Sonntag, 10. April 2016

Nach niederländischem Referendum-Nein gegen Ratifizierung des EU-Assoziierungsabkommens mit der Ukraine, tritt ukrainischer Ministerpräsident Jazenjuk zurück

Mowitz
Der völkerrechtswidrige, Regime-Change Maidan-Putsch 2014 in der Ukraine, zeigt sich jetzt als der ultimative Griff ins Klo vor dem schon der damals mit Hilfe der EU, USA, westlichen Geheimdiensten und ukrainischen Nazis gestürzte ukrainische Präsident Viktor Janukowitsch eindringlich warnte.

Am 27.11.2013 war in der Frankfurter Allgemeinen zu lesen, dass Präsident Janukowitsch die Ukraine noch nicht reif für Assoziierungsabkommen mit der EU hielt.
"Präsident Viktor Janukowitsch hält die Ukraine für wirtschaftlich noch nicht reif für eine Partnerschaft mit der Europäischen Union. Daher lehne er eine Unterschrift unter ein geplantes Assoziierungsabkommen mit der Staatengemeinschaft ab, sagte er mehreren Fernsehsendern. Für die tausenden Demonstranten, die seit Tagen für eine West-Annäherung des Landes auf die Straße gehen, war dies die erste klare, wenn auch enttäuschende Aussage Janukowitschs.

Die ehemalige Sowjetrepublik könne einen solchen Vertrag erst unterschreiben, wenn sie selbst stark sei, sagte Janukowitsch am Dienstag weiter. „Wir werden alles tun, damit die Ukraine wirtschaftlich stärker wird, alles, damit wir Jahr für Jahr besser leben, damit unser Land wettbewerbsfähig wird“, sagte Janukowitsch. „Sobald wir ein Niveau erreichen, das uns bequem erscheint, wenn es unseren Interessen entspricht, wenn wir unter normalen Bedingungen verhandeln können, dann können wir über eine Unterzeichnung sprechen“, sagte Janukowitsch." FAZ
Und in diesem entscheidenden Punkt behielt Janukowitsch auch vollkommen Recht, ganz davon abgesehen, dass er außerdem die verfassungsmäßige Autorität hatte, den Vertragsentwurf nicht zu unterzeichnen, was die USA/EU nicht wirklich störte und so wurde der Putsch eben entgegen geltendes internationales Völkerrecht vom Westen durchgezogen.

Die Ukraine einigt sich mit dem IWF auf Milliardenhilfen
Karikatur:© Kostas Koufogiorgos, www.koufogiorgos.de

Heute, gut zwei Jahre und zig Milliarden Euro Schuldenmacherei später, hat der ukrainische Ministerpräsident Jazenjuk seinen Rücktritt angekündigt, den er am 12. April offiziell im Parlament einreichen will.

Mal sehen, mit welchen Umschreibungen Jazenjuks Rücktritt jetzt erklärt wird.

FH

1 Kommentar:

  1. Man kann Jazenjuk vieles unterstellen, aber nicht, dass er dämlich ist. Jazenjuk weiß ganz genau, was die Ablehnung des Assoziierungsabkommens durch die Niederländer bedeutet. Den unvermeidlichen Niedergang der Ukraine nämlich. Und bevor der aggressive Mob gleich einem Fleischwolf die Rada stürmt, hat er sich im letzten Moment mit seinem ergaunerten Vermögen abgesetzt. Vom Hubschrauber aus betrachtet wird für ihn das brennende Kiew sicher recht hübsch anzusehen sein.

    Josch

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