Samstag, 17. September 2016

Zur Erinnerung: Der NATO-Luftkrieg gegen die libysche Zivilbevölkerung und das Schweigen westlicher Medien

Mowitz
Der verbrecherische Luftkrieg der NATO gegen die libysche Zivilbevölkerung ist mit einer unvorstellbaren Brutalität geführt worden, die zeigt, wie gleichgültig Machteliten das Leben und Leiden von Menschen sind, die sie vorgeben "schützen" zu wollen. Hauptsache der Beutezug lohnt sich am Ende für die Gerschäftemacher. So ganz nebenbei werden noch die eigenen Bürger der kriegführenden NATO mit gezinkten Berichten und vollblütiger Propaganda hinter's Licht geführt, um nur ja keine Zweifel an der Humanität des Mordens aufkommen zu lassen.

Bilder wie diese, erinnern an den Bombenterror dem Dresden 1945 ausgesetzt war. Heute ist es das Resultat eines schonungslosen Raubzuges westlichen Imperialismus, ausgeführt von der mächtigsten militärischen Mordorganisation der Welt.

Nach Irak und Libyen war Syrien das nächste Opfer der Allianz von Kriegsverbrechern aus den Golf-Emiraten, Saudi-Arabien, Israel und den Vereinigten Staaten, inklusive der Nato, an der Reihe. Aus sicheren Höhen fallen die Bomben heute auf Syrien wie vor wenigen Jahren auf Libyen und dem Irak. Für den Bodeneinsatz in Syrien schickte die Allianz die Kopfabschneider des sogenannten Islamischen Staates der in den Hexenküchen der Allianz-Geheimdienste zur Welt gekommen ist und den man heute nicht mehr kennen will.

Karikatur:© Kostas Koufogiorgos, www.koufogiorgos.de

In großen Teilen Syriens steht heute kein Stein mehr auf den anderen. Die Zerstöung der Infrastruktur und die Tötung hunderttausender libyscher Zivilisten auf der Jagd nach Öl, Gas und Pipelines um sich in diesem Geschäft mit Europa zu positionieren, gehören zum Geschäftsgebaren der internationalen Öl- und Gasindustrie; während am Boden der von der NATO eingesetzte IS-Mob sein blutiges Handwerk verrichtet und das Geschäft des Todes im Auftrag eines immer radikaler auftretenden Wirtschafts-Imperialismus betreibt.

Der Zynismus ist grenzenlos, das Verschweigen der Wahrheit durch die Lügenpresse und die Gleichgültigkeit einer abgetauchten Friedensbewegung ebenso. Vielleicht wird die Friedensbewegung wieder in Erscheinung treten wenn ihr bewusst wird, dass der Irak, Libyen und Syrien nur der Anfang von neuen NATO-geführten Kriegen ist, die am Ende auch gegen die heimischen Bevölkerungen geführt werden.

Liest man dann noch die Meldung: Nato mahnt Libyen zu Demokratie und Achtung von Menschenrechten in dem ein Nato-Beauftragter für den Südkaukasus und Zentralasien, der auf den Namen James Appathurai hört, und meint Libyen müsse sich demokratisch entwickeln und internationale Normen beim Schutz der Menschenrechte achten, wird klar, keine Begründung ist den Handlangern von Wall Street zu banal und verlogen, um sie nicht anzuwenden. Zu was hat man schließlich sonst die Herrschaft über eine ehemals noch fast freie Presse übernommen? So sicher kann man sich fühlen, dass jetzt sogar jede Anstrengung beim Erfinden von Kriegsgründen vermieden werden kann. Was am 11. September 2001 noch nicht ganz so der Fall war wie es heute ist. Man macht mediale Fortschritte.
"Im Prinzip soll jede Kriegsanstrengung die Gesellschaft am Rande des Verhungerns halten. Der Krieg wird von den Herrschenden gegen die eigenen Untertanen geführt - und sein Ziel ist weder ein Sieg über Eurasien oder über Ostasien - sondern die Aufrechterhaltung der Gesellschaftsstruktur". George Orwell
Die Banalitäten um den Tod Gaddafis nahmen damals kein Ende, sie waren grotesk. BLÖD gefragt: Hat dieser Junge Gaddafi erschossen? Nein, hat er nicht, die NATO war's, im Dienst des IMPERIALISMUS!

Heute ist das einst reiche Libyen verarmt und von Terror und Chaos geprägt. Noch ist der IS höchst präsent in Libyen, auch wenn behauptet wird, dass die Herrschaft des IS über seine eroberten Gebiete in Libyen zu Ende ginge. Das Leid das der westliche Imperialismus dem libyschen Volk angetan hat, ist durch nichts zu rechtfertigen. Schon gar nicht durch die ungezügelte Treibstoff-Gier der internationalen Konzerne nach den Reichtümern Libyens.

In Libyen warten jetzt schon wieder 235.000 Flüchtlinge auf eine Überfahrt nach Italien. Auch das ist eines von vielen Resultaten des von britischen und französischen EU-Mitgliedern, mit lasergesteuerten Präzisionsbomben angeführten Nato-Krieges gegen Libyen.
"Der Yinon-Plan: Ordnung aus dem Chaos…

Der Yinon-Plan ist ein israelischer Strategieplan, der die regionale israelische Überlegenheit zementieren soll und insofern eine Fortsetzung der britischen strategischen Zielplanung darstellt. Er drängt darauf, dass Israel seine geopolitische Umgebung über eine Balkanisierung des Nahen und Mittleren Ostens und der arabischen Staaten in kleinere und schwächere staatliche Gebilde umgestalten müsse.

Israelische Strategieexperten sahen den Irak als die größte strategische Herausforderung seitens der arabischen Staaten an. Aus diesem Grunde stand der Irak im Zentrum der Balkanisierung des Nahen und Mittleren Ostens und der arabischen Welt. Auf der Grundlage der Konzepte des Yinon-Plans haben israelische Strategen die Aufteilung des Irak in einen kurdischen Staat und zwei arabische – einen schiitischen und einen sunnitischen – Staaten gefordert. Den ersten Schritt zur Umsetzung dieser Pläne bildete der Krieg zwischen dem Irak und dem Iran, der schon im Yinon-Plan [dieses 1982 veröffentlichte Strategiepapier wurde nach seinem Verfasser Oded Yinon, einem hochrangigen Mitarbeiter des israelischen Außenministeriums, benannt] erörtert worden war".
Irak, Libyen und Syrien, drei von langer Hand eingeplanter Strategieziele für die Umverteilung von Ressourcen und Änderungen der Machtstrukturen im Nahen Osten. Millionen Zivilisten wurden dabei brutal ermordet und sind die ersten Opfer auf dem Weg zur Umgestaltung zum neuen Nahen und Mittleren Osten. Weitere Opfer werden unter dem Deckmantel "Bürgerkriege" folgen. Und an den Börsen wird Bomben-Stimmung herrschen.

FH

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