Donnerstag, 30. Juni 2016

Das verzweifelte Suchen nach "Führungspersönlichkeiten"

Mowitz
Je lauter das Gebrüll von  "gemeinsame demokratische Werte schützen",  als Begleitmusik von Terror und Sprengstoffgürtel angestimmt wird, desto intimer ist der Umgang der "haltet den Dieb"-Brüller mit den Sprengstoffgürtelträgern. Der Anschlag auf den Istanbuler Flughafen Atatürk dieser Tage, soll dem Vernehmen nach vom Islamischen Staat verübt worden sein. Das ist nicht auszuschließen, aber wasserdichte Beweise sind bis zur schreibenden Stunde noch nicht bekannt geworden. Was aber allgemein bekannt ist, ist die schon monate-/jahrelange Zusammenarbeit der Türkei und Staaten des Golf-Kooperationsrats und Israels mit Terrorgruppen, und wenn sie nicht abgebrochen wurde, findet sie immer noch statt. Die Türkei ist nicht allein in der westlichen W(ä)rtegemeinschaft die sich zweifelhafter Geschäfte mit dem Terrorismus rühmen kann. Das können auch die Herren des Universums, ohne deren Zustimmung in existenziell wichtigen Fragen keinem Vasall Alleingänge erlaubt werden.
"Lkw-Kolonnen fahren regelmäßig aus der Türkei in jene Gebiete Syriens, die unter Kontrolle des Al-Qaida-Ablegers al-Nusra und der Terrorgruppe Ahrar al-Scham stehen....." Sputnik
Nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums im März 2016 fuhren also Laster „rund um die Uhr“ über die Grenze, während der Terrorkrieg gegen Syrien voll glühte, der auch neben Hundertausenden von Toten zu Millionen Flüchtlingen geführt hat, von denen sich ein Teil nach Europa durchschlägt, ein Teil beim Versuch mit Schlauchbooten übers Mittelmeer nach Europa zu kommen, absäuft und ein Teil in der Türkei in Lagern ihr Dasein fristet. Der Krieg ging nicht von Syrien aus. Sondern Syrien ist Opfer eines Stellvertreterkrieges der westlichen Wertegemeinschaft, deren Ursachen, wie in allen modernen  Eroberungskriegen, in wirtschaftlichen Gründen zu finden sind. (Öl, Gas, und andere Bodenschätze).

Auch Deutschland soll mit 50 KSK-Spezialisten dabei sein. Wozu man aber offiziell nicht gerne stehen will, da der Einsatz auf fremden syrischen Territorium, von der syrischen Regierung nicht genehmigt ist, und somit als völkerrechtswidrig zu betrachten ist. (s. hier und hier)

Kurt Tucholsky nannte in seiner Glosse "Der bewachte Kriegsschauplatz" 1931 in der Zeitschrift "Die Weltbühne" Soldaten für Mörder. Das ist heute strafbar in der BRD zu sagen und darf nur unter Beachtung bestimmter juristischer Feinheiten verwandt werden. Also begnüge ich mich damit Tucholsky zu zitieren und hoffe, dass Kurt Tucholsky zu zitieren noch von der grundgesetzlich garantierten freien Meinungsäußerung geschützt ist.
„Da gab es vier Jahre lang ganze Quadratmeilen Landes, auf denen war der Mord obligatorisch, während er eine halbe Stunde davon entfernt ebenso streng verboten war. Sagte ich: Mord? Natürlich Mord. Soldaten sind Mörder.“– Kurt Tucholsky
Elite soll die Auslese der Besten eines Volkes sein. Wie muss es da erst um die Nichtelite bestellt sein? Die kann eigentlich nur besser sein. Denn mörderischer als das Handwerk der Geopolitik, die ja hauptsächlich von elitären Kräften der Diplomatie und Wirtschaft betrieben wird, kann ich mir kein anderes Handwerk vorstellen.

Nun ist eine neue Situation im Land, wo Milch und Honig fließen, den Vereinigten Staaten von Nordamerika, eingetreten, welche die Bürger der VSA rat- und sprachlos macht.

Hillary Clinton und Donald Trump lösen als Präsidentschaftskandidaten nur wenig Zuspruch bei den Wählern aus. Das ergab eine Umfrage, die Ende Juni im Auftrag der Universität Quinnipeck durchgeführt wurde.

An der landesweiten Umfrage waren 1610 Menschen beteiligt.
"Laut 53 Prozent der Befragten könnte die Demokratin im Falle ihres Wahlsieges keine gute Staatspräsidentin werden. 43 Prozent sind entgegengesetzter Meinung. In ähnlicher Weise verteilen sich die Antworten in Bezug auf den Repubikaner Trump: 58 und 35 Prozent". sputnik
Die Unterstützung der Wähler soll für Clinton bei 42 Prozent liegen und für Trump bei 40 Prozent.

Karikatur:© Kostas Koufogiorgos, www.koufogiorgos.de

Anscheinend haben die US-Amerikaner immer noch nicht begriffen, dass ihr politisches Führungspersonal heute so aussieht wie eben Hillary Clinton und Donald Trump aussehen. Mehr ist nicht und mehr war auch nie. Vielleicht traten sie früher besser auf und vermittelten so nur den Eindruck als seien sie besser als es damals aussah.

Die de-facto-Eroberung Libyens durch die USA und deren imperiale Partner läutet eine moderne Version des „Drängens nach Afrika“ am Ende des 19. Jahrhunderts ein, schrieb John Pilger 2011 in seinem Artikel "Der Sohn Afrikas fordert die Kronjuwelen des Kontinents". John Pilger ist ein mit vielen Auszeichnungen prämierter australischer Journalist und Dokumentarfilmer, der mehr als 50 Filme drehte und in seiner Karriere für viele bekannte englischsprachige Zeitungen schrieb; z. B. „The Independent“, „The Guardian“ und „The New York Times“.
"Der Hauptgrund für die Invasion der Vereinigten Staaten von Amerika in Afrika unterscheidet sich nicht von dem, der hinter dem Krieg gegen Vietnam stand. Es ist China. In der Welt selbsterfüllender institutionalisierter Paranoia, die das begründet, von dem General David Petraeus, der vormalige Oberbefehlshaber der Vereinigten Staaten von Amerika und jetzige Direktor der CIA unterstellt, es sei ein Zustand des fortwährenden Krieges, ersetzt China al-Qaeda als die offizielle „Bedrohung“ Amerikas. Als ich letztes Jahr Bryan Whitman, einen stellvertretenden Staatssekretär für Verteidigung im Pentagon interviewte, bat ich ihn, die derzeitige Gefahr für Amerika zu beschreiben. Sichtbar strampelnd wiederholte er: „asymmetrische Bedrohungen ... asymmetrische Bedrohungen.“ Diese rechtfertigen die geldwaschenden staatlich geförderten Waffenkonglomerate und das größte Militär- und Kriegsbudget der Geschichte. Nachdem Osama bin Laden in Luft aufgelöst wurde, übernimmt China die Rolle.

Afrika ist Chinas Erfolgsgeschichte. Wo die Amerikaner Drohnen und Destabilisierung bringen, bringen die Chinesen Straßen, Brücken und Dämme. Was sie wollen sind Rohstoffe, besonders fossile Treibstoffe. Mit den größten Erdölreserven Afrikas war Libyen unter Muammar Gaddafi einer der wichtigsten Erdöllieferanten für China. Als der Bürgerkrieg ausbrach und die NATO die „Rebellen“ mit einer erfundenen Geschichte über einen von Gaddafi geplanten „Völkermord“ in Benghazi unterstützte, evakuierte China seine 30.000 Arbeiter in Libyen. Die nachfolgende Resolution des UN-Sicherheitsrates, die die „humanitäre Intervention“ des Westens erlaubte, wurde lapidar erklärt in einem Vorschlag des Nationalen Übergangsrates der „Rebellen“ (NTC) an die französische Regierung, welcher im vergangenen Monat in der Zeitung Liberation enthüllt wurde, in dem Frankreich 35% von Libyens Erdölproduktion „im Austausch“ (so hieß es wörtlich) für „volle und ständige“ französische Unterstützung für den NTC angeboten wurde. Als er im vergangenen Monat die Fahne der Vereinigten Staaten von Amerika im „befreiten“ Tripoli hisste, platzte der Botschafter der Vereinigvten Staaten von Amerika heraus: „Wir wissen, dass Öl das Juwel in der Krone der natürlichen Ressourcen Libyens ist." Der Sohn Afrikas fordert die Kronjuwelen des Kontinents
Und falls sie noch immer keine weisen "Führungspersönlichkeiten" in den USA gefunden haben, können sie ja in Europa suchen. Cameron ist bald frei und Merkel hoffentlich auch. Wenn's richtig klemmt, versucht es mal mit Juncker. Oder warum nicht Peter Altmaier oder Norbert Röttgen?

Mehr steht nicht zur Auswahl bereit. Aber die stehen immer bereit. Ohne etwas dazu zu lernen.

FH

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Mittwoch, 29. Juni 2016

Wird Merkel geführt?

Mowitz
Die US-Geheimdienste brachten 1989 unter dem Namen "Operation Rosewood" (Operation Rosenholz), ganze Aktenberge Stasiunterlagen in die USA, darunter auch eine Personenkartei der Stasi sowie eine operative Kartei der Hauptverwaltung Aufklärung (HVA). Jahrelang weigerte sich das Imperium, sie zurückzugeben und haben es bis heute nur teilweise getan. Da könnten unsere "Freunde" jenseits des Atlantiks durchaus zu Erkenntnissen gelangt sein, die ihnen sogar Persönlichkeiten mit stärkerem Widerstandsgeist als Bundeskanzlerin Merkel durchaus gefügig machen würden, oder wie Gysi in Bundestagsdebatten Merkel gegenüber ihrem Verhalten zu den USA zu sagen pflegte, warum dieses "Duckmäusertum" gegenüber den USA?

Der früher für die Weltbank arbeitende Wirtschaftswissenschaftler und geopolitische Analyst Peter Koenig, warf 2014 in seinem Artikel, "Wird die EU zur US-Kolonie?...." die Frage auf:
"Warum setzt sich Frau Merkel Merkel so entschieden für die Interessen Washingtons und nicht für die ihres eigenen Landes oder der gesamten EU ein? – Das TTIP-Abkommen ist natürlich auch ein Affront gegen Russland und würde die Handelsbeziehungen Europas nicht nur zu Russland, sondern auch zu Asien erschweren.

