Montag, 29. Februar 2016

Anne Wills Blackout-Sendung mit Merkel auf der Suche nach Flüchtlingsursachen wieder grandios gescheitert

Mowitz
Schlepper und Schleuser als Ersatz für die wahren Hintermänner des Flüchtlingstsunamis der sich laut Presseangaben derzeit mit 60 Millionen Menschen über den vom Wall Street-Imperium geschundenen Planeten Erde ergießt.

Für die Heilsarmee-Truppe Bundeswehr und ihrer Oberwortführerin Merkel, war die Welt so lange in Ordnung, wie Flüchtlinge Deutschland und Europa mieden und so das Problem wegen fehlender Präsenz bei uns, einfach geleugnet und totgeschwiegen werden konnte. Die Kriegsfolgen, besonders diejenigen, die vom Imperium und seinen Vasallen ausgelöst werden - und das sind die mit Abstand am häufigsten vorkommenden Völkermorde unserer Zeit, werden in unseren Konzern- und Staatsmedien - von einer breiten Schicht der Bevölkerung  auch als Lügenpresse bezeichnet - wie Naturkatastrophen behandelt, die man einfach hinnehmen müsse.

Karikatur:© Kostas Koufogiorgos, www.koufogiorgos.de

Religiöse Menschen bringen sicher auch noch das "Gottgefällige" bei Kriegen mit in die Diskussion ein, segnen eigene Bomben und Truppen und beten inbrünstig für den Sieg. Zumindest aber vor der eigenen Verschonung allen Unbills des Krieges. Heiliger Sankt Florian / Verschon' mein Haus / Zünd' and're an! Eine Verhaltensweise, potentielle Bedrohungen oder Gefahrenlagen nicht zu lösen, sondern auf andere zu verschieben.

So verwechseln die deutschen Vasallen des Imperiums - und mit Sicherheit nicht nur sie - mutwillig die Ursachen (Kriegsgründe), der Flüchtlingsströme von denen Europa jetzt direkt betroffen ist, mit den Symptomen (Tod, Flucht und Vertreibung) der Kriege, die Schlepper- und Schleuserbanden als Marktlücke entdecken und wie jeder rechtgläubige Kapitalist der sich dem Shareholder-Value-Prinzip, (Marktwert des Eigenkapitals), verpflichtet fühlt und niemandem sonst, zunutze macht und so erst die menschliche Tragödie der Flüchtlinge in Europa sichtbar macht.

Nun können Merkel, Cameron, Hollande und andere europäische Unterstützer der Wall Street-Politik gegen die Menschlichkeit in Afrika und anderen Kontinenten nicht länger so tun, als ginge sie die Flüchtlinge nichts an. Sie können sich nicht hinter "Rechtfertigungen" verbergen, welche kleine und große Nazis nach verorenem Krieg immer gerne bemühten und häufig mit durchkamen, nämlich, "dass sie immer nur Befehlen gehorcht hätten."

Mehr Mut und Ungehorsam gegen die Oberhoheit einer verbrecherischen Ausbeutungs- und Kolonialpolitik, alter und neuer Kolonialmächte, wäre vonnöten, anstatt Werte zu beschwören, die man selbst nicht befolgt. Begriffe wie humanistisches Denken, Vernunft, Säkularität, Rechtsstaatlichkeit, Demokratie und Menschenrechte bedeuten erst etwas wenn man sie mit wirklichem Leben erfüllt und nicht als Propaganda für Beutezüge über den Globus missbraucht.

Jeder Putsch, wie der beispielweise vom Westen gegen die Ukraine angezettelte, ist ein Verstoß gegen jeden aufgezählten europäischen Wert. Jeder Krieg im Nahen und Mittleren Osten der jüngeren Vergangenheit, Irak, Libyen, Palästina, Syrien etc. auch. Die westliche Kolonialpolitik baute auf der Vorstellung einer kulturellen Überlegenheit über andere Völker und der eigenen rassischen Höherwertigkeit auf. Das sind immer noch weit verbreitete europäische Werte. In einer kapitalistischen Kultur die weniger mit Kultur zu tun hat, aber sehr viel mit Geld.

Wie tief dieses Denken in der "Mitte" der deutschen Gesellschaft verwurzelt ist, zeigen nicht nur Pegida und AfD, sondern auch Erika Steinbach, Sprecherin für Menschenrechte und humanitäre Hilfe der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, die sich auf ihrem Twitter-Konto schon Sorgen um blondschöpfige Kinder in Deutschland im Jahre 2030 machte.

Sorgen hat die "höherwertige" deutsche (Ä)lite, mit denen es sich gut und intelligenzbefreit leben lässt.

FH

Samstag, 27. Februar 2016

Konzernhilfe für Merkel

Mowitz
Nachdem Merkel das eigene Volk und Politiker der eigenen Partei wegen ihrer Flüchtlingspolitik von der Stange liefen, ohne die ihre "Führungsrolle" in Europa bereits unter Nullwert gehandelt wurde, meldet sich nun die herrschende Klasse Deutschlands zu Wort, die sich Sorgen um den Erhalt ihrer eigenen Pfründe und  Interessen macht, die sie wohl am besten bei Merkel, "Ich persönlich neige dazu, Ihrer Argumentation zu folgen", aufgehoben sieht.

