Montag, 26. Dezember 2016

Mit ihrer Kampagne gegen "russische Hacker" begehen die Demokraten politischen Selbstmord

Photo by thierry ehrmann | CC BY 2.0

Von
Mike Whitney
counterpunch, 12.12.16

Die Demokratische Partei richtet sich aus Wut und Verzweiflung über ihren Misserfolg gerade selbst zugrunde – mit unhaltbaren Verschwörungstheorien und grundlosen Anschuldigungen. Hillary Clinton war schon vor der Wahl die unbeliebteste Präsidentschaftskandidatin, die von den Demokraten jemals ins Rennen geschickt wurde. Jetzt wird sie von einer Clique größenwahnsinniger Ehrgeizlinge aus den Reihen der CIA und den Redaktionen der New York Times und ihres Online-Magazins Military Digest zur (von den Russen verhinderten) Hoffnungsträgerin hochstilisiert. Hofft man so die Wahlchancen der Demokratischen Partei auf längere Sicht wieder verbessern zu können?

Das wird nicht gelingen, weil die Mehrheit der US-Amerikaner nichts mehr von einer Partei verantwortungsloser Jungspunde wissen will, die keine Vision für die Zukunft hat, sondern ihre ganze Energie mit einer bescheuerten Hexenjagd (auf russische Phantome) verschwendet, die nur beweist, dass sie nicht regierungsfähig ist.

Der Hauptgrund für Hillary Clintons Wahlniederlage ist sie selbst, weil sie eine polarisierende Kriegstreiberin ist, der die Wähler nicht vertraut haben. Basta! Putin hat mit all dem nichts zu tun.

Und die Mainstream-Medien saugen diese erbärmliche Lügengeschichte auch noch gierig auf und verbreiten sie. Ich zitiere aus der Titelgeschichte der New York Times, über die Verbindungen des KGB-Agenten Trump zum immer noch als Hort des Bösen verteufelten Kreml [s. hier]:
"US-Geheimdienste haben das Weiße Haus darüber informiert, dass mit 'hoher Wahrscheinlichkeit' die russische Regierung hinter dem Diebstahl von E-Mails und Dokumenten aus den Computern des Democratic National Committee steckt. ...

Den Angriff auf das Computersystem dieses Committee's scheint nach Einschätzung eines an der kriminaltechnischen Untersuchung beteiligten Offiziellen eine Gruppierung durchgeführt zu haben, die sich 'Fancy Bear' (Fantasie-Bär) nennt und Verbindungen zum russischen Militärgeheimdienst GRU hat. ...

Mitarbeiter des Clinton-Wahklkampfteams sind der Meinung, der russische PräsidentWladimir Putin habe damit Herrn Trump, der ihn bewundert, zum Wahlsieg verhelfen wollen."
Wenn es einen Pulitzer-Preis für Panik erzeugende Andeutungen oder falsche Anschuldigungen gäbe, würde ihn die New York Times ganz gewiss für diesen Artikel bekommen. Leser, die sich den ganzen Artikel zu Gemüte führen, finden allerdings weiter unten das folgende entlarvende Dementi:
"Die Kampagnenbetreiber geben zu, dass sie keine Beweise für ihre Behauptungen haben. Trumps Wahlkampfteam hat die gegen Russland gerichteten Anschuldigungen als Verleumdung zurückgewiesen...."
"Keine Beweise?" Das heißt doch, das sie nichts vorweisen können, rein gar nichts!

Sie haben nur vage Hinweise auf angebliche Hackerangriffe, die Wladimir Putin-Strangelove (s. dazu auch hier) in seinem unterirdischen Cyberkriegsbunker angeordnet haben soll, und diese Hinweise stammen auch noch von anonym bleibenden US-Geheimdienstlern. Dieses dürftige "Material" reicht noch nicht einmal für einen unterhaltsamen Spionagethriller aus.

