Samstag, 26. November 2016

Fidel Castro (90) friedlich gestorben - Überlebte Hunderte CIA-Attentate

Der Preis ist hoch den das kubanische Volk mit seinem Freiheitskampf gegen die Vormundschaft des US-amerikanischen Imperialismus zahlt. Das kriminelle Wirtschaftsembargo, welches die USA gegen Kuba seit 1960 verhängte, hat in der kubanischen Volkswirtschaft einen immensen Schaden angerichtet. Erst die Aufhebung der kriminellen US-Blockade wird Kubas Wirtschaft die Möglichkeit geben sich frei und seinen Voraussetzungen nach zu entwickeln.


Gespräche mit Fidel Castro: Die Gefahr eines Atomkrieges
by Professor Michel Chossudovsky and Fidel Castro Ruz
Global Research, November 16, 2010

Einleitende Anmerkung

Vom 12. bis zum 15. Oktober 2010 führte ich in Havanna umfangreiche und ausführliche Gespräche mit Fidel Castro bezüglich der Gefahr eines Atomkriegs, der weltweiten Wirtschaftskrise und des Charakters der Neuen Weltordnung. Diese Gespräche führten zu einem ergiebigen Interview über verschiedene Themen.

Im Mittelpunkt des ersten Teils dieses durch Global Research und CubaDebate veröffentlichten Interviews stand die Gefahr eines Atomkriegs.

Die Welt steht an einem gefährlichen Scheideweg. Wir haben einen entscheidenden kritischen Punkt in unserer Geschichte erreicht.

Das Interview mit Fidel Castro bietet eine Interpretation der Natur des modernen Krieges: Wenn eine militärische Operation gegen die Islamische Republik Iran begonnen würde, könnten die Vereinigten Staaten und ihre Verbündeten einen konventionellen Krieg nicht gewinnen und es wäre möglich, dass jener Krieg zu einem Atomkriegs ausarten würde.

Die Details der jetzigen Kriegsvorbereitungen bezüglich des Irans sind der Öffentlichkeit gegenüber verheimlicht worden.

„Wie kann man den teuflischen und absurden Vorschlag der Regierung der Vereinigten Staaten, dass die Verwendung der Atomwaffen gegen den Iran `die Welt in einen sichereren Ort verwandeln würde´, bekämpfen?“

Einer der von Fidel Castro während des Interviews formulierten Grundbegriffe ist die „Ideenschlacht“. Der kubanische Revolutionsführer ist der Meinung, dass nur eine großartige `Ideenschlacht´ den Verlauf der Weltgeschichte ändern könnte. Das Ziel besteht darin, das Undenkbare zu vermeiden, und zwar einen Atomkrieg, der das Leben auf dem Planeten zu zerstören droht.

Die korporativen Medien sind mit bestimmten Handlungen an der Tarnung beteiligt. Die verheerenden Folgen eines Atomkriegs werden heruntergespielt oder nicht erwähnt. Unter diesen Umständen muss die Botschaft von Fidel gehört werden; alle Völker des Planeten, überall im Inland und im Ausland, müssen die Ernsthaftigkeit der jetzigen Situation begreifen und energisch auf allen Ebenen der Gesellschaft agieren, um den Verlauf der Geschehnisse umzukehren.

Die „Ideenschlacht“ ist Teil eines revolutionären Prozesses. Angesichts dieses Meeres der Desinformation ist Fidel Castro entschieden, das Wort weit und breit zu verbreiten, die weltweite Öffentlichkeit zu informieren, „das Unmögliche möglich zu machen“, um ein militärisches Abenteuer zu vermeiden, welches im wahren Sinne des Wortes die Zukunft der Menschheit bedroht.

Wenn ein Krieg unter der Schirmherrschaft der Vereinigten Staaten mit der Zustimmung und der Bewilligung der weltweiten Institutionen und der höchsten Autorität, den Vereinten Nationen miteinbezogen, zu einem „Friedensinstrument“ wird, dann gibt es keine Rückkehr mehr: die menschliche Gesellschaft hat sich unverrückbar zu ihrer Selbstzerstörung in den Abgrund gestürzt.

Die von Fidel geförderte „Ideenschlacht“ muss zu einer weltweiten Bewegung werden. Die Völker müssen sich gegen diese teuflische militärische Agenda einsetzen.