Die Spitzenverbände aus Industrie und Handwerk stellten sich in der Flüchtlingsfrage hinter Merkel. Sie schwadronierten von "gewaltigen Herausforderungen" für Deutschland, die es zu meistern gilt und forderten mehr öffentliche Investitionen. Nichts Neues eigentlich, wurde doch schon alles mit der Agenda 2010 des Genossen der Bosse Gerhard Schröder umgesetzt. Mit Niedriglöhnen, Ein-Euro-Jobs, Altersarmut, die Abschaffung der Vermögenssteuer für Superreiche, Entlastungen bei Einkommenssteuer-Spitzensätzen für Besserverdienende, Unternehmenssteuern und Kapitaleinkommenssteuern.

Nun besitzt das reichste Prozent der Deutschen bereits ein Drittel des Gesamtvermögens in Deutschland. Tendenz steigend. Solidarität fühlt das reichste Prozent nur mit sich selbst. Fordert sie aber von den 99 Prozent für Subventionen für die "deutsche" Wirtschaft ein, damit sich die Mindestlöhne noch rechnen.

Karikatur:© Kostas Koufogiorgos, www.koufogiorgos.de

Gleichzeitig explodiert die Massenarmut, sowie das Leben in Schuhkartons unter nasskalten Brücken, in stinkenden Kanalisationen und auf den Müllhalden einer ewig wachsenden Wirtschaft, die nicht länger weiß wohin mit dem Schrott den sie produziert; der schon die Meere zumüllt und Fische dazu bewegt anstatt sich frei im Meer zu tummeln, sich bereits schon selbst in Plastiktüten, die die Meere verseuchen, einzulegen und den Fischern fertig zum Verkauf anzubieten.

Das lässt doch glatt wieder die Zeiten des Frühkapitalismus vor dem inneren Auge der Wissenden hochkommen, während sich die Unwissenden nicht genug an der FIFA mit ihren Milliarden Euros und den korrupten Führungsfiguren aufgeilen können. Man wäre doch zu gerne ein Teil jener Scheinwelt und säße gerne mit an den Schweinetrögen einer bis auf den Grund verkommenen Organisation, die von einer Ehrenmännerriege, wie im kapitalitischen Abendland üblich, geführt wird. Solche wie Blatter, Infantino oder auch dem Scheich Salman bin Ebrahim Al Khalifa aus Bahrein, den anscheinend nur sein fehlendes Menschenrechtsverständnis davor rettete, nicht gewählt worden zu sein. Aber hautnah dran war er. Was wäre der Fußball ohne seine Anhängerschaft?

Fußball kann auch ohne Präsident und Jungmillionären auf jedem beliebigen Bolzplatz gespielt werden, ohne das die Welt ärmer würde. Das ist wie in der Politik. Dort spielt die Musik auch nicht im Plenarsaal des Parlamentes, sondern in den Vorstandsetagen von Wirtschaft und Finanzindustrie.

FH

Mittwoch, 24. Februar 2016

Stoppt die NATO jetzt! - Über die inszenierten Konflikte in der Ukraine und in Syrien zum Dritten Weltkrieg

Der US-Historiker Eric Zuesse befasst sich mit den Folgen, die ein türkischer Angriff auf Syrien haben könnte.

Karikatur:© Kostas Koufogiorgos, www.koufogiorgos.de
Von Eric Zuesse
Strategic Culture Foundation, 13.02.16

Die Osterweiterung der NATO, die trotz der im Jahr 1991 erfolgten Auflösung des gegnerischen Warschauer Paktes weitergehen soll, ist ein Wahnsinnsvorhaben, das die Welt unaufhaltsam in den Dritten Weltkrieg treiben wird.

Das NATO-Mitglied Türkei will jetzt mit Unterstützung des Golf-Kooperationsrates [weitere Infos dazu hier], zu dem auch Saudi-Arabien, der größte Käufer von US-Waffen, gehört, von Norden her ins benachbarte Syrien einfallen; sie lässt bereits Truppen an der syrischen Grenze aufmarschieren und hat damit den Finger am Abzug zur Auslösung eines Weltkrieges [s. hier].

Wenn die Türkei und ihre Verbündeten von türkischem Territorium aus in Syrien einfallen, können die syrische Armee und ihre russischen Unterstützer nicht nur auf syrischem Boden Widerstand leisten, sie müssten die Eindringlinge mit einem Gegenangriff zurückwerfen, der sicher nicht an der Grenze des NATO-Mitgliedes Türkei zu stoppen wäre; dieser Gegenangriff wäre zwar moralisch zu rechtfertigen, könnte aber leicht als Angriff auf ein Mitglied der NATO umgedeutet und zum Auslöser eines Atomkrieges werden.

Im Art. 5 des NATO-Vertrages wird zur kollektiven Verteidigung ausgeführt: "Die vertragschließenden Staaten sind darüber einig, daß ein bewaffneter Angriff gegen einen oder mehrere von ihnen in Europa oder Nordamerika als ein Angriff gegen sie alle betrachtet werden wird, und infolgedessen kommen sie überein, daß im Falle eines solchen bewaffneten Angriffs jeder von ihnen in Ausübung des in Artikel 51 der Charta der Vereinten Nationen anerkannten Rechts zur persönlichen oder gemeinsamen Selbstverteidigung den Vertragsstaat oder die Vertragsstaaten, die angegriffen werden, unterstützen wird, indem jeder von ihnen für sich und im Zusammenwirken mit den anderen Vertragsstaaten diejenigen Maßnahmen unter Einschluß der Verwendung bewaffneter Kräfte ergreift, die er für notwendig erachtet, um die Sicherheit des nordatlantischen Gebietes wiederherzustellen und aufrechtzuerhalten." (zitiert nach http://www.staatsvertraege.de/natov49.htm)

Mit anderen Worten heißt das, wenn Syrien und Russland auf einen Angriff der Türkei reagieren und ihrerseits einen Gegenangriff auf die Türkei starten, sind alle NATO-Verbündeten automatisch dazu verpflichtet, den berechtigten Gegenangriff syrischer und russischer Streitkräfte auf die Türkei gemeinsam abzuwehren.