Der ganze Unsinn über "der Fantasie entsprungene Bären in Diensten des russischen GRU", die mit "hoher Wahrscheinlichkeit von namenlosen US-Agenten enttarnt" worden sein sollen, dient natürlich nur dazu, ängstliche Leser zu Tode zu erschrecken und ihnen weiszumachen, der Kreml greife wieder auf alte Tricks aus dem Kalten Krieg zurück. Die Redakteure der New York Times wissen sehr wohl, dass es ziemlich einfach ist, die Denkmuster wiederzubeleben, die mit der 40 Jahre lang betriebenen antisowjetischen Gehirnwäsche eingeimpft wurden, und die leichtgläubige US-Schafherde davon zu überzeugen, dass Washington und Moskau immer noch Erzfeinde sind. In einem sachlichen Bericht über mögliche Konflikte zwischen den USA und Russland hätte man allerdings auch darauf hinweisen müssen, dass die USA die NATO rücksichtslos nach Osten ausgeweitet, in ehemaligen sowjetischen Satellitenstaaten Militärbasen gebaut, das prorussische Regime in der Ukraine gestürzt und in Osteuropa Abschussbasen für Atomraketen errichtet haben, die nur einige hundert Meilen von Moskau entfernt sind.

Eigentlich hätten die Schreiberlinge von der New York Times ja auch erkennen müssen, dass die jüngste Propagandakampagne gegen Putin nur eine Reaktion auf die mit russischer Unterstützung erzielten Erfolge gegen die "Rebellen" in der syrischen Stadt Aleppo ist. Wie andere US-Medien lässt sich auch die New York Times als Propagandaorgan der US-Regierung erneut dazu missbrauchen, die Öffentlichkeit gegen "Übeltäter" aufzuhetzen, die dieses Mal aus Russland kommen, damit Washington seinen imperialistischen Eroberungskrieg auf ein weiteres Land ausdehnen kann. Dieses ganze "Hacker-Getue" ist doch nur ein weiterer Schachzug in der hybriden Kriegsstrategie des Pentagons, das ständig Informationen manipuliert, um sich damit die Unterstützung der US-Öffentlichkeit für eine weitere Runde seines völkermörderischen Strebens nach Weltherrschaft zu sichern – das wohl erst einmal mit der erneuten Bombardierung Raqqas fortgesetzt wird. (s. dazu auch hier).

Wäre die immer nach Blut gierende Hillary dabei an Bord? Selbstverständlich wäre sie dabei, denn sie hat ja noch keinen Krieg ausgelassen.

Bringen wir's auf den Punkt: Nicht Putin, Obama ist verantwortlich für Hillarys Wahlniederlage. Er hatte den Menschen Veränderungen versprochen, die nicht eingetreten sind. Deshalb sind sie jetzt durch die Tür gegangen, die Donald Trump ihnen aufgehalten hat. In der Wahlanalyse des Meinungsforschungsinstituts PEW Research wird mit wenigen Sätzen erklärt, was bei dieser Wahl tatsächlich passiert ist:
"Die Republikanische Partei hat 2016 große Zugewinne in der US-Mittelschicht erzielt. Viele Mittelschicht-Wahlbezirke, in denen 2008 noch Barack Obama gewonnen hatte, gingen 2016 mit großer Mehrheit an Donald Trump und brachten ihm den Sieg, weil er gleichzeitig alle 27 Mittelschicht-Wahlbezirke halten konnte, die schon 2008 von Republikanern gewonnen wurden. Hillary Clinton hingegen verlor 18 der 30 Mittelschicht-Wahlbezirke, die 2008 an die Demokraten gegangen waren.

Insgesamt erlitten die Demokraten 2016 große Verluste. Ihr Stimmenanteil sank in 196 der 221 untersuchten städtischen Wahlbezirke. Der Verlust war so groß, dass 37 Wahlbezirke, in denen 2008 noch die Demokraten gewonnen hatten, an die Republikaner fielen.