Dieser Krieg kann verhindert werden, wenn die Völker ihre Regierungen und ihre gewählten Vertreter unter Druck setzen, wenn die Menschen sich auf örtlicher Ebene in Dörfern und Städten organisieren, wenn sie das Wort verbreiten, ihre Mitbürger über die Folgen eines thermonuklearen Krieges informieren und wenn sie Debatten und einen Gedankenaustausch mit den Streitkräften beginnen.

Eine Massenbewegung der Völker, die die Legitimität des Krieges energisch bezweifelnd herausfordert, ist erforderlich; eine Massenbewegung der Völker, die den Krieg unter Strafe stellt.

In seiner Rede vom 15. Oktober hat Fidel Castro die Welt vor der Gefahr eines Atomkriegs gewarnt: „Es würde zivile Nebenschäden geben, so behaupten die führenden US-amerikanischen Politiker und Militärs immer, um den Tod unschuldiger Menschen zu rechtfertigen. In einem Atomkrieg wäre der „zivile Nebenschaden“ das Leben der gesamten Menschheit. Seien wir so mutig zu verkünden, dass alle konventionellen oder atomaren Waffen, alles, was dazu dient, den Krieg zu führen, verschwinden müssen!“

Die „Ideenschlacht“ besteht darin, den Kriegsverbrechern, die hohe Posten innehaben, eine Schlacht zu liefern, um den von den Vereinigten Staaten zugunsten eines weltweiten Krieges angeführten Konsens zu brechen, um die Denkweise von hunderten von Millionen Menschen zu verändern, um die Atomwaffen abzuschaffen. Im Wesentlichen besteht der „Ideenkampf“ darin, die Wahrheit wiederherzustellen und das Fundament einer friedlichen Welt zu etablieren.

Michel Chossudovsky, Global Research, Montreal

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Samstag, 19. November 2016

Rechtslastigkeit - nicht Werte! Blindflug der westlichen W(ä)rtegemeinschaft mit Trump & Merkel als Führungsduo?

Mowitz
Barack Obama war auf Abschiedstournee in Europa, wozu jetzt schon eine kurze Stippvisite in Berlin ausreichte, um die Vormachtsstellung Deutschlands in der Europäischen Union zu unterstreichen und Britanniens Theresa May, Frankreichs Präsident François Hollande sowie die Regierungschefs von Italien Matteo Renzi, und Spanien Mariano Rajoy als Zaungäste der Merkel-Runde den Glanz verleihen durften, die Strahlemann Obama allein nicht länger aufbringen kann.

Unterdessen tagten Trumps Milliardärskollegen George Soros & Co. hinter verschlossenen Türen, in abgedunkelten Hinterzimmern und sägten am Stuhl des gewählten Präsidenten in spe, Donald Trump, bevor der noch darauf Platz nehmen kann. Es soll bei dem Treffen um die Planung eines "Kriegs gegen Donald Trump vom ersten Tag an" gegangen sein. Um einen "100-Tage Plan" Trumps effizient zu "vereiteln".

Donnerwetter! Sind die letzten Tage Trumps bereits angebrochen, bevor sie anfangen konnten im präsidialen Glanz zu erstrahlen? Dabei ist es nicht einmal Trump persönlich der den Krieg gegen die US-Arbeiterklasse führt, sondern er ist nur Teil der Klasse, von der Warren E. Buffet ein anderer US-amerikanischer Finanz-Milliardär, geschätztes Privatvermögen 44 Milliarden US-Dollar, der Hillary Clinton unterstützte und den modernen Klassenkampf sehr treffend schon vor Jahren so beschrieb: "Es herrscht Klassenkrieg, richtig, aber es ist meine Klasse, die Klasse der Reichen, die Krieg führt - und wir werden gewinnen."

Was in den USA geschieht, ist in erster Linie der Kampf Reich gegen Arm, der nicht erst seit gestern auf nationaler Ebene gegen die eigenen Bürger im Lande geführt wird, so wie in allen anderen kapitalistischen Staaten auch.

