Samstag, 16. April 2016

Der Kümmeltürke vom Bosporus macht Merkel Beine

Mowitz
Das "mächtigste" Frauchen des Planeten stolperte über einen Majestätsbeleidigungsparagraphen 103, den sich irgendwelche Spießer(ä)liten irgendwann mal zur Erhaltung der Unterwürfigkeit ihrer Untertanen gegenüber fremden Obrigkeiten, ausgedacht hatten. Und die Höchststrafe bei Verleumdung liegt bei sagenhaften fünf Jahren Kerker. Ein Strafsatz, der weit über die Steuerhinterziehungsbetrügereien liegt, die sich unsere Millionäre zu Schulden kommen lassen. Der (Ä)hrenmann Hoeneß vom FC Bayern München erhielt für seine Steuerhinterziehungen in Höhe von 28,5 Millionen Euro, eine dreieinhalbjährige Gefängnisstrafe. Jan Böhmermann drohen für ein mäßig gelungenes Schmähgedicht gegen einen IS-Unterstützer bis zu fünf Jahren Haft. Wo bleibt die Verhältnismäßigkeit im deutschen Duckmäuserstaat?

Dass Merkel dem Verlangen des Sultans nachkommen würde, war vorhersehbar. Was anderes war vom "mächtigsten" Frauchen des Universums auch nicht zu erwarten. So wie sie schon kuschte, als die US-Ausspähaffäre ans Tageslicht kam, die sie nur mit einem lapidaren "Ausspähen unter Freunden - das geht gar nicht," kommentierte. Damit war die Sache für sie erledigt. Das Problem vom "Freund" ausgespäht zu werden ist mit Sicherheit noch nicht erledigt. Nur wird es nicht länger als "Problem" wahrgenommen.

Deal mit Despoten- aber sicher!
Karikatur:© Kostas Koufogiorgos, www.koufogiorgos.de

Jedes Volk bekommt die Regierung die es verdient. Die Deutschen eine Merkel-Regierung, die Türken einen Erdoğan. Wo liegt der Unterschied? Ich kann keinen erkennen. Beide leiden an ihrer totalen Humorlosigkeit und gehen zum Lachen in den Keller. Zum Glück hab ich auf jeden Fall keinen von ihnen gewählt.

Mit zitternder Stimme betonte Frauchen Merkel bei ihrem gestrigen Bühnenauftritt vor der sonst so gleichgeschalteten Presse u.a. die enge Verflechtung Deutschlands mit der Türkei durch die NATO (North Atlantic Terrorist Organization), und Wirtschaft, woraus sie wohl die "Ermächtigung" für staatsanwaltschaftliche Ermittlungen gegen Jan Böhmermann ableitete. Und der Paragraph 103 soll auch abeschafft werden. Dagegen soll die öffentliche Verunglimpfung des Bundespräsidenten auch weiterhin mit bis zu fünf Jahren Haft bestraft werden. Merkels Regierungssprecher Seibert sagte in Berlin, eine Streichung des entsprechenden Paragrafen 90 des Strafgesetzbuches sei nicht geplant. Paragraph 90a s. hier.

Die S?PD-Ministergehilfen im Merkel-Kabinett sollen allerdings bis zum letzten Aufwandsentschädigungseuro mannhaft Merkel Paroli geboten haben. Sprach's und trat fluchtartig (vom Podium) ab.
"Der SPD-Führer: »Was meinen Sie, was ich schon alles verhütet habe!« – Eins hat er bestimmt nicht verhütet: sich selber". Kurt Tucholsky (Schnipsel)

FH

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