Nicht zufällig verloren die Demokraten auch viel Boden in Wahlbezirken, in denen große Produktionsbetriebe geschlossen wurden. Von 56 Wahlbezirken mit einem relativ hohen Anteil von in der Produktion Beschäftigten holte sich Trump 15 Bezirke, in denen 2008noch Obama gewonnen hatte, und konnte gleichzeitig alle 29 halten, in denen die Republikaner schon 2008 gesiegt hatten. Die Demokraten hielten nur 12 Bezirke. ...
Habt ihr's kapiert? Die Demokraten haben überall Stimmen verloren, weil Obama nicht geliefert hat. Das ist der Hauptgrund. Außerdem haben die Wähler Hillary nicht als die Kandidatin angesehen, die sich um die Probleme der arbeitenden Bevölkerung kümmert – um gerechte Löhne, wirtschaftliche Sicherheit und gute Jobs. Ist das so schwer zu verstehen?

Die Menschen sind sauer, weil es ihnen immer schlechter statt besser geht. Ihr Lebensstandard sinkt, ihre Jobs, ihre Versorgung im Krankheitsfall und ihre Rente sind nicht mehr sicher, und ihre Kinder müssen sich stark verschulden, wenn sie studieren wollen. Sie haben das Vertrauen in die Medien, den Kongress, die Gerichte und einen Präsidenten verloren, der ihnen versprochen hat, ihre Situation werde sich bessern, aber während seiner gesamten Amtszeit keinen Finger dafür gerührt hat.

Die Wahlanalyse bestätigt, dass Hillary vor allem deshalb verloren hat.

Die Demokraten haben keine Vision für die Zukunft. Ohne eine solche Vision wird diese Partei untergehen, und genau das passiert gerade. Die Demokratische Partei ist in Auflösung begriffen, und mit ihrer Kampagne gegen die "russischen Hacker" wird sie den Zerfallsprozess nur beschleunigen.

Mike Whitney lebt im Staat Washington. Er ist Mitautor des Buches "Hopeless: Barack Obama and the Politics of Illusion (Hoffnungslos: Barack Obama und die Politik der Illusionen, s. https://www.akpress.org/hopeless.html), das bei AK Press erschienen und auch als Kindle Edition verfügbar ist. Er ist zu erreichen über fergiewhitney@msn.com


Übersetzung: luftpost-kl.de

Mehr zum Thema:
Gegenmeinung: Ehemalige US-Geheimdienstler äußern sich zu der Behauptung, russische Hacker hätten die US-Präsidentenwahl manipuliert >>>

Freitag, 23. Dezember 2016

Polizeilicher Todesschuss kam wieder einmal vor polizeilicher Vernehmung

Mowitz
Gott sei Dank, immerhin gibt es eine fast schon eiserne Tradition in der westlichen W(ä)rtegemeinschaft, verdächtige 'Terroristen' erst gar nicht der zuständigen rechtsprechenden Gewalt zur Aburteilung zuzuführen, sondern sie in abenteuerlichen Feuergefechten, die von ebenso abenteuerlichen Geschichten geschmückt sind, ihren irdischen Richtern zu entziehen und sie ohne richterliche Befragung, Prozess und Urteil, mit einer oder mehrerer Kugeln ins Jenseits zu befördern.

Karikatur:© Kostas Koufogiorgos, www.koufogiorgos.de

Anis Amri, der in Berlin zwölf Menschen mit einem LKW getötet und 48 Menschen verletzt haben soll, ist in Mailand erschossen worden.
"Nach den Terroranschlägen in Paris und Brüssel haben sich viele zu Wort gemeldet – Staatspräsidenten, Regierungschefs, Minister, Akademiker, Journalisten und Medienvertreter. Tonnen von Papier und Druckerschwärze wurden verbraucht für Vermutungen über die Psychologie, die Netzwerke und die Pläne der Täter, bei denen es sich wohl um radikalisierte junge Muslime gehandelt hat, die alle Bürger von EU-Staaten waren.