Wenn Russland das verbündete Syrien im Stich lässt, würde es vor der NATO kapitulieren; wenn es aus moralischen Gründen seine Verpflichtungen gegenüber Syrien erfüllt, wird damit der Dritte Weltkrieg zwischen Russland und allen NATO-Staaten ausgelöst. Das wird ein Atomkrieg sein, durch den unsere Zivilisation und in kurzer Zeit auch alles Leben auf unserem Planeten ausgelöscht würde.

Wenn sich nach der Auflösung des Warschauer Paktes im Jahr 1991 auch die NATO aufgelöst hätte, wäre niemals eine derart gefährliche Situation entstanden.

Der damalige US-Präsident George Herbert Walker Bush (Vater) und seine Helfershelfer, die (dem sowjetischen Präsidenten) Michail Gorbatschow mündlich versichert hatten, der Kalte Krieg sei jetzt zu Ende, erklärte im privaten Gespräch mit Politikern der NATO-Staaten: "Die Russen sollen zur Hölle gehen! Nicht sie, wir haben gewonnen." [weitere Infos dazu hier]. Bush wollte noch immer einen "militärischen Sieg", obwohl mit dem Kommunismus auch der angebliche Grund für den Kalten Krieg nicht mehr existierte. Bush wollte Russland unterwerfen, und alle US-Präsidenten nach ihm wollten das auch.

Bushs Lüge hat die Existenz der NATO bis heute verlängert – mit fatalen Konsequenzen. Alle nachfolgenden US-Präsidenten haben die NATO nicht nur erhalten, sondern nach und nach bis zu den Grenzen Russlands erweitert; und Präsident Obama möchte, dass der nächste US-Präsident damit fortfährt. Sein "Verteidigungsminister" Ash Carter hat erst kürzlich erklärt, dass die USA die Ausgaben für den Truppenaufmarsch an Russlands Grenzen im Budget für das Haushaltsjahr 2017 vervierfachen wollen. (S. hier)

Die Türkei will nicht warten. Die Irren, die im Westen seit 1991 regieren, haben zugelassen, dass Erdogan jetzt den Finger am Abzug hat. Heute bedroht die NATO alle auf unserem Planeten lebenden Menschen, selbst wenn der größenwahnsinnige Türke noch nicht sofort abdrückt.

Wir müssen die NATO jetzt stoppen, bevor es zu spät ist!

Übersetzung luftpost-kl.de

Mehr zum Thema:
Gegenmeinung: Der Letzte knipst das Licht aus - Horror-Szenario Atomkrieg USA vs. China.....
Gegenmeinung: Atomwaffeneinsatz in Syrien - Kriegsrhetorik oder reale Gefahr?.....

Mittwoch, 17. Februar 2016

So kann das Syrien-Problem nicht gelöst werden! - Die Wahnvorstellungen Washingtons zu Syrien

Philip Giraldi, ein ehemaliger CIA-Spezialist für Terrorbekämpfung, rechnet mit der wahnwitzigen Syrien-Politik der US-Regierung ab.

Von Philip Giraldi
The Unz Review, 02.02.15

Tulsi Gabbard ist eine mutige Kongressabgeordnete. Sie hat ihre Partei und den Präsidenten mit der Forderung geschockt, Washington müsse "seinen illegalen, kontraproduktiven Krieg zum Sturz Assads und der syrischen Regierung sofort einstellen". Sie erklärte: "Ich denke nicht, dass Assad gestürzt werden sollte. Wenn wir Assad aus seinem Amt und seinem Land vertreiben, werden der ISIS, Al-Qaida, Al-Nustra und die anderen islamistischen Extremisten ganz Syrien übernehmen und noch stärker werden." [s. hier]

Die verfehlte Syrien-Politik Washingtons gleicht einer faulen Frucht, und die Mainstream-Medien marschieren im Gleichschritt zu der Melodie, die das orientierungs- und verantwortungslose Weiße Haus dazu pfeift. Frau Gabbard sollte noch einen Schritt weiter gehen, und fragen, warum sowohl die Demokraten als auch die Republikaner Assad überhaupt stürzen wollen und deshalb ganz Syrien verwüsten, ohne erklären zu können, was das mit den Interessen der USA zu tun hat?

Karikatur:© Kostas Koufogiorgos, www.koufogiorgos.de

Schuld daran ist auch das in Washington verbreitete Gruppendenken. Wenn der Präsident oder einer seiner Minister eine Sitzung einberuft, pflegen die Anwesenden immer die gleiche Meinung wie der Einladende zu haben. Auch von Stiftungen und Thinktanks, die von der Regierung oder der Rüstungsindustrie finanziert werden, sind keine von der Position der Geldgeber abweichende Stellungnahmen zu erwarten. Mit Frau Gabbard ist nun endlich einmal jemand aus dem Gruppendenken ausgeschert, das den Sturz Assads als unerlässliche Voraussetzung für eine friedliche Lösung in Syrien vorschreibt.

