Freitag, 30. Oktober 2015

Aus der Reihe die Verheißungen des Kapitalismus heute: Massenflucht, die Sandkastenspiele der Eliten

Mowitz
Sie marschieren um ihr Leben. Unaufhaltsam. Weg von den Folgen maßlosen Wirtschaftswachstums den andere anrichten und deren ersten Opfer sie sind. Fort von der totalen Wasserknappheit. Ihre Knappheit ist unser Überfluss. Sie haben weniger sauberes Wasser zum trinken, als wir zur Spülung unserer Klos oder zum Abwaschen unserer Autos verbrauchen. Sie sind die Verlierer eines perversen, neoliberalen Kapitalismus in dem es nur wenige Gewinner gibt. Kapitalistische Wachstumsfetischisten wie George Soros zum Beispiel. Die Massen der reichen Welt sind noch nicht auf der Flucht, wohin sollten sie auch fliehen? Trotzdem gehören sie zu den Verlierern. Der Anteil derjenigen steigt stetig, die sich ihr Zuhause unter nasskalten Brücken in Schuhkartons an Rhein und Ruhr, Mississippi, in Göteborg, Paris, Kanada, London, Brüssel, Berlin und anderen beliebigen Teilen der Welt einrichten, wo die Verheißungen des Kapitalismus bereits seit vielen Generationen voll zum Tragen kommen. Die einzige Größe die in der Heimat des Kapitalismus mit immer neuen Zuwächsen aufwartet, ist die zunehmende Massenverelendung seiner Bevölkerungen. Das ist die wahre und einzige Verheißung die sich hinter den Verheißungen des Kapitalismus verbirgt.

Karikatur:© Kostas Koufogiorgos, www.koufogiorgos.de
Die globale Umweltzerstörung hat allein schon durch die friedliche, nichtmilitärische Ausbeutung des Planeten ein gigantisches Ausmaß angenommen. Und als wenn uns das noch nicht reichen würde, setzen wir mit unseren nie endend wollenden, kapitalistischen Eroberungs- und "Wachstumskriegen" eine zusätzliche Massenvernichtungswaffe gegen alles Leben auf unserem Planeten ein, so als hassten wir es, anstatt es zu lieben.

Nicht nur Umweltveränderungen treffen zuerst die Ärmsten der Armen. Sie sterben auch früher und elendiger als die Reichsten der Reichen, ohne dass es die Eliten wirklich juckt. Das mag auch hinter dem kurzsichtigen Nichtstun der Eliten gegen die erwartete Klimakatastrofe liegen. Sie glauben nämlich, dass das Gesetz der Katastrofe nur auf die Ärmsten der Armen zutrifft. "Eliten" sind voll und ganz damit beschäftigt ihre eigenen Schäfchen ins Trockene zu bringen. Sich einige Inseln für Glückselige zu reservieren, auf denen sie ihren Lebensabend damit verbringen können, sich mit Sandkastenspielchen - wie Börsen- und Hedgefondskurse zu studieren - die dann im wirklichen Leben schon längst aufgehört haben zu existieren. So wie die Generalität im Sandkasten Kriege übt, bevor sie reales Leben löscht. Am Ende auch das eigene.

All dies ist längst bekannt und niemand kann sich damit herausreden es nicht gewusst zu haben. Trotzdem passiert, außer feierlichen Gelöbnissen auf Krisenjubiläumsveranstaltungen, die schon gebrochen sind bevor sie mit einer Resolution angenommen werden, nichts. Rein gar nichts.

US-Regierungssprecher Josh Earnest übernimmt jetzt, drei diplomatische Etagen tiefer, Obamas Rolle, "Russland ist nur eine Regionalmacht", als oberster Sandkastenspieler um Russland zu provozieren und versucht der Auffassung seiner Regierung Gehör zu verschaffen, dass von einem neuen Kalten Krieg derzeit keine Rede sein kann, da der Kalte Krieg durch eine Konfrontation von zwei Supermächten gekennzeichnet war, wovon nach dem Wegfall der Sowjetunion nur noch eine "Supermacht" übrig geblieben ist.

Ein weiteres Spielfeld US-amerikanischen Super-Machtgehabes, ist das demonstrative Auftauchen des US-Zerstörers "USS Lassen" in der Nähe der Spratly-Inseln im Südchinesischen Meer, fast 14.000 km von den USA entfernt. Diese werden von China beansprucht, was bei den großen Gas- und Ölvorkommen die in dem Gebiet vermutet werden, nicht überrascht.

Eine Aktion, die der russische Fernost-Experte Alexander Larin als Aktion der USA bewertet um den US-Schützlingen Vietnam, Malaysia, Brunei, den Philippinen und Taiwan, die auch die Spratly-Inseln neben China beanspruchen, zu signalisieren, dass sie von den USA im Falle eines Falles nicht sich selbst überlassen sein würden. Alexander Larin bezweifelt dennoch, dass sich die Beziehungen USA-China verschärfen werden, da es enge Verbindungen in Handel und Finanzen gibt.

Experten müssen nicht immer richtig mit ihren Wahrsagungen liegen. Auch russische nicht. Und die 'engen' wirtschaftlichen Beziehungen zwischen China und den USA sind seit der Einführung der Asiatischen Infrastruktur- und Investmentbank (AIIB) durch China und andere Staaten, die als Konkurrenz zur Weltbank, dem Internationalen Währungsfonds und der Asiatischen Entwicklungsbank funktionieren soll, auch nicht mehr so ungetrübt wie es vielleicht noch der offizielle Anschein suggerieren soll.

Und der von den USA und seinen Vasallen Saudi-Arabien, Katar, Israel, Türkei etc. vor vier Jahren entfachte Flächenbrand in Syrien, populär in westlichen Mainstreammedien als "Bürgerkrieg" schöngelogen, ist noch nicht zu Ende. Welche Hoffnung auch immer auf die Syrien-Konferenz in Wien gesetzt wird. Zu guter Letzt haben die USA genug Vasallen im Schlepptau, die stellvertretend für sie, den Krieg gegen Syrien weiterführen können und werden. Ausgerüstet mit deutschen Waffen und Waffen aus den USA, an denen es im völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen Syrien nicht mangelt. Auch nicht bei den von den USA/Saudis/Katar/Türkei gestützten IS-Verbrecherbanden.

Die Entvölkerung des Nahen und Mittleren Osten wird fortgesetzt. Da ist es im Namen der deutschen Waffenlieferanten und der von ihnen gesponserten Parteien, welche das deutsche Volk frei gewählt hat um in seinem Namen zu regieren, nur recht und billig, wenn Deutschland seinen Teil der Verantwortung der von deutscher Seite mitverursachten, syrischen Flüchtlingskatastrofe ohne großes Getöse und Gejammer seiner Bevölkerung, klaglos übernimmt.

Krieg darf sich nicht lohnen. Auch nicht für's Volk. Wer sonst soll Waffenbauern und Politikern Paroli bieten? Wenn nicht der Souverän. Man kann nicht mit seinen Wurstfingern bequem auf Merkel zeigen, aber nach oben feige die Schnauze halten.

FH

Dienstag, 27. Oktober 2015

Stirbt Europa aus? - Nein, wir holen Nachschub, entvölkern den Nahen und Mittleren Osten und "integrieren" Flüchtlinge

Mowitz
Merkel reist jetzt viel durch die Lande, beruhigt Unruhige und floskelt irgendetwas von unveräußerlichen Werten an die sich Flüchtlinge zu halten hätten, falls sie Wert auf eine gelungene Integration legen. Denn ihre große Zukunftsaufgabe in Deutschland und Europa soll darin bestehen, der Überalterung Deutschlands und Europas Einhalt zu gebieten. Und zwar zu Löhnen, die den heute noch gesetzlichen Mindestlohn in Deutschland von 8,50 Euro unterschreiten werden. Daimler-Zetsche freut sich schon lange auf "hoch motivierte Arbeitskräfte". Seine Autos werden ja auch gar nicht erst Mindestlöhnern zum Kauf angeboten. Sie gehören nicht zum Segment das Mercedes bedient sondern sollen mit Hungerlöhnen die Gewinnmargen der Aktionäre nach oben bedienen.

Die von "FAZ"-Herausgeber Frank Schirrmacher † 2014, in seinem 2004 veröffentlichten Buch "Das Methusalem-Komplott" beschriebene Horrorvorstellung, dass in einigen Jahrzehnten mehrere Millionen Menschen weniger in Deutschland leben werden und dies tiefgreifende Folgen für die Wirtschaft hätte, lässt jedem rechtgläubigen Kapitalisten, und Schirrmacher war einer, dem die Vorstellung, dass eine notwendige Wachstumsbremse dem "ewigen" Wachstumsbedarf im Kapitalismus den Rang ablaufen könnte, einen Schauder nach dem anderen den Rücken hinunterlaufen ließ.

Der "demografische Wandel" ist der Popanz, [(abwertend) etwas, was aufgrund vermeintlicher Bedeutung, Wichtigkeit Furcht, Einschüchterung o. Ä. hervorruft oder hervorrufen soll], unserer wachstumsfixierten Kapitalismus-Fundamentalisten und gut als Totschlagargument zu gebrauchen, der jede Leistungssteigerung der Wirtschaft durch Effektivisierungsgewinne unberücksichtigt lässt.

Karikatur:© Kostas Koufogiorgos, www.koufogiorgos.de
Zusammen mit der nicht zu leugnenden Fremdenfeindlichkeit eifriger Pegida-Demonstranten, die sich mehr und mehr als handfeste Nazis outen und so auch bereits von den Massenmedien beschrieben werden und deren politische Vorstellungskraft knapp das Niveau politischer Analphabeten erreicht, kann vom medialen und politischen Establishment jede noch so gerechtfertigte Kritik gegen eine unhändelbare Massenflucht nach Deutschland und Europa mit dem Totschlagargument "nazistisch" leicht abgewehrt werden. Das die "westliche Wertegemeinschaft" ihre Kriege im Nahen und Mittleren Osten die immer schon von ihr selbst bei ihren Raubzügen (Kolonialisierung, Neokolonialisierung) ausgelöst wurden, aber mit Hilfe gekaufter Medienmacht effektiv schöngeredet werden konnten und als "gerechte" Kämpfe der Guten gegen die Bösen in aufnahmebereiten aber leider auch leicht manipulierbaren Hirnen Zugang finden. So als hätten Irak, Libyen, Jemen, Syrien u.v.a. die "westliche Wertegemeinschaft" angegriffen und nicht umgekehrt. Eine kontrollierbare Zuwanderung wäre auf friedlichem Wege möglich gewesen und hätte den s.g. "demografischen Wandel" leicht abfedern können, falls er übehaupt notwendig und wünschenswert ist.