Mit der seit Jahrzehnten von den USA, der NATO und der EU betriebenen aggressiven Politik, die verantwortlich für die Entwicklung weltweiter Terrornetzwerke ist, hat sich kaum jemand beschäftigt. Dieser Essay befasst sich mit den historischen Verbindungen zwischen den USA, Saudi-Arabien und den islamistischen Terroristen bei den Interventionen in Pakistan und Afghanistan und den Folgen der US-Invasion und -Besetzung des Iraks. Dort haben die USA vorsätzlich und planmäßig alle säkularen staatlichen Strukturen zerstört; durch bewusstes Schüren ethnischer und religiöser Konflikte wurden Stammeskriege angezettelt, um militärische Interventionen zu ermöglichen, durch die der Irak in Teilstaaten aufgesplittert werden soll." >>> Gegenmeinung: Die Terroranschläge in Paris und Brüssel: Die "islamistischen Legionäre" aus Europa tragen den Kampf nach Hause>>>
Die Geschichten gleichen sich. Von 9/11 bis auf den heutigen Tag.

FH

Dienstag, 20. Dezember 2016

Geisterfahrer in Berlin nicht gefasst - Bühne frei für Verschwöringstheoretiker des Establishments

Mowitz
Nach der völkerrechtswidrigen "Teilhabe" deutscher Tornados am Krieg westlicher und westlich gesinnter Terrormächte, die unter falscher Flagge (Bürgerkrieg), gegen Syrien und seiner legalen Assad-Regierung einen gnadenlosen Krieg führen, dem hundertausende Syrer bereits zum Opfer gefallen sind, ließen sich die Schlaumeier des deutschen Mainstream-Establishments, die Gelegenheit nicht entgehen, und starteten nach der Todesfahrt eines bislang unbekannten LKW-Fahrers, einen Propagandakrieg der seinesgleichen sucht. Nachdem irgendein Verdächtiger gefasst wurde, ging die stundenlange Berichterstattung fast ungebrochen in Wiederholungsschleifen weiter und hämmerte dem Publikum unverdrossen die Geschichte vom "Terror" der Islamisten ein, die etwas gegen unsere Art hätten "frei und offen zu leben". Dieses Gewäsch hat man bereits 2001 von George W. Bush nach 9/11 gehört und abgekupfert, als er auf den Ruinen des World Trade Centers stand und der Welt kundtat den "American way of life" zu verteidigen und für den er meinte sich auch nicht entschuldigen zu müssen.

Dabei verschwieg er, seine Redenschreiber hatten es ihm wohl nicht aufgeschrieben, würden alle Menschen so leben wie die US-Amerikaner, bräuchten wir mindestens 5,5 Planeten statt nur den einen Planeten Erde den wir heute haben und der sich auch nicht vermehren wird. Schon der Lebensstil der Deutschen, hochgerechnet auf die gesamte Menschheit, benötigt 2,5 Planeten um dieses Ziel zu erreichen.

Und wer glaubt Milliarden Arme und Ausgebeutete dieser Welt würden diese Zustände auf ewig widerstandslos tolerieren, während sie von den Terrorkriegen der westlichen W(ä)rtegemeinschaft getötet werden und ihr Hab und Gut in Schutt und Asche gelegt wird, hat nichts verstanden. Die westliche W(ä)rtegemeinschaft bombardiert nämlich um über die Bodenschätze der Dritten Welt so "frei" wie nur irgend möglich verfügen zu können. Das macht es erst für die "freie Welt" möglich einen Lebensstil durch maßlosen Konsum zu zelebrieren, den wir in unserem Teil der Welt haben.

Die Ausgebeuteten haben zwangsläufig das Nachsehen. Aber jetzt fangen sie langsam an zu marschieren. U. a. in Richtung Europa. Und niemand wird sie aufhalten können. Da müssten sich schon die Abendlandverwerter entscheiden die Hungrigen in Massen zu ermorden um sie zu stoppen. Entscheidet man sich für solche Verbrechen, wird auch der Weg für ein strafloses Abschlachten seiner Nachbarn frei, der wiederum im eigenen Holocaust enden wird. Ethik, Werte und Moral würden auf dem Müll des ewigen kapitalistischen Wachstums entsorgt. Eine "Schöne neue Welt" die für uns alle bereitstehen wird, übernimmt dann die weiteren Geschicke.