Karikatur:© Kostas Koufogiorgos, www.koufogiorgos.de

Kriegspfaffe Joachim Gauck befindet sich z. Z. in Japan, neben Hitlerdeutschland der andere große Verlierer des Zweiten Weltkrieges und führt dort sein Kriegsgeschrei weiter, welches er schon mit Erfolg in Deutschland tat. So als er die Deutschen vor drei Jahren bereits aufrief "mehr Verantwortung" zu übernehmen, gemeint war wohl wieder an kaiserlich/großdeutsche Kriegstugenden anzuknüpfen und sich mit einem noch zu erkämpfenden Platz an der Sonne, wieder selbst ins Aus und Abseits der Völkergemeinschaft zu katapultieren.
"Bundespräsident Joachim Gauck wirbt in Japan für eine weitere Militarisierung der japanischen Außenpolitik. Tokio stehe wie Berlin "in der Verpflichtung, mehr Verantwortung" in der Weltpolitik zu übernehmen, erklärte Gauck mehrmals während seines heute zu Ende gehenden Aufenthalts in dem ostasiatischen Land; dabei gebe es "Extremfälle", in denen "Diplomatie nicht mehr ausreicht". Gaucks Äußerungen, die seinem Beitrag zu der vor rund drei Jahren gestarteten Kampagne für eine aggressivere deutsche Weltpolitik gleichen, erfolgen zu einer Zeit, zu der die japanische Regierung das Kriegsverbot der Verfassung immer mehr aushöhlt und im Südsudan den ersten Kampfeinsatz japanischer Soldaten nach dem Zweiten Weltkrieg in Aussicht nimmt. Gegen die Militarisierung der japanischen Außenpolitik, die mit einer immer engeren Kooperation der japanischen Streitkräfte mit der Bundeswehr einhergeht, regt sich breiter Widerstand. Auf dessen Schwächung zielten die Auftritte des deutschen Staatsoberhaupts in Japan. Strategischer Hintergrund der deutschen PR-Intervention ist das Streben nach einer Stärkung der westlichen Positionen in Ostasien - gegen China". German-Foreign-Policy
Und Merkel, noch immer ganz aus dem Häuschen von Obamas plumpen Schmeicheleinheiten mit denen er ihr Avancen machte und ihr auftrug die Interessen des Wall Street-Kapitals gegen Russland und China zu "verteidigen", konnte als erste "Erfolgsmeldung" der Vasallenrunde in Berlin mitteilen, dass die Russland-Sanktionen des NATO/EU-Kriegsbündnisses bestehen bleiben sollen.

Merkel hat viel Rückendeckung aus Washington für eine vierte Amtszeit als deutsche US-Bundeskanzlerin bekommen. Wahrscheinlich ist das der Hauptgrund warum Obama seine Europa-Abschiedstournee auf Deutschland beschränkte. Dem treuesten US-Vasallen im transatlantischen Kriegsbündnis.

FH

Donnerstag, 3. November 2016

In eigener Sache

Mowitz
Nach acht Jahren ist vieles gesagt. Nun ist die Zeit belangloser Wiederholungen angebrochen. Zeit für mich Servus zu sagen. Noch bin ich so frei den Zeitpunkt selbst zu bestimmen.

Dank an alle willigen und unwilligen Leser sowie ideellen Unterstützer meines Blogs. Ich wollte es nie allen recht machen. Ganz im Gegenteil. Provozieren schon. Um mein und das Nachdenken meiner Leser anzustoßen. Es vom eitlen Geschwätz professioneller Plattitüden abzusondern, war meine Triebfeder. Manchmal glückte es, manchmal nicht. Wie im wirklichen Leben.

Raubzug im Nahen und Mittleren Osten
Karikatur:© Kostas Koufogiorgos, www.koufogiorgos.de

Dienstag, 1. November 2016

Der Einfluss der USA und der NATO auf das Verhältnis der EU mit China

Als Teilnehmer an einem internationalen Forum fasst der italienische Geograph Manlio Dinucci seine Analyse über die Waffen zusammen, die die Vereinigten Staaten aufgebaut haben, um die ganze Welt zu beherrschen. Dieser Artikel ist wichtig, weil es genau diese eindeutige gewollte Vorherrschaft, diese unipolare Organisation der Welt ist, die Syrien, Russland und China heute mit Waffen in der Hand in Frage stellt.

von Manlio Dinucci
Voltaire Netzwerk
Ich gehe direkt zum Kern der Sache. Ich denke, dass man nicht von den Beziehungen zwischen der EU und China sprechen kann, ohne den direkten und über die NATO ausgeübten Einfluss der Vereinigten Staaten auf die Europäische Union miteinzubeziehen.