Weitere in Zusammenhang mit Syrien vom Gruppendenken bestimmte Vorgaben sind die Diffamierung des russischen Präsidenten Wladimir Putin als wiedergeborener Josef Stalin und die Unterstellung, Russland wolle sich – wie vorher die Sowjetunion – ganz Osteuropa und große Teile des Mittleren Osten einverleiben [s. auch hier]. Obwohl diesen Verleumdungen in alternativen Medien heftig widersprochen wird, nimmt das im Weißen Haus niemand zur Kenntnis.

In der Regierungsbürokratie gibt es außerdem noch eine besonders problematische Art des Gruppendenkens. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass CIA-Analysten im Ausland gesammelte Erkenntnisse meistens sehr kritisch prüfen und sorgfältig aufbereiten (um Missverständnisse und Fehlentscheidungen zu vermeiden). Diese geprüften Erkenntnisse durchlaufen auf dem Weg vom Erdgeschoss des CIA-Hauptquartiers bis in den siebten Stock, wo die mit der Politik verbandelten Chefs sitzen, einen seltsamen Verwandlungsprozess. Sie werden politisch gefiltert, und alles, was der Mehrheitsmeinung im Kongress oder im Weißen Haus widerspricht, wird zurechtgebogen oder entfernt. Es gehört nun mal zum Wesen der Bürokratie, den Status quo zu bewahren und einen bestehenden Konsens nicht infrage zu stellen.

Und die Presse versäumt es, diese meistens sehr einseitige Sichtweise zu korrigieren. Der Unsinn, den die Mainstream- Medien als "objektive Berichterstattung" verbreiten, ist die Hauptursache dafür, dass die US-Bürger in einer Scheinwelt leben, in der die US-Politiker weiße Westen tragen und sich überall als "Drachentöter" und Weltpolizisten betätigen, auch wenn die dumme Welt das nicht zu schätzen weiß. Dieses von den Medien gezeichnete positive Bild von den USA lassen sich die US-Bürger auch dann nicht trüben, wenn es mit der Realität nichts zu tun hat.

Ein von Frederic C. Hof, verfasster Artikel über Syrien, der vor Weihnachten in der Washington Post veröffentlicht wurde [und hier nachzulesen ist], verdeutlicht, wie die Öffentlichkeit dazu gebracht wird, alles zu akzeptieren, womit die Regierung den Terrorismus und andere Bedrohungen zu bekämpfen vorgibt. Hof, der heute ein führender Mitarbeiter am Rafik Hariri Center des Atlantic Coucil ist, war als Offizier der U.S. Army lange im Mittleren Osten eingesetzt. Er ist wirklich einer der seltenen Experten für die arabische Welt und spricht sogar Arabisch. Nach einem Zwischenspiel in der Privatwirtschaft als geschäftsführender Präsident der Armitage Associated LC. / AALC, einer internationalen Wirtschafts- und Investitionsberatungsfirma, trat er 2009 ein Amt im US-Außenministerium an. 2012 war er Sonderberater des Präsidenten Obama für die Herbeiführung eines Umsturzes in Syrien.

Hof ist ein kluger und geschickter Bursche, der durch seine lange Tätigkeit für die US-Regierung deren Version von der Realität sehr gut kennt; er weiß genau, dass Washington befiehlt, was zu geschehen hat und die "roten Linien" zieht. Für die USA sind andere Staaten entweder "Verbündete", die eh alles mitzumachen haben, oder Gegner, die so lange drangsaliert werden, bis sie einknicken. Im Oktober hatte Hof noch geschrieben [s. hier]:
"Zur Bekämpfung des ISIL werden dringend Bodentruppen benötigt, die von Nachbarstaaten Syriens zu stellen sind; die müssen von den Luftstreitkräften der Koalition unterstützt werden, damit Syrien von der Geißel ISIL befreit, Assad gestürzt und eine andere Regierung in Syrien eingesetzt werden kann. Wenn die Mitte und der Osten Syriens sowohl vom ISIL als auch von den Truppen Assads befreit sind, kann eine All-Syrian National Stabilization Force [eine für ganz Syrien sprechende Nationale Stabilisierungskraft, s. hier] gebildet werden. Mit der könnte der Westen dann über die Beendigung der Syrien-Krise verhandeln und bräuchte sich nicht länger nur mit Hoffnungen zu begnügen. Die USA sollten keine Konfrontation mit russischen Streitkräften in Syrien suchen, aber auch nicht davor zurückschrecken. Moskau wird nicht erfreut sein, wenn wir den Massenmord seines Verbündeten(Assad) beenden und den ISIL, der ihm als Vorwand für sein militärisches Eingreifen in Syrien diente, vom Tisch fegen. Russland wird sich kaum dazu entschließen, die Flugzeuge Assads bei ihren mörderischen Angriffen (auf die Zivilbevölkerung) zu eskortieren. Und der russische Präsident Wladimir Putin kann es sich nicht leisten, seine Wut über die militärische Zerschlagung des ISIL öffentlich zu äußern. Sollte Russland in Syrien trotzdem die Konfrontation mit den USA suchen, würde Washington einen Fehler machen, wenn es zurückweichen würde. Ein Mensch wie Putin wird so lange weitermachen, bis er auf Stahl trifft. Auch in Syrien wird er nicht nachgeben."
In Hofs Artikel werden mehrere außenpolitische Sachverhalte angesprochen, über die in Washington vermutlich Konsens besteht. Zunächst wird auf die führende Rolle der USA in Syrien verwiesen und die Unterstützung einer nicht existenten und vermutlich auch nie zustande kommenden regionalen Streitmacht gefordert, die den ISIL bekämpfen, eine regionale Regierung einsetzen, Assad stürzen und eine dem Westen hörige "Demokratie" errichten soll. Zweitens wird Moskau als Komplize "des Massenmörders Assad" dargestellt und bezichtigt, von Expansionsdrang besessen zu sein, der notfalls mit militärischen Mitteln gestoppt werden müsse. Hof erweckt den Eindruck, Syrien sei so wichtig für das Überleben der USA, dass dafür auch ein Krieg mit Russland riskiert werden müsse.

