Mittwoch, 3. Februar 2016

Ein Schießbefehl an Europas Außengrenze der nicht so genannt wird - Frauen und Kinder zuerst

Mowitz
Frauke Petry, verrohte AfD-Spitzenphrasendrescherin, empörte in einem Interview die Republik mit der Forderung nach Einsatz von Schusswaffen an Deutschlands Grenzen. "Er, (der Grenzpolizist), müsse den illegalen Grenzübertritt verhindern, notfalls auch von der Schusswaffe Gebrauch machen."

Die Verrohung der Gesellschaft macht leider nicht schon bei der Petry Halt, sondern ergießt sich weiter über die gesamte EU, die außer wohlfeiles Geschwätz im Prinzip auch nichts anderes anbietet als unmenschliches Versagen, welches zulässt, dass 36 von 100 Flüchtlingen, die derzeit mit Schlauchbooten von der Türkei nach Griechenland kommen, Kinder sind, von denen viele auf der Überfahrt durch Ertrinken sterben.

Karikatur:© Kostas Koufogiorgos, www.koufogiorgos.de
An der griechisch-mazedonischen Grenze liegt der Anteil von Frauen und Kindern inzwischen bei 60 Prozent. 60 von 272 Flüchtlingen, die im Januar auf ihrem Todesritt von der Türkei nach Griechenland im Mittelmeer ums Leben kamen, sind Kinder.
Das nenne ich nicht um Petrys oder das der stellvertretende AfD-Chefin Beatrix von Storchs Geschwätz zu relativieren, sondern um den "Anständigen" der Republik klarzumachen, dass das Absaufen von Flüchtlingen auf hoher See, noch bevor sie die EU-Außengrenze erreicht haben, durchaus mit einem Schießbefehl gleichzusetzen ist, der einen Grenzübertritt verhindern soll.

Und alles Gelabere von "Ursachenbekämpfung" das Frau Merkel & Co. in kurzen Intervallen von sich gibt, sind in der Regel immer nur Symptombekämpfungen, die nur dazu dienen das Volk zu verwirren und Schleuserbanden für das eigentliche Übel verantwortlich zu machen.

Ursächlich für die aktuellen Flüchtlingsströme sind Kriege und Ausbeutungspolitik, für die wiederum das Imperium und seine Vasallen hauptverantwortlich sind. Und damit auch Deutschland und die EU. Der Rest ist Propagandagetöse. [S. hier]

Frau Merkel bekam schnell wieder die Kurve als ihre Zustimmungswerte, übrigens die einzigen Werte um die sie sich wirklich kümmert, abstürzten und die Bestimmungen für Flüchtlinge und ihren Aufenthalt in Deutschland schnell verschärft wurden, um irgendwie Merkels "wir schaffen das" als das zu realisieren, was sie von Anfang an meinte: "Flüchtlinge nach Kriegsende zurück in die Heimat" zu schicken. So schnell wird aus der ungewohnten Rolle sich als Mutter Teresa zu präsentieren, wieder die ehemalige FDJ-Sekretärin für Agitation und Propaganda - so wie die Welt sie kennt - Bundeskanzlerin Merkel.

FH

Kommentare:

  1. Schau doch mal die Aussage von Petry im Original an und die dazu gültigen Gesetze! Petry hat nichts weiter getan, als das gültige Recht zu rezitieren. Sosehr ich auch die AfD ablehne: Was wahr ist, muss wahr bleiben! Ein Schießbefehl ist etwas vollkommen anderes als ein Schusswaffengebrauch!! Das ist jetzt das zweite mal, dass du nicht richtig recherchierst und die Propaganda der MSM wiederholst! Das hilft niemandem und untergräbt das Vertrauen in die alternativen Medien!!

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. @ Traumschau
      Auf das Originalinterview habe ich gleich zu Anfang mit einem Link verwiesen und Petrys Satz "Aber zur Ultima Ratio gehört der Einsatz von Waffengewalt" steht da immer noch. Wenn dieser Satz Wirklichkeit wird, wird es den Erschossenen wenig helfen, ob sie durch einen Schießbefehl oder Schusswaffengebrauch ermordet wurden, egal wie und von wem "gültige Gesetze" formuliert wurden. Artikel 1 des GG: "Die Würde des Menschen ist unantastbar! Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt....."

      Flüchtlinge und ihre Kinder haben Anspruch auf die Unantastbarkeit ihrer Würde, so wie jeder andere Mensch auch. Da hilft sinnfreies, rassistisches Gebrüll überhaupt nicht weiter, sondern ist auf dem Müllhaufen der Geschichte zu entleeren.

      Die Nürnberger Rassengesetze wurden auch am 15. Septembers 1935 einstimmig vom damaligen Reichstag angenommen. https://de.wikipedia.org/wiki/N%C3%BCrnberger_Gesetze

      So wurde aus Unrecht juristisch Recht und das Massenmorden nahm seinen millionenfachen Lauf.

      Der Epilog, der am Ende des Stückes "Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui" von Bertolt Brecht erscheint, endet mit den Worten: "So was hätt einmal fast die Welt regiert!/Die Völker wurden seiner Herr, jedoch/Dass keiner uns zu früh da triumphiert -/Der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem das kroch!"

      Löschen