Die deutsche Bundesregierung rüstet heute die arabischen Golfdiktaturen auf wie nie zuvor. Die Kopf-ab-islamistische-Fundamentalisten-Diktatur Saudi-Arabien ist zum drittgrößten Käufer deutschen Kriegsgeräts aufgestiegen. Ein "Wachstum" das eigentlich nicht wünschenswert ist wenn man dem Frieden dienen will; das unseren Wohlstand auch nicht vermehrt sondern vermindert, aber vom Kapitalismus als systemerhaltend dringend benötigt wird. Egal wieviel Millionen Tote und Vertriebene die Erhaltung des imperialen, kapitalistischen westlichen Wertesystems kostet. "Wir" werden nicht auf ewig zu den "Gewinnern" zählen falls das irgendeine Flachhirnpfeife glaubt. Sogar das Imperium wackelt bereits bedenklich in seinen wirtschaftlichen und ethischen Fundamenten. Und mit ihm auch der militärische Teil des gesamten Wall Street-Kapitalismus.
"Von den sechs Staaten des Golf-Kooperationsrats, in dem sich die Länder der Arabischen Halbinsel organisiert haben, gehören vier zu den Top 20-Empfängern deutscher Rüstungslieferungen. Dadurch wird nicht nur eine Konfliktpartei im mittelöstlichen Machtkampf gegen Iran mit Waffen ausgestattet. Die Ausfuhren beinhalten auch Mordwerkzeuge, wie sie Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate in ihrem Krieg im Jemen einsetzen oder zumindest einsetzen können: von Ersatzteilen für Kampfflugzeuge bis zu Maschinenpistolen. Mit Saudi-Arabien wird zudem ein Staat aufgerüstet, der, wie der Träger des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels Navid Kermani bekräftigt, "Hauptsponsor des Dschihadismus" ist und religiös eine große Nähe zum "Islamischen Staat" (IS) aufweist. Sollte die Bundeswehr, wie Militärs es jetzt erneut in Aussicht stellen, im Anschluss an einen Machtabgleich in Mittelost in Syrien zum Einsatz kommen, dann stünden deutsche Soldaten wohl auch von Saudi-Arabien aufgerüsteten Milizen gegenüber." German Foreign Policy
Und mit dem speziellen Hinweis auf Saudi-Arabien sollen nicht die anderen Kriegsinitiatoren USA, Israel, Kanada, Nato, Australien und Europa vergessen gemacht werden. Sie alle sind "wir" und gehören dem gleichen Werte-Mordskartell an.

FH

Mehr zum Thema:
Gegenmeinung: „Geld ist dafür da, bestimmte Systeme zu stabilisieren, die mit der Lebenswirklichkeit gar nichts mehr zu tun haben”.....

Freitag, 23. Oktober 2015

Merkel "eliminiert" Fluchtursachen in Afghanistan: Dankt für Militäreinsatz in Afghanistan über 2016 hinaus

Mowitz
Hilflos steht der Westen vor den Trümmern seiner neokolonialen Geopolitik und versteht die Welt nicht mehr. So hatte man es sich nicht vorgestellt als man sich entschloss die für viele Millionen Dollar ausgedachte Politik seiner "Denkfabriken" in Realpolitik umzusetzen und den 11. September 2001 (911) als Startpunkt zum Kampf gegen den Terror auswählte und die Nato unter dem Deckmantel "Enduring Freedom" („Operation andauernde Freiheit“) nach Afghanistan schickte, wo sie erfolglos nach Osama bin Laden suchte, den man auserkoren hatte für 911 verantwortlich zu sein. Gefragt hat man ihn nie persönlich. Als man ihn fand und es gekonnt hätte, erschoss man ihn einfachshalber im "Eifer des Gefechtes" und kein Hahn krähte mehr danach was Osama bin Laden eigentlich selbst von den Beschuldigungen hielt, die man ihm vorwarf. Das ganze wurde als Unterhaltungsschau "live" ins Weiße Haus überführt. (s. hier).

Endlich hatte man den Feind gefunden, dem man nicht erst den Krieg "erklären" musste, sondern gegen den führte man ihn einfach. Wie? Der Kampf gegen den Terror wurde zur zentralen Aufgabe der US-Außenpolitik erklärt. Das reicht. Warum? Weil die USA es sagten und somit hinterfragt es niemand. Damit erspart man sich viele Erklärungen an die sowieso immer weniger glauben. Beweise werden durch Kampf gegen Terror ersetzt und Terroristen, wie den Islamischen Staat, setzte man einfachhalber gleich selbst in die Welt, damit der Nachschub nicht ausbleibt.
Panzerexporte nach Katar
Karikatur:© Kostas Koufogiorgos, www.koufogiorgos.de
In der Zwischenzeit fliehen Afghanen, vor den Bombardierungen der Nato und vor den Taliban, die in den 14 Jahren Afghanistan-Krieg seit 911 nicht schwächer, sondern eher stärker geworden sind und von deren Herrschaft die Nato-Truppen die Afghanen befreien sollten. Zu Hunderttausenden fliehen sie jetzt aus Afghanistan und suchen Schutz in anderen Ländern. Wobei Europa nur eines ihrer Ziele ist. Die Rolle der USA als selbsternannter Weltpolizist und Hegemon hat sich derzeit dank Russlands rigorosen Angriff gegen den Islamischen Terrorstaat, dramatisch verschlechtert und lässt die USA blasser aussehen, als sie es in den letzten Jahrzehnten getan haben. Militärische Erfolge bleiben aus und man hat mit seinen Kriegen keines der eigenen, vorgegebenen Ziele erreicht. Eine Totalpleite der US-amerikanischen "Friedens-", oder richtiger ausgedrückt, Vorherrschaftspolitik, ist eingetreten.

Gestern war US-Außenminister Kerry zusammen mit seinem Amtskollegen Steinmeier zu hören, als er sich herzlich für Deutschlands "Führungsstärke" bedankte: [....]"Zuerst einmal möchte ich sagen, dass ich die Freundschaft und die Führungsstärke von Deutschland, von Kanzlerin Merkel und meinem Freund Frank-Walter Steinmeier, der unermüdlich diplomatische Arbeit leistet, sehr begrüße" [....] Bei so viel Lob für die Aufräumungsarbeit der Hinterlassenschaften US-amerikanischer Nahost-Politik die Europa und Deutschland jetzt leisten müssen und die sie gleichzeitig überfordern, ließ die deutsche Kanzlerin es sich nicht nehmen, den USA ausdrücklich dafür zu danken wie toll doch die Wall Street-Regierung Fluchtursachen bekämpft. Das hört sich bei Merkel dann so an:
"Ich bin froh darüber, dass die Vereinigten Staaten sich entschieden haben, über 2016 hinaus zu bleiben", sagte Merkel. Die Menschen in Afghanistan zu beschützten, "ist nichts anderes als Fluchtursachen wegzunehmen".
Toll, richtig toll kann man da bei diesem totalen Überblick Merkels über die auf uns zukommenden Flüchtlingsströme nur verblüfft ausrufen, bevor uns das "Tolle" daran im Hals stecken bleibt. Sogar stehende Ovationen beim Kongress der Europäischen Volkspartei EVP in Madrid soll ihr das eingebracht haben.

FH

Polizei in Trollhättan bestätigt Hassmotive unter rassistischen Vorzeichen die hinter den Morden an "Kronanschule" stecken sollen

Mowitz
Laut schwedischen Presseberichten ist der mutmaßliche Mörder, ein 21-jähriger Schwede ohne Migrationshintergrund, der von Personen aus seinem Umfeld als zurückgezogen beschrieben wird, sich aber gleichzeitig im Netz zu rechtsextremistischen Sympathien bekannt haben soll. Ein Grund warum auch die schwedische Sicherheitspolizei "Säpo" zu den Untersuchungen mit hinzugezogen wurde. Ein leitender Polizeibeamter bestätigte das Hassmotiv samt rassistische Vorzeichen die den Morden zugrundeliegen können.

Videoaufnahmen der Kronanschule sollen den 21-Jährigen zeigen wie er im Korridor stehen bleibt und mit hellhäutigen Menschen spricht, ohne sie anzugreifen.

Die Polizei soll nach einer Durchsuchung der Täterwohnung Beweise und Anhaltspunkte gefunden haben, die über Kleidung und Vorgehensweise des Täters während seiner Attacke Auskunft geben und das Hassmotiv bestätigen sollen. Auch wie er seine Opfer ausgewählt haben soll, wird ein leitender Polizeibeamter vor Ort zitiert.

An der Schule "Kronan" an der die Morde begangen wurden, wurden ein Schüler und ein Schülerassistent ermordet und ein weiterer Schüler und Lehrer mit einer Stichwaffe schwer verletzt. Die Schule liegt in einem Viertel mit vielen neu angekommenen Asylsuchenden. Der 21-jährige mutmaßliche Attentäter verstarb später im Krankenhaus an seinen Schussverletzungen, die ihm von der Polizei, bei ihrem Versuch den Attentäter zu stoppen, zugefügt wurden. Laut Chefarzt des Krankenhauses Näl wurde der Mann den sie behandelten, für Schussverletzungen im Bauch gepflegt.

FH

Mittwoch, 21. Oktober 2015

Außer Betrieb: Akif Pirinçci - Hoffentlich der Anfang vom Ende des Pegida-Flachhirnpfeifen-Spuks

Mowitz
Hohe Auflagen sind nicht automatisch mit hohem Verstand und Qualität gleichzusetzen. Dann wäre sogar die publizistische Vernichtungsmaschine BILD ein Blatt für die intellektuelle Elite dieses Landes und nicht nur Hilfsmittel für politische (Ä)liten bei ihrer gesellschaftlichen Massenverblödungsarbeit.

Akif Pirinçci soll ja ein relativ erfolgreicher Schriftsteller sein, ist Wikipedia zu entnehmen, dessen Katzen-Detektivroman "Felidae", in siebzehn Sprachen übersetzt wurde und 1993 in einem gleichnamigen Zeichentrickfilm verfilmt wurde. Er schien für die Pegida-Organisatoren der rechte Mann am rechten Platz mit seiner anscheinend schon vorher bekannten rechten Gesinnung zu sein, der den verängstigten und fremdenfeindlichen Pegida-Anhängern, zum Pegida-Einjahresjubiläum, vorgestern in Dresden, Mut machen sollte.

Sigmar Gabriel, Vorsitzender der S?PD-Schrumpfpartei, sagte im August in Heidenau: "das ist Pack", worauf das Pack zurückschrie: "wir sind das Volk". Und auf dem Niveau spielt sich der politische Diskurs zwischen den bestehenden (Ä)liten in Deutschland ab. Völkische Pack(ä)lite kontra politischer Schrumpf(ä)lite.

Da bleibt es nicht aus, wenn bei der Suche nach den Verursachern der Massenflucht die Verursacher der Kriege, nicht mit Namen genannt werden. Das Imperium, die Nato, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Türkei, Israel, Saudi-Arabien überhaupt der ganze Westen mit seinen Imperiums-Vasallen im Schlepptau, hängt man nicht an die große Glocke der Völkerrechtsverbrecher sondern man verdunkelt ihre Verantwortung im allgemeinen Bedauern einer "unsicherer gewordenen Welt" in der es keine real greifbaren Kriegshetzer wie ebenso reale Angriffskrieger gibt, deren Völkerrechtsverbrechen zum Gegenstand unabhängiger Untersuchungen vor einem internationalen Kriegsverbrecher-Tribunal werden können. Als schlimmstes Beispiel mag der verbrecherische Irak-Krieg gelten, der für die hauptverantwortlichen Bush und Blair keinerlei juristisches Nachspiel hatte, aber Millionen Irakern das Leben kostete und ein Land in Chaos und Verwüstung, bis auf den heutigen Tag, hinterließ. Mit entmenschlichten Kopfabschneidern des von den USA in die Welt gesetzten Islamischen Staates als Mördertruppen des US-Terrors gegen weite Teile der Welt ist die Wall Street-Regierung diejenige, welche die Urheberrechte und das Copyright auf die Erfindung des IS hat, ihm Leben einhauchte und sich trotzdem ungeschoren, bis zu seinen nächsten völkerrechtswidrigen Angriffskriegen, vom Acker stehlen kann. Die ungeheuerliche Verantwortung die man mit den IS-Verbrechen auf sich geladen hat, kann und darf man nicht mit einem lapidaren "der IS ist uns aus dem Ruder gelaufen" verharmlosen. So wenig wie Akif Pirinçci und seine Pegida Freunde mit einem "Entschuldigung, war nicht so gemeint" für sein "es gäbe natürlich andere Alternativen, aber die KZs sind ja leider derzeit außer Betrieb", davonkommen dürfen.

