bisherigen Kurs beibehalten und Kerry nichts gesagt, was der nicht ohnehin schon wusste.

Karikatur:© Kostas Koufogiorgos, www.koufogiorgos.de
Tatsache ist aber, dass Putin einen gewaltsamen Sturz Assads nicht zulassen wird. Obwohl das klar ist, sind sich Obama und seine Berater noch nicht zu 100 Prozent sicher und versuchen weiterhin, eine offizielle Bestätigung dafür zu bekommen. Aber Putin wird sich nicht festlegen, um seine Karten nicht zu früh aufzudecken und den Eindruck zu vermeiden, er sei auf Konfrontation aus. Das bedeutet nicht, dass er nicht entschlossen ist (Assad zu stützen). Das ist er, und Washington weiß das auch. Putin hat eine rote Linie gezogen und den USA zu verstehen gegeben, dass sie Ärger bekommen werden, wenn sie diese Linie überschreiten.

Obama hat also die Wahl. Er kann (auf den Sturz Assads verzichten und) sich friedlich mit Moskau einigen oder weiterhin einen Regimewechsel anstreben und eine Konfrontation mit Russland riskieren.

Unglücklicherweise glaubt Washington nicht nachgeben und seine Politik noch ändern zu können. Deshalb wird die US-Kriegsmaschinerie weiterlaufen, bis sie endgültig in eine Sackgasse gerät und stotternd zum Halten kommt. Wie in der Ukraine wird die Sturheit der USA am harten Widerstand scheitern, auf Kosten der geschundenen Syrer, ihres Landes und der ganzen Region.

Bedenken Sie auch, dass der imperialistische Plan zur Zerschlagung Syriens viel subtiler ist, als er zu sein scheint. Michael E. O'Hanlon von der Brookings Institution schreibt in seinem Artikel "Deconstructing Syria: A new strategy for America’s most hopeless war" [Die Demontage Syriens: Eine neue Strategie für den hoffnungslosesten Krieg der USA, s. hier.
"Der Plan sieht nicht unbedingt vor ... Assad zu stürzen, sondern möglichst viel seines Staates, den er wieder ganz zu regieren hofft, seiner Kontrolle zu entziehen. Die autonomen Zonen können nur "befreit" werden, wenn sicher ist, dass sie nicht wieder unter die Herrschaft Assads oder eines Nachfolgers geraten. Nach diesem Konzept ist nicht der Sturz Assads das militärische Ziel, sondern die Eroberung der Gebiete, die er jetzt noch kontrolliert. Und wenn sich Assad zu lange ziert, ins Exil zu gehen, gefährdet er nicht nur seine Regierungsmacht, sondern auch seine Person."
Das ist also geplant: Die größeren Städte und möglichst viel syrisches Territorium sollen erobert und die Versorgungswege und wichtige Teile der zivilen Infrastruktur sollen zerstört werden, um Assad fortschreitend zu entmachten. Letztendlich soll Syrien in viele kleine, von bewaffneten Söldnern, Al-Qaida-Ablegern und lokalen Warlords beherrschte Enklaven zerschlagen werden. Das ist Washingtons teuflischer Plan für Syrien. Er ist dem zionistischen Plan, "die ganze Region durch Zerschlagung aller bestehenden arabischen Staaten in viele Teilstaaten aufzusplittern" verblüffend ähnlich, ja praktisch mit ihm identisch.

Es ist klar, dass Obama, durch den Incirlik-Deal ermutigt, noch glaubt, seinen imperialistischen Syrien-Plan mit Hilfe der Türkei umsetzen zu können. Das wird aber nicht möglich sein. Russland, der Iran und die Hisbollah werden ihren Verbündeten Assad verteidigen und Washingtons Zug zum Halten bringen. Obama wird es zwar gelingen, einen weiteren souveränen Staat zu zerstören und dessen Menschen über den ganzen Mittleren Osten und Europa zu zerstreuen. Den ursprünglichen US-Plan wird er aber nicht verwirklichen können. Es wird keinen Regimewechsel in Syrien geben. Putin, Nasrallah und Khamenei werden das zu verhindern wissen.

Übersetzung: Wolfgang Jung, luftpost-kl.de

Montag, 28. September 2015

Merkel nächste UN-Generalsekretärin unter Führung US-Amerikas?

Mowitz
Die im neuen Großdeutschland, wegen ihrer ausgebliebenen Erfolge, trotzdem gefeierte und eine gefühlte Ewigkeit immer wiedergewählte ehemalige FDJ-Sekretärin für Agitation und Propaganda, Angela Merkel, werden in der deutschen Presse Ambitionen auf das Amt des Generalsekretärs der Vereinten Nationen nachgesagt. Wenn sie schon mit dem Bemühen, Deutschland einen ständigen Sitz im UN-Sicherheitsrat zu beschaffen, scheiterte, warum dann nicht als Sachwalterin für US-Interessen auf internationalem Parkett so zu tun, als würde sie nun das Zepter der Präsidentin des Planeten, als Strafe für den ausgebliebenen, ständigen Sitz im Sicherheitsrat, übernehmen. Die Welt wirds überleben. Preisfrage zum Thema: Wie heißt eigentlich der jetzige UN-Generalsekretär unter der Wall Street-Regierung? Nicht gewusst? Dann befinden Sie sich mit 99,9 Prozent der Weltbevölkerung, die es auch nicht weiß, in guter Gesellschaft. Am Ende des Artikels kommt die Auflösung, die ich mir auch erst bei Wikimedia abkupfern musste.


Können Sie sich noch an Joseph Ratzinger erinnern, als er 2005 "Wir sind Papst Benedikt XVI." wurde und nach knapp acht Jahren sein Amt entnervt an den berühmten Nagel hängte? Eine kluge Entscheidung, die er 2013 traf - die allerdings nie richtig gewürdigt wurde. Er könnte ja nach einem Bericht der römischen Zeitung "La Repubblica" auch zurückgetreten sein, weil das Ausmaß der "Vatileaks"-Affäre um gestohlene Dokumente, Sex und Korruption im Vatikan, seine Kraft und Vorstellungen überstieg. Das kommt, auch bei Spitzenpersönlichkeiten, schon mal vor.

Und was will Merkel in New York, dem offiziellen Sitz der Vereinten Nationen, verändern, was sie nicht schon als FDJ-Sekretärin für Agitation und Propaganda in der DDR hätte verändern können? Allerdings muss man ihr zugutehalten, dass sie auch nie mit dem Anspruch angetreten ist irgendetwas zu verändern. Weder in der DDR, noch in der BRD. Nur in der Ukraine, als die USA sie an die Hand nahmen und sie im Windschatten der Wall Street-Regierung auf dem Maidan in Kiew an völkerrechtswidrigen Veränderungen (Putsch) mitwirkte. Die gingen letztlich in die Hosen, führten zu einer Beteiligung waschechter Nazis in der ukrainischen Regierung und zu einem Rechtsruck in Europa. Der Rechtsruck wurde noch mehr durch die verbrecherische Politik der Vereinigten Staaten im Nahen und Mittleren Osten verstärkt, und eine von der deutschen Lumpenpresse gefeierte Merkel stoppte weder Obama noch seine Wall Street-Auftraggeber. Das wäre nach ihrem Verständnis von Freundschaft unter Partnern, äh Komplizen, zu weit gegangen und dafür ist sie doch nicht zuständig.

Der totale wirtschaftliche Niedergang der Ukraine, ausgelöst durch den westlichen Staatsstreich, stürzte die Ukraine ins Chaos und in einen innerukrainischen Krieg zwischen der West- und Ostukraine. Die Folgen des Staatsstreiches führten nach einem Volksentscheid der Krimbevölkerung mit großer Mehrheit zum Austritt der Krim aus der Ukraine und zum Eintritt in die Russische Föderation. Das die Welt nach dem völkerrechtswidrigen Staatsstreich auf dem Kiewer Maidan, mit USeuropäischer Beteiligung, deutlich unsicherer geworden ist und zu einem der gefährlichsten Nachkriegsszenarien zwischen den Atommächten USA und Russland mit nicht überschaubaren Risiken für Europa führte, sollte inzwischen für jeden klar sein der sich mit dem Konflikt beschäftigt hat.

Obwohl die tieferen Ursachen des neuen Kalten Krieges in den Ansprüchen Russlands und Chinas liegen, den USA und der Wall Street nicht länger die globale Führungsrolle allein zu überlassen. Eine multipolare Weltordnung mit einer Stärkung der Vereinten Nationen, die auch die Einhaltung des Völkerrechts von allen Staaten durchsetzen kann, wäre schon mal ein großer Schritt in die richtige Richtung.

Es kann nicht sein, dass das Selbstbestimmungsrecht der Völker dort aufhört wo der US-Anspruch auf Bestimmung über die Weltbevölkerung anfängt. Und es kann und darf nicht länger hingenommen werden, dass die Vereinigten Staaten und etliche ihrer Vasallen Terrortruppen schaffen, sie organisieren und finanzieren und ungestraft damit davonkommen.

Die Qualifikationen und das fehlende Durchsetzungsvermögen das Frau Merkel für das Amt des UN-Generalsekretärs mitbringt, sind so dürftig, dass sich die Vereinten Nationen das wirklich nicht antun sollten, wenn sie nicht weiter auf der Bedeutungslosigkeitsskala abrutschen wollen. Weder die Welt noch die Vereinten Nationen werden durch bedingungslose US-Ja-Sager selbstständiger noch besser. Die Welt leidet unter den Diktaten der USA und benötigt dringend geopolitische Veränderungen, die Washingtons Einfluss und Macht stark einschränken.

Auch die merkelsche Staatsräson einer unheiligen Allianz Deutschlands mit Israel muss wieder abgeschafft werden, wenn nicht die Plünderung Palästinas durch zionistische Regimes in Israel bis in alle Ewigkeit fortgeführt werden soll. Merkel als ehrliche Friedensmaklerin im Nahen Osten? Zumindest ehrlich ist sie mit Sicherheit nicht.