Karikatur:© Kostas Koufogiorgos, www.koufogiorgos.de

Es erhebt sich die Frage, ob die NSA, als sie das Mobiltelefon der Frau Merkel abhörte, etwas erfahren hat, womit man die Dame erpressen kann? – Als Frau Merkel von der Abhöraktion erfuhr, schien sie äußerst wütend auf Obama zu sein. Viele Politiker – besonders in den EU-Staaten – hofften, sie werde auf Distanz zu Washington gehen und andere europäische Marionetten mitziehen. Dann knickte sie aber plötzlich wieder ein, und das sicher nicht, weil sie naiv ist. Was auch immer Obama gegen sie in der Hand hat – wenn sie deshalb die Zukunft von mehr als 600 Millionen Europäern aufs Spiel setzt, ist das ein Verbrechen."
Mir ist der Hinweis Peter Koenigs nicht aus dem Sinn gegangen. Koenig macht nicht den Eindruck, dass er ein wildgewordener Verschwörungstheoretiker ist, sondern sich ganz im Gegenteil als ein klar und logisch denkender Analyst einen Namen gemacht hat, dem ich Vertrauen schenke.

Gestern las ich auf den Nachdenkseiten den Artikel Die Indizien dafür, dass Angela Merkel eine geführte Führungsperson ist, häufen sich von Albrecht Müller, auch er eine für mich vertrauenswürdige Person, und ich möchte mich seiner Aufforderung anschließen "beobachten und weitersagen". Hier die neun Indizien die Albrecht Müller zusammengestellt hat, und die der Öffentlichkeit - also uns allen - helfen sollen, verschiedene Äußerungen und Schachzüge der deutschen Führungspersonen besser und sachgerechter einordnen zu können:

  • Das neueste Indiz: Angela Merkels Warnung vor Eile bei der Umsetzung der Abstimmung in Großbritannien. Sie hatte schon in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung vom vergangenen Sonntag überraschend und gegen die sonstige Tonlage dafür geworben, den Briten nach der Volksabstimmung über den Brexit Zeit zu lassen. Dass das in unserem Interesse geäußert sein könnte, ist nicht einzusehen. Es ist im Interesse der Angelsachsen, der Briten und ihres engsten Verbündeten, der USA geäußert worden. Für Merkels besonderes Engagement in dieser Angelegenheit spricht auch, dass ihre engsten Paladine, der Staatsminister im Kanzleramt Peter Altmaier und der außenpolitische Star der Union, Röttgen, nachsetzten.

Zu früheren Indizien:

  • Angela Merkel bleibt unberührt bei ihrer Unterstützung der Freihandelsabkommen.
  • Angela Merkel unterstützt die forcierte Aufrüstung ohne jegliches Zögern. Sie ließ Ursula von der Leyen an der langen Leine laufen, als diese immer wieder mehr militärisches Engagement forderte.
  • Angela Merkel hat ohne Not die Forderung der USA nach einer Erhöhung der Rüstungsausgaben über 2 % des BIP(Bundesinlandproduktes) und auf das von den USA geforderte Niveau von 3,4 % unterstützt.
  • Sie hat die Beteiligung deutscher Soldaten und deutschen militärischen Geräts an den Manövern an der russischen Grenze nicht infrage gestellt sondern unterstützt.
  • Sie hat nichts getan, um die harsche Kritik ihrer CDU- und CSU-Kollegen an der Warnung des Außenministers Steinmeier vor neuem Säbelrasseln zu beenden.
  • Sie hat die von den USA geforderten und eingeführten Sanktionen gegen Russland nie ernsthaft infrage gestellt und stattdessen unterstützt, und dies, obwohl sie der deutschen Wirtschaft mehr schaden als der Volkswirtschaft der USA oder Großbritanniens.
  • Das Abhören ihres Handys hatte Merkel ausgesprochen tief gehängt. So als würde sie das eigentlich nicht ernsthaft berühren. Vielleicht erleichtert dies ja auch die Kommunikation.
  • Ihr Umgang mit Russland ist nicht weniger aggressiv, als der Umgang der USA mit Russland. Sie ist so zum Beispiel anlässlich des 70. Jahrestages des Beginns des Zweiten Weltkrieges zwar in Moskau aufgetreten, aber mit einem Tag Verzögerung, und sie nannte anschließend noch in Moskau die Annexion der Krim verbrecherisch. Ungewöhnliche Töne im Umfeld des Gedenkens an Millionen Tote.

FH

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Montag, 27. Juni 2016

Dummschwätzerin seit 1989?

Im Besuchsverbot-Streit will von der Leyen selbst nach Incirlik reisen
Karikatur:© Kostas Koufogiorgos, www.koufogiorgos.de

Mowitz
Ursula von der Leyen, seit Übernahme des Kriegsministerpostens der BRD häufig bei Anne Wills Schwatzbudensendung zu Gast, wahrscheinlich um ihren Anspruch auf's Kanzleramt zu untermauern, wird sogar in russischen Medien aufmerksam beobachtet und wegen fehlender Kenntnisse der militärischen Großwetterlage in Russland vom russischen Militärsprecher Igor Konaschenkow, nicht ohne Ironie, auf den neuesten Stand gebracht.

Kriegsministerin von der Leyen, hatte sich zuvor dahingehend geäußert, dass es sinnvoll sei:
„wenn Russland und die Nato im Rahmen der OSZE ihre Truppenbewegungen und Truppenstärken weiter offenlegen. Von Seiten der Nato, die ein reines Verteidigungsbündnis ist, gilt das Angebot schon lange“.
Das wiederum veranlasste den russischen Militärsprecher Konaschenkow zu einer freundlichen Richtigstellung von Tatsachen:
„Die Äußerungen der Chefin des deutschen Verteidigungsamts sind für uns zumindest eine Überraschung. Vielleicht weiß sie einfach nicht, dass wir schon seit mehr als zwei Jahren initiativ, aus gutem Willen, über verschiedene Kanäle unsere europäischen Partner über alle plötzlichen Überprüfungen und großen Übungen informieren, was wir gemäß der Genfer Abkommen nicht tun müssen“, sagte Konaschenkow in diesem Zusammenhang. sputnik
Gegenmeinung stellt mit wenig Erstaunen fest, dass außerdem die eigenwillige Interpretation von der Leyens, die Nato sei ein reines Verteidigungsbündnis, nur zeigt, dass ihr die Entwicklung der Nato seit dem Fall der Mauer in Berlin 1989, völlig an der Nase vorbeigegangen sein muss.

Schuster bleib bei deinen Leisten.

FH


Sonntag, 26. Juni 2016

Viele fordern Austrittsantrag der Briten bis Dienstag - Das riecht stark nach Volkswillen ignorieren

Karikatur:© Kostas Koufogiorgos, www.koufogiorgos.de

Mowitz
Die Europäische Union ist nach dem Brexit-Referendum bis ins Mark erschüttert, macht aber wohl aus taktischen Gründen jetzt auf dicke Hose. Juncker, Schulz und andere EU-Koryphäen drängen auf schnelle Austrittsverhandlungen mit London, Merkel leierte gestern im Fernsehen, ganz Staatsfrau als die sie öffentlich versucht in Erscheinung zu treten, ihre Erklärung zum britischen Referendum runter: "Großbritannien wird ein enger Partner bleiben, London muss nur sagen, wie es sich die zukünftigen Beziehungen zur EU vorstellt", lautete ihre Botschaft, kurz zusammengefasst.

Zu wenig wird mir über den Umstand diskutiert, dass das Parlament in London das Votum der Bürger erst noch billigen muss bevor überhaupt die Briten damit beginnen können Austrittsverhandlungen einzuleiten. Außerdem läuft noch eine Online-Petition die schon Hunderttausende Unterzeichner hinter sich geschart hat und die darauf hinausläuft das Referendum zu wiederholen. Abstimmen bis das Ergebnis passt.

Dabei haben doch die schlauen Eliten in Großbritannien den Schlamassel angerichtet, mit Oberschlaumeier Cameron an der Spitze, den sie heute nicht mehr händeln können/wollen. Nicht die weniger schlauen "Populisten", die für jeden Scheiß ihren Kopf hinhalten müssen, der den anderen nicht gefällt.

Das sollten sich alle merken die sich vom Gewäsch der Eliten beeindruken lassen. Nicht weil es weise und tragfähig ist, sondern weil es von "Eliten" abgesondert wird.

Merke: auf dem Lokus schei***** alle gleich. Eliten, Pack und Pöbel.

Nur die Russen respektierten den Volkswillen eines Referendums.
Das Krimreferendum!
Weil dieses Referendum aber den "Eliten" des Westens gegen den Strich ging, lügen Obama, Merkel & Co. sich den Volksentscheid der Krim-Bevölkerung als "Annexion" in die eigene Tasche. Den Volkswillen nicht zu respektieren ist eine besondere Eigenschaft von Wahrheitsfälschern, die dauernd eine Wertegemeinschaft herbeibeten, die es so weder gibt noch je gegeben hat.

FH

Samstag, 25. Juni 2016

Die Angst des Establishments vor weiteren Volksabstimmungen

Mowitz
Es reicht nicht länger wenn das Establishment wohlfeile Phrasen von den wirklichen oder eingebildeten Vorzügen einer "Wertegemeinschaft" drischt, die es so ja gar nicht gibt - wenn man gleichzeitig die Kluft zwischen Arm und Reich immer tiefer treibt. Global und lokal. Kritik an dieser Politik wird im besten Fall verächtlich als Populismus (von lateinisch populus ‚Volk‘), abgefertigt.

Der Begriff Populismus ist im allgemeinen Sprachgebrauch nicht gerade positiv besetzt, sondern wird eher den "Einfältigen" als den "Eliten" zugeordnet - und unterstellt einfache Antworten auf komplizierte Fragen, die aber nicht zu Problemlösungen geeignet sind.

Allein die Wortwahl zeigt schon wie tief die Verachtung der Großkopferten gegenüber dem Staatsvolk sitzt. Dabei ist neben dem Staatsgebiet und der Staatsgewalt, das Staatsvolk im völkerrechtlichen Sinne eines der drei Elemente eines Staates.

"Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus", steht im Artikel 20 des GG. Das ist dann so eine Phrase die munter und feierlich gedroschen werden kann, ohne dass die Oberschicht irgendetwas vom Volk zu befürchten hat. Dafür sorgt spätestens der Einsatz von Polizei die auf das Kommando der Bourgeoisie hört und gedrillt ist, und sich weniger dem Schutz des Volkes, als dem Schutz des Jetsets in unserer Spaßgesellschaft verpflichtet fühlt. Ich würde sagen, unser Establishment ist de facto eine Schicht, die mit Phrasen das Staatsvolk so lange ruhig stellen soll, bis die Menschen merken, dass sie gröblichst verarscht werden und dagegen aufbegehren.

