Donnerstag, 7. April 2016

Hollands Referendum: Nicht Europaverdrossenheit sondern EU-Klatsche

Mowitz
Da wird in den Wahrsager-Werkstätten der "Großmedien" wieder einmal gedeutelt und durcheinander geworfen was das Zeug hält. Spon machte eine Europaverdrossenheit vieler Bürger Europas aus, nachdem die Niederländer mit 61,1 Prozent gegen die Ratifizierung des EU-Assoziierungsabkommens mit der Ukraine gestimmt haben.

Das wird mit Sicherheit Herrn Soros und andere Interessenten des Wall Street-Imperiums gewaltig auf den Keks gehen. Wie schon Victoria Nuland, eine ranghohe Mitarbeiterin des US-Außenministeriums dem National Press Club bereits Ende 2013 offiziell mitteilte, hatten die Vereinigten Staaten von Amerika 5 Milliarden Dollar in ein Netzwerk „investiert“, um die Ziele der Vereinigten Staaten von Amerika in der Ukraine zu erreichen, nämlich „der Ukraine die Zukunft zu geben, die sie verdient.“ [s. hier]. So schön kann man völkerrechtswidrige Umstürze in fremden Staaten organisieren, die von den hiesigen Medien dann als "Volksaufstand" deklariert werden. Voraussetzung dafür ist nur, dass diese Aktionen im Interesse des Wall Street-Kapitals sind. Die EU samt Frau Merkel und ihre Regierung ließen die USA nicht im Regen stehen und beteiligten sich mitsamt der NATO an der Planung und Durchführung des Maidan-Putsches. Egal ob unsere gekauften Schreiberlinge auch weiterhin Geschichtsfälschung betreiben. Deren Glaubwürdigkeit hat in den Bevölkerungen Europas sowieso in bedeutendem Umfang abgenommen.

Transparenzregister gegen illegale Offshore-Aktivitäten
Karikatur:© Kostas Koufogiorgos, www.koufogiorgos.de

Ich nehme an, dass auch die Niederländer das Schmierenstück welches der Westen in der Ukraine veranstaltete, noch frisch auf der Netzhaut haben und dem Konstrukt EU nicht länger zutrauen die Interessen Europas wahrzunehmen. Wenn die Europäische Union nicht in der Lage ist sich aus den Klauen des Hegemon USA zu lösen, hat die EU ihre Daseinsberechtigung verloren. Dann können die EU-Mitgliedsstaaten auch gleich gemeinsam oder einzeln den Marsch zur Aufnahme in die föderale Republik USA antreten. Die Gründungsväter der damaligen EWG hatten bei der Gründung sehr wohl die Vision vor Augen die Unabhängigkeit Europas gegenüber den USA zu wahren. Die heutige Stellung Europas als Vasall den Wall Street-Herren zu dienen, waren von Jean Monnet, Paul Henri Spaak oder gar Charles de Gaulle nicht vorgesehen.

Nun haben die USA die gesamte EU in Stellung gegen Russland gebracht, und sind selbst tausende Kilometer von einem denkbaren Konfliktplatz in Europa/Russland entfernt. Deutschland, dem Vernehmen nach "mächtigsten" Land in Europa hat man mit US-Militärbasen, Atomwaffen, US-Soldaten und US-Drohnenkriege die von der US-Air Base Ramstein ausgehen zugemüllt.

Die überzeugende Mehrheit mit der die Niederländer mit Nein abstimmten, ist eine Watsche für die EU, und gilt gleichermaßen stellvertretend für die Regierungen der EU-Mitgliedsstaaten und seiner neoliberalen Establishments. Die EU-Skeptiker in Großbritannien erhoffen sich nun einen erhöhten Zuspruch für ihr Brexit-Referendum.

Frau Merkel war mit Sicherheit nicht die erhoffte Wundertüte zum Erhalt der EU. "Wir schaffen das," als Vision für irgendwas von irgendwem reicht nicht einmal für Sandkastenspiele unserer Kinder und Enkel aus.

Ja, wir haben ein Problem. Ein Riesenproblem. Wo sind die Politiker die sich die Politik nicht vom Kapital vorschreiben lassen? Gibt's die überhaupt in Europa? In Deutschland mit Sicherheit nicht.

FH

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