Unter ihren Kanzlerinnenjahren ist eine massive Zunahme von Rüstungsgeschäften Deutschlands gerade in Konfliktregionen zu beobachten. Also Geschäfte, die für die weltweiten Flüchtlingsbewegungen verantwortlich zeichnen. Und denen Merkel bei Öffnung der Tore zur ungehemmten Aufnahme in Deutschland scheinheilig entgegenrief: "Muss Deutschland sich jetzt schon dafür entschuldigen, dass wir in Notsituationen ein freundliches Gesicht zeigen? Dann ist das nicht mein Land". Nein Frau Merkel, es ist nicht Ihr Land. So wenig wie Sie meine Bundeskanzlerin sind. Das hindert mich aber wirklich nicht daran solidarisch mit den Opfern Ihrer Rüstungsgeschäfte zu sein, für die Sie verantwortlich sind.

FH


Haben Sie es gewusst?

Der Name des aktuellen UN-Generalsekretärs ist Ban Ki-moon, ehemaliger Außenminister Südkoreas und ist mit besonderer Umsicht der Vereinigten Staaten für den Generalsekretärsposten 2007 ausgesucht worden. (Muss man sich aber nicht merken. Sie haben den Namen sowieso schon wieder in einer Stunde vergessen.)

Samstag, 26. September 2015

Aus der Reihe die Verheißungen des Kapitalismus heute: Und sie gibt es doch, die soziale Hängematte für unsere Helden der Arbeit

Mowitz
Das System lässt sie nicht im Regen stehen, die Gipfelstürmer, die ihm treu und ergeben bei der Erklimmung des Gipfels dienten und wo nun klammheimliche Hilfe vonnöten ist. Dann übernimmt das "soziale Gewissen" des Kapitalismus die weitere Absicherung des Gestrauchelten. Voraussetzung dafür ist die unzweideutige Zugehörigkeit zur Leistungsträgerklasse. Wie hoch sich Winterkorn seinen Abgang bei VW vergüten lässt, darüber gibt es in der Presse zahlreiche Spekulationen zur Auswahl. Von 28 Millionen Euro, bis 60 Millionen Euro. Ob einmalig, monatlich oder jährlich, darüber sagen die Pressespekulationen noch nichts konkretes aus. Da kann sich jeder den Betrag aussuchen der ihm gerade in den Kram passt um sich gebührend zu empören. Auf jeden Fall muss sich keiner Sorgen um das tägliche Brot Winterkorns machen. Es wird schon reichen. Ob es auch für den VW-Konzern reicht, ist bis auf Weiteres noch ungeklärt.

Das Handeslsblatt berichtet allerdings schon von einem Hilfseinsatz des Ifo-Chefs Hans-Werner Sinn, der die US-Konkurrenz scharf angreift und sie anklagt „die kleinen und effizienten Dieselmotoren für Pkw durch immer weiter verschärfte Stickoxid-Grenzen vom Markt fernzuhalten, weil man selbst die Technologie nicht beherrsche.“

Karikatur:© Kostas Koufogiorgos, www.koufogiorgos.de

Sinn kritisierte zudem dass in der VW-Affäre „mit zweierlei Maß gemessen“ werde. Der Konzern habe „regulatorische Arbitrage“ betrieben, wie sie in der Finanzindustrie allgegenwärtig sei. Besonders schlimm sei es, so Prof. Sinn, wenn Investment-Fonds ihre Portfolios so programmieren, dass sie bessere Bewertungen bekommen, als sie verdienen.

Ein sehr schöner Vergleich, finde ich. Die höhere "Wertschätzung" der eh nur Finanzblasen produzierenden Finanzindustrie, vor einer trotz alledem zur Realwirtschaft zählenden Autoindustrie durch das System Kapitalismus, unterstreicht die ganze Systemabsurdität im Kapitalismus. Warum das so ist, darüber lohnt es sich zur Abwechslung mal eigene Gedanken zu machen. Kleiner Tipp: von wo sollte auch sonst das viele Geld herkommen um wie jetzt in Griechenland den Hafen von Piräus zu kaufen und ganze Wirtschaftszweige aus öffentlichen Händen in private Hände zu überführen. Der Volkswagenkonzern wird im schlimmsten Fall nicht gerettet. Während man einen maroden Finanzsektor mit Billionen $/€ weltweit mit frisch bedrucktem Papier rettete. Dieses Geld beispielsweise gegen den VW-Konzern einzutauschen ist ein Bombengeschäft; oder sich den Hafen von Piräus anzueignen. Auch das eine Umverteilung realer Werte in die Krallen kleptomanischer Finanzjongleure, die nach allen Regeln des Kapitalismus eigentlich schon lange pleite sein müssten. Das hat nichts mit Merkels "systemisch" zu tun, sondern reale Werte gegen Frischgedrucktes einzutauschen um so sein Real-Vermögen in schweren Finanzcrash-Zeiten zu retten und zu vermehren.

Sorgen müssten sich allerdings die Werktätigen von VW machen, falls VW die Krise nicht oder nur über einen ruinösen Preiskampf überwindet. Dann könnten aus gut bezahlten VW-Arbeitsplätzen im besten Fall nur Niedriglohnarbeitsplätze übrig bleiben, wie wir sie schon im übrigen Standort Deutschland zuhauf über weite Strecken längst haben. Bei einer Nichtüberwindung, werden Arbeitsplätze in Deutschland massenweise in Gänze verschwinden, oder eine Kombination von beiden Möglichkeiten eintreten. Gut das uns die Klasse der Arbeitshelden erhalten bleibt. Wenn auch nicht aktiv auf dem Arbeitsmarkt, so doch als Erinnerungsstücke an "unsere" erfolgreichen Exportweltmeisterjahre.

Trotzdem wird niemand die Systemfrage stellen. Das wird möglicherweise erst dann eintreten, wenn jeder Arbeitnehmer selbst dafür zahlt, um überhaupt arbeiten zu dürfen.

FH


BBC Schlammschlacht: „Grab des Vergewaltigers“


Sowjetisches Ehrenmal Treptower Park:
Nahaufnahme Statue mit Kind und
zerbrochenem Hakenkreuz
Urheber: Denis Apel, Wikimedia, CC
BBC Russian inszenierte das traurige Schicksal unzähliger deutscher Frauen die während des Zweiten Weltkrieges Opfer von Vergewaltigungen ausländischer Soldaten wurden, für seinen Propagandafeldzug gegen die russische Föderation. Das britische Lügenmedium behauptete unpräzise und nebulös, für Berliner symbolisiere das Ehrenmal im Treptower Park nicht nur die Befreiung durch die Rote Armee, sondern auch die „unzähligen Frauen“, die sowjetische Soldaten auf dem Weg nach Berlin vergewaltigt habe.

Das sowjetische Ehrenmal in Berlin, steht für die 80.000 bei der Schlacht um Berlin gefallenen sowjetischen Soldaten, die das endgültige Ende des faschistischen Hitler-Deutschlands bedeutete. Dass ca. 190.000 deutsche Frauen durch US-Amerikaner vergewaltigt wurden, erwähnt der britische Lügen- und Propagandasender mit keinem Wort. So "unverbrüchlich" kann transatlantische, angelsächsische Komplizenschaft beim Verschweigen eigener Verbrechen immer noch, 70 Jahre nach Kriegsschluss, sein. Das erleichtert es für sie, neue Völkerrechtsverbrechen durch die Erschaffung neuer Feindbilder zu begehen. Feindbilder wie Saddam Hussein, Gaddafi oder Assad und sogar die eigenen Terror-Schöpfungen Islamischer Staat, Nusra, Quaida, Taliban etc. schließlich dafür benutzen, ihre wirklichen strategischen und wirtschaftlichen Motive für die Kriege im Nahen Osten und Zentralasien zu verschleiern. Hinter der Maske der Selbstverteidigung werden diese Kriege als humanitäre dargestellt, welche Gefahren abwenden. Gefahren, die sie vorher in beispiellosen "Schöpfungsakten" von Terrororganisationen selbst produzierten.

Sogar nach Ende des Zweiten Weltkrieges wurden in allen Besatzungszonen Frauen von alliierten Soldaten vergewaltigt. Die betroffenen Frauen wurden mit ihren Traumata und eventuellen Schwangerschaften, die häufig Folgen von Vergewaltigungen sind, allein gelassen.

Inzwischen soll BBC die Twitter-Meldung wieder gelöscht haben, schreibt Sputnik.

FH

Donnerstag, 24. September 2015

USA lehnen Russlands Vorschlag ab, IS auf Terrorliste der Uno zu setzen

Karikatur:© Kostas Koufogiorgos, www.koufogiorgos.de

Die USA legten ein Veto gegen Russlands Vorschlag ein, den IS auf die Sanktionsliste des UN-Sicherheitsrats zu setzen. Damit wollen sie vermeiden, wegen der Expansion der Terrororganisation beschuldigt zu werden, wie der Chef des Departements für neue Herausforderungen und Bedrohungen des russischen Außenamtes, Ilja Rogatschow, mitteilte.

„Es ist kein Geheimnis, dass der IS eine selbstständige Organisation ist, die in einem gewissen Ausmaß Rivale von Al-Qaida ist. Doch zur gleichen Zeit wird sie in der Anti-Terror-Liste des UN-Sicherheitsrats als einer der Namen der Al-Qaida im Irak genannt.“, sagte Rogatschow in einem Interview für RIA Novosti.

„Sie denken, dass der IS die Al-Qaida aus dem Irak ist, die nur ihre ,Marke gewechselt’ hat“, betonte er. Moskau verfüge jedoch über andere Informationen.

Deshalb habe Russland vorgeschlagen, den IS als selbstständige und separate Organisation in die Liste aufzunehmen. Doch gegen diesen Vorschlag sei ein Veto von den USA und westlichen Mitgliedern des Sicherheitsrats eingelegt worden.

