Freitag, 10. Juni 2016

Merkels personifizierte Hilflosigkeit

Mowitz
Während der Wüterich vom Bosporus, ganz außer Rand und Band, fast mit Schaum vor dem Mund, deutsche Bundestagsabgeordnete auffordert sich einem Bluttest zu unterziehen, um ihren türkischen Hintergrund zu beweisen:
"da kommt ein Besserwisser und bereitet etwas vor, das er dem deutschen Parlament vorschlägt. Ein Türke, sagen manche. Ach was, Türke. Ihr Blut sollte einem Labortest unterzogen werden....."
piepst die deutsche Bundeskanzlerin aus dem Kanzleramt verschreckt zurück, dass sie die Aussagen von türkischer Seite für "nicht nachvollziehbar" halte. Donnerlittchen auch!

Einen Tag später, bei der Bundestagssitzung als Bundestagspräsident Norbert Lammert Wüterich Erdogan kritisierte:
"dass ein demokratisch gewählter Staatspräsident im 21. Jahrhundert seine Kritik an demokratisch gewählten Abgeordneten des Deutschen Bundestages mit Zweifeln an deren türkischer Abstammung verbindet, ihr Blut als verdorben bezeichnet, hätte ich nicht für möglich gehalten"
war Merkel sichtlich erleichert, dass ein anderer Politiker die Rolle des Erdogan-Kritikers übernahm, für das sie sich auch mit Beifall andeutendem unrythmischen Klatschen auf der Regierungsbank bedankte.

Karikatur:© Kostas Koufogiorgos, www.koufogiorgos.de

Nun darf sie wieder Erdogan unter die Augen kommen und darauf hinweisen, dass sie doch eigentlich gar nichts gesagt habe. Und überhaupt habe sie persönlich sich ja mutig der Abstimmung im Bundestag entzogen. So wie es ihre Art ist wenn sie die Schleimspur bei politischen Entscheidungen einschlägt, bei denen sie den Überblick verloren hat. Man solle einfach Gras über die Sache wachsen lassen, die Türken von der Visapflicht bei der Einreise in die EU befreien und als Sahnehäubchen obendrauf noch eine Milliarde Eumel Schmerzensgeld für den Bundestagsbeschluss, die türkischen Massaker an den Armeniern vor rund 100 Jahren als Völkermord zu bezeichnen, entrichten. Vielleicht kann sie so den Wüterich vom Bosporus wieder mild stimmen.

Opportunismus ist wieder einmal angesagt, Frau Merkel, 70 Prozent Opportunismus. Sie wissen ja wohl noch aus DDR-Zeiten wie Opportunismus zu handhaben ist.

Jetzt, nachdem der Wähler Ihnen die Gefolgschaft versagt und Ihre Flüchtlingspolitik nicht mitträgt, haben Sie auch bereits Ihren Satz vergessen: "Dann ist das nicht mein Land". Alles nur Gequatsche gewesen, Frau Merkel? Mann oder Frau mit ein wenig demokratischem Rückgrat, wäre schon längst zurückgetreten, jetzt wo die Parteien des Bundestages nicht Rückgrat zeigen und Sie Frau Merkel, Ihres Amtes entheben.

Frei nach Kurt Tucholsky bleibt mir leider nur noch zu sagen: Pfarrerstöchter wie Sie Frau Merkel, leben nicht so sehr von der eigenen Stärke, wie von der Duckmäuserqualität von Partei- und Regierungsfreunden.

Mit "diplomatischen Gepflogenheiten" ist Unterwürfigkeit gegenüber dem IS-Unterstützer vom Bosporus nicht zu rechtfertigen. Dessen Appetit wächst, je mehr er isst.

Und wie fing alles an? Mit Ihrem Kotau vor Erdogan als Sie ihm Jan Böhmermann, unter Berufung auf einen Paragraphen, der höchstens noch in einem Feudalsystem, eine wie immer geartete Existenzberechtigung findet, zur Anklage freigaben. Das sagt viel, wenn nicht alles, über Ihre Qualität als deutsche Bundeskanzlerin aus.

FH

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