Karikatur:© Kostas Koufogiorgos, www.koufogiorgos.de

Leider bleibt es häufig nicht aus, dass sich eine neue "Elite" die Bildung einer neuen Führungsschicht auf ihre Fahnen schreibt, und versucht mit verstaubten, nationalistischen Phrasen die Welt von vorgestern wiederherzustellen und in neuem Glanz erstrahlen zu lassen. Das hat den Vorteil, dass Mitläufer schneller zu finden sind, die überhaupt keine Fragen stellen und einfach nur mitlaufen, falls sie nicht zu schlimmeren Dingen aufgefordert werden. Nationalismus und religiöser Eifer sind die beiden Drogen, die von den Eliten erfolgreich und ohne große Überredungskünste eingesetzt werden können, häufig nur um ihre eigenen Kassen aufzufüllen.

So wurde auch die Brexit-Kampagne auf der königlichen Insel am anderen Ufer des Ärmelkanals von hasserfüllten, fremdenfeindlichen und imperialistisch denkenden Spießbürgern betrieben, die ihrem schon seit hundert Jahren untergegangenen Imperium, welches auf dem Blut von Millionen ermordeter Ureinwohner in fernen Erdteilen aufgebaut war, nachtrauerten. Und diese "Trauer" wird nicht nur vom "einfältigen Pack" geteilt, sondern in noch sehr viel höherem Maße von einer immer noch rassistisch denkenden, selbsternannten "Elite", die schon vor Jahrhunderten mit einfachen Antworten, "und willst Du nicht mein Sklave sein, so schlag ich Dir den Schädel ein", auf geopolitische Beutezüge waren und "kompliziertere" Fragen in den Teilen der Welt von denen sie vorher noch nicht einmal wussten dass es sie gab, erst gar nicht stellten.

So lange die Teile der Welt die von den Weißen noch nicht "entdeckt" waren, gab es sie auch nicht. So hat diese Schreib- und Denkweise bis auf den heutigen Tag überlebt. Nicht nur bei den Briten, die gerne als "Demokraten" auftreten. Die Rechte einheimischer Bevölkerungen missachteten sie und glaubten noch dazu es wäre ihr unveräußerliches Recht sich so zu verhalten. In Wahrheit standen die einheimischen Bevölkerungen ihren imperialistischen Interessen im Wege, wenn sie sich nicht versklaven ließen und zur Gegenwehr ansetzten. Dann wurden sie im Namen der "Krone" niedergemetzelt bis die Eroberer knöcheltief im Blut ihrer Opfer wateten und inbrünstig ein Halleluja als Danke an die "Vorsehung" gen Himmel sandten.

In der FAZ wird EU-Establisher Juncker wie folgt zitiert:
"EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker schließt weitere Referenden zum Austritt aus der Europäischen Union nicht aus. Dies sei möglich, „da Populisten in der Regel keine Gelegenheit auslassen, um mit viel Lärm für ihre Anti-Europa-Politik zu werben“, sagte Juncker in einem Interview der „Bild“-Zeitung. Es dürfte sich allerdings jetzt rasch zeigen, dass es Großbritannien nach dem Votum für einen EU-Austritt bald schlechter gehen werde — „wirtschaftlich, sozial und außenpolitisch“. Beim EU-Gipfel kommende Woche müsse es eine offene und ehrliche Diskussion geben, wie man die Sorgen der Bürger aufnehmen und gegen Populisten vorgehen könne".
Seine Argumentation also: "Populisten" (die ja schon laut Definition der "Eliten" nicht in der Lage sind überhaupt brauchbare Lösungsvorschläge formulieren zu können) - und wirtschaftliche, soziale und außenpolitische Verschlechterungen für die Briten nach ihrem Austritt aus der EU.

Warum? Dazu kein Wort. Aber es ist nicht sonderlich abenteuerlich davon auszugehen, dass die geballte Macht anonymer Märkte, Börsen und der ebenso anonymen Globalisierung, die alle von realen Menschenhänden des Großkapitals und der Finanzindustrie gesteuert werden und die man nun von der Leine lassen wird um das Volk, das ja die nominelle Mehrheit bei dem Referendum ausmachte, zu bestrafen. Sozusagen als Erziehungsmaßnahme, damit es nicht noch einmal gegen fundamentale Interessen des Großkapitals Stellung bezieht.

Schließlich darf die Spielwiese für den großkopferten Heuschrecken-Geldadel keinen Schaden nehmen.

FH

Freitag, 24. Juni 2016

Cameron geht, Pfund stürzt ab, Dax bricht um zehn Prozent ein - Bleiben die EU-Sanktionen gegen Russland immer noch bestehen?

Mowitz
52 Prozent für den Austritt, 48 Prozent für den Verbleib Großbritanniens in der EU. Schon ist das Kurzzeitchaos an den Börsen ausgebrochen. Der Dax verlor innerhalb von Minuten 10 Prozent seines Wertes. Die deutsche Exportindustrie bangt um ihre Pfründe. Der Kapitalismus hört für den Augenblick auf der Menschheit die großen Versprechen zu machen, die er nie einlösen kann und auch nicht wird.

Schottland und Nordirland wollen in der EU bleiben; zurück bleibt ein arg gebeuteltes Großbritannien mit der Option ohne Schottland und Nordirland auf ein Kleinbritannien zu schrumpfen. Sogar Spanien will jetzt sein Gibraltar zurückhaben. Soviel "Freiheit" muss sein. UKIP-Chef Nigel Farage jubelt, macht aber bereits Abstriche an seinem Millionenversprechen. Sein Versprechen 350 Millionen Pfund zusätzlich ins Gesundheitswesen zu stecken, sobald Großbritannien aus der EU ausgetreten ist, war zwar ein Versprechen von Farages "Vote Leave"-Kampagne, jedoch nicht von ihm persönlich. Darauf muss man erst mal kommen.

Karikatur:© Kostas Koufogiorgos, www.koufogiorgos.de

Marine Le Pen, französische Rechtsextremistin, schwadroniert: „Sieg der Freiheit! Wie ich es seit Jahren fordere, brauchen wir jetzt dasselbe Referendum in Frankreich und in den Ländern der EU.“

Seit wann siegt die "Freiheit" wenn das System Kapitalismus, der eigentliche Feind von Freiheit und Demokratie, unangetastet bleibt?

Geert Wilders prophezeit: "Und die Niederlande werden die Nächsten sein!"

Das Wall Street-Kapital hört genussvoll, still und leise zu. Hat es doch mit Genugtuung nachgeholfen, die EU in eine Überlebenskrise zu stürzen von der sie sich vielleicht nicht mehr erholen wird. Dieses Ziel hat Washington seit Gründung der EU nie aus den Augen verloren.

Anstatt das Ende der EU mit "Freiheit" zu verwechseln, wie es neofaschistische Kräfte lauthals und rundum in Europa tun, so als hätten die Völker je die Macht in ihren respektiven Heimatländern besessen, sollte die Kraft die man gegen die EU verschwendet, besser für die Auflösung der Nato und ein neues Wirtschafts- und Gesellschaftssystem einsetzen, in dem die Macht wirklich vom Volk ausgeht und auch eine Regierung Merkel nicht das Volk der Griechen in Hunger, Armut und Elend treiben kann.

Der Sturz des Bestehenden nur um seiner selbst willen ist ein Irrweg. Man muss schon eine Vorstellung davon haben was danach kommen soll. Faschismus ist nicht die Lösung, sondern Teil des Problems. Die USA sind faschistisch, so wie Deutschland es auch wieder ist. Was leicht an ihren endlosen, systembedingten Kriegen gegen die Welt zu beobachten ist. Merkel hat sich schon früher keine Gelegenheit entgehen lassen, um ihre Kriegsbereitschaft zu demonstrieren. Kapitalismus = Faschismus!!

Parolen allein reichen nicht aus um nachhaltige Gegenentwürfe zu entwickeln. Die werden wie Altpapier wieder schnell vom Winde verweht sein.

FH

Donnerstag, 23. Juni 2016

Heuschrecken-Orakel Soros tut was er kann - Orakelt über den Untergang des Abendlandes

Schüsse auf den Brexit
Karikatur:© Kostas Koufogiorgos, www.koufogiorgos.de

„Verlässt Großbritannien die EU, gibt es einen globalen Exodus, und der Zerfall der EU ist vorprogrammiert“, so Soros.

Mowitz
Russland spiele der Untergang des Abendlandes in die Hand, (das Wall Street-Kapital ringt mit dem Tode), Russland wird wieder Weltmacht und Heuschrecken-Investor Soros kauft Gold und Goldaktien statt Heuschrecken-Fonds mit denen er Milliarden scheffelte.

Und im Übrigen könne nur „Frau Bundeskanzlerin“ Europa nun noch vor dem Untergang bewahren. (Nachdem das Wall Street-Kapital den Planeten an den atomaren Abgrund getrieben hat.) Donnerlittchen!

Dabei sehen die Wettkollegen von Soros im besten Imponiergehabe-Deutsch, die Chance für einen "Remain" (Verbleib) der Briten in der EU bei 85 Prozent. Wer richtig auf den Verbleib der Briten in der EU setzt, bekommt dafür nur noch 1,17 Pfund ausgezahlt.

Welche Kräfte auch immer hinter dem Mord an Jo Cox stecken.

FH

Mittwoch, 22. Juni 2016

Das US-Imperium provoziert den russischen Bären und schiebt dabei die NATO als "Kanonenfutter" vor

Von Timothy Alexander Guzman
Global Research, 06.06.16

BALTOPS 16 (s. hier) ist ein Militärmanöver, das vom 3. bis 18. Juni in der Ostsee stattfindet, an die auch Russland grenzt. Aus einem vom U.S. Naval Institute veröffentlichten Bericht mit dem Titel "Analysis: Larger NATO Baltic Sea Exercise Sends Important Message to Russia" (Analyse: Mit einem größeren NATO-Manöver in der Ostsee wird eine wichtige Botschaft an Russland gerichtet, die hier nachzulesen ist) geht hervor, wer an BALTOPS 16 teilnimmt:
In den nächsten drei Wochen wird das Manöver BALTOPS 16 stattfinden, an dem rund 6.000 Soldaten, 45 Kriegsschiffe und 60 Kampfflugzeuge aus 17 Staaten teilnehmen – darunter die NATO-Mitglieder USA, Deutschland, Großbritannien, die Niederlande, die baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen sowie Polen und Dänemark und die nicht der NATO angehörenden Partnerstaaten Schweden und Finnland.
Cartoon:  ‘Copyleft’ by Carlos Latuff, The Contortionist (Wortverdreher, Schlangenmensch)
Noch gefährlicher ist, dass die North Atlantic Treaty Organization / NATO, eine transatlantische Allianz der Streitkräfte und Geheimdienste, die von den USA (dominiert und) unter Beteiligung der EU – also von den Steuerzahlern der USA und der EU – finanziert wird, ihren Raketenabwehrschild mit einer neuen Basis in Rumänien ausgebaut hat und auch damit die Sicherheit Russlands bedroht. Der US-amerikanische TV-Sender CNN hat darüber Folgendes berichtet: "Die USA haben im Mai in Rumänien eine landgestützte Raketenabwehrbasis in Betrieb genommen (weitere Infos dazu s. hier). Dieses Abwehrsystem soll Europa vor Raketen schützen, die von Schurkenstaaten wie dem Iran abgefeuert werden und ist nach Angaben aus Washington nicht gegen von Moskau eingesetzte Raketen gerichtet." Warum sollte der Iran Europa mit Raketen angreifen? Als Putin 2014 gefragt wurde, ob er diese Behauptung der US-Regierung glaube, hat er nur gelacht.