„Wir glauben, dass die Amerikaner zeigen wollen, dass die Macht und der derzeitige Erfolg der IS nicht damit zusammenhängt, dass der Westen und vor allem die Vereinigten Staaten die Opposition gegen die Regierung von Bashar al-Assad zu schlampig erzogen hatten, wobei erhebliche Mittel in die Hände der Extremisten gelangten. Es ist eine rein politische Position, die fast nichts mit den Anti-Terror-Maßnahmen zu tun hat“, erklärte Rogatschow.

Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) stellt heute eine der größten Bedrohungen für die Weltsicherheit dar. Die IS-Mitglieder haben in den drei zurückliegenden Jahren große Gebiete des Irak und Syriens besetzt und versuchen jetzt, ihren Einfluss auf Nordafrika, darunter Libyen, auszudehnen. Nach unterschiedlichen Schätzungen erstrecken sich die vom IS kontrollierten Gebiete, in denen ein „islamisches Kalifat“ ausgerufen wurde, über insgesamt 90.000 Quadratkilometer.

Quelle: Sputnik

Mittwoch, 23. September 2015

W(ä)rte-Sintflut

Mowitz
Jahrhundertelang, seit Ende des 15./Anfang des 16. Jahrhunderts fluteten europäische Kolonialmächte Amerika, Afrika, Asien und Australien. Keinen Kontinent ließen sie aus. Ermordeten die Urbevölkerungen wo sie ihrer habhaft werden konnten, und schlugen sich zwischendurch auch noch gegenseitig die Köpfe in Europa ein. In dürren Worten, die weder den Anspruch auf Vollständig- noch Wissenschaftlichkeit erheben, ist das die Zusammenfassung der globalen Verbreitungsgeschichte christlich/jüdischer Werte, an welche die herrschende Klasse des Westens heute mit Vorliebe ihre Untertanen erinnert und deren Verteidigung ihnen, der herrschenden Klasse, noch immer heilig ist. Heilig, weil auf dieser Geschichte die Erfolgsgeschichte des ganz großen Geldes der Wenigen aufbaut. Gespickt mit treudoofem Alarmismus wie die des ehemaligen S?PD-Kriegsalarmisten Struck von 2002, dass „die Sicherheit der Bundesrepublik Deutschland auch am Hindukusch verteidigt wird.“

Das war notwendig es so zu sagen, um die Tätigkeit des Mordens durch intensive Bearbeitung der Massen als etwas Notwendiges und Gutes darzustellen. Der ehemalige Bundespräsident Köhler wurmte für freie Handelswege und wollte regionale Instabilitäten verhindern, die sonst unsere Chancen vermindern würden; er wollte unsere Arbeitsplätze und Einkommen sichern usw., usw.

Karikatur:© Kostas Koufogiorgos, www.koufogiorgos.de
Die Interessen der Afghanen kamen in seinem Weltbild so wenig vor wie in dem seiner "Compañeros" auf nationaler, wie internationaler westlicher Bühne. Schließlich sind wir die "Guten" und nicht die "Bösen". Das sind die Anderen die uns jetzt "Übersintfluten". Darunter auch einige, wenige Afghanen.

Die Geheimdienstoperationen der CIA in Afghanistan, welche die Schöpfung der "Islamischen Brigaden" beinhaltete, begannen aber schon weit vor dem Einmarsch der sowjetischen Truppen in Afghanistan. Das wahre Motiv Washingtons bestand in der absichtlichen Provokation eines Bürgerkrieges, der nun seit mehr als 30 Jahren andauert.

In Afghanistan lief es mit der Kolonialisierung durch kapitalistisch-imperialistische Truppen des Westens, nicht so wie es sich die Imperialisten gedacht hatten. Seit Beginn des Krieges zwischen Afghanistan und der Sowjetunion in den frühen 1980er Jahren hat der US-Geheimdienstapparat die Entstehung der „Islamischen Brigaden Afghanistans“, den Ursprung Al Qaidas, unterstützt und in der Folge alles dafür getan, die Wahrheit über die Entstehungsgeschichte dieses selbst erschaffenen "Staatsfeindes Nummer Eins" auszulöschen.

Die Kämpfer der Taliban waren es dann, welche den hochgerüsteten Truppen der westlichen Allianz so militärisch zusetzten, dass diese entnervt aufgaben und sich aus Afghanistan davonmachten. Heute ist nur noch eine US-Resttruppe in Afghanistan vorhanden, die wahrscheinlich Ende des Jahres abgezogen werden soll.
"Die Geschichte des Drogenhandels in Zentralasien ist eng verwoben mit den verdeckten Operationen der CIA in diesem Gebiet. Vor dem Afghanistankrieg richtete sich die Opiumproduktion Pakistans und Afghanistans nach den kleinen Märkten der Region.......

Die Studien des Forschers Alfred McCoy bestätigen, dass innerhalb von zwei Jahren nach Beginn der Operationen der CIA in Afghanistan „das Grenzgebiet zwischen Pakistan und Afghanistan zur weltweit bedeutendsten Region bezüglich der Heroinproduktion avancierte und 60% des Bedarfes am amerikanischen Markt abdeckte......

Afghanistan ist ein strategisch äußerst wichtiges Drehkreuz in Zentralasien, angrenzend sowohl an Chinas Westen als auch an die ehemalige Sowjetunion. Es stellt eine Landbrücke für die Öl- und Gas-Pipelines dar, die das Kaspische Meer mit dem Arabischen Meer verbinden. Des Weiteren hat sich seine Lage aber auch als strategisch günstig für die Opiumproduktion herausgestellt. Die Produktion allein in dieser Region deckt heute laut Angaben von UN-Quellen mehr als 90% des Bedarfes an Heroin auf dem Weltmarkt ab und sichert Gewinne in Milliardenhöhe für Wirtschaftsyndikate, Finanzunternehmen, Geheimdienste und das organisierte Verbrechen."
Außer Opiumanbau funktioniert heute in dem geschundenen Land so gut wie nichts mehr. Das ist das "ruhmreiche" Resultat westlicher Faschisten bei ihren militärischen Anstrengungen westliche W(ä)rte zu exportieren und denen das Leben in- und ausländischer Menschen in einer globalisierten Welt des Kapitalismus sowieso gar nichts bedeutet. Menschen sind beliebig reproduzierbar und als solche nützlich. Mehr fällt der herrschenden Klasse dazu nicht ein.

VW-Winterkorn bedauert zutiefst, dass VW beim Betrug erwischt wurde. Über die tödlichen Effekte erhöhten Abgasausstoßes bei Mensch und Natur habe ich noch kein Wort des Bedauerns gehört. Daimler-Chef Dieter Zetsche freut sich auf die Flüchtlingsströme "hoch motivierter Arbeitskräfte", die, Donnerlittchen auch, sogar ein "neues Wirtschaftswunder in Deutschland" bewirken könnten. Zu Dumping-Löhnen?

Die vermessene Arroganz US-kapitalistischen Hochmuts kommt in einem Interview des ehemaligen Sicherheitsberaters von US-Präsident Jimmy Carter, Zbigniew Brzezinski, das er im Jahr 1998 gab, zum Vorschein:
Brzezinski: "In der offiziellen Version der Weltgeschichte begann die Unterstützung der Mudschaheddin durch die CIA in den 1980er Jahren, sprich nach dem Einmarsch der Sowjet-Truppen in Afghanistan [am] 24. Dezember 1979. Die bisher gut behütete Realität dahinter sieht jedoch völlig anders aus. Tatsächlich unterzeichnete Präsident Carter den ersten Befehl zur verdeckten Unterstützung der Gegner des pro-sowjetischen Regimes in Kabul bereits am 03. Juli 1979. Am gleichen Tag schrieb ich dem Präsidenten eine Nachricht, in der ich ihn darauf hinwies, dass meiner Ansicht nach diese Unterstützung unweigerlich zu einer sowjetischen Militärintervention führen würde.

Frage: Aber trotz dieses Risikos waren sie ein Befürworter dieser verdeckten Operation. Vielleicht wünschten Sie sich ebenfalls eine Kriegserklärung der Sowjetunion und wollten diese provozieren?

Brzezinski: Das ist so nicht ganz richtig. Wir haben die Russen nicht gedrängt zu intervenieren, wir haben nur absichtlich die Wahrscheinlichkeit dafür erhöht.

Frage: Als die Sowjets ihre Intervention mit der Bekämpfung einer verdeckten Einmischung der Vereinigten Staaten in Afghanistan begründeten, glaubte ihnen niemand, obwohl diese Aussage im Grunde genommen richtig war. Bereuen Sie diesen Schritt aus heutiger Sicht nicht?

Brzezinski: Was soll ich bereuen? Diese verdeckte Operation war eine hervorragende Idee. Sie bewirkte, dass die Russen in die afghanische Falle tappten und sie erwarten ernsthaft, dass ich das bereue? Am Tag, an dem die Russen offiziell die Grenze überschritten, schrieb ich Präsident Carter: Jetzt haben wir die Möglichkeit, der UdSSR ihren Vietnamkrieg zu liefern. Und tatsächlich sah sich Moskau während der folgenden 10 Jahre gezwungen, einen Krieg zu führen, den sich die Regierung nicht leisten konnte, was wiederum die Demoralisierung und schließlich den Zusammenbruch des sowjetischen Herrschaftsgebiets zur Folge hatte.

Frage: Und sie bereuen es also auch nicht, den islamischen Fundamentalismus unterstützt und somit Waffen und Know-how an zukünftige Terroristen weitergegeben zu haben?