Karikatur:© Kostas Koufogiorgos, www.koufogiorgos.de
Ob Syrien, Libanon, Irak, Libyen, Zentralafrikanische Republik, Sudan, Mali, Afghanistan, Jemen, Ukraine, um nur einige zu nennen, kein Land wo nicht der Westen seine Finger mit im Spiel hat um seine wirtschaftliche Vorherrschaft mit Gewalt auszuweiten. Sei es durch offen ausgetragene Konflikte oder verdeckte bunte Revolutionen die vom Westen gesteuert werden. Auch das ist Faschismus pur. Faschismus ist eine andere Bezeichnung für Nazismus. Ebenso gewaltsam und ebenso frei von Moral und Skrupel. In der Hinsicht sind sich Schrumpf- und völkische Pack(ä)ltiten zum Verwechseln ähnlich.

Merkels unverbindlich-freundliches Gesicht hilft unseren Flüchtlingen ganz bestimmt nicht weiter, wenn Flüchtlingsheime lichterloh in Deutschland und Europa brennen. Angezündet nicht nur vom radikalisierten Nazi-Mob oder vom Pack des rechten Randes. Das wäre bei weitem zu kurz gegriffen, sondern die Zündkabel kommen ebenso aus der Mitte der Gesellschaft. Das macht die Sache zwar nicht besser, aber um ein Problem wirkungsvoll zu bekämpfen, muss die ganze Wahrheit auf den Tisch gelegt werden.

Auch die kriminellen Absichten die mit geheimen TTIP-Verhandlungen verfolgt werden und weniger mit "freiem" Handel zu tun haben als damit, in Zukunft Steuerzahler für eventuell entgangene Gewinne der Konzerne, zur Kasse zu bitten und de facto das Gemeinwesen Staat in die Hände neoliberaler Wirtschaftskonzerne zu überführen.

Das ist realer Wirtschaftsfaschismus, den unsere Schrumpf(ä)liten unter Ausschluss der Öffentlichkeit betreiben. Es ist höchste Zeit, dass die Menschen wieder zu den Wahlurnen gehen und wählen. Bei 90 prozentigen Wahlbeteiligungen kommen ganz andere Ergebnisse zustande als bei 40 prozentigen.

Akif Pirinçci und der Rest der Pegida-Flachhirnpfeifen sind im Augenblick voll damit beschäftigt sich selbst auf dem Müllhaufen ihrer kurzlebigen Geschichte zu entsorgen. Sei so sicher. Wenn nicht, haben wir es nicht besser verdient.

Akif Pirinçci sollte schnellstens aus Deutschland zurück in die Türkei ausgewiesen werden, falls er noch nicht die deutsche Staatsangehörigkeit besitzt. Alternativ die deutsche Staatsbürgerschaft wieder aberkennen, alternativ das deutsche Staatsbürgerschaftsgesetz so ändern, dass eine Aberkennung der deutschen Staatsangehörigkeit für grob straffällig gewordene Neudeutsche möglich gemacht wird. Womit nicht gesagt sein soll, dass Pirinçci sich strafbar gemacht hat.

FH

Montag, 19. Oktober 2015

Ist auch der Fußball-WM-Meistertitel 2014 mit Geld aus schwarzen Kassen gekauft worden?

Ist Deutschland noch Fußball-Weltmeister?
Karikatur:© Kostas Koufogiorgos, www.koufogiorgos.de
Mowitz
Das eine Gerücht ist noch nicht ganz tot, da wird schon die nächste Sau durchs Fußball-Dorf getrieben. Eine (noch) nicht näher benannte schwarze Gerüchteküche meldete in einer Eilmeldung diese Nacht, dass nicht nur das Sommermärchen 2006 für viel Schwarzgeld zur Uraufführung nach Deutschland geholt wurde, sondern auch der 4. deutsche Fußball-Weltmeister-Titel 2014 der in Brasilien mit viel Unterstützung aus den Giftküchen deutscher Rüstungskonzerne gemanagt wurde.

Der Anfang soll das Halbfinale des Gastgebers Brasilien gegen Deutschland gewesen sein, welches die Deutschen zur Überraschung aller sogenannten Experten mit 7:1 gewannen. Klar ist nur noch nicht ob Deutschland mit Schlafmitteln aus den Labors deutscher Kriegsgiftmischerküchen Brasilien außer Gefecht setzte, welches den müden Auftritt der Brasilianer im Halbfinale erklären könnte, oder ob es den Deutschen wirklich gelang, die Brasilianer mit Millionen Euros aus prall gefüllten Kriegserwerbskassen der deutschen Kriegsindustrie, zu bestechen?

Was das Endspiel Deutschland gegen Argentinien anbelangt, so ist nach neuesten Angaben irgendeiner Gerüchteküche noch nicht völlig geklärt, wieso ausgerechnet Mario Götze, der erst in der 88. Minute für Miroslav Klose eingewechselt wurde, das 1:0 zum Sieg und WM-Titel für die deutsche Fußball-Nationalmannschaft während der Verlängerung in der 113. Minute verwandeln durfte. Und wie konnte André Schürrle die entscheidende Vorlage mit einer Flanke von links unbehindert an Götze liefern, die dieser dann zum Sieg verwandelte? Fragen über Fragen, die alle noch geklärt werden müssen. Bis zur Aufklärung gilt die Unschuldsvermutung. Aber lange wird diese nicht zu halten sein. Die Beschuldigten wollen sich zu den Anschuldigen auf Anraten der Herren Beckenbauer und Wolfgang Niersbach (DFB-Präsident), erst äußern, wenn offiziell ausgemacht ist, die Schuld habe bei ganz anderen zu liegen, anstatt bei deutschen Bieder- und Ehrenmännern der jüngsten deutschen Sportgeschichte.

Was hatte Mario Götze eigentlich auf dem Platz was Miroslav Klose nicht hatte? Eine Frage die immer noch völlig ungeklärt ist. Aus Insiderkreisen wird glaubhaft hinter vorgehaltenen Händen gemunkelt, Götze habe ganze Bündel Euronoten nur zum Gucken mit auf den Platz gebracht, nicht zum anfassen. Die Argentinier hätten die schwer durchschaubare psychologische Aussage hinter den Geldbündeln verstanden. Lionel Messi lächelte vielsagend und schoss kein Tor. So wurde aus Gerüchten Gewissheit. Eine völlig hieb- und stichfeste Gewissheit.

So hieb- und stichfest wie das Gerücht welches besagt, Deutschland wäre eine Demokratie. Und zwar eine unter Führung der "Bürgerrechtler" IM Erika und IM Larve.

FH

Der verschwundene Gegner beim WM-Halbfinale
Karikatur:© Kostas Koufogiorgos, www.koufogiorgos.de

Sonntag, 18. Oktober 2015

Deutschland weiß genau, was in Ramstein abläuft

Bild: Wikimedia, U.S. Air Force photo/Lt Col Leslie Pratt
public domain
Seit fast eineinhalb Jahren versucht der parlamentarische NSA-Untersuchungsausschuss herauszufinden, wie ausländische Geheimdienste in Deutschland spionieren. Dabei scheitert die Aufklärung zumeist an einer Art rhetorischer Sabotage durch Zeugen, die an chronischer Demenz zu leiden scheinen. In der gestrigen öffentlichen Sitzung war das zumindest bei einem ganz anders:

Auf der Zeugenbank saß der Ex-Drone-Operator Brandon Bryant, der seinen Dienst für die Air Force nach fünf Jahren, fünf Tagen und 1626 Beteiligungen an „Kills“ aus Gewissensgründen quittiert hatte—ein Dienst, der ihn psychisch am Ende fast in den Selbstmord getrieben hätte, wie er Motherboard gegenüber im Videointerview schilderte.

Zwölfjährige als militärische Ziele zum Abschuss freigegeben? Man muss das Gras mähen, bevor es wächst, hieß es.

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Der Drohnenkriegsveteran

„Ich wollte ein Held sein, aber sie haben einen Mörder aus mir gemacht.“

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Freitag, 16. Oktober 2015

Ex-Geheimdienst-Analysten McGovern u. Murray: "Chaos und permanenter Krieg: Wie die US-Außenpolitik den Nahen Osten destabilisiert" - Kontext TV


Kontext TV hat eine neue Sendung veröffentlicht:

Chaos und permanenter Krieg: Wie die US-Außenpolitik den Nahen Osten und Osteuropa destabilisiert


mit:

Elizabeth Murray, arbeitete 27 Jahre lang als Geheimdienstanalystin mit Schwerpunkt Naher Osten beim "National Intelligence Council" der US-Regierung. Sie ist heute Mitglied beim "Veteran Intelligence Professionals for Sanity".

Ray McGovern, arbeitete fast drei Jahrzehnte als Analyst für die CIA mit Schwerpunkt russische Außenpolitik. Zu seinen Aufgaben gehörte u.a. die tägliche Lagebesprechung für den US-Präsidenten vorzubereiten. Er war zudem verantwortlich für die "National Intelligence Estimates". Heute ist McGovern im Lenkungsausschuss der "Veteran Intelligence Professionals for Sanity".

Chaos und permanenter Krieg: Wie die US-Außenpolitik den Nahen Osten und Osteuropa destabilisiert

Der Beitrag ist online zu finden unter: http://www.kontext-tv.de/node/490. Die englische Originalversion befindet sich unter: http://www.kontext-tv.de/node/495.

Die US-Außenpolitik und westliche Interventionen hätten seit der Jahrhundertwende eine Spur der Zerstörung nach sich gezogen, so die beiden Ex-Geheimdienstanalysten aus den USA Ray McGovern und Elizabeth Murray. Die Invasion im Irak, die militärische Intervention in Libyen, die Unterstützung von radikalen Rebellengruppen in Syrien hätten die Region ins Chaos gestürzt und die aktuelle Flüchtlingskrise ausgelöst. Die deutsche Regierung sollte ihr Verhältnis zu den USA und ihre Beihilfe zum Drohnenkrieg überdenken, wenn sie nicht will, dass immer mehr Flüchtlinge nach Europa kommen. Die USA hätten mit dem Islamischen Staat die Geburt eines Frankensteinmonsters zugelassen, während man die Warnungen der eigenen Geheimdienste ignorierte. Eine diplomatische Lösung dort sei ohne Einbeziehung Assads nicht denkbar; die Alternative sei der IS. Die Krise in der Ukraine sei Ergebnis des wohl „unverhohlensten Putsches in der Geschichte der Menschheit“, organisiert durch westliche Geheimdienste. Merkel und Holland müssten die USA nun überzeugen, dass eine Lösung ohne Autonomiezugeständnisse an die Ostukraine nicht möglich sei. Besorgt zeigen sich McGovern und Murray über die Gleichgültigkeit und Naivität der Deutschen in Sachen Massenüberwachung. In den USA lebten die Menschen in einer Neuauflage des „Stasi-Staats“. Der Netzpolitik-Skandal zeige, dass auch Deutschland Whistleblower wie Edward Snowden brauche.

