Samstag, 2. Juli 2016

Zum Nuklearkrieg bereit

Mowitz
Die Kriegshetze in Deutschland und der Nato gegen Russland geht unvermindert weiter. Da muss nicht lange geraten werden, wer, nicht nur Merkel, sondern die gesamte Bundesregierung führt. Es darf davon ausgegangen werden, dass die einflussreiche, regierungsnahe Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS), nicht nur in eigener Sache spricht, wenn sie sich kurz vor dem Nato-Gipfel in Warschau zum Ausbau des westlichen Atomwaffenarsenals bekennt.

"(Da) im Kriegsfall mit Russland dem Bündnis die Verteidigung des Baltikums allein mit konventionellen Mitteln ... kaum möglich wäre - die russischen Streitkräfte wären in ihrer Zahl und geographischen Nähe überlegen." Notwendig sei daher eine grundsätzliche "Überarbeitung" der "Nuklearstrategie" des transatlantischen Militärbündnisses, selbst wenn es sich dabei um ein in Deutschland "höchst unpopuläre(s) Thema" handele, erklärt die Stiftung." GFP

Noch hängt man die offizielle Kriegstreiberei einige Etagen tiefer und schickt sogenannte "Denkfabriken" vor - wozu hat man und finanziert sie schließlich? - Wenn nicht um die eigene Bevölkerung freundlich und ganz unverdächtig auf einen Atomkrieg einzustimmen. Der Vorteil liegt darin, dass man sich nicht dem Vorwurf aussetzen muss diese Politik auch ganz offiziell zu betreiben. Aber der Empfänger dieser Botschaft, in diesem Fall Russland, weiß sehr wohl wie er diese Drohungen einzuschätzen hat. Und bereitet sich darauf vor.

Karikatur:© Kostas Koufogiorgos, www.koufogiorgos.de

Und Washington tut alles um im finalen Fall seinen bewaffneten Kampf um die Vorherrschaft auf unserem Planeten, 8000 km von den USA entfernt, in Europa zu führen. Auch das wissen die Russen; stehen Nato-Truppen doch schon rundum an ihren Grenzen aufgestellt. Und das nicht nur mit bedingt einsatzbereiten Tornados der Bundeswehr.

Das bei einem Nato-Angriff auf Russland auch die USA mit einen atomaren Holocaust in Mitleidenschaft gezogen würden, und man so einen Krieg nicht nur auf Europa einschränken kann, ist kein wirklicher Trost.

All das meinte wohl der deutsche Außenminister Steinmeier als er neulich das Säbelrasseln und Kriegsgeheul der Nato an Russlands Grenze kritisierte und die kleinen Wadenbeißer der Union und Grünen aus ihren atombombensicheren Löchern krochen um ihm ans Bein zu pissen.

Nun ist Steinmeier wieder bedenklich ruhiger gestellt worden. Ob er wohl einen Anruf aus Washington erhielt, der ihm die Richtlinienkompetenz deutscher Außenpolitik aus Sicht des Hegemons noch einmal verdeutlichte? Merkel muss nichts verdeutlicht werden - ist ihr doch der Gehorsam "nach oben" wie angeboren.

FH

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