Die Sprache der Gewalt kündigt immer mehr und neue Gewalt an. Eine Binse die im und nach jedem Krieg zu beobachten ist. Die Verarmung der Menschen und das Verschwinden ihrer Hoffnung und Lebenschancen erzeugt immer wütendere Horden, die bereit sind, zu töten und sich töten zu lassen. Eine bankrotte, liberale Elite, die sich nicht gegen die Reichen und Kriminellen durchsetzen kann, wird in Zeiten wirtschaftlichen Niedergangs immer weggefegt, wenn Schlägertrupps und Demagogen die Massen aufstacheln. Krawallmacher, Scharlatane und Narren – die immer gleichen aufgehetzten Massen und die immer gleiche unfähige liberale Klasse, die den Hass verdient, den sie erzeugt. Je länger man sich auf die verlässt, die zu Lakaien der Konzerne wurden, desto mehr verdummen die Massen.

Klaus Bouillon spricht vom Kriegszustand
Karikatur:© Kostas Koufogiorgos, www.koufogiorgos.de

Der saarländische Vorsitzende der Innenministerkonferenz, Klaus Bouillon (CDU), spricht bereits von einem „Kriegszustand”, bevor überhaupt klar ist wer oder was eigentlich für die Todesfahrt in Berlin verantwortlich ist. Da wird gerne aus der Hüfte geschossen. Nachdenken unerwünscht.

FH

Donnerstag, 15. Dezember 2016

Ehemalige US-Geheimdienstler äußern sich zu der Behauptung, russische Hacker hätten die US-Präsidentenwahl manipuliert

Ehemalige US-Geheimdienstexperten erläutern, warum der Vorwurf, Russland habe die Wahl des US-Präsidenten zugunsten Trumps von Hackern manipulieren lassen, nicht zutrifft.

Veteran Intelligence Professionals for Sanity
(Ehemalige Geheimdienstmitarbeiter für Vernunft)
Consortium.news, 12.12.16

Ehemaligen US-Geheimdienstlern ist es ein Rätsel, warum die US-Geheimdienste in der hysterischen Diskussion über die angebliche Beeinflussung der US-Präsidentenwahl durch Russland mit "Indizien" arbeiten; wenn die Hackerangriffe tatsächlich erfolgt wären, hätten sie doch unwiderlegbare Beweise dafür vorlegen können.

Karikatur:© Kostas Koufogiorgos, www.koufogiorgos.de

Memorandum

Die Behauptung, russische Hacker hätten die US-Wahl beeinflusst, ist nicht haltbar


Ein am Montag in der New York Times veröffentlichter Bericht, in dem behauptet wurde, die CIA könne mit "eindeutigen Indizien" nachweisen, "dass der russische Präsident Wladimir Putin Hacker eingesetzt hat, um die Wahlcomputer zugunsten Donald J. Trumps zu beeinflussen", führt keinen einzigen Beleg an, der diese Anschuldigung stützen könnte. Das hat uns nicht überrascht, weil alle bisher bekannt gewordenen technischen Angaben (über angeblich gehackte E-Mails, weitere Infos dazu hier) darauf schließen lassen, dass die besagten E- Mails weder von Russen noch von Experten anderer Staaten "gehackt" wurden, sondern durch interne "Leaks" in die Öffentlichkeit gelangten.

Ebenfalls am Montag hat die Washington Post berichtet, der republikanische Senator James Lankford aus Oklahoma, der dem Geheimdienst-Ausschuss des Senates angehört, habe gemeinsam mit anderen Senatoren gefordert, die vermuteten russischen Cyber-Angriffe von einer überparteilichen Kommission untersuchen zu lassen. Die Lektüre dieses kurzen Memorandums könnte den Senat vor ergebnisloser Zeitverschwendung und unnötigen Ausgaben bewahren.