Heute gehören 22 der 28 Länder der EU (21 von 27 nach dem Ausstieg des Vereinigten Königreichs aus der EU), mit mehr als 90 % der Bevölkerung der Union, der NATO an, die durch die EU als "Fundament der kollektiven Verteidigung" anerkannt wird. Und die NATO steht unter US-Kommando: Der alliierte Oberbefehlshaber in Europa wird immer durch den Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika ernannt und alle anderen wichtigen Befehle sind auch in den Händen der USA. Die Außen- und Militärpolitik der Europäischen Union ist also grundsätzlich der US-Strategie untergeordnet, auf die die europäischen Großmächte konvergieren.

Diese in offiziellen Dokumenten klargelegte Strategie, wird im historischen Moment geschrieben, als sich die Weltlage nach dem Zerfall der UdSSR ändert. Im Jahr 1991 erklärt das Weiße Haus in National Security Strategy of the United States: "Die Vereinigten Staaten bleiben der einzige wirkliche globale Staat mit einer Kraft, einem Umfang und einem Einfluss in allen Dimensionen – auf politischer, wirtschaftlicher und militärischer Ebene -." Es gibt keinen Ersatz für die amerikanische Führung." Im Jahr 1992 unterstreicht das Pentagon in der Defense Planning Guidance: "Unser erstes Ziel soll verhindern, dass irgendeine Macht eine Region dominiert, deren Ressourcen ausreichen könnten, um eine Weltmacht zu werden." Diese Regionen sind Westeuropa, Ostasien, das Gebiet der ehemaligen Sowjetunion und das südwestliche Asien." Im Jahr 2001, in dem Quadrennial Defense Review-Bericht, der eine Woche vor dem USA/NATO Krieg in Afghanistan - von erster geostrategischer Bedeutung in Bezug auf Russland und China - veröffentlicht wurde, kündigt das Pentagon an: "Es besteht die Möglichkeit, dass in der Region eine militärische Konkurrenz mit gewaltigen Ressourcen entsteht. Unsere Streitkräfte müssen die Fähigkeit behalten, jedem möglichen Gegner, auch Staaten und nichtstaatlichen Einheiten, den Willen der Vereinigten Staaten aufzuzwingen, das Regime eines gegnerischen Staates zu ändern oder fremdes Territorium zu besetzen, bis die amerikanischen strategischen Ziele erfüllt sind."

Auf Grundlage dieser Strategie hat die NATO unter US-Kommando ihre Offensive an der Ostfront gestartet: nachdem sie durch den Krieg die Föderation Jugoslawien zerstört hatte, bemächtigte sie sich von 1999 bis heute aller Staaten des Warschauer Paktes, dreier des ehemaligen Jugoslawiens, dreier der Ex-UdSSR, und wird in Kürze andere umfassen (von Georgien bis zur Ukraine, wobei letztere de facto bereits in der NATO ist), indem sie Stützpunkte und Streitkräfte, selbst atomare, immer näher zu Russland in Stellung bringt. Zur gleichen Zeit, an der Süd Front, eng verbunden mit der östlichen Front, hat die NATO unter US-Befehl den libyschen Staat durch Krieg zerstört und versucht, das gleiche mit Syrien zu tun.

Die USA und die NATO haben die ukrainische Krise entfesselt und, unter der Beschuldigung von Russland "die europäische Sicherheit zu destabilisieren", haben sie Europa in einen neuen Kalten Krieg verwickelt, einen vor allem von Washington gewünschten (auf Kosten der europäischen Volkswirtschaften, denen die Sanktionen und Gegen-Sanktionen geschädigt haben), um die wirtschaftlichen und politischen Beziehungen zwischen der EU und Russland zu zerschlagen, die für die amerikanischen Interessen schädlich sind. Es ist die gleiche Strategie, die bei der wachsenden Verlegung von US-militärischen Kräften in die Asien-Pazifik Region, in einer anti-chinesischen Funktion, auftritt. Die US-Navy hat angekündigt, dass sie in 2020 ihren Schwerpunkt in diesen Bereich mit 60 % ihrer See- und Luftstreitkräfte verlegen werde.