In Hofs jüngstem Pamphlet, das im Dezember 2015 wieder von der Washington Post verbreitet wurde, werden ähnliche Argumente vorgebracht. Zunächst wiederholt er die Behauptung, der "syrische Bürgerkrieg" könne nicht beendet werden, so lange Assad an der Macht bleibe und US-Gegner wie Russland und der Iran sich weigerten, diese "objektive Wahrheit" zu akzeptieren. Assad wird als "Fassbomben-Chef" tituliert, und der Iran wird aufgefordert, seine Chance zu nutzen, ein normaler (US-höriger) Staat zu werden. Appelle des Westens an die Einsicht der führenden Politiker Syriens, des Irans und Russlands seien genau so wirkungslos wie die Appelle an die Einsicht Hitlers vor 80 Jahren waren. Die Unterstützer Assads würden nicht einsehen, dass "Assad das größte Hindernis für eine vereinigte Front gegen den Islamischen Staat" sei. Der Iran wolle Syrien zu seinem Marionettenstaat machen, und Russland wolle Assad unbedingt halten, um die USA zu demütigen. Hof behauptet, wenn die US-Regierung noch länger zögere, würde die Armee Assads nur noch mehr Menschen "abschlachten, verstümmeln, vertreiben, foltern, vergewaltigen und aushungern"; er fordert erneut, den "Einsatz von Bodentruppen unter US-Kommando", weil nur dann Assad gestürzt und der ISIS ausgeschaltet werden könnten.

In Anbetracht aller bisher aufgeführten Fakten ist es kein Wunder, dass viele US-Bürger die Außen- und Sicherheitspolitik der US-Regierung nicht mehr verstehen. Warum um Himmelswillen brauchen wir einen Sonderberater für einen Umsturz in Syrien? Warum wurde diese Stelle überhaupt geschaffen? Wie würde das Weiße Haus reagieren, wenn sich die Chinesen oder die Russen Sonderberater für den Sturz der offensichtlich korrupten US-Regierung zulegen und "Rebellen" zur Durchführung ihrer Pläne anheuern und bewaffnen würden?

Es ist zu vermuten, dass die Neokonservativen in den USA und in Israel den Sturz Assads schon seit 2004 betreiben – seit Präsident George W. Bush den Syria Accountability Act unterzeichnet hat. Assads angeblicher Giftgaseinsatz gegen seine eigene Bevölkerung, der 2013 in Ghouta stattgefunden haben soll [s. hier], wird oft als Rechtfertigung für das bewaffnete Eingreifen in Syrien benutzt; viele Beobachter halten diesen Vorfall allerdings für einen "Angriff unter falscher Flagge", den die "Rebellen" mit Unterstützung des türkischen Geheimdienstes durchgeführt und der syrischen Regierung angelastet hätten [s. hier]. Es sollte auch nicht vergessen werden, dass Syrien, bevor Assad zum Feind erklärt wurde, zu der von den USA geführten Koalition gehörte, die Saddam Hussein 1991 aus Kuwait vertrieben und nach den Anschlägen am 11.09.2001 das "Rendition-Programm" (der CIA) unterstützt hat (s. hier).

Die US-Regierung macht es sich sehr einfach, wenn sie alle Probleme in Syrien der syrischen Regierung, Russland und dem Iran in die Schuhe schiebt und sie als "Gegner" der USA abzustempeln versucht – wohl weil sie den (von der US-Regierung geschaffenen) ISIS (s. dazu auch hier) aktiv bekämpfen. Wer Rupert Murdochs Medien glaubt), wird auch diese Aussagen der US-Regierung für zutreffend halten; der Versuch Moskaus und Teherans, die Stellung der syrischen Regierung zu stärken und dadurch den Beginn von Verhandlungen über eine Waffenruhe zu ermöglichen, ist vernünftig und wird auch von der Kongressabgeordneten Gabbard begrüßt. Ob man einem Bericht in den Medien vertrauen kann, hängt vor allem davon ab, ob die Vorgeschichte eines Konfliktes berücksichtigt wird. Meiner Ansicht nach sollte die Schuld an dem Schlamassel in Syrien und im Irak und am Aufstieg des ISIS denen angelastet werden, die ihn verursacht haben: den beiden letzten US-Präsidenten und ihren Beratern im Weißen Haus. Der Schlamassel begann 2003 mit dem US-Überfall auf den Irak. Damals herrschten sowohl in Bagdad als auch in Damaskus Ruhe und Stabilität, und in beiden Staaten gab es keine Terroristen, obwohl sie keine Demokratien waren. Schon damals wurden die USA von keinem der beiden Staaten bedroht, und das gilt bis heute. Warum wurde Assad dann vom Weißen Haus und den Medien zum Hauptfeind der USA erklärt?