Die Sendung gliedert sich in vier Teile:

1. Die "Geburt eines Frankensteinmonsters": Die Verantwortung des US-Politik für IS, Flüchtlingskrise und Chaos im Nahen Osten: http://www.kontext-tv.de/node/491

2. Der „unverhohlenste Putsch in der Geschichte der Menschheit“ und seine Folgen: Ist eine Lösung der Ukraine-Krise in Sicht?: http://www.kontext-tv.de/node/492

3. Die Herstellung von „failed states“: Irak, Libyen und Syrien: http://www.kontext-tv.de/node/493

4. Das „Leben der Anderen“ reloaded: Die Deutschen und der US-Überwachungsstaat: http://www.kontext-tv.de/node/494

Die Sendung kann über "embedded code" auf anderen Seiten integriert werden (Creative Commons NC-BY).

Kontext TV ist auch auf Facebook vertreten: http://www.facebook.com/KontextTV
Sie können uns auch auf Twitter folgen: https://twitter.com/KontextTV

Kontext TV braucht Eure Unterstützung!
Kontext schaltet grundsätzlich keine Werbung und akzeptiert auch keine Form von Sponsoring. Um weiter existieren zu können, sind wir daher auf die Unterstützung unser Zuschauerinnen und Zuschauer angewiesen.

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Donnerstag, 15. Oktober 2015

Chaos in Europa

Mowitz
Die mit staatsmännischem Gehabe auf Befehl des Hegemons verhängten und immer wieder verlängerten schwachsinnigen Sanktionen gegen Russland haben in erster Linie Europa geschadet. Nun herrscht großer Katzenjammer in Europas Stuben. Die Wirtschaft läuft nicht mehr so rund und die Überflutung Europas mit Menschen die vor den Terrorkriegen des Imperiums und seiner Vasallen ins vermeintlich sichere Europa fliehen, hat nicht beherrschbare Dimensionen angenommen. Chaotische Zustände in Kommunen, Städten und Gemeinden, brennende Flüchtlingsheime, Wiedererstarkung des deutschen Rechten Sektors, alles Entwicklungen, die Merkel nicht wahrhaben will, sondern "staatsfraulich" ausblendet.

Jean-Claude Juncker, Meister der Hintertreppenbankenwitze, ist zu der nicht sonderlich originellen, aber längst überfälligen Einsicht gelangt, dass die Europäer wieder vernünftige Beziehungen mit Russland anstreben müssen, und sich ihr Verhältnis zu Russland nicht mehr von den USA diktieren lassen.

Wie Europa sich zum Widerstand gegen das heilige, militärisch übermächtige Imperium aufraffen will, um sein Verhältnis zu Russland zu verbessern, darüber schweigt sich der ehemalige Ministerpräsident der größten Finanzoase unseres Kontinents, Luxemburg, beredt aus. Er meint es sicher nicht so wie er es gesagt hat. Ihm liegen wohl noch, wie schon zu seiner Zeit als Steueroasenvorsteher des Großherzogtums, die Macht und der Bankeneinfluss über unser Leben mehr am Herzen, als gelebte Demokratie. Banken sind international zu Hause und nur ihrem Profit verpflichtet. Das Geschäft kann er.
"Von 150 Banken in Luxemburg sind nur drei einheimische. Die Geldhäuser haben mit der finanziellen Versorgung der Bevölkerung nichts zu tun. Sie könnten ihre Transaktionen auch zu Hause machen – aber Luxemburg bietet für zahlreiche Finanzprodukte das niedrigste Regulierungsniveau. Das wiegt die Kosten auf, die durch den aufwendigen Betrieb in der Finanzoase entstehen. Werner Rügemer, junge Welt"
Die deutsche Wirtschaft stand den Sanktionen von Anfang an skeptisch gegenüber. Die Sanktionen gegen Russland gingen auch, wie von ihr erwartet, nach hinten los und deutsche Exporte nach Russland brachen dramatisch ein. Überrascht, war wohl nur die politische Wirtschaftslaiin, Angela Merkel.

Die Rumpf G 7 trat am ersten Tag ihres Treffens in Elmau mit markigen Sprüchen an die Öffentlichkeit und warf Russland irgendetwas von Verletzung gemeinsamer Werte vor, ohne sich selbst an den völkerrechtswidrigen Putsch ihrer Teilnehmer aus den USA und Europa in der Ukraine zu erinnern. Man spekulierte kühn auf unsere Vergesslichkeit. So niedrig schätzen sie unseren Verstand ein.

Inzwischen hat Russland die Führung im Kampf gegen die Kopfabschneider des IS in Syrien auf Bitte der syrischen Regierung übernommen, duldet aber noch die USA, die ihre Flugangriffe in Syrien ohne Genehmigung der syrischen Regierung oder des UN-Sicherheitsrates fliegen, was ein klarer Verstoß gegen internationales Recht ist. Das die Russen nicht einfach die US-Flieger vom Himmel holen können, obwohl sie militärisch dazu ohne Weiteres in der Lage sind, ist mir auch aus Gründen der Vermeidung weiterer Eskalationen, bis hin zum Dritten Weltkrieg, klar.

Die verbrecherische Politik der Wall Street-Regierung, die Chaos und Blutvergießen in der Region allein in den letzten imperialistischen Kriegen der USA im Irak und in Libyen angerichtet hat, trägt die entscheidende Verantwortung für den Tod von Millionen und mehr als einer Viertelmillion Syrer. Plus mehrere Millionen regionale Flüchtlinge, die aber nicht bei den Hauptverbrechern in den USA Zuflucht finden, sondern bei den "US-abhängig beschäftigten" Kriegsverbrechern in Europa.

Karikatur:© Kostas Koufogiorgos, www.koufogiorgos.de
Russland macht Nägel mit Köpfen und greift neben dem IS auch andere islamistische Milizen wie Al-Nusra, Quaida, FSA etc. an, die alles andere als "gemäßigt" sind, wie in unseren gekauften und gelenkten Staats- und Konzernmedien häufig zusammengelogen wird. Russland hat schon lange seine Auffassung klipp und klar öffentlich vertreten, dass eine Verhandlungslösung nur mit der Regierung Assad zu machen ist und sie auch überleben muss um libysche Chaoszustände zu vermeiden die nach dem Angriffskrieg der Nato gegen Libyen und der Ermordung des libyschen Präsidenten Gaddafi, heute, vier Jahre danach, in Libyen herrschen.

Inzwischen ist der oberste Vertreter des Wall Street-Regimes, Barack Obama, scheinbar kriegsmüde, so kann man, muss man aber nicht, sein CBS-Interview deuten. Obama sitzt nur noch bis Januar 2017 im Weißen Haus um aktiv Wall Street-Politik umzusetzen. Dazu gehört die "Absicherung" des "Neuen Nahen und Mittleren Osten" mit all seinen Ressourcen, ohne die die Wall Street nicht ihre wirtschaftlich weltbeherrschende Rolle spielen kann, so wie sie es sich vorstellt. Diese "Absicherung" wird weitere Kriege nach sich ziehen um das Wall Street-Kapital zu befriedigen. Da spielt der dann diensthabende Präsident oder Präsidentin die Rolle, die ihm/ihr von der Wall Street vorgeschrieben wird.

Nach Obama kommt nur ein neuer Obama. Egal wie er/sie sich nennt. Politisch wird sich nichts grundlegend ändern. So wie sich auch nichts änderte als Obama auf Bush folgte. Dieselben Kriege, die gleichen Schweinereien, der immerwährende Imperialismus, noch mehr Drohnenmorde an Kindern und Zivilisten, als je zuvor. Das hat nichts mit verschiedenen Präsidenten zu tun, sondern mit demselben kapitalistisch-faschistoiden System, inklusive seiner innewohnenden Verbrechensinstinkte.

FH

Montag, 12. Oktober 2015

Hunderte mauretanischer Frauen als Opfer von Menschenhändlern in Saudi-Arabien versklavt


Rori Donaghy
Linah Alsaafin لينا السعافين


Übersetzt von  Milena Rampoldi میلنا رامپلدی
Herausgegeben von  Fausto Giudice Фаусто Джудиче فاوستو جيوديشي

Aktivisten vor Ort melden, dass mauretanische Frauen sexuell und körperlich missbraucht
werden, während sie in Saudi-Arabien arbeiten

Mehr als 900 mauretanische Frauen gelangten 2015 über Menschenhändler nach Saudi-Arabien, wo sie in eine Falle tappen und nicht die Jobs ausüben, für die sie eigentlich eingereist sind, berichtet ein Aktivist vor Ort dem Team von Middle East Eye.

Die Frauen denken, dass sie als Krankenschwestern oder Lehrerinnen arbeiten werden. Aber nach ihrer Ankunft in Saudi-Arabien werden sie gezwungen, als Hausdienerinnen überall im Königreich zu arbeiten. Dies berichtet Elmehdi Ould Lemrabott in der mauretanischen Hauptstadt Nouakchott dem Team von MEE.

„Einige dieser Frauen wurden, als sie Widerstand leisteten, vergewaltigt, sexuell belästigt, körperlich missbraucht oder verhungern lassen, sowie in winzige Zimmer gesperrt“, so Lemrabott.

Saudi-Arabien begann Anfang 2015 mauretanischen Arbeitskräften die Einreise zu genehmigen. Das Arbeitsministerium in Riyad schrieb spezifische Jobs für Männer (Fahrer, Kellner und Hausdiener) und für Frauen (Krankenschwestern, Grundschullehrerinnen und Haushälterinnen) aus.

Aufgrund der hohen Arbeitslosigkeit, die im Moment in Mauretanien bei 30% liegt, sahen viele darin ihre große Chance und bewarben sich. Die Armutsrate beträgt nämlich in Mauretanien mehr als 40% der fast vier Millionen Einwohner.

Es bildete sich sehr schnell ein Schwarzmarkt heraus, um die an den Jobs in Saudi-Arabien interessierten Menschen vor Ort auszunutzen, so Lemrabott. Und das wurde von der mauretanischen Regierung nicht aufgegriffen.

„Eine Gruppe von Menschen eröffnete geheime, rechtswidrige Vermittlungsbüros, die der Kontrolle der Behörden entkamen“, berichtet Lemrabott. „Die Frauen werden eine nach der anderen geheim ins Ausland verkauft, ohne dass es die Behörden mitbekommen.“

Vor ihrer Abreise nach Saudi-Arabien unterzeichnen die Frauen Verträge, nach denen ihnen ein Lohn von 1.200 Saudi Riyal (285 €) pro Monat zugesichert wird. Dieser Betrag entspricht dem doppelten Durchschnittslohn von Mauretanien. Der Vertrag schließt auch eine Vereinbarung ein, nach der die Angestellte nach ihrer Ankunft in Saudi-Arabien die Reisekosten zurückzahlen muss.

„Dies ermöglicht dem Geschäftsführer der Vermittlungsagentur, den Lohn der Angestellten in den ersten Monaten ihrer Anstellung zu kassieren, bevor die Reisekosten vollständig erstattet sind“, erzählt Lemrabott dem Team von MEE.