Brzezinski: Was ist wohl bedeutender im Lauf der Weltgeschichte? Die Taliban oder der Zerfall des sowjetischen Reiches? Ein paar verwirrte Moslems oder die Befreiung Mitteleuropas und das Ende des Kalten Krieges?"
Als Nachspiel des 11. September 2001 wurden dann die selbst erschaffenen Feindbilder der "Gefahr von Außen" dazu benutzt, die wirklichen strategischen und ökonomischen Motive für den Krieg im Nahen Osten und Zentralasien zu verschleiern. Man nennt wirtschaftliche Eroberungskriege "gerechte Kriege" gegen den Terrorismus die selbstverständlich auch "humanitäre" Kriege sind. Wie sollte es auch anders sein? Es sind ja nur "Gute" die heldenhafte Kriege führen und die "Bösen" die sie über sich ergehen lassen müssen um letztlich als Sintflut in Europa zu landen; was Ängstliche und Rechte in Deutschland und Europa noch ängstlicher und rechter macht. Die Rechten "mutig" Streichhölzer anzünden um Feuer an Asylunterkünfte anzulegen und dabei den Tod von Frauen, Männern und Kleinkindern billigend in Kauf nehmen.

Derweil, vom 11. bis 14. Juni findet im Interalpen-Hotel im österreichischen Telfs das diesjährige Treffen der beliebtesten Geheimbündler aller Verschwörungsliebhaber, die Bilderberger, statt. Sie werden lückenlos von der Polizei geschützt sein. Die wirklich Bedrohten und de facto Vertriebenen aus dem Nahen Osten nicht.

Warum? Weil die einen leichter zu reproduzieren sind als die anderen?

FH

Sämtliche Zitate:

Professor Michel Chossudovsky: Der inszenierte Terrorrismus: Die CIA und Al Qaida.....

Dienstag, 22. September 2015

USA stationieren neue Atombomben in Deutschland

Bild: Urheber U.S. Air Force photo by
Tech. Sgt. Robert J. Horstman,
Wikimedia, gemeinfrei
Trotz des Atomwaffensperrvertrages werden die Vereinigten Staaten demnächst neue taktische Nuklearwaffen in der Stadt Büchel in Rheinland-Pfalz stationieren. Im Kriegsfall sollen deutsche Piloten im Rahmen der „Nuklearen Teilhabe“ Angriffe mit US-Bomben fliegen, berichtet der Fernsehsender ZDF unter Berufung auf US-Haushaltspläne.

In diesen Tagen sollen auf dem Fliegerhorst der Bundeswehr in Büchel laut den Haushaltsplänen der Vereinigten Staaten, die dem ZDF vorliegen, Vorbereitungsarbeiten zur Lagerung von 20 neuen Atombomben des Typs B61-12 beginnen. Diese Bomben seien laut Rüstungsexperten viel zielgenauer als die bisherigen und hätten zusammen eine Sprengkraft von 80 Hiroshima-Bomben.
„Im Kriegsfall sollen deutsche Tornado-Piloten im Rahmen der NATO-Strategie der „Nuklearen Teilhabe“ Angriffe mit US-Bomben fliegen.“, teilt der Sender mit.
Das ZDF erinnert daran, dass der Bundestag 2010 beschlossen hatte, sich „gegenüber den amerikanischen Verbündeten mit Nachdruck für den Abzug der US-Atomwaffen aus Deutschland einzusetzen“.

Dem SPD-Verteidigungspolitiker Thomas Hitschler zufolge werden von der Bundesregierung in den kommenden Jahren in Büchel jedoch trotzdem rund 112 Millionen Euro investiert.

„Das ist eine bewusste Provokation unserer russischen Nachbarn“, sagte der frühere Parlamentarische Staatssekretär im Verteidigungsministerium, Willy Wimmer, gegenüber dem ZDF. Die Stationierungen neuer Atomwaffen in Deutschland und Europa seien „Angriffsoptionen gegenüber der russischen Föderation“.

„Uns beunruhigt, dass Staaten, die eigentlich keine Atombomben besitzen, den Einsatz dieser Waffen üben – und zwar im Rahmen der Nato-Praxis der Nuklearen Teilhabe“, sagte die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, in einem Gespräch mit dem Sender. „Das ist eine Verletzung der Artikel 1 und 2 des Vertrages über die Nichtverbreitung von Atomwaffen“, fügte sie hinzu.

Zuvor war Bundeskanzlerin Merkel bei ihrer Sommerpressekonferenz zu einer Stationierung von Atomwaffen gefragt worden. Sie sprach sich damals für die Erhaltung der Nato-Russland-Akte aus. „Unsere Politik ist nicht, Russland zu provozieren“, betonte die Bundeskanzlerin.

Quelle: Sputnik

Sonntag, 20. September 2015

Erstmals voll bewaffnet: Deutsche Kampfjets fliegen an russischer Grenze

Bild: Deutscher Eurofighter beim Start, Urheber Krasimir Grozev
Wikimedia, Creative-Commons,
Erstmals seit Beginn der Ukraine-Krise hat Deutschland seine „Eurofighter“-Kampfjets mit voller Kriegsbewaffnung zu Patrouillen über dem Baltikum geschickt. Laut Luftwaffeninspekteur Karl Müllner sollen die bewaffneten Patrouillen zu keiner Eskalation führen.

„Das ist kein Mittel zum Eskalieren. Das ist nur ein Mittel, um sich auf Augenhöhe begegnen zu können“, beteuerte Müllner laut deutschen Medien. Ein „Eurofighter“ ist mit einer Kanone, Kurz- und Mittelstreckenraketen mit Infrarot- und Radarsteuerung sowie einem elektronischen Abwehrsystem mit Täuschkörpern bewaffnet.

In der Ukraine-Krise haben die Nato-Staaten die Bildung einer neuen schnellen Eingreiftruppe in Osteuropa beschlossen und die Luft-Patrouillen über dem Baltikum verstärkt. Zudem stationierte das Bündnis im Baltikum zusätzliche Jagdflugzeuge und schickte Schiffe in die Ostsee und ins Mittelmeer.

Darüber hinaus baut die Nato neue Militärstützpunkte und verstärkt ihre Truppen in Osteuropa.Im Mai berichtete Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg beim Treffen mit US-Präsident Barack Obama, das nordatlantische Bündnis sei jetzt stark wie noch nie seit dem Kalten Krieg.

Russland spricht von einer „beispiellosen Erhöhung der Aktivitäten der NATO vor seinen Grenzen“. Das russische Militär führt regelmäßig große Trainings durch. Bei der jüngsten Alarmübung Anfang September waren fast 100.000 Soldaten im Einsatz.

Quelle: Sputnik

Samstag, 19. September 2015

Zwingen Fußballanhänger Bild und sein Alfamännchen Kai Diekmann in die Knie?

Mowitz
Was wäre Fußball ohne seine Fans? Ein seelenloses Hin- und Hergerenne auf einem Friedhofsacker, mit dem keine Knete zu machen wäre! So wenig wie mit 50-km-Gehen-Wettbewerben auf der Straße. Die Geher haben keine große Fangemeinde und deswegen beilbt das große Geld auch aus. Nicht wegen fehlender Logen.

Die Seele des Fußballs sind seine Anhänger! Viel beschimpft und von Offiziellen angepöbelt: "Es kann nicht sein, dass wir uns jahrelang den Arsch aufreißen.......damit wir euch für sieben Euro in die Südkurve gehen lassen können....Was glaubt ihr eigentlich wer euch alle finanziert....die Leute in den Logen....." und werden gönnerhaft zu "Wohltätigkeitspreisen" in Süd- und Nordkurven eingelassen.

Das ist die Sprache der Wenigen über die Vielen. Bildsprache eben. Von Menschen, denen die Loge alles bedeutet. Nicht Fußball. Für Fans ist in Logenmausoleen kein Platz. Denn dann wäre der Fußball schon längst tot.

Sepp Blatters enge Verbindung zum Fussball
Karikatur:© Kostas Koufogiorgos, www.koufogiorgos.de
Faszination Fankurve prangert richtigerweise an, dass Bild
"sich nun für Flüchtlinge engagiere, zuvor aber mit Artikel negative Stimmungen gegenüber Geflüchteten aufgegriffen habe. Zahlreiche Fanszene, Fangruppen und Organisationen haben deshalb ihren Verein aufgefordert, am Wochenende nicht mit dem „Wir helfen #Refugees Welcome“ Logo der Bild aufzulaufen."
Auf Faszination Fankurve ist auch übersichtlich aufgelistet wie der Druck auf die Vereine erhöht wird und immer mehr aus der Bild-Inszenierung ausscheren.

Fantastisch! Fans nicht als Mitläufer, sondern als Gestalter!!!!! Fußballanhänger als Avantgardisten (Vorkämpfer, Neuerer), eine Entwicklung die auch auf übrige Gesellschaftsbereiche anwendbar wäre und ihnen bestimmt guttun würden.

Ganz ohne Bild-Zeitung, versteht sich!

FH

Freitag, 18. September 2015

Breaking News: Wiederaufnahme militärischer Kooperation Russland - USA vereinbart

Wiki, gemeinfrei
Die Verteidigungsminister Russlands und der USA, Sergej Schoigu und Ashton Carter, haben bei ihrem Telefongespräch am Freitag die Wiederherstellung von Kontakten zwischen ihren Ämtern konstatiert.

Wie der offizielle Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, Generalmajor Igor Konaschenkow, mitteilte, „wurde dabei vereinbart, Konsultationen fortzusetzen“.

Quelle: Sputnik



Russian, US Defense Chiefs Agree to Restore Military-to-Military Contacts

Russian Defense Minister Sergei Shoigu and US Secretary of Defense Ashton Carter have agreed to re-establish military-to-military contacts between the countries, the Russian Defense Ministry said Friday.
"The ministers noted the restoration of military-to-military contacts and agreed to further continue consultations," Russia’s Defense Ministry spokesman Igor Konashenkov said.
Russian and US defense chiefs also discussed the situation in the Middle East in a phone conversation and agreed that the stances of the countries concerning the situation in the region are quite similar, Maj. Gen. Konashenkov said.
"They agreed to further discuss mechanisms for deconfliction in Syria and the counter-ISIL campaign," the Pentagon said as quoted by Reuters. The Pentagon added that the phone conversation lasted almost an hour.
US Secretary of State John Kerry said Wednesday that Russia had proposed military-to-military contacts with the United States on the situation in Syria.