Dass Washington seinen Raketenabwehrschild mit der nun betriebsbereiten Basis in Rumänien verstärkt hat (und in Polen eine weitere bauen wird, (s. hier), findet die russische Regierung nicht mehr zum Lachen. Putin hat die europäischen NATO-Staaten gewarnt (s. hier). Bei einem künftigen Konflikt zwischen der von den USA geführten NATO und Russland seien sie damit auch selbst ins "Fadenkreuz" (russischer Gegenschläge) geraten. Die Nachrichtenagentur Reuters hat gemeldet, wie Putin während seines Athen-Besuchs in einer Pressekonferenz mit dem griechischen Premierminister Alexis Tsipras darauf reagiert hat: "Die rumänische Bevölkerung sollte sich darüber im Klaren sein, dass wir zu unserer Sicherheit jetzt dazu gezwungen sind, bei möglichen Gegenmaßnahmen auch sie ins Fadenkreuz zu nehmen." Putin warnte auch die polnische Bevölkerung: "Das Gleiche gilt auch für die Polen." Der polnische Verteidigungsminister Antoni Macierewicz hat kürzlich angekündigt, die NATO werde in Polen, Litauen, Lettland und Estland insgesamt vier Bataillone stationieren (s. hier), um der russischen Bedrohung entgegenzutreten. Außerdem hat Polen 35.000 neue Rekruten für eine Art Bürgerwehr einberufen, die helfen soll, jedwede Militärintervention Russlands zurückzuschlagen.

Die europäischen Vasallen-Staaten Washingtons sind auf dem Weg zur sozialen, politischen und wirtschaftlichen Selbstzerstörung. Denn unter den EU-Sanktionen gegen Russland leiden auch die eigenen Bauern und Industriearbeiter, und vielen europäischen Firmen droht wegen der durch die Sanktionspolitik der USA und der NATO erlittenen finanziellen Einbußen sogar der Bankrott.

Der Ausbau des US-Raketenabwehrschildes in Rumänien, die Einberufung von Rekruten in Polen und das Militärmanöver BALTOPS 16 werden die Beziehungen zu Russland, die sich seit dem Ende des Kalten Krieges immer weiter abgekühlt haben, noch weiter verschlechtern. Russland sieht sich von der NATO umzingelt und in seiner Sicherheit bedroht. Der Westen treibt ein gefährliches Spiel, das sehr schnell zu einem desaströsen Krieg eskalieren könnte.

Sogar die RAND Corporation glaubt nicht an einen Sieg der NATO über die russischen Streitkräfte

Russland sei darauf vorbereitet, einen Angriff der NATO abzuwehren und den Krieg in längstens drei Tage zu gewinnen; das behauptet zumindest die RAND Corporation, ein US-Thinktank, der seinen Sitz im kalifornischen Santa Monica hat. Die RAND Corporation schmückt sich mit bekannten Politikern wie dem Kriegsverbrecher Henry Kissinger und neokonservativen Ministern der Regierung George W. Bushs – dem ehemaligen Verteidigungsminister Donald Rumsfeld, der von 1981 bis 1986 und von 1995 bis 1996 ihr Vorsitzender war, und mit der ehemaligen Außenministerin Condoleezza Rice, die ihr als Treuhänderin diente. Nach einem Report der RAND-Corporation wäre ein NATO-Krieg gegen Russland schon nach 36 bis 60 Stunden verloren; ich rechne sogar damit, dass die Russische Föderation einen Angriff der NATO schon nach 24 Stunden zurückgeschlagen hätte.
In einer Reihe von Kriegsszenarien, die vom Sommer 2014 bis zum Frühjahr 2015 durchgespielt wurden, kam die RAND Corporation zu folgendem ernüchternden Ergebnis: Bei einem plötzlichen russischen Überfall auf die baltischen Staaten könnte die NATO das Territorium ihrer exponiertesten Mitglieder nicht erfolgreich verteidigen. Nach Einschätzung der erfahrenen Teilnehmer mit und ohne Uniform hätten die russischen Streitkräfte in längstens 60 Stunden die Außenbezirke der estnischen Hauptstadt Tallinn und der lettischen Hauptstadt Riga erreicht.
Wenn die NATO so bescheuert wäre, einen Krieg mit Russland anzufangen, müssten alle europäischen Staaten (bis zum Atlantik) mit russischen Raketenangriffen und der Zerschlagung ihrer ohnehin schon sehr fragilen sozialen und wirtschaftlichen Ordnung rechnen. Bei einem Angriff auf Russland würde auch die NATO auseinanderbrechen. Nach Meinung des unabhängigen geopolitischen Analysten Pepe Escobar ist die Militärtechnik Russlands viel moderner und schlagkräftiger als die der USA und der NATO (s. hier).
Im Falle einer atomaren Auseinandersetzung würden die russischen Abwehrraketen des Typs S-400 und besonders die des Typs S-500 alle anfliegenden US-Interkontinentalraketen, Marschflugkörper und Tarnkappen-Bomber abfangen. Kampfdrohnen würden durch eine spezielle Drohnen-Abwehr unschädlich gemacht. Die S-500 kann praktisch alle Tarnkappen-Flugzeuge der Typen F-22, F-35 und B-2 außer Gefecht setzten.

Außerdem ist Russland den USA bei der Entwicklung von Raketen, die wie die S-300, S-400 und die S-500 schneller als der Schall fliegen, rund vier Generationen voraus. Und die nächste Generation – die S-600 – existiert bereits auf dem Zeichenbrett. In den USA dauert die Entwicklung einer neuen Generation von Waffensystemen mindestens 10 Jahre. Das wissen auch die pensionsberechtigten Pentagon-Planer.
Die NATO ist verantwortlich für die chaotischen Zustände im Irak, in Afghanistan, in Syrien, im Jemen, in Libyen, in der Ukraine und im ehemaligen Jugoslawien. In Jugoslawien begannen mit dem so genannten Kosovo-Konflikt die NATO-Kriege, die seither als "humanitäre Interventionen" beschönigt werden. Die NATO behauptete, die albanische Bevölkerung im Kosovo werde von Truppen der Bundesrepublik Jugoslawien verfolgt, die seit der Abspaltung anderer Teilstaaten im Jahr 1991 nur noch aus Serbien und Montenegro bestand. Die NATO versuchte ein Mandat des UN-Sicherheitsrates für ein militärisches Eingreifen im Kosovo zu bekommen, scheiterte aber an den Vetos Russlands und Chinas. Auf Betreiben Washingtons griff die NATO Serbien und Montenegro trotzdem an und versuchte ihr Eingreifen als "humanitäre Aktion" zu rechtfertigen. In diesem völkerrechtswidrigen Angriffskrieg starben 12.000 Zivilisten – vor allem Albaner, aber auch Serben, Roma und Angehörige anderer ethnischer Gruppen. Nach dem Krieg in Jugoslawien ernannte sich die NATO unter Führung Washingtons zur "Weltpolizei", die überall eingreifen konnte – nicht nur in Europa, sondern auch in Zentralasien, in Ost- und Nordafrika und im Mittleren Osten bis zum Indischen Ozean.

Damit hat sich die NATO zum willfährigen Handlanger des US-Imperialismus machen lassen; bei der von Washington angestrebten Herrschaft über Eurasien soll sie die Drecksarbeit für die USA machen und das "Kanonenfutter" stellen, auch wenn sie dabei in einem Krieg gegen Russland an vorderster Front Selbstmord begeht.

Die NATO-Interventionen im Mittleren Osten und in Nordafrika und die Flüchtlingskrise in Europa

Das Pentagon hetzt die NATO auf seine angeblichen Feinde und verursacht damit immer wieder geopolitische Katastrophen – wie 2011 mit der "humanitären Intervention" in Libyen. Die Kurzsichtigkeit der NATO-Interventionspolitik in Libyen und jetzt in Syrien ist die Hauptursache für den Flüchtlingsstrom aus beiden Ländern, der sich in die Europäische Union ergießt. Die Flüchtlingskrise führt zu Spannungen in der EU; viele Europäer lehnen die Flüchtlinge ab, vergessen dabei aber, dass sie die Folge der NATO-Interventionen in Afrika und im Mittleren Osten sind. Eine der absurdsten Erklärungen zur Flüchtlingskrise in der EU kam vom NATO-Oberkommandierenden Philip Breedlove; am 1. März hat die Financial Times dazu folgendes berichtet:
"Als Breedlove bei einem Hearing im Senat gefragt wurde, ob Russland den Flüchtlingsstrom lenke, um Unruhe in der EU zu stiften, antwortete er: "Die Russen wollen mit ihren Luftangriffen auf Zivilisten die Menschen in die Flucht treiben, um anderen Staaten Probleme aufzuhalsen." Er fügte hinzu: "Das nenne ich Flüchtlinge zu Waffen machen."
Die Behauptung General Breedloves, Russland nutze den Flüchtlingsstrom als Waffe, ist absurd. Schauen wir uns doch einmal genauer an, warum die Menschen aus dem Mittleren Osten und aus Nordafrika fliehen? Die meisten Flüchtlinge kommen aus Syrien, aber auch aus Afghanistan, aus dem Kosovo, aus Libyen, Albanien, Mali und Somalia – also aus Ländern, in denen "humanitäre Interventionen" der USA und der NATO stattgefunden haben. Sogar aus Eritrea und Nigeria machen sich Menschen auf den langen Weg in die Europäische Union. Nicht die russische, sondern die US-Regierung ist also verantwortlich für die Flüchtlingskrise in Europa. In diesem Zusammenhang sollten wir uns daran erinnern, was General Wesley Clark 2007 in einem Interview mit Amy Goodman von Democracy Now berichtet hat. Ein Bekannter aus dem Pentagon habe ihm gesagt: "Wir sollen in 5 Jahren sieben Staaten überfallen, erst den Irak, dann Syrien, den Libanon, Libyen, Somalia, den Sudan und anschließend den Iran." (Weitere Infos hier.)