Der Lohn liegt oft sehr weiter unter dem zu Beginn versprochenen Betrag. Den Frauen werden nach der Einreise ihre Reisepässe weggenommen. Die ursprünglichen Verträge werden dann mit den „tatsächlichen Verträgen ersetzt, die sie schlussendlich im Haushalt, in dem sie tätig sind, versklaven.“

MEE sprach mit einer Frau, die nach Saudi-Arabien verkauft wurde. Aber nach einem kurzen Telefongespräch teilte sie uns mit, dass sie einfach zu sehr Angst vor den Folgen hatte, falls ihre Geschichte in der Presse erscheinen sollte.

Viele der Frauen haben verzweifelt von ihren Qualen berichtet. Vor allem erfolgte diese Kommunikation mit dem Team einer neuen Kampagne, die in der mauretanischen Hauptstadt mit der Bezeichnung Bürgerinitiative gegen den Verstoß gegen die Rechte der Haratinarbeitnehmerinnen in Saudi Arabien ins Leben gerufen wurde.

Die Initiative, zu der auch Lemrabott gehört, berichtet, dass die Arbeitnehmerinnen in Saudi-Arabien gezwungen wurden, ununterbrochen 18 Stunden pro Tag zu arbeiten und keine Freizeit an Wochenende und keine Überstunden erhielten. Andere warfen den saudischen Arbeitgebern körperlichen Missbrauch, sexuelle Belästigung, inklusive versuchter Vergewaltigung vor.

Die Initiative benennt sich nach der ethnischen Gruppe der Haratin (ar. Befreite), die 40 Prozent der mauretanischen Bevölkerung ausmacht. Viele Haratin stammen von Sklaven ab. Die Sklaverei wurde 1981 zwar abgeschafft, aber erst 2007 von der mauretanischen Regierung kriminalisiert – aber wegen des schlechten Zugangs zur Bildung und Erziehung gibt es Berichten zufolge Fälle von Sklaven, die zu ihren ehemaligen Herrn zurückgekehrt sind, weil sie nicht in der Lage sind, ihren eigenen Lebensunterhalt zu bestreiten. Sie sind somit in sklavenähnliche Zustände zurückgegangen.

Die Haratinfrauen, die sich ein besseres Leben in Saudi-Arabien erhofft hatten, aber in mutmaßliche Situationen des Missbrauchs gestoßen wurden, finden sich außerhalb der Kontrolle der mauretanischen Behörden.

Die Arbeitnehmerinnen sind nicht bei den saudischen Arbeitsämtern registriert. Somit weiß Nouakchott nicht einmal, dass sie sich im Königreich befinden.

„Dies ist darauf zurückzuführen, dass das Ganze individuell und illegal über anonyme Büros [auf dem mauretanischen Schwarzmarkt] abläuft,“ so Lemrabott.

Von den neun Millionen Einwanderern, die in Saudi Arabien arbeiten, ist fast ein Drittel ohne Papiere. Im Jahre 2013 leitete die saudische Regierung eine zweijährige Abschiebekampagne ein, während derer ein halbe Million von fast drei Millionen ausländischer Arbeitnehmer ohne Papiere aus dem Land verwiesen wurde.

Obwohl die Einwanderer mehr als die Hälfte der Arbeitskräfte in Saudi-Arabien ausmachen, bleiben sie in besonderer Weise Ausbeutung und Missbrauch. durch ihre Arbeitgeber ausgesetzt und sind von den Arbeitsgesetzen keineswegs geschützt.

Viele dieser Arbeitnehmer leisten zu viele Arbeitsstunden, ihre Löhne werden über Monate oder Jahre einbehalten, sie erhalten unzureichende Nahrung und werden psychologisch, körperlich und sexuell schwer missbraucht.

Wenn oder falls die mauretanischen Behörden die mutmaßlichen Missbrauchsfälle gegen ihre Landsleute zu bekämpfen versuchen, warnt Human Rights Watch, setzen sie sich einem wesentlichen Risiko für ein so armes Land aus.

„Für Saudi-Arabien ist es günstiger, Arbeitskräfte aus Ländern wie Mauretanien zu importieren, die arm sind und keine Ressourcen haben, um ihre durch Menschenhandel betroffene Staatsbürger zu schützen“, berichtet Adam Coogle, Nahost-Forscher bei Human Rights Watch.

„Aber in gewissen Fällen, die Philippinen zum Beispiel, hat die Regierung mit Erfolg Mindestlöhne verhandelt und die Arbeitsbedingungen für ihre Bürger verbessert, die in Saudi-Arabien arbeiten.“

Nach zahlreichen Berichten über die Ausbeutung philippinischer Arbeitnehmer in Saudi-Arabien, haben die Behörden des südostasiatischen Landes von Riyad die Festlegung eines monatlichen Mindestlohns von 350 € und die Sicherung eines Lebensstandards, inklusive eines freien Wochentages und des Rechtes, ihren Reisepass zu behalten, gefordert.

Auch wenn die saudischen Behörden alle philippinischen Arbeitnehmer ein Jahr lang nicht einreisen ließen, gaben sie schließlich diesen Forderungen nach.

Im Moment fordert die vor kurzem ins Leben gerufene Initiative zwecks Schutzes der Haratin-Arbeitnehmer die mauretanischen Behörden dazu auf, einzugreifen und die in Saudi-Arabien festsitzenden Frauen in die Heimat zu holen. Eine Demo wurde vor kurzem vor der saudischen Botschaft in Nouakchott abgehalten. Aber Lemrabott zufolge war sie ergebnislos.

„Die Demo wurde von der Krawallpolizei gewaltvoll niedergeschlagen. Eine Reihe von Aktivisten der Initiative wurde auch verhaftet“, fügte er hinzu. „Und die Behörden sind auf keine Forderung eingegangen.“

„Die Regierung ignoriert die Angelegenheit einfach“, meinte er schließlich. Aber in Zukunft seien weitere Demos geplant.

Die Gewerkschaften vor Ort, inklusive der allgemeinen Konföderation der mauretanischen Arbeitnehmer und der Organisation Najda gegen die Sklaverei, machen auch Druck auf die Behörden, um diese illegalen Menschenhändler aufzuhalten. Die Vereinigungen haben auch die Einleitung eines offiziellen Verfahrens beantragt, um die Menschen zu schützen, die in Saudi-Arabien arbeiten möchten.

Der Internationale Gewerkschaftsbund, der von Seiten der mauretanischen Ansprechpartner die täglichen Berichte über den Menschenhandel erhält, hat Nouakchott aufgefordert, die Angelegenheit umgehend anzugehen.

„Mauretanien muss sofort agieren, um die Frauen zu befreien, die nach Saudi-Arabien verschleppt wurden und dort als Haussklavinnen arbeiten. Die Menschenhändler müssen gestoppt und vor Gericht gezerrt werden“, erklärte Sharan Burrow, die Generalsekretärin des Internationalen Gewerkschaftsbunds (IGB).

Die saudische und mauretanische Botschaften in London haben zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Artikels auf Anfragen nach Stellungnahmen nicht geantwortet.

Um an der IGB-Kampagne teilzunehmen, klicken Sie hier


Danke Tlaxcala
Quelle: http://www.middleeasteye.net/news/hundreds-mauritanian-women-subject-slave-conditions-saudi-arabia-121500465
Erscheinungsdatum des Originalartikels: 30/09/2015
Artikel in Tlaxcala veröffentlicht: http://www.tlaxcala-int.org/article.asp?reference=16135

Sonntag, 11. Oktober 2015

250.000 demonstrieren in Berlin gegen endgültige Übernahme der Demokratie durch Konzerne

Mowitz
Frau Merkels politisches Gespür welchen Quatsch sie ihren Wählern immer noch erfolgreich verklickern kann, lässt nach. Mit ihrem leicht verwirrten Werben auf einer CDU-Veranstaltung für den Ausverkauf demokratischer Rechte durch den Abschluss eines TTIP-Abkommen mit den USA: "Um das beste Verhandlungsergebnis zu erzielen, könne man nicht alles veröffentlichen", konnte sie bei den 250.000 Demonstranten in Berlin keinen Blumentopf gewinnen. Die Verarschung der Massen wird von Tag zu Tag schwieriger, Frau Merkel. Das mag auch daran liegen, dass der Zulauf von Informationshungrigen bei abhängigen Konzern- und Staatsmedien kräftig nachgelassen hat, und eine alternative Gegenöffentlichkeit bereitsteht um lei(d)mediale Abtrünnige mit alternativen Informationsquellen aufzufangen.

Zur Aufklärung und Engagement gegen TTIP haben Kampagnen im Netz sehr viel beigetragen. Die Zahl der Demonstranten war so überwältigend, dass sie nicht, wie bei anderen Gelegenheiten, von Staats- und Konzernmedien totgeschwiegen, eine andere Form von Lüge, werden konnten.

Das fällt natürlich beim Establishment nicht auf fruchtbaren Boden.

Karikatur:© Kostas Koufogiorgos, www.koufogiorgos.de
Zu den drei Millionen Unterzeichnern gegen TTIP bei Campact, fiel dem CDU-Abgeordneten Joachim Pfeiffer nichts besseres ein, als sie als "Opfer einer Empörungsindustrie", zu bezeichnen, "die leicht mit Ängsten und Emotionen zu bedienen sind".

An diesem und ähnlich unverschämten Schwachsinn CDU-Pfeiffers und anderer "Volksvertreter", sollten sich bei den nächsten Wahlen alle Wähler erinnern. Auch die Wähler, die nicht gegen das TTIP-Abkommen sind. Denn was arrogante Hinterbänkler wie "Volksvertreter" Pfeiffer im Grunde machen, ist die Meinung seines Souveräns nicht zu respektieren, sondern versucht sie zu verunglimpfen. Und davon können bei nächster Gelegenheit auch andere betroffen sein. Einfach bei der nächsten Wahl abwählen. Nicht nur den entsprechenden Abgeordneten, sondern gleich auch die Partei die er/sie vertritt, ebenfalls. Respekt bedeutet in diesem Zusammenhang nicht, keine andere Meinung vertreten zu dürfen, nur eben respektvoll mit anderen Meinungen umgehen, falls hier irgendjemand auf den Gedanken kommen sollte, das Argument zu bemühen, ein Abgeordneter sei nur seinem Gewissen gegenüber verantwortlich.

Und an Frau Merkel noch ein über alles notwendiger Hinweis:

Fehlende Transparenz ist der größte Feind einer offenen Gesellschaft und Demokratie. Geheim ist nur wer oder was das Licht scheut. Das nutzt der Macht und schadet dem Volk!!!

FH

Samstag, 10. Oktober 2015

Durch gezielte Desinformation zum Erfolg

Mowitz
Die Reichsschrifttumskammer (RSK) war eine der sieben Einzelkammern der von Joseph Goebbels 1933 gegründeten Reichskulturkammer.

Die durch einen völkerrechtswidrigen Staatsstreich westlicher Dämonkratiemächte in den Familienschoß marktwirtschaftlicher W(ä)rtegemeinschaftler katapultierte Ukraine, macht da weiter, wo die NSDAP 1945 notgedrungen aufhören musste. Darüber gesprochen wird weder in Washington, Berlin, Brüssel, Paris oder London. Also tu ich es. Auch wenn eine nennenswerte Wirkung ausbleiben wird, so hoffe ich doch unverdrossen weiter auf den berühmten Flügelschlag des Schmetterlings.