Unsere nachfolgenden Ausführungen beruhen auf jahrzehntelangen geheimdienstlichen Erfahrungen – auch im Bereich Internet-Sicherheit – und sollen helfen, die aus durchsichtigen Motiven betriebene Vernebelung von Tatsachen zu durchschauen. Wir wollen nicht anonym bleiben, denn wir sind stolz darauf, uns nach langjähriger, meist verdeckt ausgeübter geheimdienstlicher Tätigkeit nun auch aufklärend an die Öffentlichkeit wenden zu können. Unser Ethos als Geheimdienstexperten verpflichtet uns immer noch dazu, furchtlos und ohne jede Begünstigung einfach die Wahrheit zu sagen – auch wenn das heute nicht mehr üblich ist.

Wir haben die Behauptungen über angebliche Hacker-Angriffe geprüft, und wegen unserer profunden Kenntnisse war es für uns ein Kinderspiel, sie alle zu widerlegen. Die enthüllten E-Mails wurden nicht gehackt, sie sind durch ein oder mehrere interne Lecks in die Öffentlichkeit gelangt. Wir erklären jetzt den Unterschied zwischen einem "Leak" und eine "Hack".
Um ein Leak handelt es sich, wenn Personen wie Edward Snowden oder Chelsea Manning Daten einer Organisation aus deren Computersystem auf einen Datenträger kopieren und diesen Datenträger einer anderen Person oder Organisation übergeben.

Ein Hack findet statt, wenn eine Person, die sich in einem weit entfernten Gebäude oder Land befindet, auf elektronischem Weg alle Firewalls und anderen Schutzeinrichtungen eines fremden Computersystems überwindet und auf elektronischem Weg Daten aus diesem System abzweigt.
Bei allen von uns untersuchten Fällen kann es sich nicht um Hackerangriffe gehandelt haben, denn die National Security Agency / NSA kann alle Hackerangriffe verfolgen und sowohl den Angreifer als auch den Angegriffen problemlos identifizieren.

Nur wenn der Datenklau von einer realen Person mit Hilfe eines transportablen Datenträgers (Speicherkarte, Stick oder CD ) vor Ort vorgenommen wird, entstehen keine elektronischen Spuren, über die der Täter jederzeit zu identifizieren wäre.

Erstaunliche technische Fähigkeiten

Wir wiederholen noch einmal: Die NSA kann bei jedem über das Internet abgewickelten Datenaustausch (also auch bei jedem Hackerangriff) den Absender und den Empfänger, (bzw. den Angreifer und den Angegriffenen) ermitteln. Dank des von Edward Snowden veröffentlichten Materials wissen wir, dass die NSA – u. a. mit Hi lfe ihrer Programme Fairview [s. hier], Stormbrew [s. hier] und Blamery [s. hier] – den Datenfluss in den Glasfasernetzen von mindestens 30 US-Kabelgesellschaften, das komplette öffentliche Telefonnetz und das gesamte World Wide Web überwacht. Die NSA kann also auf alle Daten zugreifen, die innerhalb der USA und in der ganzen Welt kursieren – auch auf die, welche die USA nur durchqueren.

Mit anderen Worten, alle Daten, die jemand aus Servern des Democratic National Committee / DNC Comittee_email_leak, aus einem Server Hillarys Rodham Clintons / HRC oder aus irgendeinem anderen Server in den USA abgreift, werden auch von der NSA eingesammelt. Jeder Datentransfer enthält in einem sogenannten "Packet" (Paket) auch die Adresse des Empfängers und kann deshalb durch das gesamte Internet bis zu ihm verfolgt werden.

E-Mails werden vor dem Transport durch das Internet in kleinere Segmente, die so genannten "Packets" aufgeteilt, vor der Ankunft beim Empfänger aber wieder zusammengefügt.

Damit das geschehen kann, erhalten alle Packets, die zu einem Datentransfer gehören, die gleiche Identifikationsnummer. Außerdem trägt jedes Packet eine IPV4- oder IPV6-Nummer (s. hier), die seine Verfolgung im Netz ermöglicht.