Die US-Strategie konzentriert sich auf das Südchinesische Meer, für das Admiral Harris, Chef des US Pacific Command, die Bedeutung hervorhebt: „es ist da, wo der Seehandel mit einem jährlichen Wert über 5000 Milliarden US-Dollar fährt, mit 25 % des Welt-Exports von Öl und 50 % von Erdgas.“ Die USA wollen diesen Seeweg kontrollieren, im Namen jener Freiheit, die Admiral Harris für die "grundlegende Schifffahrts-Freiheit für unser Lebens-System hier in den Vereinigten Staaten" hält, indem sie China beschuldigen, "aggressive Aktionen im Südchinesischen Meer zu betreiben, ähnlich denen von Russland auf der Krim." Deshalb "patrouilliert" die US-Navy im Südchinesischen Meer. Im Kielwasser der Vereinigten Staaten kommen die europäischen Großmächte: im Juli letzten Jahres hat Frankreich die Europäische Union gebeten, "die chinesische Südsee Marine-Patrouille zu koordinieren, um eine regelmäßige und sichtbare Präsenz in diesen von China illegal beanspruchten Gewässern" zu sichern. Und während die Vereinigten Staaten in Südkorea "Raketenabwehr-Systeme“ aber auch nukleare Raketen installieren, ähnlich wie die in Rumänien und Polen gegen Russland installierten, zusätzlich zu denen, die auf Kriegsschiffen im Mittelmeer kreuzen, empfängt der Generalsekretär der NATO Jens Stoltenberg am 6. Oktober in Brüssel den südkoreanischen Minister für auswärtige Angelegenheiten Yun Byung-se, zur "Stärkung der Partnerschaft der NATO mit Seoul“.

Diese Tatsachen und andere zeigen, dass die gleiche Strategie in Europa und in Asien an der Arbeit ist. Dies ist der extreme Versuch der Vereinigten Staaten und anderer westlicher Mächte, um die wirtschaftliche, politische und militärische Vormachtstellung in einer Welt im starken Wandel beizubehalten, in der neue staatliche und gesellschaftliche Einheiten aufkommen. Die Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SCO), aus dem chinesisch-russischen strategischen Abkommen entstanden, verfügt über Ressourcen und Arbeitsfähigkeit die ermöglichen, den größten integrierten Wirtschaftsraum der Welt zu schaffen. Die SCO und die BRICS-Staaten sind mit ihren Finanzinstitutionen in der Lage, die Weltbank und den Internationalen Währungsfonds weitgehend zu verdrängen, die den USA und den großen westlichen Mächte seit mehr als 70 Jahren ermöglichten, durch wuchernde Kredite an verschuldete Länder und andere Finanzinstrumente, die Weltwirtschaft zu beherrschen. Die neuen Organisationen können zur gleichen Zeit die Entdollarisierung des Handels erreichen, indem sie den Vereinigten Staaten die Möglichkeit entziehen, ihre Schulden weiterhin durch Drucken von Dollar-Papiergeld, das als internationale Währung fungiert, auf andere Länder abzuwälzen.

Um ihre immer mehr wankende Vormachtstellung zu erhalten, verwenden die Vereinigten Staaten nicht nur Waffengewalt, sondern oft wirksamere als die wirklichen Waffen.

- Die erste Waffe: die so genannten "Free Trade Agreements", wie die "transatlantische Handels- und Partnerschaft" (TTIP) mit der EU und die "Trans-Pazifische Partnerschaft" (TPP), deren Zweck nicht nur wirtschaftlich, sondern geopolitisch und geostrategisch ist. Deshalb bezeichnet Hillary Clinton die USA — EU Partnerschaft als "das große strategische Ziel unserer transatlantischen Allianz", mit dem Ziel einer "NATO-Wirtschaft", die die politische und militärische Allianz integriert. Das Projekt ist klar: einen politischen, wirtschaftlichen und militärischen USA — EU Block bilden, immer unter amerikanischem Kommando, der sich dem aufkommenden eurasischen Raum, basierend auf der Zusammenarbeit zwischen China und Russland widersetzt; der sich den BRIC-Staaten widersetzt, dem Iran und anderen Ländern, die sich der Vorherrschaft des Westens entziehen. Da die Verhandlungen über die TTIP wegen der unterschiedlichen Interessen und einer weit verbreiteten Opposition in Europa schwer weiterkommen, wird das Hindernis mit dem "umfassenden Wirtschafts- und Handelsabkommen " (CETA) zwischen Kanada und der EU umgangen: eine getarnte TTIP, da Kanada mit den Vereinigten Staaten Teil der NAFTA ist. Das CETA wird wahrscheinlich, während des Besuchs vom kanadischen Premierminister Trudeau in Brüssel von der EU am 27. Oktober unterzeichnet werden.