Und so wie es in George Orwells 1948 erschienenen berühmten Roman "1984" ein Wahrheitsministerium in Ozeanien gab, welches sich damit beschäftigte die geschichtliche Vergangenheit umzuschreiben, um das Wissen der Bürger Ozeaniens so zu kontrollieren, dass sie nicht mehr dazu in der Lage waren zur Abwechslung mal einen eigenen Gedanken zu formulieren, an Aufstand zu denken noch weniger über ihn zu reden, oder zu planen; einfach weil die entsprechenden Wörter im Neusprech fehlten. Heute haben wir unsere Lei(d)medien, die den Job des ozeanischen Wahrheitsministerium, in unserer neuen schönen Welt des Nonsens und Spaßbürgertums übernommen haben und rund um die Uhr ausführen. Eine vereinte Lügenpresse, staatlicher und konzernbetriebener Wahrheitsfälscher.

Die westlich beputschte Ukraine will nun mit aller Macht die Erinnerungen an ihre Zugehörigkeit zur Sowjetunion (UdSSR) als Ukrainische Sozialistische Sowjetrepublik (USSR), aus dem kollektiven Gedächtnis verbannen. Die USSR war seit Gründung der UdSSR am 30. Dezember 1922 bis zu ihrem Ende am 26. Dezember 1991, eine ihrer Unionsrepubliken.

Daran erinnern möchten weder die Nazis des Rechten Sektors, noch der Schokoladenoligarch Poroschenko auch nicht der vom Heuschreckenkönig Soros ausgewählte Ministerpräsident Jazenjuk und der preisboxende Bürgermeister von Kiew, Vitali Klitschko, ebenfalls nicht. Das von ihnen vertretene Volk wurde gar nicht erst befragt.

Das Ministerium für "Wahrheit" hat bei Orwell sogar eine Abteilung, die den lieben langen Tag an der Veränderung der Sprache in ein "Neusprech" arbeitet, man könnte fast glauben, Orwell hätte damals schon vorhergesehen, dass die "neue Sprache" auf einen ChatSlang hinausläuft, der dem "Neusprech" an hässlicher Unverständlichkeit in nichts nachsteht.

Orwell sah in seinem Roman das "Neusprech" als eine Methode, Gedanken und mit ihnen die Bedeutungsvielfalt von Wörtern einzuschränken. Nicht sie zu erweitern. Folgerichtig hört irgendwann dann das differenzierende Denken auf zu existieren. Wir können keine Verschiedenheiten mehr erkennen, keine Unterschiede machen und werden den medialen Vernichtungsmaschinen mit ihren Lügenerzeugnissen hilfloser ausgeliefert sein als je zuvor. Paradiesische Zustände für jede machtgeile Herrscherklasse des Universums. Die Vergangenheit umzuschreiben und durch neue Vergangheiten, je nach Bedarf, beliebig oft zu ersetzen. Und das gleich mehrmals jährlich ist die beste Voraussetzung um die arbeitende Klasse widerstandslos auszubeuten und wo die einen in einem fünfstöckige Penthouse für 300 Millionen Euro hausen, wohnen andere für lau in einem Schuhkarton unter einer feuchten Brücke. In den Schuhkartons fällt nie das böse Wort vom Widerstand, es fehlt ihnen einfach und sie wissen auch gar nicht mehr wie man sich erfolgreich zur Wehr setzt.

Karikatur:© Kostas Koufogiorgos, www.koufogiorgos.de
Und wer glaubt, dass dies im christlichen Abendland mit all seiner "Aufgeklärtheit" nicht möglich sei, darf sich schon als erstes Opfer der gesteuerten Manipulation unserer Lei(d)medien betrachten und ist der beste Beweis dafür, wie schleichend und effektiv Manipulation funktioniert. Und es ist echt schwierig sich dagegen zu wehren. Das hat nicht nur mit fehlendem Verstand, sondern mehr noch mit fehlender Information zu tun. Das die von unserer Lügenpresse sogenannte "Freie Syrische Armee" nie "frei" war und ist, darauf konnte man schon selbst aus dem Umstand heraus schließen, weil sie von unseren Medien bis zum geht nicht mehr als "gemäßigte" Rebellen, wohlwollend beschrieben wurden. Das es sie aber überhaupt nie weder gab noch gibt, machte uns erst der syrische Erzbischof Jacques Behnan Hindo glaubhaft verständlich. Gesagt haben es sicher schon andere vor ihm. Nur geglaubt wurde es ihnen nicht. Noch liegt die Deutungshoheit bei uns was konkret Wahrheitsfälschung ist und was nicht, bei den professionellen Wahrheitsfälschern unserer Lei(d)medien. Das kann sich ändern. Irgendwann - oder auch nicht.
"Erzbischof Jacques Behnan Hindo, einer der wichtigsten Vertreter der über 500.000 Christen in Syrien, hat sich gegenüber Agenzia Fides, der Nachrichtenagentur der katholischen Kirche, äußerst kritisch gegenüber der Rolle der USA und insbesondere der CIA in Syrien geäußert. Zudem hinterfragte er die Kritik der USA an den russischen Luftschlägen mit den Worten: „Die USA protestieren 14 Jahre nach dem 11. September, weil die Russen die Milizen der Al Kaida in Syrien bombardieren. Glauben sie wirklich, dass wir so wenig Intelligenz und Erinnerungsvermögen besitzen?”

......“Die westliche Propaganda redet weiterhin von gemäßigten Rebellen, doch die gibt es nicht. In der Galaxie der bewaffneten Gruppen sind die Soldaten der Syrischen Befreiungsarmee nur mit einer Lupe zu finden. Alle anderen, abgesehen vom IS, haben sich in der Al-Nusra-Front zusammengeschlossen, ein Ableger der Al Kaida in Syrien. Dies alles ist sehr beunruhigend....... „Und eines ist gewiss: Wenn Assad jetzt geht, dann endet Syrien wie Libyen“.
RT Deutsch
Im Kampf um die Köpfe kam man nun in der ehemaligen Ukrainischen Sozialistischen Sowjetrepublik auf den phänomenalen Gedanken, das kollektive Geschichtsbewusstsein der Ukrainer zumindest partiell auszulöschen. 520 historische Personen die Schlüsselpositionen in der Kommunistischen Partei und den höchsten Machtorganen der Sowjetunion hatten, sowie Revolutionäre von 1917 wurden posthum dem Gesetz zum Verbot kommunistischer Propaganda und Symbole geopfert. Denkmäler wurden verfrachtet und vor den Blicken Neugieriger "geschützt" damit sie, die Neugierigen, keinen Schaden nehmen. Straßen und Plätze wurden umbenannt, so als könne man die Vergangenheit auf ewig löschen anstatt sich mit ihr zu beschäftigen. Auch kritisch. Unter den "Verbannten" befanden sich Persönlichkeiten der Weltgeschichte, die anders als königlich-kaiserliche Säulenheilige Großes geleistet hatten. Darunter Karl Marx, Friedrich Engels, Wladimir Lenin u.v.a.m. Leute die nicht nur Revolution dachten (Marx, Engels), sondern sie auch durchführten. (Lenin, Trotzki)

FH

Donnerstag, 8. Oktober 2015

Merkel for Nobel Peace Prize - Merkel für den Friedensnobelpreis

Mowitz
Barack Obama wurde am 20. Januar 2009 als 44. Präsident der Vereinigten Staaten vereidigt. Am 10. Dezember 2009 erhielt Obama, weniger als ein Jahr später, als dritter amtierender US-Präsident den Friedensnobelpreis. Begründung: „für seine außergewöhnlichen Bemühungen, die internationale Diplomatie und die Zusammenarbeit zwischen den Völkern zu stärken“.

Der Islamische Staat war noch kein wirkliches Thema in der Öffentlichkeit; obwohl der Islamische Staat im Irak (ISI), bereits 2006 Gestalt angenommen hatte und durfte schon unter verschiedenen Bezeichnungen für Angst, Schrecken und Verwirrung sorgen.

Bis dann, ganz "unverhofft und überraschend", wie aus heiterem Himmel, die Butzemänner in Toyota-Pickups mit aufgebauten Maschinengewehren 2013/2014 auftauchten; Teile des Nahen Ostens eroberten und in kürzester Zeit zum "gefährlichsten" Schreckgespenst unserer Zeit, mit ihren zahlreichen, auch in Europa rekrutierten Schreckgestalten, wurden.

Ehud Barak, ehemaliger israelischer Premier-, Verteidigungs-, Außenminister und Ex-Generalstabschef der israelischen Armee, in einem RT-Interview im Juni, 2015:
„Türkische Armee würde den IS in nur zwei Tagen vernichten“: „Ich denke, der IS ist deshalb erfolgreich, weil er keiner kohärent (zusammenhängenden) koordinierten Anstrengung gegenübersteht, die ihn zerstören will. Technisch gesehen sind sie mit 30.000 bis 40.000 Kämpfern nicht stark. Sie kämpfen größtenteils nur mit Toyota-Pickups, auf die sie Maschinengewehre montieren“
Keiner verstand so richtig, wie schnell und unerklärlich plötzlich ein Gespenst aus dem Nichts auftauchen konnte. Öl auf den internationalen Märkten verkaufte und sich und seine "Gottesfürchtigkeit" medial so präsentierte, dass jedes andere Regime humaner erschien als das des IS. Was bei diesen Kopfabschneidern auch nicht sonderlich schwer ist. Sie flößen mit ihren Fleischermessern, irren Blicken und abgeschnittenen Köpfen mehr Angst und Schrecken ein, als die geballte Feuer- und Vernichtungskraft chemischer, biologischer, radiologischer und nuklearer Massenvernichtungswaffen der hochgerüsteten Herren des Universums, es vermag. Da waren wohl die Psycho-Meister der Hollywood-Gruselfilme mit am Werk.

Karikatur:© Kostas Koufogiorgos, www.koufogiorgos.de
So langsam sickerte durch, dass IS, ISIS, ISIL, DAESH nur verschiedene Namen für dieselbe Terrororganisation waren, und man einigte sich nun auf den alle verbindenden Namen Islamischer Staat (IS), damit wir leichter verstehen können, vor wem wir uns eigentlich zu fürchten haben. Egal unter welchem Namen sie agieren, verbindend für sie ist, dass sie im Auftrag ihrer GCC-Schutzmächte wie auch für das Imperiums-Architektenbüro fürs Grobe, der CIA, unterwegs sind. Was auch ihre ständige militärische Aufrüstung erklärt.

Schließlich gilt es, den alten "Nahen und Mittleren Osten" sturmreif zu schießen und ihn durch einen neuen, Greater Middle East zu ersetzen, in dem nicht mehr alle Staaten des alten Nahen und Mittleren Ostens Platz finden. So wird die Versorgung der reichen Welt durch die Naturressourcen der armen Welt sichergestellt. Ganze Völker werden dabei aus- und umgesiedelt, ohne dass man sie vorher gefragt hat. Ein Ziel, so groß, schwer, aber "human", das es jedes noch so gigantische Verbrechen nach der ethischen Auffassung des internatonalen Großkapitals, rechtfertigt.