Die parallel dazu erhobenen Anschuldigungen gegen den Iran und Russland gehören schon zum traditionellen Washingtoner Gruppendenken. Dass der Iran kein "normaler Staat" ist, erklärt sich vor allem daraus, dass die Islamische Republik Iran seit ihrer Gründung im Jahr 1979 immer wieder von den USA und Israel bedroht wurde. Der US-Kongress und Israel haben trotz des erst kürzlich mit Teheran vereinbarten Atomabkommens schon wieder neue Sanktionen gegen den Iran verhängt. (Infos dazu sind hier aufzurufen.) Das zeigt doch, dass die Machthaber in Washington den Iran niemals in Ruhe lassen werden.

Auch die Verteufelung Russlands ist nicht neu, genau so wenig, wie der immer wieder erhobene Vorwurf, Moskau sei wie Hitler nur darauf aus, die USA zu demütigen. Auch wenn uns die russische Regierung nicht passt, ist ihr Interesse, "Aufstände" im islamischen Süden Russlands zu verhindern, trotzdem völlig legitim. Auch das von Putin gezeichnete Zerrbild eines herrschsüchtigen Mannes, der gestoppt werden müsse, trifft nicht zu, weil seine Außenpolitik größtenteils realistisch, zurückhaltend und vernünftig ist. Das Argument, Russland wolle sich Syrien als Marionettenstaat aneignen und unterstütze deshalb Assads "Massenmorde", ist nicht nur unzutreffend, sondern auch hirnrissig, weil die US-Regierung damit jeden vernünftigen Umgang mit Russland unmöglich macht und das Risiko eingeht, wegen Syrien in eine militärische Konfrontation mit (der Atommacht) Russland zu schlittern. Wer die syrische Regierung allein für den Schlamassel in ihrem Land verantwortlich machen will, übersieht die anderen Mitspieler, die außer von den USA auch von der Türkei und mehreren arabischen Staaten unterstützt werden, obwohl die US-Regierung sie teilweise als "Terroristen" einstuft.

Die unter US-Politikern wachsende Bereitschaft, auch in Syrien wieder US-Bodentruppen einzusetzen – sowohl gegen die reguläre syrische Armee, als auch gegen den ISIS – widerspricht jeder Vernunft und lässt alle misslichen Erfahrungen außer acht, die bei den US-Militärinterventionen der letzten 15 Jahre gemacht wurden. Wer eine "Stabilisierungskraft" ohne Beteiligung der gegenwärtigen syrischen Regierung schaffen möchte, macht sich nur lächerlich. Sogar Präsident Obama hat zugegeben, dass die "gemäßigten syrischen Rebellen" wohl nur in der Phantasie existieren [s. dazu auch http://www.nytimes]. Syrien liegt nicht in einem Vakuum. Afghanistan wird bald wieder vollständig von den Taliban kontrolliert werden, der Irak ist chaotisch und hofft auf Hilfe aus dem befreundeten Iran und in Libyen herrscht Anarchie. Sollten wir jetzt auch US-Bodentruppen nach Syrien schicken? Nein, danke!

Übersetzung luftpost-kl.de

Sonntag, 14. Februar 2016

Widersprüchliches auf der Münchner Nato-Kriegskonferenz

Mowitz
Der russische Premierminister Medwedew sprach gestern in München in aller Klarheit aus, was sogar schon weniger professionelle Laienpolitiker spätestens seit dem US/EU Ukraine Putsch 2014 wussten und in unzähligen Artikeln zum Ausdruck brachten. Ein "neuer Kalter Krieg" hat wieder Einzug in Europa gehalten, der hauptsächlich gesteuert und mit 5 Milliarden Dollar von den Herren des Wall Street-Universums gesponsert wurde, die zwischen 1991 und 2014 flossen. Also ein von langer Hand mit Milliarden Dollars vorbereiteter Staatsstreich, den man nicht einfach als Verlust abschreiben wollte, sondern gewinnbringend, wie es sich für Kapitalinteressenten gebührt, in den Sturz einer demokraisch gewählten Regierung und ihres Präsidenten Janukowitsch investiert hatte, und man meinte, der "richtige" Zeitpunkt einer gewaltsamen Ertragsabschöpfung wäre Ende 2013/Anfang 2014 gekommen.

So wurde der Washingtoner Fahrplan dann auch umgesetzt. Zwar nicht mit dem gewünschten, schnellen und lautlosen Erfolg, denn in der Ostukraine regte sich heftiger Widerstand gegen die Präsidial-Herrschaft des Oligarchen Poroschenko und seines von Hedge-Fond Spekulations-Milliadär Soros ausgewählten Ministerpräsidenten Jazenjuk (s. hier).

Nur Traumtänzer Frank-Walter Steinmeier hält die Auseinandersetzungen des Westens mit Russland nicht für einen neuen Kalten Krieg. Manche Medien hätten die Aussage des russischen Ministerpräsidenten Dmitri Medwedew über einen „neuen kalten Krieg“ missverstanden, sagte Steinmeier am Samstag bei der Sicherheitskonferenz in München. Sein Wort in Gottes Ohr. Leider sagt die wenig diplomatische Sprache der angereisten Truppe von Kriegstreibern in München, bestehend aus US-Senatoren, etwas anderes. Sie blieben einem Dinner in der Residenz des bayerischen Ministerpräsidenten, aus Protest gegen Seehofers Reise nach Moskau, fern. Ein Zeichen wer die Politik in Europa und Deutschland bestimmen will und auch bestimmt. Und die Hektik des Wall Street Establishments zeigt vor allen Dingen, dass der Zeitpunkt immer näher rückt wo der militärische Arm des Wall Street-Imperiums als "Retter" des Dollars und des Wall Street-Kapitals zum Einsatz kommt. Dann würde aus dem neuen Kalten Krieg, im Gegensatz zum alten Kalten Krieg, noch schnell ein heißer, diesmal aber finaler Atomkrieg.