Die USA und ihre Verbündeten, einschließlich Israels, der Türkei, Saudi-Arabiens und der anderen Marionetten-Monarchien am Golf, haben 2011 den "Bürgerkrieg" in Syrien inszeniert (s. hier), um mit Hilfe einer von ihnen finanzierten "Oppositionsgruppe" den syrischen Präsidenten Baschar al-Assad zu stürzen. Die "Proteste" wurden verdeckt von Geheimdienstlern aus den USA, aus NATO-Staaten und aus Israel organisiert, um Chaos zu stiften, das dann durch geschickte Propaganda der syrischen Regierung angelastet wurde. Washington und Israel wollen Syrien destabilisieren und in mehrere Teilstaaten aufspalten, die sich leichter kontrollieren lassen. Diesen Plan verfolgt Israel schon, seit es 1948 seine Unabhängigkeit erklärt hat. Am 24. September 2010 hat Wikileaks eine E-Mail veröffentlicht, die Alec Ross, ein bekannter Innovationsberater, an die aussichtsreiche Präsidentschaftsbewerberin Hillary Clinton gesandt hat, die damals noch US-Außenministerin war. Darin berichtete er stolz "über die erste erfolgreiche Propagandakampagne in Syrien, die er mit Hilfe der sozialen Medien in Gang gesetzt" hatte. Ross schrieb: "Jared und ich gingen nach Syrien, weil wir wussten, dass die syrische Gesellschaft immer jünger wird. Die Jugend Syriens wird sich in 17 Jahren verdoppelt haben und aufgeschlossen für digitale Botschaften (aus dem Internet) sein. Damit ist leicht Unruhe zu stiften, die wir für unsere Zwecke nutzen können." Damit ist erwiesen, dass die Pläne Washingtons für die Zukunft Syriens längst fertig waren, bevor 2011 die Proteste begannen. Professor Michel Chossudovsky, der Direktor und Gründer der Website Global Research hat einen Artikel mit der Überschrift "Five Years Ago: The US-NATO-Israel Sponsored Al Qaeda Insurgency in Syria. Who Was Behind The 2011 'Protest Movement'?" (Vor fünf Jahren: Der von den USA, der NATO und Israel gesponserte Al-Qaida-Aufstand in Syrien – Wer steckte hinter der 2011 entstandenen 'Protestbewegung', nachzulesen hier). Darin steht:
Vom ersten Tag an wurden die islamistischen "Freiheitskämpfer" von den Oberkommandos der NATO und der Türkei finanziert, trainiert und ausgerüstet; das hat der israelische Geheimdienst bestätigt [Debka, 14. August, 2011].

Das NATO-Hauptquartier in Brüssel und das türkische Oberkommando hatten schon vorher Pläne für ein militärisches Eingreifen in Syrien entworfen; die sahen vor, die Rebellen mit Waffen zur Bekämpfung von Panzern und Hubschraubern zu beliefern (s. hier), um den Sturz des Assad-Regimes zu beschleunigen. ... Die NATO-Strategen dachten an Panzer- und Luftabwehrraketen, Granatwerfer und schwere Maschinengewehre, mit denen die reguläre syrische Armee in den Protestzentren zurückgeschlagen werden soll. [DEBKAfile, Die NATO liefert den Rebellen Panzerabwehrwaffen, 14. August 2011]

Diese Initiative, die von Saudi-Arabien und Katar unterstützt wurde, sah auch die Rekrutierung tausender dschihadistischer "Freiheitskämpfer" vor; das erinnert an die Anwerbung der Mudschaheddin, die im Auftrag der CIA in einem Dschihad (Heiligen Krieg) die sowjetische Rote Armee in Afghanistan bekämpften.

In Brüssel und Ankara wurde nach Angaben unserer Quelle auch über die Anwerbung tausender islamischer Freiwilliger im Mittleren Osten und in der gesamten islamischen Welt nachgedacht, die an der Seite der syrischen Rebellen kämpfen sollen. Die türkische Armee soll diese Freiwilligen in Camps sammeln, militärisch ausbilden und in Syrien einschleusen. Dort sollen die angeworbenen Söldner in von den USA gesponserte Terrororganisationen wie Al Nusrah und ISIS integriert werden. Die am 17. und 18. März 2011 in Daraa inszenierte "Protestbewegung" wurde vom Mossad und anderen westlichen Geheimdiensten mit Hilfe islamistischer Terroristen in Gang gesetzt.
Auch die "humanitäre Intervention" der USA und der NATO in Libyen erfolgte im Rahmen der strategischen Planungen Washingtons. Mit dem Sturz des Präsidenten Muammar Gaddafi wurde der Zugriff auf die Bodenschätze Libyens möglich, und der Westen behielt die wirtschaftliche und politische Kontrolle über den afrikanischen Kontinent. Der Westen wollte auch verhindern, dass der von Gaddafi geplante Golddinar die westlichen Währungen aus Afrika verdrängt. Westliche Konzerne sollen die Bodenschätze Libyens ausbeuten und über seine Goldreserven verfügen. Flüchtlinge kommen auch aus dem Kosovo, das dem früheren Präsidenten Clinton ein Denkmal errichtet hat (s. hier), und aus Mali, Albanien und mehreren anderen Staaten, in denen "humanitäre Interventionen" der USA und der NATO stattgefunden haben. Und nun versuchen Washington und die Mainstream-Medien Russland für diesen Flüchtlingsstrom verantwortlich zu machen.

Die Tatsache, dass die Flüchtlinge vor allem aus Ländern kommen, in denen die USA und die NATO militärisch interveniert haben, ist der Beweis dafür, dass sie damit die Fluchtwelle verursacht haben. Wer glaubt da noch den Unsinn, den General Breedlove behauptet hat? Das Eingreifen der USA und der NATO im Mittleren Osten und in Nordafrika ist der wahre Grund für den Flüchtlingsstrom, der sich in die EU ergießt und ihr auch wirtschaftliche Probleme bereiten wird, weil die Steuerzahler für Unterkunft, Verpflegung und Ausbildung der Flüchtlinge aufkommen müssen.

Die "humanitären Interventionen" der USA und der NATO haben das Flüchtlingselend verursacht. Kriege gebären Tod und Zerstörung und lösen Massenwanderungen von Familien aus, die ihr Land verlassen, weil sie überleben und sich eine neue Existenz sichern wollen. Die USA und die NATO streuen damit auch den Samen für die Zerstörung Europas und der restlichen Welt. Wann wird die europäische Bevölkerung die unverantwortlichen Militärinterventionen der NATO stoppen, die nicht nur Staaten in aller Welt, sondern letztlich auch Europa zerstören? Warum dulden das die Politiker in Brüssel, die für diese Entwicklung verantwortlich sind? Aber würde das überhaupt irgendetwas ändern? Ich bezweifle es, weil die NATO nur ein Bündnis von Vasallenstaaten ist, das von den USA, also eigentlich von der Wall Street, den US-Konzernen und US-Interessengruppen kontrolliert wird.

Könnte ein Krieg der NATO gegen Russland ihr letzter sein?

Russland wird die NATO nicht angreifen, es wird aber keinesfalls einen NATO-Angriff auf sein Territorium dulden, selbst wenn es zu seinem Schutz seine Atomwaffen einsetzen muss. Ein Artikel, den Dmitry Orlov, der Redakteur und Gründer von www.cluborlov.blogspot.org, zusammen mit russischen Wissenschaftlern, Autoren und Bloggern, darunter Dr. Eugenia W. Gurewitsch (http://thesaker.ru), Naturwissenschaftler Dr. Victor Katsap, (NuFlare Technology America, Inc, s. http://www.nuflare.co.jp/english/), Andrei Kozhev, SergeLubomudrov und The Saker (A. Raevsky) verfasst hat, trägt den Titel: "Eine russische Warnung". Er beginnt mit einer Einführung über die Probleme, die ein Krieg der USA und der NATO gegen Russland und China hervorrufen würde. (Eine deutsche Übersetzung ist hier aufzurufen.)
Wir, die Unterzeichnenden, sind Russen, die in den USA leben und arbeiten. Wir haben mit zunehmender Sorge beobachtet, wie die gegenwärtige Politik der USA und der NATO uns auf einen extrem gefährlichen Kollisionskurs mit der Russischen Föderation und mit China gebracht hat.
Der Artikel macht deutlich, welche verheerenden Folgen ein derartiger Krieg hätte:
Die Führung der USA hat alles in ihrer Macht stehende getan, um die Situation an den Rand der Katastrophe zu führen. Zuerst hat ihre anti-russische Politik die russische Führung davon überzeugt, dass es nutzlos ist, dem Westen Konzessionen zu machen oder mit ihm zu verhandeln. Es wurde offensichtlich, dass der Westen immer jedes Individuum, jede Bewegung oder Regierung unterstützen wird, die anti-russisch ist; seien es Steuern hinterziehende russische Oligarchen, verurteilte ukrainische Kriegsverbrecher, von den Saudis unterstützte wahabitische Terroristen in Tschetschenien oder Punks, die in Moskau eine Kathedrale entweihen. Nun, da die NATO sich unter Bruch ihrer früheren Versprechen bis an die russische Grenze ausgedehnt hat, und US-Truppen ins Baltikum entsandt sind, in Artilleriereichweite von St. Petersburg, Russlands zweitgrößter Stadt, gibt es nichts, wohin die Russen zurückweichen könnten. Sie werden nicht angreifen, aber sie werden auch nicht nachgeben oder sich ergeben. Die russische Führung genießt die Unterstützung von über 80% der Bevölkerung, und die verbliebenen 20% sind der Überzeugung, sie sei den westlichen Übergriffen gegenüber zu zaghaft. Aber Russland wird Vergeltung üben, und eine Provokation oder ein simpler Fehler könnten eine Kette von Ereignissen auslösen, die mit Millionen toter Amerikaner und den USA als Trümmerhaufen endet.