Mit vielen, noch zu vergebenden Friedensnobelpreisen für "demokratisch gewählte" Damen und Herren des Planeten, die im Auftrag des Kapital-Machtzentrums Wall Street tätig sind, werden eventuell aufkommende Zweifel in der Weltbevölkerung, denen sich die "Friedfertigkeit" der "freien" Marktwirtschaft noch nicht so richtig erschließen will, ruhig gestellt, oder wie es der Friedensnobelist Barack Obama ganz unfriedlich neulich ausdrückte:
Die Regeln für den Welthandel werden die USA schreiben – „und nicht etwa ein China“.
Nun werden Werbetrommeln für Angela, die Große aus der Uckermark, Merkel, gerührt. Für ihre verbale Leistung, "Wenn wir jetzt anfangen, uns noch entschuldigen zu müssen, dafür, dass wir in Notsituationen ein freundliches Gesicht zeigen, dann ist das nicht mein Land".

Der Friedensnobelpreis als Valium, [(diazepam), Psychopharmakon zur Behandlung von Angstzuständen], fürs Volk. Nichts Neues eigentlich. Das hat sich bewährt und wurde in den letzten Jahren schon häufiger angewandt.

Das ihr Innenminister Thomas de Maizière dabei auf der Strecke blieb, nimmt Angela die Große und Friedfertige der Uckermark, ganz ungerührt hin. Was ja auch ihre eigentliche Stärke ausmacht:

"Kerle wie Mussolini oder der Gefreite Hitler leben nicht so sehr von ihrer eignen Stärke wie von der Charakterlosigkeit ihrer Gegner. Kurt Tucholsky"

FH

Mittwoch, 7. Oktober 2015

Jeremy Corbyn: Bei den Anschlägen am 11.09.2001 wurde "manipuliert"

Weil Jeremy Corbyn, der neue Chef der Labour Party, die Anschläge am 11.09.2001 für "manipuliert" hält und die Atomraketen vom Typ Trident verschrotten will, hat die britische Zeitung The Telegraph sofort zum Generalangriff auf ihn geblasen.
Von
Peter Dominiczak, Politischer Redakteur
The Telegraph, 25.09.15
Bild: Wikimedia, CC
Jeremy Corbyn
Jeremy Corbyn hat behauptet, die Anschläge am 11.09. seien "manipuliert" worden, um den Eindruck zu erwecken, Osama bin Laden sei dafür verantwortlich, und um dem Westen einen Vorwand für einen Krieg gegen Afghanistan zu liefern.

In Bemerkungen, die seine Eignung als Chef der Labour Party in Frage stellen, scheint Herr Corbyn sowohl George Bush als auch Tony Blair vorgeworfen zu haben, sie hätten die Anschläge am 11. September (2001) in New York benutzt, um einen Krieg mit Afghanistan anzufangen.

In weiteren Artikeln scheint Corbyn auch umstrittene Verschwörungsheorien über eine "Neue Weltordnung" unterstützt zu haben.

Auch daran hat man sich wieder erinnert, während sich Corbyn auf seine erste Konferenz als Chef der Labour Party vorbereitet.

Corbyn wird auf der Konferenz in Brighton versuchen, die Partei zusammenzuhalten, der nach dem Schock, den seine Wahl ausgelöst hat, die Spaltung droht.

Es wird jedoch erwartet, dass mehrere Abgeordnete der Labour Party auf der Konferenz öffentlich erklären werden, unter Corbyn sei die Labour Party chancenlos.

Lord Mandelson sagte am Freitag, die Partei müsse darüber nachdenken, wie sie Corbyn wieder loswerde, nachdem Reaktionen aus der Bevölkerung gezeigt hätten, dass Labour "mit Corbyn als Chef nicht mehr wählbar" sei.

Corbyn war schon vor seiner Wahl zum Labour-Chef heftig kritisiert worden, weil er den Tod Osama bin Ladens als "Tragödie" bezeichnet hatte.

In einem Artikel, der 2003 in der Zeitung The Morning Star erschien, schrieb Corbyn: "Historiker werden mit großem Interesse die Manipulation der Nachrichten in den vergangenen 18 Monate studieren.

Sofort nach dem 11. September wurde ganz schnell und lautstark behauptet, bin Laden und Al Qaida hätten diese Gräuel zu verantworten.

Daraus wurde dann die Berechtigung zu einem Angriff auf die Taliban und später zu einem Regimewechsel in Afghanistan abgeleitet."

In den letzten Jahren hat Corbyn eine ganze Reihe von Artikeln geschrieben, in denen er sich mit der Verschwörungstheorie von der "Neuen Weltordnung" befasste. (Die ist keines wegs eine Verschwörungstheorie, sondern das erklärte Ziel neokonservativer US-Kreise, siehe hier und hier.

Jeremy Corbyn ist nicht der Papst Franziskus der Labour Party, er ist ein Einpeitscher (der diese Partei auf einen neuen Kurs bringen will).

Die Verschwörungstheorie von der "Neuen Weltordnung" wird oft verknüpft mit der Verschwörungstheorie über die so genannten "Illuminati" und ihre "totalitäre Weltregierung".

In einem 1991 in Labour Briefing abgedruckten Artikel schrieb Corbyn: "Wir wissen jetzt, dass der Golfkrieg nur der Auftakt für die Errichtung der Neuen Weltordnung war: Die weißen Reichen und Mächtigen des Westens werden unter Einsatz aller verfügbaren Waffen die gegenwärtige Wirtschaftsordnung weltweit durchzusetzen versuchen."

Im gleichen Jahr tönte er in den Socialist Campaign Group News: "Das Ziel der Kriegsmaschinerie der Vereinigten Staaten ist die Errichtungen einer Weltordnung, in der die Banken und multinationalen Konzerne in Nordamerika und Europa herrschen sollen."

Im nächsten Jahr schrieb Corbyn für die Labour Peace Action: "Wir brauchen jetzt dringend eine kühne, demokratische Alternative zur Neuen Weltordnung. Das US-Veto auf dem Weltgipfel in Rio hat gezeigt, wer in dieser Neuen Weltordnung den Ton angeben will und wer die Rechnung bezahlen soll."

Gemeinsam mit Ken O'Keefe hat Corbyn die Meinung vertreten, Präsident Bush gehöre zu dem Kreis, der die Neue Weltordnung anstrebe und deshalb die Anschläge am 11. September 2001 inszeniert habe.

Dabei hatte schon (Vater) George H. W. Bush in einer Rede von einer "Neuen Weltordnung" gesprochen. Corbyns Sprecher hat nicht bestritten, dass sich der neue Chef der Labour Party in seinen Artikeln auf die "Verschwörungstheorie von der Neuen Weltordnung" bezogen hat.

Die Labour Party teilte am Freitag mit, Corbyn werde sich auf der Konferenz zu wirtschaftlichen und außenpolitischen Problemen äußern und mehr Mitbestimmung in der Politik fordern.

Ein Zeichen für die drohende Spaltung ist das Eingeständnis der Labour Party, dass während der Konferenz vermutlich auch "Meinungsverschiedenheiten" ausgetragen würden.

In einer Vorankündigung teilte die Partei mit: "Es besteht weitgehende Übereinstimmung darin, dass die von Corbyn vorgeschlagenen Konferenzthemen auch den neuen Kurs der Labour Party bestimmen werden, der bereits mit seiner Wahl eingeschlagen wurde."

Corbyn bestätigte am Freitag, dass er zusammen mit der Scottish National Party / SNP auch die Abschaffung der britischen Atomwaffen fordern will – auch gegen den Widerstand der Hinterbänkler in seiner eigenen Partei. (s. hier)

Der Chef der Labour Party will seine langjährige Opposition gegen die Trident-Raketen fortsetzen und sich mit den 56 schottischen Nationalisten in Westminster dafür einsetzen, das diese verschrottet werden. (S. dazu auch hier)

Linke Aktivisten wollen schon auf der Labour-Konferenz in der nächsten Woche über die Abschaffung der Tridents diskutieren.

Sechs Fragen, die Jeremy Corbyn nicht beantworten wollte:

1. Als er gefragt wurde: "Verurteilen Sie John McDonnells Verständnis für die IRA, stürmte er in sein Auto und schlug die Tür zu.

2. Als er gefragt wurde: "Werden Sie eine Kampagne für den Austritt aus der EU starten?", brauchte Corbyn drei Tage, um in einem Leitartikel zu erklären, dass er mit der Labour Party für den Verbleib in der EU kämpfen werde.

3. Als er gefragt wurde: "Warum gibt es keine Frauen in Ihrer Kabinettsliste?", ging Corbyn einfach weiter, sagte aber zu einem Mitarbeiter: "Diese Leute nerven mich."

4. Als er gefragt wurde: "Warum haben Sie die Nationalhymne nicht mitgesungen?", verweigerte er die Antwort und stieg wortlos in sein Auto ein.

5. Als er gefragt wurde: "Werden Sie jemals die Nationalhymne mitsingen?", sagte er nur er werde künftig "all seinen Verpflichtungen nachkommen".

6. Als er gefragt wurde: "Werden Sie vor der Königin knien, wenn Sie vereidigt werden?", antwortete er: "So weit ist es noch nicht. Ich habe noch keinen Entschluss gefasst ... ".


(Luftpost-kl.de hat den Artikel mit den angehängten sechs Fragen komplett übersetzt. Ein bessere Bestätigung für die hier nachzulesende Beeinflussung der Medien durch die CIA und andere Geheimdienste hätte man sich nicht wünschen können. Weil Jeremy Corbyn, der neue Chef der Labour Party, der bald auch Premierminister des engsten US-Verbündeten Großbritannien werden könnte, die Anschläge am 11. September 2001 öffentlich als "manipuliert" bezeichnet hat und auch noch atomar abrüsten will, müssen in den USA sofort sämtliche Kommunikationsstränge zwischen der CIA und den Medienmogulen geglüht haben. Die Hetzkampagne gegen Jeremy Corbyn wird sicher weitergehen, damit er nicht die ganze Labour Party mit seinen Zweifeln und guten Absichten infiziert und die "unheilige Antiterror-Allianz" zwischen den USA und Großbritannien ins Wanken bringt.)

Montag, 5. Oktober 2015

Grüße aus dem Mittelmeer - Erinnerungen vom Untergang westlicher W(ä)rte

Mowitz
Nicht nur islamistisch-religiöse Kannibalen hat der CIA gezüchtet um die Hegemonie der herrschenden Wall Street Klasse der Vereinigten Staaten bei der Umgestaltung des Großraums Mittlerer Osten mit ihrem Projekt "Greater Middle East", abzusichern. Zusammen mit ihren Bündnisvasallen wird jeder Staat der sich ihren Interessen entgegenstellt, als gescheiterter Staat, (failed state), aus dem Weg geräumt. Neuere Beispiele sind der Irak, Libyen und im Augenblick Syrien, falls Russland es nicht schaffen sollte, den Aggressor USA im Nahen und Mittleren Osten zurückzudrängen.

Und man geht immer nach dem gleichen Muster vor. Nämlich dadurch seine Gegner zu dämonisieren. Erstaunenswert ist nur, dass die Massen jedesmal aufs Neue darauf hereinfallen. Es gelang ihnen schon zusammen mit großkapitalistischen Machtstrukturen der Nachkriegszeit, den wachsende Einfluss der Sowjetunion und ihre Ausdehnung in Europa und Asien in einem langen, 42-jährigen (1947 bis 1989) Kalten Krieg, einzudämmen und sie letztlich als Sowjetunion auch auszulöschen.

