Donnerstag, 28. Januar 2016

Wirtschaftsforum in Davos bangt um Europa

Mowitz
Für den milliạrdenschweren Hasardeur und Glücksritter George Soros (85), ist Europa auch nicht mehr das was es einmal war. Er beklagte zusammen mit anderen Vertretern des Finanz- und Großkapitals in Davos, den Scherbenhaufen der von der EU noch übrig ist, ohne zu merken, dass sie es selbst sind die für genau diesen Scherbenhaufen verantwortlich zeichnen:
"Die Europäische Union fällt auseinander. Wenn die EU es nicht schaffe, eine gemeinsame Asylpolitik zu formulieren, werde der Konflikt die Gemeinschaft sprengen. spon"
In ihrer Verzweifelung verlangen sie mehr Merkel in Europa, obwohl sie doch schon alles getan hat was man von ihr verlangte, und vor Teilnehmern eines Kongress zur „Finanzmarktstabilisierung” im Juni 2011 bekannte: „Ich persönlich neige dazu [......] Ihrer Argumentation zu folgen......” Das Ergebnis dieser Politik sollte inzwischen bekannt sein.

Millionen Flüchtlinge die vor den Folgen der unbändigen westlichen Ausbeutungs-, Kriegs- und Kolonialpolitik der letzten Jahrhunderte, aus ihrer Heimat nach Europa fliehen, tun nur, was in jeder Völkerwanderung getan wird. Sich auf den Weg machen, Nahrung suchen und Teilhabe an einem menschenwürdigen Dasein zu finden. Und wenn Millionen vor den Grenzzäunen Europas stehen, die beabsichtigt sind gebaut zu werden, helfen weder Gewehre noch Schießbefehle, wie sie bereits wieder in Deutschland von Rechtsextremisten, 70 Jahre nach dem verlorenen Weltkrieg, s. hier und hier, gefordert werden.

Karikatur:© Kostas Koufogiorgos, www.koufogiorgos.de
"Je länger wir in der Sprache des globalen Kapitalismus reden, je länger wir die Allgemeinplätze über den freien Markt nachbeten – sogar dann noch, wenn Hunderte von Milliarden Steuerzahler-Dollars auf die Konten von Großkonzernen fließen – desto länger leben wir in einem Zustand kollektiver Selbsttäuschung. Unsere Machtelite, die uns erklärt hat, die Einmischung der Regierung abzulehnen und Regierungsbeteiligungen an privaten Unternehmen zu hassen, die behauptet, sie verteidige den Wettbewerb und den Individualismus, hat uns Hunderte von Milliarden Dollars unseres Geldes gestohlen und die Verluste schlecht geführter Unternehmen verstaatlicht, um diese vor dem Bankrott zu retten. Wir hören zornige und verwirrte Bürger, deren Hirne mit Hasstiraden in Radio- und Fernsehsendungen vernebelt wurden, über eine verstaatlichte Medizin wettern, obwohl wir, zumindest was die Konzerne angeht, weltweit zu der Nation mit den meisten staatlichen Eingriffen geworden sind. Die Schizophrenie, nicht mehr unterscheiden zu können, zwischen dem, was wir glauben sollen, und dem, und was sich tatsächlich abspielt, hat uns unfähig gemacht, die Wirklichkeit zu verstehen. Je länger wir die alte Sprache von Märkten, Kapitalismus, Freihandel und Globalisierung nachplappern, desto länger können sich die Machtstrukturen halten, die den Zusammenbruch verschuldet haben und die Nation auch weiterhin ausschlachten wollen. Chris Hedges"

Soros, erfolgreicher Wettzombie der Wall Street, hat neben dem Gejammere um eine totspekulierte EU, im Augenblick nichts besseres zu tun, als einen Währungskrieg gegen den chinesischen Yuan zu führen, den er aller Voraussicht nach, bei der immensen Größe Chinas, nicht gewinnen wird, was auch ein Segen für eine reale Weltwirtschaftsgenesung sein wird. Vorausgesetzt, dass China, Russland und andere Wall Street-Konkurrenten nicht dieselben Fehler begehen wie es der heutige Neoliberalismus tut, der sich allein der Philosophie der Gewinnmaximierung um seiner selbst willen verpflichtet fühlt und sei es durch Finanzblasen. Die mit Sicherheit nicht der Realwirtschaft und dem Wohl der Menschheit dienen.

FH

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George Soros und China im Währungskrieg – und Goldman Sachs......

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