US Defense Department Press Secretary Peter Cook said Tuesday that the United States had suspended military-to-military relations with Russia over Moscow’s alleged involvement in the crisis in Ukraine adding that Defense Secretary Ashton Carter had not had any talks with Russia’s Defense Minister Sergei Shoigu.

Syria has been mired in civil war since 2011, with Assad’s government fighting against many opposition factions and extremist groups, including ISIL and al-Nusra. Russia, unlike many Western countries, considers Assad to be the legitimate authority in Syria, and has provided humanitarian aid and military equipment to the country.

Quelle: Sputnik



Moskau und Washington: Standpunkte zu Nahost weitgehend identisch

Die Verteidigungsminister Russlands und der USA, Sergej Schoigu und Ashton Carter, haben bei ihrem Telefongespräch am Freitag festgestellt, dass die Standpunkte der Seiten zur Situation im Nahen Osten bei den meisten Fragen einander ähnlich bzw. identisch sind.

Wie der offizielle Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, Generalmajor Igor Konaschenkow, mitteilte, wurde bei ihrem einstündigen Telefonat am Freitag die Lage im Nahen Osten insgesamt sowie die Situation in Syrien und im Irak eingehend behandelt.
„Wie der Verlauf des Gesprächs gezeigt hat, sind die Meinungen der Seiten zu den meisten behandelten Fragen einander ähnlich beziehungsweise identisch“, so der Sprecher.
Quelle: Sputnik



Kein Herz für Bild - Immer mehr Fußballvereine gegen Flüchtlingsmissbrauch

Mowitz
Noch sind sie eine kleine, aber feine Minorität. Fußballvereine mit Herz und Kopf. Nach dem FC St. Pauli und Union Berlin weigern sich nun auch der SC Freiburg, der 1. FC Nürnberg und VfL Bochum am Flüchtlingsspektakel der "Bild-Vernichtungsmaschine" teilzunehmen, die seit 1998 einem Auflage-Minus von 52,3 Prozent hinterherhechelt, und versuchte mit gewohnt schmutzigen Verdächtigungen ihres Chefredakteurs Diekmann bei Twitter, dem ersten Verein der sich weigerte, mit "Bild"-Logo auf dem Trikotärmel aufzulaufen, St. Pauli, "kein Herz für Flüchtlinge" zu bescheinigen.

Ein Rohrkrepierer der nach hinten losging. Inzwischen haben auch viele Fans anderer Vereine ihren Unmut gegen die Bild-Werbung in eigener Sache zum Ausdruck gebracht und ihr Heuchelei vorgeworfen.

Eine politische und menschliche Reife zeigt sich bei den Fans, die man so nach den vielen negativen Presseberichten deutscher Lei(d)medien, bei ihnen gar nicht vermutet hätte. Es gibt sie doch noch, die Hoffnung dass die Welt besser werden kann - und Menschen sich immer weniger von professionellen Volksverführern manipulieren lassen. Das wäre gut für weniger Krieg, mehr Frieden, weniger Flüchtlinge und ein schöneres Leben für die Vielen auf unserem Planeten.

Karikatur:© Kostas Koufogiorgos, www.koufogiorgos.de
Beispielsweise empfiehlt der Fanrat des TSV 1860 München auf seiner Seite:
“Wenn man es ernst meint mit der Flüchtlingshilfe, dann druckt man sich keine Abzeichen auf den Ärmel, sondern nimmt es selbst in die Hand und wird aktiv. Wie es richtig geht, zeigen einige unserer Fans, welche Geflohenen mit einem selbst gekauften und weitergegebenem Löwenticket einen schönen und sorgenfreien Nachmittag bieten wollen.”
In dem Sinne wünsche ich allen, die den Fußball lieben und Bild verachten, ein schönes Fußballwochenende. Zusammen mit Flüchtlingen und gespendeten FC St. Pauli-, Union Berlin-, SC Freiburg-, 1. FC Nürnberg-, VfL Bochum- und TSV 1860 München-Eintrittskarten. Vielleicht wird der Kreis derer noch größer die sich Bild verweigern und sich nicht länger durch das Manipulationsgewerbe "Konzerpresse", missbrauchen lassen.

Am 15. Oktober 2008 antwortete Günter Wallraff auf die Frage von FR-online ob er die Bild-Zeitung noch lese mit einem schönen Satz dem nichts mehr hinzuzufügen ist: "Ich lese Bild schon aus hygienischen Gründen nicht. Bild ist publizistische Umweltverschmutzung."

FH

Donnerstag, 17. September 2015

W(ä)rtefestung Europa - Merkel: Grundrecht auf Asyl kennt keine Obergrenze - Blut, Tränen, traumatisierte Kinder. US-Außenamtspressesprecher Kirby eine traurige Figur


Dramatische Szenen



"Assad am Aufstieg des IS schuld" - USA kritisieren russische Anti-Terrorhilfen


Auf einer Pressekonferenz des US-amerikanischen Außenministeriums versuchte der Pressesprecher John Kirby auf kritische Fragen hin hartnäckig zu beweisen, dass die US-geführte Anti-IS-Koalition erfolgreich sei. Außerdem empfahl er, dass Russland die syrische Regierung gegen Terroristen nicht unterstützen sollte. Schließlich sei der syrische Präsident al-Assad am Aufstieg des „Islamischen Staates“ maßgeblich selbst schuld. RT-Reporterin Gayane Chichakyan kritisierte diese Aussagen und wies auf ein US-Geheimdienstdokument aus dem Jahr 2012 hin, welches belegt, dass die USA wussten, dass die treibenden Kräfte hinter dem syrischen Aufstand auch Extremisten waren. In der zweiten Hälfte des Videos fasst RT-Reporterin Lizzie Phelan die wichtigsten Aussagen aus ihrem Exklusiv-Interview mit dem syrischen Präsidenten al-Assad zusammen.

Karikaturen:© Kostas Koufogiorgos, www.koufogiorgos.de

Mittwoch, 16. September 2015

Fortschritt des neoeuropäischen W(ä)rtesystems

Karikatur:© Kostas Koufogiorgos, www.koufogiorgos.de

Aufruf für weitere Vorschläge zur Erneuerung der deutschen Sprache! 
Mowitz
Die Europäische W(ä)rteunion, sowie ihre großdeutsche Merkel-Regierung, benötigen im Zuge ihres Desinformationsfeldzuges, Vorschläge, die es ihnen ermöglichen, ihre Desinformationskampagnen kostengünstiger und im Sinne der herrschenden Klasse, nachhaltiger zu gestalten als es bisher der Fall war. Nicht nur zur neuen "Willkommenskultur" sind dafür mehr Vorschläge unerlässlich - auch auf anderen Gebieten ist eine verbale Aufrüstung unserer Desinformationskultur gefragt, wenn wir im Krampf der Kulturlosigkeit bestehen wollen.

Wie auch sonst sollen wir unser Selbstbild von der Insel der Glückseligen aufrechterhalten können, gerade jetzt, wo die ganze Welt nach Deutschland und Europa kommen will, um die "Freiheit, die Demokratie, den Rechtsstaat" und nicht zuletzt die sexuelle Liberalität auszukosten?

Nachfolgend einige Beispiele, wie die neue Sprachverwirrung aussehen kann.






Alte Sammelbegriffe:

Konzentrationslager
Vernichtungslager
Durchgangslager
Internierungslager
Sammellager
Gettos
Nationalpolitische Erziehungsanstalten (amtlich: NPEA, auch: Napola – Nationalpolitische Lehranstalt)


Neue Sammelbegriffe:

Hotspots
Zeltlager
Sommerfrische
Priviligiertes Wohnen
Erholungsstätten
Integrationsbleibe




FH

Hilfe der Moslem kommt - Widerstandstrommler der Woche: Jürgen Elsässer trommelt für Auflagensteigerung

Karikatur:© Kostas Koufogiorgos, www.koufogiorgos.de

Hilfsplan der Verwirrten:

"Nun ist die Stunde, wo es auf jeden einzelnen ankommt. Was kann jeder tun?

Wenn Sie in Grenznähe wohnen: Gehen Sie zu den Grenzkontrollposten, bedanken Sie sich bei den Beamten, bringen Sie Kuchen und Blumen mit! Zeigen Sie Willkommenskultur – aber nicht gegenüber den Grenzstürmern, sondern gegenüber den Grenzschützern. Besuchen Sie die Kundgebungen von Pegida (Dresden) und Legida (Leipzig), auch ähnliche Kundgebungen in Meißen und Freital diese Woche, auch -gida-Aktionen in Westdeutschland. Bestellen Sie sich unsere neue Sonderausgabe *******-Spezial Nr. 7 “ASyl. Die Flut – So wird Deutschland abgeschafft” und geben Sie Exemplare weiter. Das überzeugt jeden. Hier bestellen. Stärken Sie *******, das Magazin für Souveränität, durch ein Abo oder verschenken Sie ein Abo weiter!........"
Na also
.

Dienstag, 15. September 2015

Die US-schützende Hand über den Islamischen Staat

Mowitz
Der russische Außenminister Sergej Lawrow verwies am Wochenende auf interne Quellen in der sogenannten US-geführten Anti-IS Koaltion, die berichten, dass US-Offiziere regelmäßig Luftangriffe auf IS-Stellungen verhindern.