Wenn die E-Mail-Packets die USA verlassen, kann auch in den anderen "Five-Eyes"-Staaten (s. hier) Großbritannien, Kanada, Australien und Neuseeland und in sieben oder acht weiteren ausgewählten Staaten, die eng mit den USA kooperieren, der Weg einer E-Mail bis zum Empfänger verfolgt werden.

Die Möglichkeiten der NSA, den weltweiten Datenverkehr zu kontrollieren, sind sehr vielfältig (s. dazu auch hier, hier, hier hier und hier mit Hunderten von Spürprogrammen können die Packets durch das gesamte Internet und in ganz unterschiedlichen Software- und Hardware-Produkten verfolgt oder immer wieder aufgefunden werden. Auch E-Mails, die in einem Server abgegriffen und zu einem anderen geleitet werden, sind mit den genannten Mittelnwenigstens teilweise zu verfolgen oder zu orten.

Daraus ergibt sich, dass die NSA auch alle in den Servern des DNC oder der Frau HRC "gehackten" E-Mails auf ihrem gesamten Weg durchs Internet – auch über Zwischenstationen – bis zum Hacker verfolgen könnte.

Wenn die meist anonym bleibenden Sprecher von US-Geheimdiensten verschwommene Formulierungen wie "vermutlich" oder "unserer Meinung bzw. Schätzung nach" verwenden, heißt dass im Klartext, dass die E-Mails in Wirklichkeit nicht "gehackt" wurden, weil sie dann auch den oder die Hacker benennen könnten. Da sie das nicht konnten, sind wir sicher, das die Server des DNC und der Frau HRC nicht gehackt wurden.

Wenn es tatsächlich Hackerangriffe gegeben hätte, wären die Hacker auch gefunden und benannt worden, denn dazu hätte man weder die Quellen noch die Methoden preisgeben müssen. Daraus schließen wir, dass die E-Mails von einem Insider auf ein Speichermedium übertragen und weitergegeben wurden, wie das auch bei Edward Snowden und Chelsea Manning der Fall war. Dieser Insider könnte aus jedem Ministerium kommen, das Zugriff auf die NSA-Daten hat, oder auch im DNC bzw. in Frau Clintons Umgebung zu finden sein.

Warum sich die Medien auf die CIA berufen, bleibt uns ein Rätsel, denn die CIA könnte ihre Informationen nur von der NSA haben. Wir können uns auch nicht erklären, warum die Medien mit seltsamen Storys über russische Hacker gefüttert werden, die Trump zum Wahlsieg verholfen haben sollen, obwohl die NSA trotz ihrer vielfältigen Möglichkeiten keinerlei Beweise dafür vorlegen kann.

Für den Vorstand der Veteran Intelligence Professionals for Sanity / VIPS

William Binney, former Technical Director, World Geopolitical & Military Analysis, NSA;
co-founder, SIGINT Automation Research Center (ret.)

Mike Gravel, former Adjutant, top secret control officer, Communications Intelligence
Service; special agent of the Counter Intelligence Corps and former United States Senator

Larry Johnson, former CIA Intelligence Officer & former State Department Counter-Terrorism Official

Ray McGovern, former US Army infantry/intelligence officer & CIA analyst (ret.)

Elizabeth Murray, Deputy National Intelligence Officer for Middle East, CIA (ret.)

Kirk Wiebe, former Senior Analyst, SIGINT Automation Research Center, NSA (ret.)



Übersetzung: luftpost-kl.de

Samstag, 10. Dezember 2016

Nach CDU-Parteitag in Essen: Geschlossenheit zwischen den neuen Schwestern AfD -CDU?

Mowitz
CSU-Seehofer wurde gar nicht erst eingeladen zum Parteitag der ehemaligen Schwester in Essen. Er ist kein Thema länger für Merkel. Ganz im Gegensatz zur AfD, deren Gegenwart aus jeder vermufften Ecke des Parteitagssaales wahrnehmbar hervorkroch. Der Geist des Rechtspopulismus legte sich, für jeden hör- und sichtbar, schwer auf die Gemüter eines neokonservativen Populistenparteitags.