Karikatur:© Kostas Koufogiorgos, www.koufogiorgos.de

Die Münchner Nato-Kriegskonferenz als Bühne für die Kasperles dieser Welt, wenn sie am erbärmlichsten ist. Oligarch Poroschenko, fast so als hätte er meinen Artikel gelesen, ihn aber partout nicht verstehen kann, gab sich wie Merkel schon in Ankara, besonders klugscheißerisch als er entnervt in Richtung Russland rief: "Herr Putin, das ist kein Bürgerkrieg in der Ukraine, das ist Ihre Aggression," und weiter "das ist (auch) kein Bürgerkrieg in Syrien, das sind Ihre Flugzeuge, die Zivilisten bombardieren".

Das der Syrien-Krieg kein Bürgerkrieg ist, konnte man schon seit Jahren auf meiner Seite lesen. Genauer gesagt seit 2011. Die vom Oligarchen Poroschenko und US-Konsorten bei ihren unsäglichen Anschuldigungen gegen Russlands Kampf gegen die in den Hexenküchen des Imperiums und seiner Vasallen erschaffenen IS-Verbrecherbanden, sind geprägt von der Sorge, dass diese Kopfabschneider schneller als von ihren Beschützern gewünscht, dezimiert werden. Jetzt wo die USA schon klagen, zu wenige "gemäßigte" Rebellen für den "Bürgerkrieg" in Syrien auftreiben zu können. Und niemand sollte der westlichen Propaganda Glauben schenken, Syrien würde erst seit dem 30. September 2015, dem Datum als der russische Militäreinsatz gegen den IS in Syrien auf Bitten der legalen syrischen Regierung begann, verwüstet. Wer so dumm ist diese billigen Argumente der Konzern- und westlichen Staatsmedien zu kaufen, kann man vieles bescheinigen, nur eben nicht eigenständiges Denken. Welch ein Glück für die Volksverdummungsindustrie.

FH

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Gegenmeinung: Syrien: Der Bürgerkrieg der niemals stattfand.....

Donnerstag, 11. Februar 2016

Syrien: Der Bürgerkrieg der niemals stattfand

Mowitz
Mit propagandistischer Schlafwandlersicherheit haben die Herren des Wall Street-Planeten ihren Angriffskrieg auf Syrien von Anfang an als "Bürgerkrieg" deklariert, obwohl nachweislich die Kopfabschneider-Aggressoren in den Hexenküchen des Imperiums und seiner Vasallen in Europa und den Golfstaaten kulinarisch zubereitet wurden, bevor sie auf die Menschheit losgelassen wurden. Noch voriges Jahr meldete das ehNaMag in einer von vielen sich gegenseitig aussschließenden Meldungen, dass die USA zu wenige "gemäßigte" Rebellen für den "Bürgerkrieg" in Syrien fänden.

Der schizophrene [Schizophrenie: mit Denkstörungen, Halluzinationen und Wahn einhergehende schwere Psychose] Haken an der Sache, soll die "Forderung" des Imperiums gewesen sein, nur Männer ausbilden zu wollen, die sich verpflichten, sowohl gegen die legale Regierung in Damaskus, als auch gegen die US-eigenen Schöpfungen Islamischer Staat und Nusra-Front zu kämpfen. M.a.W. die Terroristen sollten auf einmal auch noch gegen sich selber kämpfen. Der Verteidigungsminister des kriegslüsternen Imperiums, Ashton Carter, wird mit den Worten zitiert:
"Es erweist sich als sehr schwierig, Leute zu finden, die beide Kriterien erfüllen. Wir haben genügend Trainingsstätten für sie, aber im Moment haben wir einfach nicht genügend Rekruten."
Es gibt kaum bis gar keine "Bürgerkriege" in jenem Teil der Welt, die nicht unter der Oberhoheit und mit ausdrücklicher Genehmigung des Wall Street-Imperiums geführt und/oder angezettelt werden. Das genau ist es, was von nadelbestreiften Herren die mit Hedge-Wettfonds an den Börsen ihre Milliarden im Dienste "unserer" liberalen Wirtschaftsordnung verdienen und diese auf allen Kanälen die der Lügen- und Manipulationsungeheuer zur Verfügung stehen, bis über den grünen Klee loben. Und nun kommen die Russen und Chinesen und wollen nicht länger die US-Oberhoheit über den Planeten mit seiner Börse und seiner Dollar-Reservewährung akzeptieren, mit denen die Welt vom Wall Street-Imperialismus geknechtet wird.

Karikatur:© Kostas Koufogiorgos, www.koufogiorgos.de

Die Vorherrschaft des Dollars ist gefährdet. Darum die maßlose Wut und Angst des westlichen Kapital-Establishments seine absolute Macht zu verlieren und sie eventuell mit anderen teilen zu müssen. Teilen war weder je die Stärke noch das Streben von Feudalherren. Nicht im Inneren und nicht im Äußeren ihres Herrschaftsbereiches. Dann doch lieber gleich Kriege für die sie ihre eigenen Untertanen gegen die Geknechteten der Gegenseite einsetzten. Kein besonders schweres Spiel, da es nicht ungewöhnlich ist, dass Untertanen allen Ernstes gerne glauben, sie kämpfen für "ihr" Land. Dabei entgeht ihnen, dass sie ihr eigenes und das Leben ihrer Kinder und Familien für die Geld- und Kapitalvermehrung des Aktionärs-, Banken- und Großkapitalklüngels opfern.