Anders als viele Amerikaner, die Krieg als aufregendes, siegreiches Abenteuer im Ausland sehen, hassen und fürchten die Russen den Krieg. Aber sie sind ebenso bereit dazu, und sie haben sich schon seit einigen Jahren darauf vorbereitet. Ihre Vorbereitungen waren sehr effektiv. Anders als die USA, die ungezählte Milliarden für zweifelhafte,
überteuerte Waffenprogramme wie den F-35 Mehrzweckkampfflieger verschleudern, gehen die Russen mit den Rubeln ihres Verteidigungsetats sehr sparsam um und erhalten dafür im Vergleich zur aufgeblasenen US-amerikanischen Rüstungsindustrie etwa zehn Mal soviel ‘Knall für die Kohle’. Auch wenn es stimmt, dass die russische Wirtschaft unter den niedrigen Energiepreisen gelitten hat, ist sie weit davon entfernt, ins Chaos zu stürzen, und eine Rückkehr zu Wachstum wird bereits nächstes Jahr erwartet. Senator John McCain nannte Russland einmal "eine Tankstelle, die vorgibt, ein Land zu sein". Nun, er hat gelogen. Ja, Russland ist der weltgrößte Ölproduzent und der zweitgrößte Ölexporteur; aber es ist auch der weltgrößte Exporteur von Getreide und von Nukleartechnik. Russland ist ebenso fortgeschritten und hoch entwickelt wie die Vereinigten Staaten. Die russischen Streitkräfte, die konventionellen wie die nuklearen, sind jetzt zum Kampf bereit, und sie sind denen der USA und der NATO mehr als ebenbürtig, insbesondere, wenn ein Krieg irgendwo in der Nähe der russischen Grenze ausbrechen sollte. (Der zitierte Text wurde der oben verlinkten Übersetzung entnommen.)
Ich stimme dieser Einschätzung zu; das US-Militär würde nur einen weiteren Krieg verlieren, wie viele andere vorher. Die aufgegebene Entwicklung des Kampfjets F-35 ist ein Beleg dafür, dass die US-Waffentechnologie trotz vieler verschwendeter Milliarden Dollars der russischen unterlegen ist; vor allem aber stünden die USA in einem Krieg gegen Russland und China auf der "falschen Seite", weil dieser Krieg moralisch nicht zu rechtfertigen wäre.

Vorerst wird Washington, auf das "Faustrecht des Stärkeren" pochend, auch weiterhin kleinere, schwächere Staaten im Mittleren Osten und in Afrika von Terroristenhorden verwüsten lassen, die es bezahlt, ausgebildet und bewaffnet hat. Die US-Regierung wird die Destabilisierung von lateinamerikanischen Staaten fortsetzen und auch dort "Regimewechsel" herbeizuführen versuchen – was ihr kürzlich in Brasilien gelungen ist und mit Hilfe von US-gesteuertenm "Oppositionsgruppen" in Venezuela, Ecuador und Bolivien weiter versucht wird. Das US-Imperium wird fortfahren, die Ressourcen unseres Planeten zu rauben und auszuplündern, bis es wie andere Imperien, die in der Vergangenheit ähnliche Verbrechen gegen die Menschheit begangen haben, ebenfalls untergehen wird.

Wenn die NATO-Truppen an den Grenzen Russlands so dumm sind, Angriffsbefehle aus Washington zu befolgen, werden sie in weniger als drei Tagen aufgerieben sein. Aber Vasallen können in inneren und äußeren Angelegenheiten ja keine eigenen Entscheidungen treffen. Die NATO ist leider dazu bereit ihre europäischen Mitgliedsstaaten und deren Bevölkerung in einem Krieg gegen Russland zu opfern – nicht für Europa, sondern für das US-Imperium.

luftpost-kl.de hat den Artikel, bei dessen Lektüre antideutsche Kritiker wieder aufheulen werden, komplett übersetzt.

Nehr zum Thema:

Gegenmeinung: Nato-Ostgrenze: Obama fordert deutsche Abschrecker gegen Russland.....
Gegenmeinung: Steinmeiers Kritik an NATO-Kriegsmanöver ruft CDU-Wadenbeißer an die Propaganda-Front.....

Dienstag, 21. Juni 2016

Nato-Ostgrenze: Obama fordert deutsche Abschrecker gegen Russland

John Cleese wirbt für den EU-Austritt
Karikatur:© Kostas Koufogiorgos, www.koufogiorgos.de

Mowitz
Nicht nur das von allen und jedem dämonisierte Schreckgespenst US-amerikanischer Präsidentschaftskür, Donald Trump, will Deutschland zur Kasse bitten und für die Sicherheitsgarantien der USA und die zahlreich in deutschen Landen stationierten US-Besatzungstruppen viele Milliarden Dollar zahlen lassen.

Das fordern doch schon längst auch andere US-Gespenster; und zwar solche die sich bereits im Weißen Haus befinden und solche, die sich neben Trump bemühen, die nächsten vier Jahre im Weißen Haus Platz zu nehmen. Das Deutschland sich nicht erst seit heute den Forderungen Obamas ausgesetzt sieht, stärker bei der militärischen Abschreckung gegen Russland mitzuwirken ist schließlich kein Geheimnis. Auch der gestrige Zwergenaufstand im Schuhkarton der Unionswadenbeißer, Norbert Röttgen und Jens Spahn, zeigte doch nur die stark eingeschränkte Denkfähigkeit der "Möchtegern-Kanzlerinnennachfolger", die partout das Säbelrasseln nicht sein lassen wollen.

Womit glauben sie eigentlich sie könnten Russland erschrecken? Etwa mit den 29 Tornados die nach Schäubles "Schwarzer Nullsparpolitik" von den insgesamt 93 Tornados der Luftwaffe im Dezember 2015 als einsatzbereit übrig geblieben waren?

Manchmal drängt sich mir der Verdacht auf, Trump wurde ins Präsidenten-Rennen geschickt, um andere politische Nagelbeißer als Riesenpoliker neben ihm erscheinen zu lassen. Nagelbeißer, die dann das Wahlvolk mit einem hohen Dankbarkeitsfaktor lieber wählt. ("Gott sei Dank ist dieser Kerl Kelch an uns vorbeigegangen").

Das System ist auch auf deutsche und andere europäische Politiker anwendbar. Die Wall Street weiß genau wie Kandidaten erfolgreich zu küren sind und worauf sie besonders achten muss: für jeden Vollpfosten, der Ausgewogenheit halber, noch je einen Halbpfosten nominieren, damit 'Wahlfreiheit' gewährleistet ist.

FH

Mehr zum Thema:
Gegenmeinung: Das US-Imperium provoziert den russischen Bären und schiebt dabei die NATO als "Kanonenfutter" vor.....


PS: 22.06.2016, 09:47 Uhr
Als wenn Merkel hier mitlesen würde. Höhere Mittel für Verteidigungsausgaben – das fordert nun Bundeskanzlerin Angela Merkel. Für eine genaue Höhe hat sie bereits ein anderes Land als Vorbild gefunden.

Montag, 20. Juni 2016

Steinmeiers Kritik an NATO-Kriegsmanöver ruft CDU-Wadenbeißer an die Propaganda-Front

Mowitz
Da macht der deutsche Außenminister Steinmeier das einzig Richtige und kritisiert endlich laut und deutlich das Säbelrasseln und Kriegsgeschrei der Nato an Russlands Grenze, schon springen kleine Wadenbeißer der Union und der Grünen aus ihren atombombensicheren Löchern und pissen Steinmeier ans Bein.

Der von Merkel aus dem Amt des Umweltministers gefeuerte Norbert Röttgen, ehemaliger Wahlkämpfer 2012 in NRW, wo ihm die Wähler aber eine grandiose Abfuhr mit nur 26,3 Prozent der Stimmen erteilten, das mit Abstand schlechteste Ergebnis der Nachkriegsgeschichte für die CDU, meldete sich zu Wort, machte einen auf doof und stellte die rhetorische Frage in den Raum: "Er, (Steinmeier), warnt vor lautem Säbelrasseln und Kriegsgeheul. Wen meint der Außenminister mit diesem ungeheuerlichen Vorwurf?" Da ließ sich auch die grüne "Riesenpolitikerin" im Europaparlament, Rebecca Harms, nicht lange bitten, drängte mit Karacho ins Scheinwerferlicht der Öffentlichkeit, wo sie schon lange keiner vermisst hatte und richtete ihre geistige Notdurft mit der Bemerkung aus: Steinmeiers Äußerung sei ein "unverantwortliches Signal" angesichts der Weigerung Moskaus, Waffen aus der Ostukraine zurückzuziehen. Donnerwetter auch!

Dass die mit Hilfe der USA/EU widerrechtlich an die Macht geputschte neue "Regierung" der Ukraine im April 2014 eine Militäroperation gegen die selbsterklärten Volksrepubliken Lugansk und Donezk gestartet hatte wusste sie wohl nicht, auf jeden Fall wurde sie in den Pressemitteilungen nicht damit zitiert. Die Geschichtsschreibung die im Westen hartnäckig propagiert wird ist gefälscht - sollte aber der Europa-Abgeordneten Harms trotzdem bekannt sein. Der Sturz des legalen und demokratisch von den Ukrainern im ganzen Land gewählte Präsident Wiktor Janukowytsch geschah mit tatkräftiger Unterstützung und 5 Milliarden Dollar "Putschgeld" der USA - mit der EU im Schlepptau.

So begann ein weiterer völkerrechtswidriger Akt der westlichen W(ä)rtegemeinschaft und die ist somit auch für alles Weitere verantwortlich, was als Folgeverbrechen eines von ausländischen Kräften veranstalteten Staatsstreichs entsteht.

Cartoon: Carlos Latuff, Wikimedia, gemeinfrei
Die Entwicklung vom US-Windelträger über den patriotischen Soldat ins ehrenvolle Grab
"Laut Artikel 108 sieht die ukrainische Verfassung nur vier mögliche Gründe für eine Absetzung vor: ein Rücktritt des Präsidenten aus gesundheitlichen Gründen, im Zuge eines Amtsenthebungsverfahrens oder durch Tod des Amtsinhabers. Eine Amtsenthebung kommt unter Artikel 111 bei Hochverrat und anderen schweren Verbrechen in Frage. Ein solcher Prozess wurde im Fall Janukowytsch nicht durchlaufen. Der vom Parlament genannte Grund, dass er durch Verlassen des Landes seine Präsidentschaft verwirkt hätte, ist in der Verfassung nicht vorgesehen". Wiki
Der aktuelle Anlass der die USA/EU den Putsch inszenieren ließen, war die Weigerung Janukowytschs ein fertig verhandeltes Assoziierungsabkommen zwischen der EU und der Ukraine zu unterzeichnen. Das war nichts illegales sondern das legale Recht des ukrainischen Präsidenten. Am 27.11.2013 war in der Frankfurter Allgemeinen zu lesen, dass Präsident Janukowytsch die Ukraine noch nicht reif für das Assoziierungsabkommen mit der EU hielt:
"Präsident Viktor Janukowytsch hält die Ukraine für wirtschaftlich noch nicht reif für eine Partnerschaft mit der Europäischen Union. Daher lehne er eine Unterschrift unter ein geplantes Assoziierungsabkommen mit der Staatengemeinschaft ab, sagte er mehreren Fernsehsendern. Für die tausenden Demonstranten, die seit Tagen für eine West-Annäherung des Landes auf die Straße gehen, war dies die erste klare, wenn auch enttäuschende Aussage Janukowitschs.