Merkel persönlich schlug mit ihrer sinnfreien Forderung: „Vollverschleierung muss verboten werden, wo es rechtlich möglich ist“ sogar dem Idiotenfass des Rechtspopulismus den Boden aus, bekam aber genau für diese Forderung aus dem Lager des Rechtsopportunismus wohl den kräftigsten Beifall des Parteitags der 'christlichen Populistenpartei' für ihre über eine Stunde langen Sprechblasen. Auch vom langjährigen Ministerpräsidenten Thüringens, Bernhard Vogel, der mit Klatschen und Grinsen gar nicht mehr aufhören wollte. Obwohl alle wissen sollten, das für diese Forderung keine Mehrheit im Bundestag vorhanden ist und auch nicht sein wird. Egal mit welchen Versprechungen IM Erika versucht ihre ehemaligen Wähler zurück ins rechtskonservative Reich zu locken.

Selbst ein Regierungsbündnis zwischen AfD und CDU nach der nächsten Wahl könnte den Niedergang der Rechtskonservativen nicht mehr aufhalten. Merkel und mit ihr die CDU, sind nicht erst seit dem Parteitag in Essen am Ende ihres politischen Lateins. Noch ein Rechtsruck der CDU und die Neokonservativen fallen über den rechten Rand des bundesrepublikanischen Parteiengefüges ins Bodenlose. Panik macht sich breit in der Partei von vorgestern, was den Niedergang noch mehr  beschleunigen wird. Aber was tut man nicht alles zur Erhaltung seiner persönlichen Macht? Lügen bis zum Umfallen und die Massen in und durch Massenlügen "führen". Wer führt die Führer eigentlich? Die gemeinsame Antwort für die Führungsriegen der politischen Klasse, egal ob Opportunisten oder Populisten, ist die Treue und der Gehorsam zum internatonalen Finanz- und Großkapital, dem der 'Freie Markt' jedes Menschenopfer bringt, das Konzerne und Markt einfordern. Video: Min: 46:24

Karikatur:© Kostas Koufogiorgos, www.koufogiorgos.de

Schon CDU-Kanzler Adenauer fiel durch sein Bekenntnis zur Unwahrheit, "Was kümmert mich mein Geschwätz von gestern," ebenso unangenehm auf, wie auch der DDR-Staatsratsvorsitzende Walter Ulbricht unter dessen Ägide IM Erika in der DDR aufwuchs, und der es, wie Adenauer, auch nicht so genau mit der Wahrheit nahm. „Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten.“ Und Bums, stand die Mauer. So etwas prägt schwache Charaktere auf dem Weg nach oben.

Wie sagte Merkel noch 1991 in einem Interview mit Günter Gaus über ihre Beweggründe in der FDJ tätig gewesen zu sein? Es war natürlich 70 Prozent Opportunismus - laut Merkels eigener Aussage - mit dabei. Wo liegt denn der Unterschied zwischen Opportunismus (von lat. opportunus „günstig“, „bequem“) im allgemeinen Sprachgebrauch eine Person, die zweckmäßig handelt, um sich der jeweiligen Lage anzupassen und einen Vorteil daraus zu ziehen und Populismus (von Opportunismus geprägte, volksnahe, oft demagogische Politik), die das Ziel hat, durch Dramatisierung der politischen Lage die Gunst der Massen (im Hinblick auf Wahlen) zu gewinnen).

Einen Unterschied zwischen den beiden Begrifflichkeiten kann ich nicht feststellen. Nur Merkels öffentliches Bekenntnis zum aktiven politischen Opportunismus während ihres Daseins in der DDR wirft am Ende der Veranstaltung die Frage auf, mit welchem Recht inflationiert gerade eine Merkel heute noch Begrifflichkeiten mit denen sie sich zu ihrer DDR-Zeit nach eigener Aussage verbunden fühlte? Zu 70 Prozent sagte die gelernte Physikerin. Warum nicht 71 oder 82 Prozent? Das grenzt schon an einstudierter Erbsenzählerei.

FH