Merkel beklagt ausgerechnet in Ankara das Leid der syrischen Flüchtlinge, das sie den Russen in die Schuhe schob, so als würde der vom Westen angezettelte Angriffskrieg gegen Syrien nicht schon seit 2011 geführt, sondern wäre erst mit dem energischen Eingreifen Russlands gegen die Verbrecherbanden des IS vor einigen Monaten ausgebrochen. Auch an die intime Zusammenarbeit der Türkei mit den IS-Kopfabschneidern und türkischer Hilfe beim Verkauf von erbeutetem Öl um die Kämpfe des IS gegen Syrien zu finanzieren, kann sich Merkel wohl nicht mehr erinnen, jetzt wo sie mit ihrem sinnfreien "wir schaffen das" ihre Umfragewerte davonschwimmen sieht. Übrigens, was machen die deutschen Tornados eigentlich in Syrien, wo sie ohne Erlaubnis der syrischen Regierung rumfliegen und Ziele für französische Bombardements fotografieren? Alles nur aus Spaß oder nutzlose Verschwendung von Steuergeldern? Oder sind die Kameras in ähnlich desolatem Zustand wie die Einsatzbereitschaft deutscher Tornados? Dann könnte die erhöhte Anzahl syrischer Flüchtlinge sehr wohl ein mögliches Resultat fehlerhafter deutscher Tornados sein.

FH

Mehr zum Thema:
Indiens Botschafter bestätigt: Krieg in Syrien wurde von aussen angezettelt.....

Samstag, 6. Februar 2016

Philosoph Richard David Precht: Wir werden die Flüchtlinge nicht aufhalten können

Pannen-AKW in Belgien
Karikatur:© Kostas Koufogiorgos, www.koufogiorgos.de

Wollen Sie auf Flüchtlinge schießen wie die US-Amerikaner an der mexikanischen Grenze? Da sind schon über 10 000 Menschen gestorben, auch Frauen und Kinder! Egal, welche Schwierigkeiten wir bekommen werden: wir müssen die Menschen aufnehmen, die vor dem Hungertod oder dem Terror der IS flüchten. Das entspricht unseren Werten und ist unsere humanitäre Aufgabe. Weiter Stuttgarter-Zeitung.de >>>


Talk mit David Precht
Wie verändert sich Deutschland?
Weiter Bayrischer Rundfunk Video >>>

Mittwoch, 3. Februar 2016

Ein Schießbefehl an Europas Außengrenze der nicht so genannt wird - Frauen und Kinder zuerst

Mowitz
Frauke Petry, verrohte AfD-Spitzenphrasendrescherin, empörte in einem Interview die Republik mit der Forderung nach Einsatz von Schusswaffen an Deutschlands Grenzen. "Er, (der Grenzpolizist), müsse den illegalen Grenzübertritt verhindern, notfalls auch von der Schusswaffe Gebrauch machen."

Die Verrohung der Gesellschaft macht leider nicht schon bei der Petry Halt, sondern ergießt sich weiter über die gesamte EU, die außer wohlfeiles Geschwätz im Prinzip auch nichts anderes anbietet als unmenschliches Versagen, welches zulässt, dass 36 von 100 Flüchtlingen, die derzeit mit Schlauchbooten von der Türkei nach Griechenland kommen, Kinder sind, von denen viele auf der Überfahrt durch Ertrinken sterben.

Karikatur:© Kostas Koufogiorgos, www.koufogiorgos.de
An der griechisch-mazedonischen Grenze liegt der Anteil von Frauen und Kindern inzwischen bei 60 Prozent. 60 von 272 Flüchtlingen, die im Januar auf ihrem Todesritt von der Türkei nach Griechenland im Mittelmeer ums Leben kamen, sind Kinder.
Das nenne ich nicht um Petrys oder das der stellvertretende AfD-Chefin Beatrix von Storchs Geschwätz zu relativieren, sondern um den "Anständigen" der Republik klarzumachen, dass das Absaufen von Flüchtlingen auf hoher See, noch bevor sie die EU-Außengrenze erreicht haben, durchaus mit einem Schießbefehl gleichzusetzen ist, der einen Grenzübertritt verhindern soll.

Und alles Gelabere von "Ursachenbekämpfung" das Frau Merkel & Co. in kurzen Intervallen von sich gibt, sind in der Regel immer nur Symptombekämpfungen, die nur dazu dienen das Volk zu verwirren und Schleuserbanden für das eigentliche Übel verantwortlich zu machen.

Ursächlich für die aktuellen Flüchtlingsströme sind Kriege und Ausbeutungspolitik, für die wiederum das Imperium und seine Vasallen hauptverantwortlich sind. Und damit auch Deutschland und die EU. Der Rest ist Propagandagetöse. [S. hier]

Frau Merkel bekam schnell wieder die Kurve als ihre Zustimmungswerte, übrigens die einzigen Werte um die sie sich wirklich kümmert, abstürzten und die Bestimmungen für Flüchtlinge und ihren Aufenthalt in Deutschland schnell verschärft wurden, um irgendwie Merkels "wir schaffen das" als das zu realisieren, was sie von Anfang an meinte: "Flüchtlinge nach Kriegsende zurück in die Heimat" zu schicken. So schnell wird aus der ungewohnten Rolle sich als Mutter Teresa zu präsentieren, wieder die ehemalige FDJ-Sekretärin für Agitation und Propaganda - so wie die Welt sie kennt - Bundeskanzlerin Merkel.

FH