Die ehemalige Sowjetrepublik könne einen solchen Vertrag erst unterschreiben, wenn sie selbst stark sei, sagte Janukowitsch am Dienstag weiter. „Wir werden alles tun, damit die Ukraine wirtschaftlich stärker wird, alles, damit wir Jahr für Jahr besser leben, damit unser Land wettbewerbsfähig wird“, sagte Janukowitsch. „Sobald wir ein Niveau erreichen, das uns bequem erscheint, wenn es unseren Interessen entspricht, wenn wir unter normalen Bedingungen verhandeln können, dann können wir über eine Unterzeichnung sprechen“, sagte Janukowytsch". FAZ
Mark Twain, (* 30. November 1835 - † 21. April 1910), US-amerikanischer Schriftsteller, wusste schon früh, was heute die meisten Menschen noch immer nicht wissen:
"Als nächstes wird der Staatsmann billige Lügen erfinden, die die Schuld der angegriffenen Nation zuschieben, und jeder Mensch wird glücklich sein über diese Täuschungen, die das Gewissen beruhigen. Er wird sie eingehend studieren und sich weigern, Argumente der anderen Seite zu prüfen. So wird er sich Schritt für Schritt selbst davon überzeugen, dass der Krieg gerecht ist und Gott dafür danken, dass er nach diesem Prozess grotesker Selbsttäuschung besser schlafen kann."
Mark Twain - 'Der geheimnisvolle Fremde'

FH

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Samstag, 18. Juni 2016

Merkel-Regierung im Chaos-Zustand - Thomas de Maizière auf Sparkurs - Steinmeier auf Friedenskurs

Mowitz
Dem 'Ordnungsstaat' Bundesrepublik Deutschland gehen die Ordnungshüter aus. Das ehNaMag ist tief verunsichert. Unruhe an allen Baustellen der Republik und Europas. Und die sind viele. Merkels Sachsensumpf-"Ritter von der traurigen Gestalt" Thomas de Maizière, hat eine Lösung gefunden und das zum wiederholten Mal. Er setzt sich, unter Beachtung aller Sparziele der Bundesregierung - "darf aber nichts kosten" - mit Hilfspolizisten für die Wiederherstellung von Recht und Ordnung im Micky-Maus-Land Bundesrepublik ein.

Die Sparakrobaten im Hause Schäuble und Merkel haben ja bis auf den heutigen Tag noch nicht begriffen, dass staatliches "Sparen" nichts mit auf die "hohe Kante legen" zu tun hat, sondern mit Verluderung und Nichterfüllung staatlicher Aufgaben; sei es verlotterte Infrastrukturen, fehlende Sicherheit der Bürger, Altersarmut statt menschenwürdige Renten im Alter, gute medizinische Versorgung der ganzen Bevölkerung und gute Bildungschancen für jeden. Nicht nur für Teile der Bevölkerung. Alles Beispiele wie die Verarmung sich real entwickelt wenn der schwarzen Null hinterhergehechelt wird. Mit schwarzen Nullen kann die deutsche Volkswirtschaft Milliarden bei der Bundesbank bunkern, aber die Lebensqualität der Bürger wird dabei ebenso rasant in den Keller gefahren, wie die nicht vorhandene Hohe Kante, ebenso rasant mit Fiat-Geld zugemüllt wird.

Innenminister de Maizière will jetzt mit Hilfspolizisten die steigende Einbruchskriminalität bekämpfen. Gründe hat er sich einfallen lassen: die sind billiger als normale Polizisten, da im Eilverfahren "ausgebildet", bevor sie auf die Menschheit losgelassen werden. Die Ausbildung der Billigpolizisten soll zwischen neun Wochen und vier Monaten liegen - der normale Polizist wird rund drei Jahre in die Geheimnisse erfolgreicher Polizeiarbeit eingeweiht. Außerdem sorgt die kurze Ausbildungszeit später wiederum für niedrigere Löhne, wohl ein gewünschter Nebeneffekt, den de Maizière anscheinend aus der erfolgreichen deutschen Exportpolitik abgekupfert hat, die ja auch zu großen Teilen letztlich mit Hartz IV-Löhnen und der daraus folgenden erhöhten Armut während der aktiven Lebensarbeitszeit - und im Rentenalter - finanziert wird. Aber auch durch eine Verminderung des noch aktiv tätigen Personals. So soll es heute 10.000 Polizeieamte weniger geben als im Jahr 2000.

Karikatur:© Kostas Koufogiorgos, www.koufogiorgos.de

Und von Merkels "Macht hoch die Tür, die Tor macht weit" als "wahre moralische Stimme" in der Welt" von Ban Ki-moon gelobhudelt und die sie schon fast zur Kandidatin für den nächsten UN-Generalsekretärsposten gemacht hätte, ist nichts mehr übrig geblieben - weil auch nie etwas ernstgemeintes je dran war. Das schließt nicht aus, dass andere Interessenten, die mit Europa wenig bis nichts am Hut haben, daran gelegen ist, Europas Höhenflug, mit Gründung der EU und seiner Vorgängerorganisationen (EWG, EG), jetzt zu beenden.

Und endlich, endlich, endlich kommt von dem sozialdemokratischen Appendix der Regierung Merkel laute und deutliche Kritik an der aggressiven Kriegspolitik der systemeigenen Terrororganisation NATO, gegen Russland. Es geschehen noch Wunder. Es gilt sie nur noch umzusetzen, Herr Steinmeier! Auch zum Preis einer neuen Regierung ohne CDU/CSU. Denn solch eine Konstellation, bestehend aus S?PD, Die Linke und Grünen, hat schon seit der letzten Wahl mit 320 Abgeordneten eine knappe, aber eigene Mehrheit gegenüber den 311 Unionsabgeordneten.
"Mehr Dialog und Kooperation mit Russland - das fordert Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) in der "Bild am Sonntag" (BamS). Die Nato-Manöver in Osteuropa hat er scharf kritisiert: "Was wir jetzt nicht tun sollten, ist durch lautes Säbelrasseln und Kriegsgeheul die Lage weiter anzuheizen", sagte er dem Blatt laut einer Vorabmeldung. spon"
Wir haben in der Tat schon eine Minute vor zwölf. Das geht auch aus der Ersatzkriegshandlung des IAAF hervor, Russland wegen Doping-Vorwürfen von den olympischen Spielen 2016 auszuschließen. So ganz nebenbei verstößt der Ausschluss gegen ein unumstößliches Rechtsstaatenprinzip. Nämlich keine Kollektivstrafen zu verhängen und Schuldige und Unschuldige nicht in einen Topf zu werfen um sie dann gleichermaßen zu bestrafen.

Oder ist etwa der us-amerikanische Radsportverband nach dem gigantischen "Dopingskandal Lance Armstrong" gesperrt worden? Oder sind in anderen Dopingfällen kollektive Bestrafungen umgesetzt worden? Doping geschieht in den meisten Ländern obwohl Doping gleichermaßen in allen Ländern verboten ist. Inklusive den USA die mit hoher Wahrscheinlichkeit hinter dem Ausschluss Russlands stecken und wo auch mit großem Erfolg gedopt wird. Armstrong selbst hat zwischen 1999 und 2005 die Tour de France, sieben Mal in Folge gewonnen. Diese Siege wurden ihm später wegen Doping wieder aberkannt. Und kein verantwortlicher US-Verband will vorher etwas davon gewusst haben? Trotzdem ist es richtig gewesen ihn nur aufgrund rechtskräftiger Beweise, die durch saubere Verhörsmethoden zustandegekommen sind, was bei den USA spätestens seit dem Abu-Ghuraib-Folterskandal gar nicht mehr garantiert werden kann, zu verurteilen und nicht mit unbewiesenen Kollektivverurteilungen nachgelegt wurde. Kollektivstrafen kennt unser Rechtssystem nicht.

Willy Wimmer beleuchtet in einem aufschlussreichen Interview zum BREXIT auf KenFM die Kriegsgefahren die in Europa lauern, falls es zu einem Austritt der Briten aus der EU kommen sollte und welche Kräfte eigentlich dahinterstecken.

Nun muss nicht alles eintreffen was befürchtet wird. Es wäre aber direkt dumm, ernsthafte und kluge Ausführungen eines erfahrenen Außen- und Verteidigungspolitiker, der Willi Wimmer, zwar nicht mehr in "Amt und Würden", immer noch ist, zu nonchalieren. Man kann in einem lebenslangen Lernprozess immer noch dazulernen. Sogar Bundesaußenminister Steinmeier von der S?PD scheint es zu versuchen.

FH

Empfehlenswert:
KenFM am Telefon: Willy Wimmer zum BREXIT
Die unipolare Welt ist noch längst nicht Geschichte

Freitag, 17. Juni 2016

Kommen die USA ihren Verpflichtungen aus dem Atomvertrag mit Iran nicht nach, droht Ajatollah USA mit „Verbrennen“ des Vertrags

Karikatur:© Kostas Koufogiorgos, www.koufogiorgos.de

Irans geistliches Oberhaupt Ajatollah Ali Khamenei hat gedroht, den mühsam ausgehandelten Atomvertrag mit den USA zu verbrennen. Der iranische Experte Emad Abshenass verweist in diesem Zusammenhang darauf, dass die USA ihre Verpflichtungen aus dem Atomdeal bislang nicht erfüllt haben.

Wenn die USA den vereinbarten Aktionsplan zum iranischen Atomprogramm verletzen sollten, würde der Iran das Papier „verbrennen“, erklärte Ali Khamenei am Dienstag im Beisein seiner Generäle laut der Agentur IRINN. Damit antwortete Irans geistlicher Anführer dem US-Präsidentschaftskandidaten Donald Trump, der eine Rücknahme des Atomabkommens mit dem Iran zu seiner außenpolitischen Priorität erklärt hatte.

Laut Khamenei drücken sich die USA vor der Erfüllung ihrer Verpflichtungen aus dem Atomdeal. „Wir haben bereits alles von uns Abhängige getan: die Urananreicherung auf 20 Prozent reduziert und den aktiven Bereich der Atomanlagen Fordo und Arak demontiert.“ Die Amerikaner hingegen ließen sich bei der Aufhebung ihrer Sanktionen gegen Banken und Öltransporte Zeit.......

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Mittwoch, 15. Juni 2016

Krieg der Rabauken oder Fußballkrieg der Medien in Frankreich?

Mowitz
Als mehr oder weniger alkoholisierte Fußball-Rabauken des FC Liverpools am 29. Mai 1985, kurz vor Spielanpfiff des Endspiels des Fußball-Europapokals der Landesmeister zwischen dem FC Liverpool und Juventus Turin im Brüsseler Heysel-Stadion den neutralen Sektor stürmten, brach als Folge der Massenschlägerei Panik aus, eine Wand stürzte ein, 39 Menschen wurden getötet und 454 verletzt. Ein Rabauken-Massaker, ohne die bösen Russen, wie es schlimmer nicht sein konnte.