- Die zweite Waffe: das Eindringen in das angezielte Land, um es von innen auseinander zu nehmen. Unter Berufung auf die schwachen Punkte, das jedes Land besitzt: Korruption, Geldgier, politischer Karrierismus, durch lokale Gruppen geschürter Sezessionismus, religiöser Fanatismus, die Anfälligkeit der großen Massen zu politischer Demagogie. Sich auch manchmal auf eine Unzufriedenheit der Massen stützen, die durch die Führung ihrer Regierung gerechtfertigt ist. Instrumente der Penetration: die so genannten "nicht-Regierungsorganisationen" (NGO) die eigentlich die Hand des Department of State und der CIA sind. Diejenigen, die enorme finanzielle Mittel besitzen, organisierten die "farbigen Revolutionen" in Osteuropa, und versuchten auch die so genannte "Regenschirm-Revolution" in Hong Kong: sie versuchten auch ähnliche Bewegungen in anderen Bereichen von China zu schüren, die von nationalen Minderheiten bewohnt sind. Die gleichen Organisationen, die in Lateinamerika operieren, mit dem Ziel, die demokratischen Institutionen von Brasilien auszuheben, um die BRICS-Staaten von innen zu unterwandern. Instrumente der gleichen Strategie: Terroristen, wie die bewaffneten und in Libyen und Syrien infiltrierten Gruppen, um Chaos zu säen, indem sie zum Abriss des gesamten Staates, der gleichzeitig von außen angegriffen wird, beitragen.

Manlio Dinucci und seine Frau Carla, vor dem Geburtshaus
von Mao Tsé Toung, 1965
- Die dritte Waffe: die "Psyops" (psychologische Operationen), initiiert durch globale Medien-Ketten, die vom Pentagon definiert werden: "geplante Operationen, um durch spezifische Informationen die Emotionen und Motivationen zu beeinflussen, und damit das Verhalten der Öffentlichkeit, der Organisationen und ausländischen Regierungen, um eine verstärkte Haltung zugunsten der vorangestellten Ziele zu induzieren ". Mit diesen Operationen, die die Öffentlichkeit auf die Eskalation des Krieges vorbereiten, lässt man Russland als das für die Spannungen in Europa verantwortliche Land

Eine letzte Überlegung: da ich mit meiner Frau in den 60er Jahren in Peking gearbeitet habe, und wir beide an der Veröffentlichung des ersten chinesischen Magazins in italienischer Sprache mitgewirkt haben, habe ich eine prägende, grundlegende Erfahrung miterlebt zu einem Zeitpunkt, als China - kaum fünfzehn Jahre vom Kolonialsystem und halb-feudalen Staat befreit, - komplett isoliert war und von dem Westen oder den Vereinten Nationen als souveräner Staat nicht anerkannt war. Von dieser Periode bleiben mir immer noch, wie aufgedruckt, die Widerstandskraft und das Bewusstsein der Menschen, damals 600 Millionen, die unter der Führung der kommunistischen Partei zum Aufbau einer völlig neuen wirtschaftlichen und kulturellen Gesellschaft beitrugen. Ich denke, dass diese Fähigkeit auch für das derzeitige China heute notwendig ist, das sein enorme Potenzial entwickelt, um den neuen Plänen der imperialen Herrschaft zu widerstehen: der Kampf für eine Welt ohne Kriege, in der der Frieden mit sozialer Gerechtigkeit verbunden triumphiert.
Manlio Dinucci

Übersetzung
Horst Frohlich