Das der IS als Mörderbande der syrienfeindlichen US-Koalition eingesetzt wird um die legale syrische Regierung Assad völkerrechtswidrig zu stürzen, ist schon lange ein offenes Geheimnis. Im milden Diplomatendialekt hört es sich bei Russlands höchsten Diplomaten, Außenminister Lawrow, dann so an:
„Alle unsere westlichen Partner, ohne Ausnahme, sagen uns, dass sie genau wissen, wovon die Hauptgefahr im Nahen Osten und Nordafrika ausgeht. Und das ist nicht Assads Regime. Es ist der Islamische Staat.” Sputnik
Es komme sogar vor, dass das Imperium Luftschläge gegen bestätigte Stellungen des IS die Genehmigung verweigert, berichten interne Quellen der sogenannten US-geführten Anti-IS-Koalition gegenüber Moskau. Das wirft laut Lawrow Fragen auf:
„Einige unserer Kollegen in der Koalition sagen uns, dass sie Informationen erhalten, wo sich der Islamische Staat genau aufhält und auf welchen Positionen, aber der Kommandeur der Koalition [ein US-Offizier] genehmigt keine Schläge. Ich könnte vermuten, dass es abgesehen von der behaupteten Bekämpfung des Islamischen Staates auch ein anderes Ziel der Koalition gibt.“ Sputnik
Hundertausende Syrer sind Opfer der US/Golfstaaten/türkischen Terrorbanden IS/al-Nusra-Front geworden. Millionen sind auf der Flucht. Europa ächzt unter dem Ansturm der Opfer, das für den Umbau des "Neuen Nahen und Mittleren Ostens" hauptverantwortliche Imperium nicht. Es will nur 10.000 der unter seiner Verantwortung vertriebenen Syrern in den USA Asyl gewähren.

Karikatur:© Kostas Koufogiorgos, www.koufogiorgos.de
Ich vermute mal, dass Millionen Syrer, Iraker und andere die in der Praxis nach Europa vertrieben werden, ganz einfach mit den neuen Grenzziehungen zu tun hat, die das Imperium der Schande für den "Neuen Nahen Osten" plant. Da wird es nicht nur zu neuen Grenzziehungen kommen, sondern auch zu gewaltsamen Volksvertreibungen/Umsiedlungen, wovon die EU als treuer Vasall des Imperiums nicht unbetroffen ist, wie jeder der will, es im Augenblick beobachten kann.

Der viel verteufelte Saddam Hussein wurde von der "Koalition der Willigen" belächelt, als er ihr prophezeite, sie werde in ihrem eigenen Blut im Irak ertrinken und tat es als die im Krieg von allen Seiten häufig angewandten Durchhalteparolen ab. Sie verstand es nicht als Bush sein „Mission Accomplished" (Mission erfüllt) auf dem Flugzeugträger "USS Abraham Lincoln" in seinem wie von Hollywood regissierten Auftritt der Welt mitteilte, dass der nur eineinhalb Monate iang andauernde Krieg (20. März 2003 bis 1. Mai 2003) noch sehr viel länger andauern würde, und bis heute noch nicht beendet ist. Auch wenn das Imperium nur noch aus der Luft agiert. Millionen Iraker sind Flüchtlinge im eigenen Land und werden vom US-Islamischen Staat terrorisiert und abgeschlachtet. Was die Iraker wohl auch gefügiger machen soll um sich auf die Flucht zu begeben.

Dieser Neue Naher Ostens wird als ein "humanitäres" und "gerechtes" Arrangement präsentiert, das den Menschen und Völkern des Nahen Ostens und der umliegenden Regionen zugute käme. Donnerlittchen auch. Wer hat denn mit den Völkern dort gesprochen? Sie sind vom Westen terrorisiert, zerbombt und gnadenlos bekriegt worden. Verdeckt wie in Syrien oder offen wie in den Golfkriegen. Warum?
"Der moderne Krieg hat wirtschaftliche Ursachen. Die Möglichkeit, ihn vorzubereiten und auf ein Signal Ackergräben mit Schlachtopfern zu füllen, ist nur gegeben, wenn diese Tätigkeit des Mordens vorher durch beharrliche Bearbeitung der Massen als etwas Sittliches hingestellt wird. Der Krieg ist aber unter allen Umständen tief unsittlich. Es ist nicht wahr, dass in unsrer Epoche und insbesondere in der Schande von 1914 irgend ein Volk Haus und Hof gegen fremde Angreifer verteidigt hat. Zum Überfall gehört einer, der überfällt, und tatsächlich ist dieses aus dem Leben des Individuums entliehene Bild für den Zusammenprall der Staaten vollkommen unzutreffend. Kurt Tucholsky 1925"
Die kriminellen Schleuserbanden wurden gestern bei "Hart aber fair" wieder wortreich und mit markigen Sprüchen von Bayerns Kotzbrocken, Finanzminister Söder, als das große Problem hingestellt, das man in den Griff bekommen müsse. Dann wäre (fast) alles andere gelöst. Wenn das wirklich seine Auffassung ist, dann hat der Mann von Tuten und Blasen keine Ahnung. Was ja nicht völlig ausgeschlossen ist. Allerdings sind die Folgen der kriminellen Ausbeutungskriege der westlichen W(ä)rtegemeinschaft eher Völkermorde, wie jeder Krieg es ist, während die Verbrechen der Schleuserbanden dagegen sich fast wie Kleinkriminalität ausnehmen. Wie widerlich sie auch sind.

Bei öffentlichen Debatten ist mir noch nie ein Politiker oder Mainstreamjournalist untergekommen, der die wirklichen Hintergründe der Macht- und Ausbeutungskämpfe klar benannt hat. Kriege werden wie Naturereignisse als selbstverständlich hingenommen oder auch sehr gerne als "Bürgerkriege" zurechtgelogen. Das Imperium der Schande und seine Vasallen glauben unter dem Deckmantel der "Terrorbekämpfung," sie hätten jedes Recht dieser Welt diese Kriege auch auszulösen.

Washington duldet keine Rivalen. Es will die unangefochtene, globale Supermacht bleiben, die Paul Wolfowitz in einem frühen Entwurf zur Nationalen Verteidigungsstrategie der USA so beschrieben hat:
"Unser erstes Ziel ist es, das Aufkommen eines neuen Rivalen – der so bedrohlich ist, wie es die ehemalige Sowjetunion war – entweder auf dem Territorium der ehemaligen Sowjetunion oder anderswo zu verhindern. Das ist das dominierende Anliegen unserer neuen regionalen Verteidigungsstrategie; deshalb müssen wir bestrebt sein, jede feindliche Macht an der Beherrschung einer Region und der Kontrolle über deren Ressourcen zu hindern, wenn sie dadurch zur Weltmacht werden könnte."
Das sind die wirklich großen Verbrechen unserer Zeit. Angeführt von den Kräften des Kapitalismus.

FH

Mehr zum Thema:
Dem Projekt eines «Neuen Nahen Ostens»: Kreative Zerstörung als revolutionäre Kraft.....

Sonntag, 13. September 2015

Über die Scharlatanerie des deutschen und anderer Völker

Mowitz
Das Boot ist voll bis halb leer. Wir stoßen an unsere Grenzen, wenn wir sie nicht dicht machen. Die meisten Flüchtlinge kommen mit gut gefälschten Pässen und meiden die Länder, welche die geringsten Sozialleistungen anbieten ist überall zu lesen. Und noch schlimmer: Nirgends ist ein Platz mehr fürs Deutschtümeln frei.

Sogar Sozialdemokraten in Dänemark sprechen sich nun für eine starke Begrenzung der Zuwanderung aus. Norweger fragen rhetorisch, wem die Loyalität der Einwanderer gehört. Dem Staat? Ihrer Familie? Allah?

Noch fragt keiner sie nach ihrer Loyalität zum internationalen Finanz- und Großkapital. Die Loyalität scheint über alle Grenzen hinaus selbstverständlich zu sein. Vom muslimischen IS-Köpferstaat Saudi Arabien, bis weit über das christlich/jüdische Wall Street Todesspritzen-Imperium hinaus.

Alles Jammern was so zu hören ist, von "Überfremdung" bis "Deutschland stirbt aus, die Inder sollen kommen", blendet doch den einfachen Vorgang aus, welche Kräfte es eigentlich sind, die mit der Globalisierungsidee von Anfang an, den Nationalstaat nur noch auf dem Papier und maximal als Handlanger/Dienstleister für Konzerne und Kapital erhalten wollten und weiterhin wollen. Und sie sind auf gutem Wege es zu schaffen. Obwohl die Idee von Nation und Nationalstaat auch nur simpel und nicht gerade das Gelbe vom Ei ist. Diese Idee hat viel für Krieg und wenig für Frieden in der Geschichte der Menschheit getan.

Karikatur:© Kostas Koufogiorgos, www.koufogiorgos.de
Die nächsten anstehenden Schritte auf einem längeren Weg, sind die bevorstehenden Abschlüsse der Verhandlungen über das transatlantische Freihandelsabkommen TTIP und CETA. Zwischen der EU, dem Imperium der Schande und Kanada, mit denen Nationalstaaten, schleichend ihre letzten, verkümmerten Souve­rä­ni­tätsreste und die Bürgerrechte ihrer Staatsbürger auf Sicht an das internationale Groß- und Finanzkapital wegverhandeln werden. M.a.W., der Begriff "Selbstbestimmungsrecht der Völker" wird still und leise beispielsweise durch ein "universelles Recht des Finanz- und Kapitalmarktes" ersetzt, und die Menschen werden es erst merken wenn es schon lange zu spät ist.

Alle Deutschtümler die so schmerzlich ihr "Deutschsein" vermissen sind sich anscheinend überhaupt nicht darüber im Klaren, das mit der Übernahme der Staaten durch Globalisierungs- und Privatisierungsstrukturen es sich aufgehört hat zu "tümeln". Ob, deutsch, dänisch, norwegisch, christlich, muslimisch oder was auch immer. Der neue "Weltbürger" lässt grüßen.

Anstatt gegen die Opfer der Kriege zu demonstrieren, wie es die Flachhirnpfeifen von Pegida und dem Rechten Sektor tun, ohne zu merken, dass sie damit die Geschäfte der Kriegsgewinnler an Börsen und in Konzernen betreiben, sollten sie sich gegen die eigentlich herrschenden Kräfte wenden, die für die gigantischen Flüchtlingsströme verantwortlich sind. Die Kriegstreiber, von denen weder Merkel, Steinmeier, Obama, Cameron, Hollande noch Netanjahu sprechen. Als Repräsentanten für die Kräfte, die leicht mit den Angriffskriegen der letzten Jahre verknüpft werden können, fällt es ihnen wohl schwer, offen über die Verelendungsursachen der Dritten Welt zu sprechen.