31 Jahre später, zur Fußball-EM 2016 in Frankreich, haben die Rabauken immer noch nicht aufgehört "fröhliche Urständ" der Gewalt vor und in den Stadien zu feiern. Zur Stärkung des eigenen "Ichs" mit Alkoholdrogen, Kriegsgeschrei und Tritten auf niedergeschlagene Menschen und ihre Köpfe. Aus "Rabauken" sind heute weltweit "Hooligans" geworden. Anglizismen als Imponier-Deutsch gibt es schon länger als das Massaker im Heysel-Stadion alt ist. Könnte aber auch zur Erinnerung an eines der größten Fußballmassaker, mit britischem Hintergrund, dienen.

Auch die "Hooligans" in den Chefetagen der FIFA und UEFA haben die persönliche Bereicherung nicht erst gestern erfunden als die Russen angekommen waren, sondern schon lange bevor die Russen auch "Pöstchen" in der UEFA und FIFA erhielten.

Der Fußball funktioniert heute wie jeder andere Krieg auch. Er wird von "Geldsäcken" zur Steigerung ihrer Gewinne angezettelt, zu Medienereignissen umfunktioniert und aufgeheizt, wobei der "Feind", wie im wirklichen Leben, schon vorher ausgemacht ist. Mit "Hooligans" als Laiendarsteller für die Drecksarbeit, und Fußballsterne nebst Beratern auf der internationalen Transfer-Bühne, wo dickes Geld die Besitzer wechselt. Nebst Vereinen und Sponsoren aus der Fußball-Rüstungsindustrie, wie Adidas, Nike, Puma, Warsteiner, Bitburger, Franziskaner und wie sie alle heißen mögen.

Die UEFA ermittelt gegen den russischen Fußballverband
Karikatur:© Kostas Koufogiorgos, www.koufogiorgos.de

Die zwei höchsten Übergangssummen sollen an Gareth Bale mit 101 Millionen Euro und Christiano Ronaldo mit 94 Millionen Euro gezahlt worden sein. Die 18 nachfolgenden Jungmillionäre in der Transfer-Liga liegen zwischen 50 und 88,2 Millionen Euros pro Nase. (S. hier). Da muss das Interesse am Fußball, nicht nur auf dem Platz, sondern auch auf den Straßen, am Leben erhalten werden. Tote als Kollateralschäden sind, wie bei Drohnenkriegen, billigend in Kauf zu nehmen. Entscheidend sind Gewinne.

Das ehNaMag hat es ja schon immer gewusst wo der Feind zu finden ist. In Moskau natürlich. Sogar russische Hooligans hätten beste Verbindungen zur (russischen) Politik, hetzt das ehNaMag. Und nicht zu guter Letzt, so die Kriegstreiber aus Hamburg, soll ja der Sprecher des russischen Fanverbandes in den Neunzigerjahren ein führendes Mitglied der Neonaziszene gewesen sein.

Das muss ja glatt zu der Zeit gewesen sein als Boris Jelzin als Russlands Präsident amtierte. Als bei den Präsidentschaftswahlen 1996 Jelzins Wiederwahl gefährdet war und der kommunistische Kandidat in den Meinugsumfragen weit vorne lag, verbündete sich Jelzin mit den reichsten Oligarchen, die dann seine Kampagne mit sehr hohen Beträgen erfolgreich finanzierten.

Als Dank für die Wahlkampfunterstützung konnten sich dann einige Oligarchen die Filetstücke der russischen Wirtschaft in abgesprochenen Auktionen zu Spottpreisen sichern. Eine Privatisierungskampagne die jeder Privatisierungskampagne im Westen an Verkommenheit und Verschleuderung von Volksvermögen alle Ehre gemacht hätte.

In den Jahren 1996 bis zur großen Wirtschaftskrise 1998 erreichte der Einfluß der großen Oligarchen ihren Höhepunkt. Dieser Plünderungspolitik bereitete Putin, zuerst als Ministerpräsident 1999 bis 2000, später als Präsident 2000 bis 2008, dazwischen wieder als Ministerpräsident von 2008 bis 2012 ihr endgültiges Aus. Was auch den Hass westlicher Großbörsianer auf Putin erklärt, da auch ihre Plünderung Russlands mit Putin zu Ende ging. Seit Mai 2012 ist Putin erneut Präsident Russlands. Putin ist in der Propaganda westlicher Politik und monopolkapitalistischen Gehabes kein lupenreiner Demokrat. Aber in der Realität ein russischer Präsident, der für russische Interessen arbeitet. Nicht für die der Oligarchen. Und schon gar nicht für die der westlichen Oligarchie. Donnerlittchen, alles klar?

Russische Medien sehen die Krawalle während der EM in Frankreich etwas anders. Die kommen aber bei uns nicht vor. Also gehe ich dort hin und zitiere zum Vergleich aus dem Bericht des russischen, deutschsprachigen Nachrichtenbüros Sputnik. Um den ganzen Bericht zu lesen, muss man nur auf den zum Artikel weiterführenden Link hier klicken.
"Man muss gestehen, dass die russischen Hooligans sich nicht korrekt benommen haben und die Sanktionen verdient sind. Während aber die Russen in ganzen Bussen mitsamt Frauen und Fahrer abgeschoben werden und Medien sie als „Halsabschneider“ und „Neonazis“ titulieren, dürfen die britischen „Unschuldslämmer“ ungeschoren herumlaufen."
Im Übrigen hoffe ich, dass die Isländer die EM gewinnen. Es tut ihren Gegnern auf dem Fußballplatz immer weh gegen sie zu spielen. Inklusive erlittener Blessuren. Fragt mal die Portugiesen. Aber (fast) jeder der Isländer führt noch einen anständigen Ganztagsberuf, neben der Fußballspielerei aus. Sie haben noch nicht verlernt wie man mit fairem "Kampf" Geldsäcke auf dem Fußballplatz alt aussehen lässt.

Ein Weg, den man auch im Kampf gegen den Kapitalismus gehen sollte, ohne sich von den Milliarden der Anderen beeindrucken und ins Bockshorn jagen zu lassen.

FH

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Dienstag, 14. Juni 2016

China bleibt die Antwort nicht schuldig

Zu Merkels Entschuldigung muss man ihr folgendes zugutehalten: sie kam zur Kanzlerschaft wie die Jungfrau zum Kind.

Merkel bändigt China
Karikatur:© Kostas Koufogiorgos, www.koufogiorgos.de
"Friedenspolitik NATO"

Mowitz
Anakonda-16 ist das größte diesjährige Kriegsmanöver der NATO seit Ende des (ersten) Kalten Krieges überhaupt. Sein Ziel ist Russland einzuschüchtern. Der Haken dabei: die Russen lassen sich nicht einschüchtern. So wenig wie die Chinesen, denen Frau Merkel im Augenblick in Peking das Fürchten beibringen will.

Und Merkel weiß wovon sie spricht, wenn sie die Chinesen ermahnt: "Rechtsstaatlichkeit bedeutet die Herrschaft des Rechts und nicht das Recht des Stärkeren." Sie hat schließlich nicht die transatlantische Schule der "Rechtsstaatlichkeit" bei völkerrechtswidrigen Massakerangriffen wie im Irak, Afghanistan, Libyen, Syrien etc. genossen, ohne dass etwas hängen geblieben wäre. Und was anderes als das "Recht des Stärkeren" soll der USEU-Putsch in der Ukraine gewesen sein, an den Merkel zum Verrecken nicht erinnert werden möchte, wenn ihr nicht die Deutungshohheit überlassen wird? Dann könnte sie nämlich nicht länger von einer Annektion der Krim labern, sondern müsste den korrekten Begriff, Sezession, (Verselbstständigung von Staatsteilen) anwenden.

Merkel floskelt in China was das Zeug hält - eine ihrer gefürchteten Lieblingsbeschäftigungen - China sei sehr zögerlich seinen Markt weiter zu öffnen und sie jammert weiter, dass China den Weltmarkt mit preisgünstigem Stahl flutet. Etwa so wie Deutschland seinen Billigexport durch heimische Niedriglohnpolitik über den Weltmarkt ergießt?

Mit einer strategischen Partnerschaft will Merkel China in ihre Arme locken und hofft, nicht daran erinnert zu werden, dass die Partnerschaft Deutschlands und des Westens mit Russland, vor dem USEU-Maidan-Putsch, auch schon strategisch war. Glaubt Merkel wirklich die Chinesen ließen sich mit Worthülsen ködern?

Ungefähr gleichzeitig als Merkel versuchte in China Schönwetter zu reden, warnt ihr Finanzminister Schäuble vor einer Abschottung Europas, da diese Europa in Inzucht degenerieren lassen würde. Schäuble sagt viel Richtiges wenn der Tag lang ist. Bleibt aber die Antwort schuldig wozu dann die vielen verbrecherischen Kriege gegen die Dritte Welt? Doch wohl nicht um Europa vor der Inzucht zu retten? Wenn Bodenschätze und neue Märkte - die Ziele aller imperialistischen Kriege - locken.

Gefallen hat mir allerdings folgende Erkenntnis Schäubles schon; falls er sie wirklich so meinte wie es geschrieben wurde:
"Eigentlich brauchten die reichen Länder gar nicht mehr so viel Wachstum. „Lasst uns doch lieber die aufstrebenden Ökonomien des Südens stärker fördern“, sagte Schäuble. Wenn er das sage, werde er von seinen Amtskollegen der sieben wichtigsten Industrienationen (G-7) gelegentlich ein wenig belächelt."
Dazu muss aber zuallererst der Kapitalismus grundlegend geändert, wenn nicht gar gegen ein neues System ausgetauscht werden.

China forderte bereits die G7 während ihres Treffens in Japan auf, sich aus seinen Inselstreitigkeiten im Südchinesischen Meer herauszuhalten: „Um nicht überflüssig zu werden und sogar den Frieden und die Stabilität in der Welt negativ zu beeinflussen, sollte sich die G7 um ihre eigenen Angelegenheiten kümmern, anstatt mit dem Finger auf andere zu zeigen und Konflikte anzufachen“, war in der Presse zu lesen.

Und was sagten die Chinesen sonst noch zu Merkel? "China hat seine Pflichten erfüllt, jetzt sind andere an der Reihe", sagte beispielsweise ganz lapidar Ministerpräsident Li auf der Pressekonferenz am Montag mit Merkel.

Es gibt allerdings noch ein Projekt das gut für den Planeten, aber weniger gut für die Wall Street wäre: China will die alte Seidenstraße als neue Handelsroute wiedereröffnen und damit Deutschland, Russland und China verbinden. Um das umzusetzen bedarf es Visionäre - nicht Labertaschen.

Die Welt will nicht länger vom Imperium geführt werden.

FH