Karikatur:© Kostas Koufogiorgos, www.koufogiorgos.de
Während im Kampf gegen die Sowjetunion noch der Systemkampf im Mittelpunkt der Dämonisierung stand, wird heute die Dämonisierung auf Einzelpersonen eingeschränkt: Saddam Hussein, Irak, war der "Schlächter von Bagdad", Libyens Gaddafi war "Poet und Schlächter seines eigenen Volkes", Syriens Assad: "Schlächter Assad klammert sich an die Macht". Alles Schlagzeilen deutscher "Qualitätsmedien", die keiner ernsthaften Prüfung standhalten und für die Menschen auch noch freiwillig einen Obolus entrichten. Dabei hat keiner von ihnen auch nur annähernd so kräftig geschlachtet wie USA:s Präsident Harry S. Truman, als er den Befehl zu den Atombombenabwürfen über Hiroshima und Nagasaki gab und Hundertausende Menschen sofort und an Spätfolgen starben. Am 6. August 1945 gab Präsident Harry S. Truman bekannt:
"Vor 16 Stunden hat ein amerikanisches Flugzeug eine Bombe über Hiroshima abgeworfen, einen wichtigen Stützpunkt der japanischen Armee. Diese Bombe hatte eine Sprengkraft von über 20.000 Tonnen TNT. Sie hatte die zweitausendfache Sprengkraft der britischen ‚Grand Slam,’ der größten Bombe, die in der bisherigen Kriegsgeschichte je eingesetzt worden ist.Truman log und Hunderttausende starben
Als Truman sein eigenes Volk anlog, dass Hiroshima ein Militärstützpunkt war und nicht eine Stadt voller Zivilisten, wollten ihm die Menschen zweifelsohne glauben. Wer wollte mit der Schande leben, einer Nation anzugehören, die eine ganz neue Art von Gräueltaten über die Welt gebracht hat? (Sollte etwa die Bezeichnung von Lower Manhattan als „Ground Zero“ die Schuld auslöschen?) Und als wir die Wahrheit erfuhren, wollten und wollen wir noch immer verzweifelt glauben, dass Krieg Frieden ist, dass Gewalt Erlösung ist, dass unsere Regierung Atombomben abgeworfen hat, um Leben zu retten, oder zumindest um amerikanische Leben zu retten.

Und nun gibt das Mittelmeer einige der schon verwesten Opfer frei, die auch der Hegemon USA und seine getreuen Henkersgehilfen des christlich/jüdischen Abendlandes auf dem Gewissen haben.

Über 2600 Ertrunkene seit Anfang dieses Jahres, haben allein die Versuche gekostet vor westlich gezüchteten Schlächtern übers Mittelmeer nach Europa zu fliehen. Man entkam dem Tod, den Millionen im Irak, Libyen und jetzt Syrien durch Bomben und Granaten des Wall Street Kapitals erlitten. Um ihn dann selbst im Mittelmeer zu finden.

FH

Sonntag, 4. Oktober 2015

Auflösungserscheinungen des IS und anderer Terroreinheiten in Syrien???

Karikatur:© Kostas Koufogiorgos, www.koufogiorgos.de


Mowitz
Auf Sputnik ist zu lesen, dass sich 700 Terroristen den Behörden im Gouvernement Darʿā in Syrien ergeben haben. Die Meldung stammt ursprünglich von der nationalen syrischen Nachrichtenagentur SANA.

Sie sollen auch schon bereits ihre Waffen niedergelegt haben. Die neue Friedfertigkeit der Terroristen wird einem Programm der nationalen Aussöhnung zugeschrieben, welches die Behörden ausgerufen hatten. Es wird in der Meldung auch darauf hingewiesen, dass dieses Programm bereits 2014 dazu beitrug, dass 1.500 Terroristen in der Stadt Homs, deren Zentrum sie zuvor besetzt hatten, aufgaben, und sich für ein friedliches Leben rehabilitieren ließen.

Nun ja, falls es wirklich einen erfolgsversprechenden, friedlichen Weg geben sollte, der dem unseligen Morden und Terror ein Ende bereiten kann, so kann man ihn ja ausprobieren. Aber berechtigte Zweifel scheinen mir trotzdem, heute mehr denn je, angebracht zu sein.

Weder die USA noch Saudi-Arabien, Israel oder Katar dürften wegen Mangel an bereitwilligen Terroristen die nicht länger für ihre Herrscherklasse sterben und morden wollen, schnell ihren Eroberungsfeldzug gegen Syrien aufgeben. Man wird neue Terroristen rekrutieren. Mit ex­t­ra­großen Dollarscheinen werden sie auch schnell ausfindig zu machen sein.
"Extremisten des Terrornetzwerks Islamischer Staat (IS) in Syrien verlassen laut russischem Generalstab, von ihnen kontrollierte Gebiete in Syrien.

„Nach Angaben der russischen Aufklärung haben rund 600 Söldner ihre Positionen verlassen und versuchen jetzt, nach Europa zu gelangen“, teilte der Chef der Operativen Hauptabteilung beim russischen Generalstab, Generaloberst Andrej Kartapolow, am Samstag in Moskau mit. Viele desertierten panikartig." sputnik
Wird Frau Merkel diese auch mit offenen Armen empfangen?

Die verbrecherischen Interessen im Nahen und Mittleren Osten sind zu groß für's Kapital, als das es sich aus dem Kampf um Ressourcen so einfach verabschieden lässt. Der Flüchtlingsstrom wird weiter, als Teil des gewünschten Chaos in Europa, anhalten. Man sollte sich diesmal aber besser darauf vorbereiten und die Verursacher schon rechtzeitig zur Kasse bitten.

FH

Samstag, 3. Oktober 2015

Russlands Luftangriffe gegen den Terrorismus in Syrien

Mowitz
Mit atemberaubender Schnelligkeit erinnerte Russland daran, dass man die Rechnung nie ohne den Wirt machen sollte. Während das Imperium sich noch weigert Russlands Vorschlag im UN-Sicherheitsrat, den Islamischen Staat (IS) auf die Sanktionsliste der Vereinten Nationen zu setzen und mehr mit der Unterstützung des Terrors in Syrien und anderen Staaten beschäftigt ist als mit seiner Bekämpfung, führt Russland vor, wie man Terror auch ganz ohne Zustimmung der selbsternannten "Herren des Universums" völkerrechtskonform und wie es scheint, erfolgreich bekämpt. Zuerst mache man sich frei von Vetos der Terrorunterstützer im UN-SR und nehme die Bitte der gewählten und legalen Assad Regierung Syriens an, nach Syrien zu kommen und Syrien zu helfen den Terror vor Ort zu bekämpfen. Das genügt um den Regeln des Völkerrechts zu entsprechen. Durch die physische und finanzielle Unterstützung des Terrorismus durch das Imperium und seiner Vasallen, ist die Gefahr für das ehemals stabile Syrien gewachsen, zu einem weiteren "gescheiterten Staat", auf die immer länger werdende Liste der bereits gescheiterten oder hochgefährdeten Staaten zu kommen.

Und Baschar al-Assad hat nunmal Russland um Hilfe gebeten und niemanden sonst. Alle anderen vom Westen unterstützten Terroristen, vom IS bis hin zur "gemäßigten" Freien Syrischen Armee betreiben ihren Terror im Auftrag und mit Unterstützung der westlichen W(ä)rtegemeinschaft. So als gelte das Völkerrecht nicht für sie. Aber das internationale Völkerrecht kennt keine Ausnahmen. Auch nicht für irgendeine selbsternannte, einzige Führungsnation des Planeten, wie Obama es mit Hinweis auf die militärische Stärke des Wall Street-Imperiums, der im Übrigen jede moralische und ethische Legitimität als globale "Führungsnation" fehlt, es auszudrücken pflegt. Er scheint immer noch nicht begriffen zu haben, Jurist der er ist, dass jeder Staat dem Recht verpflichtet sein sollte, nicht dem Militarismus. Vor allen Dingen dann, wenn ihm wirklich daran gelegen ist die Welt demokratisch mitzugestalten, das Selbstbestimmungsrecht der Völker zu respektieren und will, dass seine Vorschläge überhaupt noch ernst genommen werden. Verbale Bekenntnisse allein, mit denen die USA immer schnell zur Hand sind, reichen nicht. Dafür sind die imperialistischen Strukturen und Ziele des Wall Street-Imperiums der Welt schon zu geläufig, als das sie noch geglaubt werden.

Karikatur:© Kostas Koufogiorgos, www.koufogiorgos.de
Die Stellvertreterregierung des US-Großkapitals in Washington, erdreistete sich vor etwa zwei Monaten die syrische Regierung davor zu warnen, die von den USA ausgebildeten "moderaten, syrischen Milizen" anzugreifen. Mit anderen Worten: nach den wahnhaften Vorstellungen Washingtons, ist nur ein toter Assad ein guter Assad und der habe sich seiner und der Ermordung des syrischen Volkes durch US-gestützte Terroristen/Milizen widerstandslos zu fügen. Und das im Namen der Weltherrschaftsansprüche des US-Großkapitals, das sich seine Krallen nicht noch schmutziger machen will als sie es ohnehin schon sind. Es überlässt die Drecksarbeit seinen von der CIA ausgebildeten und gesteuerten Milizen und islamistischen Banden. So baut man sich neue Feinde auf, die man später dann aus der Luft bekämpfen kann. So garantiert man mit Sicherheit den ewigen Krieg gegen den Terror, was wohl auch Zweck der Veranstaltung ist. Dieses kriminelle Gehabe wird in diplomatischen Kreisen von besorgten Diplomaten und Außenministern vornehm als "Geopolitik" feilgeboten. Dabei handelt es sich um Mafiapolitik par excellence, anstelle von Diplomatie.

Schon nach zwei Tagen entschlossener russischer Bekämpfung des IS stellen sich laut des arabischen TV-Senders Al Mayadeen, die ersten Erfolge ein und Terroristen des Islamischen Staates, sollen bereits ihre Familien in Sicherheit bringen, weil sie befürchten, dass Russland Bombenangriffe auf die IS-Hochburg Rakka im Osten Syriens fliegen wird.

Gestern haben russische Su-34-Kampfjets und Su-25-Erdkampfflugzeuge bereits eine Kommandostelle, Bunker und Munitionsdepots der IS-Terroristen in Syrien zerstört, wie der offizielle Sprecher des Verteidigungsministeriums, Generalmajor Igor Konaschenkow, Journalisten in Moskau mitteilte.

Sogar die Washington Post stellt entnervt fest, dass Präsident Putin eine klarere Strategie in Syrien hat als die USA. Putin versteht, gegen wen er kämpft, schreibt die Washington Post. Das bedeutet wohl im Umkehrschluss, dass die VSA es selbst nicht mehr verstehen gegen wen oder was sie eigentlich noch kämpfen.

Man verliert leicht die Bodenhaftung wenn man allein die Geschicke des Universums lenken will und wie im ehNaMag seit wenigen Minuten zu lesen ist, traf ein US-Luftangriff in Kunduz (Afghanistan) das letzte funktionierende Krankenhaus der Stadt, wobei etliche Menschen ums Leben kamen und 30 Mitarbeiter von Ärzte ohne Grenzen vermisst sein sollen.

FH

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