Die hinter ihnen stehenden Kräfte werden auch dann noch zur herrschenden Klasse zählen, wenn die heute aktuellen Politiker längst aus der Politik verschwunden oder ganz offiziell in Lohn und Lobbyarbeit, nach ihrer politischen Karriere, bei der ökonomischen Klasse sind. Bis dahin werden sie keinen Krieg auslassen zu führen, wenn das Volk sie nicht auf einen friedlichen Weg zwingt. Nur Idioten halten ihre Knochen für Börsen und Kriegskonzerne hin. Wer glaubt er täte es für "Volk und Vaterland" sollte sich schnellstens in eine erfolgversprechende, psychiatrische Behandlung begeben.

Wahrsager von Gold, Silber- Geld & Börsenseiten, "retten Sie Ihr Geld, der nächste Crash kommt bestimmt - irgendwann, irgendwo", wie national-religiöse "Herrschergeister" der besonderen Art gibt es im Überfluss. Sie benutzen ihre wissensresistenten Gläubigen für ihre eigenen Interessen und liefern im Gegenzug Banalitäten als Erklärungsmodelle. Das ein wirtschaftlicher Kollaps kommt, ist sicher. Dazu muss man nicht Wahrsager sein um das zu erkennen. "Die Verheißungen des Kapitalismus" sind für die große Mehrheit der Menschen immer nur feuchte Träume gewesen und werden es für sie auch bleiben. Sogar das neoliberale ehNaMag zittert dem Weltbankrott entgegen. Untergangsstimmungenn machen die Runde. Ein Spektakel, das zeigt, wie sehr der globalisierte Kapitalismus am Ende mit seinem Latein ist. Tritt jetzt die schon lange befürchtete kapitalistische Systemkrise ein?

"Wir sagen Ihnen wie es ist. Die ganze, ungeschminkte Wahrheit!!!" Donnerwetter, das Netz und Konzernmedien sind voll davon. Ein Beckenbauer-Quiz zum 70. Geburtstag gefällig? "Wie gut kennen Sie den Mann, den alle Kaiser nennen?" Die Anwort finden Sie hier, da und dort.

Hört auf Euch vor den Bärtigen zu fürchten. Sie sind auch nur Menschen. Wie Du und ich. Mit allen Vorzügen und allen Fehlern. Die unterscheiden uns nicht, sondern machen uns erst zu Menschen.

Menschen unterscheiden sich durch unterschiedliche Klassenzugehörigkeiten. Reich gegen arm.

FH

Freitag, 11. September 2015

Flüchtlingshilfe zum Nulltarif? Humanität die nichts kosten darf!

Mowitz
Von einen Tag auf den nächsten wurden die Schleusen für Millionen verelendeter Menschen zur Flucht nach Europa geöffnet. Merkel die total Überraschte, die wieder einmal von nichts gewusst haben will, hat von den Millionen Flüchtlingen erst aus der Zeitung erfahren. Donnerlittchen, gut das sie die noch liest, dennoch bekam sie vor zwei Wochen höchstes Lob von Gott aus Washington, der ihr besonders für die Aufnahme von Syrern dankte, die bislang unsäglich unter dem verdeckten US-Angriffskrieg und seiner Vasallen auf Syrien litten und dabei verelendeten. Und der US-Gott wäre nicht US-Gott wenn er nicht gleichzeitig versuchen würde, sich mit einem "großzügigen" Almosen publikumswirksam von seinen Verbrechen gegen die Menschlichkeit freizukaufen, und mit der Aufnahme von 10.000 Flüchtlingen in "Gottes eigenes Land" vom Acker zu stehlen.

Seit dieser Ankündigung vor 14 Tagen, geistert die Zahl von 10.000 Flüchtlingen, von denen noch kein einziger in den USA eingetroffen ist, jeden Tag aufs Neue durch die Gazetten der westlichen W(ä)rtegemeinschaft, so dass glatt bei Schnell- und Leichtgläubigen der Eindruck entstehen kann, die VSA wollen nicht nur die angekündigten 10.000 Flüchtlinge aufnehmen sondern mindestens 10.000 x 14 (Tage) = 140.000 Flüchtlinge. Um diesem Eindruck entgegenzutreten, sei an dieser Stelle darauf hingewiesen, das sich die Weltmarktführerin "Wall Street Kapital, Konzerne & Börse" nur auf die einmalige Aufnahme von 10.000 Flüchtlingen festgelegt hat. Man hat schon alle Hände voll damit zu tun um die USA von Millionen Mexikanern zu "säubern" falls Donald Trump den Herrscherthron des Universums in Washington einnimmt. Er soll ja nur noch zwei, drei Prozent hinter Psychopathin Hillary Clinton (We came, we saw, he died), in der Gunst US-amerikanischer Wähler liegen.

Karikatur:© Kostas Koufogiorgos, www.koufogiorgos.de
Die deutsche Zivilgesellschaft hingegen macht einen phantastischen Job um den Verelendeten der westlichen W(ä)rtepolitik mit Rat, Tat und Mitmenschlichkeit zu begegnen und ihnen zu helfen. Ohne jegliches Eigeninteresse. Da stören nur öffentliche Amtsträger von Angela Merkel (CDU) angefangen bis Hannelore Kraft (S?PD), von Göring-Eckardt (Grüne) bis Seehofer (CSU).

Mit Steuergeldern, so sagt man bei feierlichen Anlässen, müsse besonders sorgfältig und sparsam umgegangen werden und jede Verschleuderung ist zu vermeiden. Mit Ausnahme bei Waffenkäufen der Bundeswehr und Staatsbesuchen der britischen Queen-Rekordhalterin in Deutschland.

Bei der Bundeswehr wurden die Milliardengräber schon seit CSU-Franz Josef Strauß (Lockheed-Skandal und Starfighter-Affäre) mehr zur Regel als Ausnahme bis hin zum Drohnen-Abgang von de Maizière und der Ausmusterung des Sturmgewehres G36 unter von der Leyen. Alles Milliardengräber; zum Wohle der Aktionäre deutscher und auslänischer Rüstungsindustrien, die bei der Dividendenausschüttung auch nicht zu kurz kommen wollen. Denn das bedeutet ihnen schließlich mehr als ihr halbes Leben.

Die Bundesregierung will jetzt die lächerliche Summe von 3,5 Millionen Euro für die Qualifizierung ehrenamtlicher Helfer bereitstellen. Vergleichbar mit einem Piss in den Rhein.

Aber die S?PD wäre nicht die S?PD, wenn ihre NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft es nicht noch billiger machen könnte. Sie fordert den Einsatz von Langzeitarbeitslosen als Flüchtlingsbetreuer, schreibt neues deutschland.

Nicht Flüchtlinge als Sklaven zu missbrauchen, sondern Arbeitslose als Lohndrücker. Da ist bereits die Zündschnur für ein kommendes, unfriedliches Zusammenleben gelegt. Warum nicht Kriegsgewinnler, deutsche und ausländische, zur Kasse bitten, sie enteignen und anfangen den Kapitalismus zu überwinden. Soros und Buffet inklusive!

Zum Schluss noch ein Hinweis auf "Machtkampf in Nahost", den ich gerade gelesen habe:
"Der deutsche Außenminister spricht sich gegen etwaige militärische Aktivitäten Russlands im Kampf gegen den "Islamischen Staat" (IS) in Syrien aus. "Es kann nicht sein, dass jetzt wichtige Partner ... auf die militärische Karte setzen", äußerte Frank-Walter Steinmeier zu Berichten, denen zufolge Moskau seine Lieferungen von Kriegsgerät an die syrische Regierung stark ausweite und womöglich eigene Militäroperationen gegen den IS plane. Russland, das in der Weltpolitik zur Zeit allgemein seine Positionen stärkt, hat in den vergangenen Monaten auch seine Syrien-Aktivitäten beträchtlich ausgeweitet und ist jetzt dabei, eine Allianz gegen den IS unter Einschluss der Regierung von Bashar al Assad zu schmieden. Sollten die Bemühungen erfolgreich sein, würde Moskau dem Westen damit eine empfindliche diplomatische Niederlage bereiten. Westliche Gegenaktivitäten haben entsprechend begonnen. So hat etwa Bulgarien auf Druck der USA seinen Luftraum für russische Versorgungsflüge gesperrt. Griechenland wird aufgefordert, dasselbe zu tun. Der Konflikt zwischen dem Westen und Russland verschärft sich damit nun auch im Nahen Osten. In Deutschland werden Forderungen laut, den Krieg gegen den IS zurückzustellen und dem Sturz Assads Vorrang zu geben." Weiter gfp >>>

FH

Donnerstag, 10. September 2015

Moskau: Russland würde auf NATO-Beitritt Schwedens adäquat reagieren

Karikatur: Carlos Latuff, Wikimedia, gemeinfrei
KRIEG: GUT FÜR WENIGE - SCHLECHT FÜR VIELE

Ein Beitritt Schwedens zur NATO würde militär- und außenpolitische Folgen nach sich ziehen, die Antwortschritte Russlands erfordern würden, wie die amtliche Sprecherin des russischen Außenamtes, Maria Sacharowa, am Donnerstag in Moskau sagte. Moskau verfolge aufmerksam eine in Schweden immer aktiver werdende Diskussion über einen NATO-Beitritt.

„Wir stellen fest, dass der schwedischen öffentlichen Meinung Ideen systematisch aufgezwungen werden, wonach es keine Alternative für die Teilnahme Schwedens am nordatlantischen Bündnis gibt. Unsere Einstellung dazu ist ein offenes Geheimnis. Moskau hat mehrmals erklärt, dass die Wahl der Strategie der nationalen Verteidigung eine innere Angelegenheit eines jeden Staates ist. Aber wir bezeichnen die Politik der Blockfreiheit Schwedens nach wie vor als einen wichtigen Faktor der Gewährleistung der Stabilität im Norden Europas“, betonte Sacharowa.

Quelle: Sputnik

EU-Kommissionspräsident Juncker tut das was er am besten kann: Er busserlt mit Martin Schulz

Mowitz
Der Meister der Hintertreppe - Jean-Claude Juncker aus dem Steuerflüchtlingsparadies Luxemburg, hatte gestern in Brüssel seinen Großauftritt, als er in holprigen Englisch den EU-Parlamentariern klarmachte, dass es der EU an Europa fehle und der Europäischen Union an Union. Um dieses Geschwurbel zu einem "intellektuellen" Ende zu bringen, benötigte er anstatt einer geplanten halben Stunde, gefühlte vier Stunden.

Am Ende kam nicht mehr dabei heraus als ein Busserl von ihm auf die Glatze des EU-Parlamentspräsidenten Schulz, worüber der sich gerührt zeigte und der Brite Nigel Farage sich köstlich amüsierte. Dieses ewige öffentliche Abbusserln zwischen Gleichgeschlechtlichen der Politik, bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit, geht mir heute genauso auf den Keks, wie die Abknutscherei unter ehemaligen, real existierenden Sozialisten der Sowjetzeit. Was soll den Menschen eigentlich damit vorgespielt werden? Herzliche Verbrüderung, oder sexuelle Befreiung? Auch Merkel ist eine Meisterin des Busserln, die dankbar ihre Wangen für ein Küsschen hier, ein Küsschen da zur freien Benutzung anbietet, mit oder ohne Umarmung und sie ist wohl in ihrem gesamten Leben zuvor noch nie mit soviel Liebesbezeugungen beglückt worden wie jetzt.

Die biedere Frau Merkel als Retterin von Menschen in Not. Eine ganz neue Erfahrung die sie jetzt ihrem Wahlvolk zur Bedienung anbietet. Gestern, als auch sie im Bundestag, zeitgleich mit Juncker in Brüssel, das Wort ergriff, um sich, die große Schweigerin der Nation, die sich erst in die Flüchtlingstragödie einmischte, als ihr womöglich klar wurde, dass sie andernfalls mit einem Liebesentzug ihrer Wähler zu rechnen habe und auch aus dem meist gehassten Imperium des Planeten, mit Sitz in Washington, Ungemach drohte. Der Satz, der von Merkel hängen bleibt, war ihr Hinweis an die Parteien sich nicht gegenseitig die Schuld zuzuweisen. So bringt man die Debatte über ihr eigenes Fehlverhalten zum Schweigen, bevor sie noch richtig begonnen hat.

Saudi-Arabien nimmt keine syrischen Flüchtlinge auf
Karikatur:© Kostas Koufogiorgos, www.koufogiorgos.de

Kein Wort über die wahren Kriegstreiber des von außen geführten, verdeckten Krieges gegen Syrien. Alles schön bieder, falsch und hinterhältig als "Bürgerkrieg" getarnt. Die Legende weiter zu verkaufen ist nicht nur das Gebot der Stunde, sondern der nächsten Jahre. Nur Die Linke, in Gestalt ihrer Vizefraktionschefs Sahra Wagenknecht und Dietmar Bartsch verbreiten im deutschen Parteiengefüge endlich deutlich die schon lange bekannte und im Netz viel diskutierte Hauptverantwortung der USA, für Flüchtlingsströme und überhaupt für die in noch höherem Ausmaß erfolgten zivilen Opfertragödien in Syrien, Irak, Libyen, Afghanistan, Jemen, Mali etc., die erst durch die von ihnen angezettelten Angriffskriege zustande kamen und kommen. Mit der Durchführung dieser Völkerrechtsverbrechen bediente sich das Imperium der Schande seiner Vasallen aus der EU, Israel, Saudi-Arabien, Katar und mit etlichen Terrororganisationen als Schreckensbeschleuniger an vorderster Front: IS, Qaida, Nusra, NATO.

Und die Bundesregierung, mit ihrer hausbackenen Merkel an der Spitze, ist bis heute dem uralten deutschen Ideal des Untertanenstaates treu geblieben, der beinhaltet, dass die Bürger des vereinten Großdeutschlands von eigenen Maulwürfern ausgespäht werden, wie vom BfV, ("Wir sind ein Dienstleister für Demokratie") Donnerwetter, BND, ("Ein Meilenstein für die Zukunft aber auch eine große Herausforderung. Ein Gebäudekomplex für 4000 Mitarbeiter, so groß wie 35 Fußballfelder"), Donnerlittchen welch imposante Dimensionen; die nahtlos am Überwachungswahnsinn der Gestapo und Stasi anknüpfen, nur eben mit sehr viel besserer Technik. Die Neugier kennt keine Grenzen oder schamhafte Zurückhaltung mehr. Für die Konzerne sind sie verwertbar und für die Überwachung der Privatsphäre von mündigen wie unmündigen Bürgern und Untertanen ebenfalls.

Übrigens, Merkel drohte gestern im Bundestag auch dem Netz wieder mit vermehrter Bürgerüberwachung. Das verlangt mit Sicherheit bald neue Ausbaustrukturen und Milliarden für unser "gemeinsames" Bürgerüberwachungssystem!

FH

Freitag, 4. September 2015

Ich glaub', ich les' nicht recht: Deutschland befiehl, wir folgen!

Mowitz
Die Leute, deren Darmwind den Verlauf der Weltgeschichte mehr beeinflusst, als noch so friedfertige Demonstrationen des Prekariats, die sogenannte internationale (Ä)lite, ist nach einer Untersuchung der deutschen Entwicklungsorganisation GIZ, (Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit) der Auffassung, "die deutsche Dominanz über die EU würde von nennenswerten Teilen der Eliten in zahlreichen Ländern weltweit akzeptiert und in nicht wenigen Fällen positiv bewertet", berichtet German-Foreign-Policy. Man sieht Deutschlands führende Rolle in Europa durchaus positiv und hofft auf stärkere Kriegsbeteiligungen Deutschlands als es bisher der Fall gewesen ist.

Deutschland wird schon fröhlich, als "Gegengewicht zum Imperium der Schande USA" gehandelt. Na, wenn die (Ä)liten da nicht den Wunsch zum Vater des Gedankens machen und Deutschlands reale Voraussetzungen kräftig überbewerten, bevor sie ïhre Vorstellungen überhaupt zu Ende gedacht haben.

Deutsche Amtsträger, wie Pastor Gauck, haben sich bereits mehrfach positiv mit den Einflüsterungen der herrschenden Klasse öffentlich zu Wort gemeldet; so forderte Gauck schon im Januar 2014 während der Münchner Sicherheitskonferens eine neue deutsche Außenpolitik, "ein Ende der Zurückhaltung" und "eine stärkere Rolle Deutschlands in der Welt". Militärische Machtmittel inklusive. Nun weiß man zumindest auf wessen Mist Gaucks Äußerungen gewachsen sind und wer ihn vorschickte um einen neuen deutschen Militarismus in Deutschland zu predigen. Da ist doch ein treuherzig blickender Pastor die ideale Besetzung um ein kaltschnäuziges Spiel der (Ä)liten mit dem Tode, heilig zu sprechen.

Karikatur:© Kostas Koufogiorgos, www.koufogiorgos.de
Ignoriert wurden in der Umfrage die unteren Mittel- und Unterschichten, die etwa in Griechenland von Berlin in die Verarmung getrieben wurden. Bei ihnen wächst der Unmut über die deutsche Dominanz, schreibt GFP weiter. Die Auswahl der Befragten holte man sich aus den bessergestellten Kreisen und der herrschenden Klasse, also solche Menschen die allein schon durch die Entweichung ihrer Darmwinde aus dem After, den DAX positiv oder negativ beeinflussen können. Je nach persönlichen Wünschen und Neigungen. Weniger nach realen Notwendigkeiten. Sie sind beseelt von dem Gedanken, was gut ist für (Ä)liten, ist auch gut für die Gesellschaft. Ein Geschäftsmodell, bei dem die Unterschichten bereits katastrophale Folgen zu tragen hatten, wie z.B. bei dem Finanz- und Börsencrash 1929, mit seinem Schwarzen Donnerstag, und der Finanzkrise ab 2007 die das Leben der Völker radikal verschlechterten. Die Bürden die nach diesen kriminellen Börsen- und Finanzspielen zu tragen waren, wurden total solidarisch auf die Schultern der Unterschichten verteilt. Die Soros' und Buffets mussten sich auch weiterhin keine Gedanken über ihr täglich Brot machen. Alles Resultate elitärer Selbstüberschätzung und Gigantonomie - eine immer unsichere Zukunft sicher gestalten zu können. Denn erstens kommt es anders und zweitens als man denkt.

Der "schwarze Donnerstag" gab den Nazis Auftrieb, die deutsche Rüstungsindustrie begann zu brummen wie nie zuvor; und am Ende bezahlten hauptsächlich Unter- und Mittelschichten für die Interessen der (Ä)liten mit ihrem Leben.

Die Toten des Zweiten Weltkrieges, mit Verbrechen und Kriegsfolgen einbezogen, werden auf 80 Millionen Menschen geschätzt. Auch das eine Folge elitärer Großmachtpolitik. Keine Großmacht, kein Hegemon, kein Imperium hat auf Dauer Bestand. Am Ende überschätzen sie sich und brechen zusammen. Ein Prozess der jetzt auch in den USA zu beobachten ist. Die entscheidende Frage ist nur, ob dieser Prozess friedlich oder mit einem finalen Nuklearkrieg endet. Gewinner bei Atomwaffenkriegen gibt es nur in der Fantasie von Generälen, die ihre Truppen in Sandkastenspielen souverän von einem Sieg zum nächsten führen.

Man stelle sich nur das Chaos von Milliarden Menschen auf der Flucht in hochverstrahlten Gebieten vor. Soviel Fantasie muss man schon aufbringen um zu verstehen, warum im nächsten Krieg die Überlebenden die Toten nicht beklagen, sondern beneiden werden.

FH